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Bundespräsident: Steinmeier warnt vor "galoppierender Entfremdung" von Russland
AP

Die Ukraine-Krise, der Fall Skripal, der Syrienkonflikt: Bundespräsident Steinmeier sieht das Verhältnis zwischen Russland und dem Westen auf einem Tiefpunkt. Man dürfe aber nicht das ganze Land zum Feind erklären.

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thomasp1965 15.04.2018, 10:14
1. Putin und seine Kleptokraten

sind das Problem. Seine Agenda ist Rückabwicklung der Zerlegung der SU und Imperialismus, Großmannsucht, wie bei Trump.
Das Volk ist an der Situation nur insoweit schuld, als es ihn hat an die Macht kommen lassen, ähnlich Ungarn, wo jetzt 70% rechtsradikal wählen...
Sie haben es in ihrem Land angerührt, also dürfen sie es auch selbst auslöffeln.
Helfen mit irgendeiner Untersützung würde ich nur NGOs (ähnlich wie Ungarn, wo man EU seitig auch keinerlei Unterstützung mehr geben sollte).
Das das den Kleptokraten und hiesigen Apologeten von AfD und Linke (welch Zufall Demokratiefeindliche Parteien unterstützen am liebsten) nicht gefällt, ist mir herzlich egal.

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undercover.agent 15.04.2018, 10:21
2. Zu der Entfremdung ...

... trägt wohl auch Merkel bei, deren Verhältnis zu Putin sich in den letzten Jahren merklich abkühlte. Vielleicht wäre es sinnvoll, mit einer neuen Kanzlerin oder Kanzler einen Neustart mit Russland zu initiieren. Merkel wird das Ohr Putins nicht mehr erhalten. Das westliche, insbesondere das deutsche Verhältnis zu Moskau muss wieder konstruktiver werden, und zwar mit neuen Protagonisten.

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oli69 15.04.2018, 10:22
3. Gratulation

an Hr. Steinmeier für seinen Durchblick. Die meisten anderen Politiker rennen einfach der USA, unter Führung eines Psychopathen Trump, nach. Sie hinterfragen gar nichts. Das konnte man ja noch unter Obama verantworten aber unter Trump muss man sich auch mal distanzieren von dessen Kriegs- und Drohpolitik. Aber dafür fehlen ja den meisten europäischen Politikern den Mut.

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Zündkerze 15.04.2018, 10:26
4. hat dem Steinmeier schon einer gesagt

das er schon länger nicht mehr Außenminister ist. Was hat ihn dazu bewogen sich zu dem Konflikt zu äußern. Um einfach mal wieder überhaupt etwas zu sagen und sich als Bundespräsident wieder in Erinnerung zu rufen, hey ich bin auch noch da, vergesst mich nicht. Und dann verwechselt er auch noch die Bühne, die Rede geht leider an den falschen Adressaten. Wer bitte schön distanziert sich denn zunehmend von seinen Nachbarn und winkt mit Hammer. Russland ist eben keine Goßmacht mehr, das ist ja schade für Putin aber versuchen die Zeit zurück zu drehen funktioniert nicht.

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pacificatore 15.04.2018, 10:27
5. Das Böse an sich

Die Russen sind im geschichtlichen Ablauf immer die Bösen gewesen. Nach einer gewissen Phase des Tauwetters ist es aber nicht zu einem Frühling zwischen Ost und West gekommen. Sowohl hat die EU durch ihre Osterweiterungen, als auch die USA haben durch ihre Einkreisungspolitik ein Klima des Krieges geschaffen. Putin war es nicht egal, ob sich der Westen auf der Krim festsetzt, es war Putin auch nicht egal, wie sich Georgien entwickelt. Der Westen hat den Russen kein Glacis zugestanden, sondern rückt dem Russen auf den Pelz. Deshalb darf man sich nicht wundern, wenn Russland reagiert. Früher waren es die Roten Socken, heute sind es die Horden aus dem Osten, die die EU zerlegen und die Trümmer aufsammeln wollen. Soweit die Propaganda.

Deshalb ist es zu begrüßen, dass sich Steinmeier festlegt auf eine Neutralitätspolitik und die BRD unter Merkel nicht einschwenkt, die Fronde der Westallierten (Frankreich, England, USA) durch unsere Vasallenfunktion zu verstärken. Wenn Deutschland in Europa führen will, dann muss es seine Interessen gegenüber Russland unmissverständlich äußern. Deutschland darf sich auch nicht von Evidenzen leiten lassen, wenn man Marschflugkörper in Bewegung setzt. Wir kennen das von den Hexenverbrennungen her, wohin eine Evidenzpolitik führen kann.

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haarer.15 15.04.2018, 10:28
6. Galoppierende Entfremdung

Naja Herr Steinmeier, ein bisschen spät diese Mahnung. Er hat ja recht, wenngleich er die Verantwortung des Westens so gar nicht angesprochen hat. Und es mangelt unsererseits auch an der nötigen Selbstreflexion. Es gehören immer zwei dazu. Wer hat schuld an dieser Entfremdung ? Doch nicht allein Russland. Wer hat die Sicherheitspartnerschaft in Gesamt-Europa eigentlich aufgekündigt, die doch so wichtig für uns Westeuropäer wäre ? War es nicht ein Fehler, die Balten, Polen, Tschechen, Ungarn und Rumänen so eilig in die NATO aufzunehmen ohne Russland aber auch irgendetwas anzubieten ? Was hat das denn mit vertrauensbildenden Maßnahmen zu tun ? Mal ehrlich, im Grunde ist doch seither die Vertrauensbasis schon zerstört worden. Das alles war auch nicht im Sinne des Türöffners Gorbatschow.

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shotaro_kaneda 15.04.2018, 10:30
7.

Eine klare Ansage an Heiko Maas von unserem Staatsoberhaupt. Schade, dass Steinmeier kein Außenminister mehr ist. Das größte Land der Welt vor der Haustür der EU zum Feind zu erklären ist einfach kontraproduktiv für den Frieden der EU. Und speziell Deutschland mit seiner Kriegsgeschichte im letzten Jahrhundert sollte dies wissen.

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hergen.heinemann 15.04.2018, 10:31
8. Europäische Einigkeit ist ein wünschenswertes, hohe Gut,

aber man muß sich nicht wie Merkel an die Spitze der US-Kampagne gegen Rußland stellen, sondern zögerliches Mitmachen sollte auch genügen.

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juba39 15.04.2018, 10:33
9. Das läßt aufhorchen!

"Ganz unabhängig von Putin - wir dürfen nicht Russland insgesamt, das Land und seine Menschen, zum Feind erklären", sagte Steinmeier..." Unabhängig von Putin, NUR Putin, nicht das Volk zum Feind?
Ich dachte erst, der in enem Experteninterview bei Phoenix geäußerte Satz der Moderation war nur ein verbaler Ausfaller:
"...sind Beziehugen zu Russland UNTER DIESEM PRÄSIDENTEN noch möglich?"
Hier deutet sich ein Politikwechsel gegenüber Russland an, der äußerst gefährlich ist. Da man nicht annimmt, daß der BP Sätze so einfach hinsagt, besonders gegenüber Zeitungen des Hauses Springer, sollte wir noch mehr auspassen. Er redet über einen Präsidente, der, auch nach seriösen westlichen Erhebungen bis 80% der Menschen hinter sich hat.
Heißt das, daß sich jetzt alle, von Politik, Medien bis zu diversen NGO's auf Putin als Präsidenten einschießen?
Ich warne nur vor der Wiederholung der Diskussion der 90er.
Nach Jelzin kam ja bekanntlich Putin. Experten warnten nämlich damals schon, "wer Putin verhindert, sieht sich plötzlich einem Marschall als Präsidenten entgegen."
Wer würde das heute, bei einem Präsidenten Trump als Gegenpart, wirklich wollen!
Meine Überzeugung. In diesem Fall wären die russischen Streikräfte in Syrien jetzt aktiv geworden. Von einer Flugverbotszone über Syrien, bis zu Schlägen gegen US-Schiffe und Flugplätze in F und GB wäre alles denkbar.
Und bitte auch aufmerksam zuhören. Bei Lawrow tauchte bei der Nennung der "Aggressoren" vom WE erstmalig auch der Name "Deutschland" auf. Immerhin, so die Aussagen von Mattis, lieferte die BuWe die Zieldaten für die Angriffe. Warum geht niemand in den Medien nicht mal in die Tiefe nach solchen Äußerungen? Oder müssen erst wieder die Menschen die Hunde zum Jagen tragen?
„Friedens- und Sicherheitsordnung von Vancouver bis Wladiwostok“. Warum hört man nichts von diesem Aufruf?

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