Forum: Politik
Bundespräsident: Steinmeier warnt vor "galoppierender Entfremdung" von Russland
AP

Die Ukraine-Krise, der Fall Skripal, der Syrienkonflikt: Bundespräsident Steinmeier sieht das Verhältnis zwischen Russland und dem Westen auf einem Tiefpunkt. Man dürfe aber nicht das ganze Land zum Feind erklären.

Seite 2 von 12
torelli 15.04.2018, 10:35
10.

Zitat von thomasp1965
sind das Problem. Seine Agenda ist Rückabwicklung der Zerlegung der SU und Imperialismus, Großmannsucht, wie bei Trump. Das Volk ist an der Situation nur insoweit schuld, als es ihn hat an die Macht kommen lassen, ähnlich Ungarn, wo jetzt 70% rechtsradikal wählen... Sie haben es in ihrem Land angerührt, also dürfen sie es auch selbst auslöffeln. Helfen mit irgendeiner Untersützung würde ich nur NGOs (ähnlich wie Ungarn, wo man EU seitig auch keinerlei Unterstützung mehr geben sollte). Das das den Kleptokraten und hiesigen Apologeten von AfD und Linke (welch Zufall Demokratiefeindliche Parteien unterstützen am liebsten) nicht gefällt, ist mir herzlich egal.
"Putin und seine Kleptokraten"? Wirklich? Ich denke gerade ihm ist es gelungen den unter Jelzin entstandenen Mafiastaat einigermaßen zurückzudrehen. Aber das Wort klingt natürlich gut (solange man es nicht für deutsche oder andere westliche Milliardäre verwendet). Natürlich ist in Russland einiges im argen, aber ein solcher Kommentar beweist absolute Unkenntnis, bzw. das konsequente ignorieren der Quellen, die einem nicht ins Weltbild passen.

Beitrag melden
freddygrant 15.04.2018, 10:35
11. Was nützt uns ...

... die politische Meinung von Präsident Steinmeier? Unsere Medien
haben gezielt und bewußt den deutschen Bürger beeinflußt - wider
besseren Wissens - um Russland bedingungslos zu desavouieren.
Dies geschieht seit jetzt über 15 Jahre trotz den Angeboten der
Russen - auch unter Putin - friedliche, wirtschaftliche und kulturelle
Beziehungen herzustellen - auch bezüglich Krim und Ukraine. Die
westliche, transatlantische Expansionspolitik waren aber wichtiger!
Dies statt im gesamten europäischen Raum eine Basis zu schaffen
für eine Politik, welche alle noch aktuellen, nationalen und kulturellen
Fragen über die EU hinaus behandelt hätten! Nichts davon ist
geschehen. Insbesondere die Politik der Deutschen aber auch der
EU-Administation haben hier völlig versagt - gegenüber NATO- und
US-Interessen.

Beitrag melden
Pixopax 15.04.2018, 10:39
12. Ist wohl eher anders herum oder?

Es gibt eine galoppierende Entfremdung Russlands zum Rest der Welt.

Beitrag melden
udo.sowade 15.04.2018, 10:41
13. Feind und Feinbild

gehört zum Westen wie die Luft zum atmen. Nach dem Zusammenbruch des Warschauer Vertrages und des RGW hat man dem Westen und der NATO das Feindbild genommen. Die Türkei als NATO-Mitglied eignet sich natürlich hierfür nicht.

Beitrag melden
Atheist_Crusader 15.04.2018, 10:51
14.

Da hat er zwar Recht, aber es sind eben NICHT nur ein paar faule Äpfel an der Spitze. Ein solches Regime könnte nicht bestehen wenn es nicht von einem signifikanten Teil der Bevölkerung unterstützt würde.
Und von diesen mag ein Teil von der Propaganda geblendet sein, aber ein weiterer Teil findet die Zustände auch absolut in Ordnung. Die wollen ein Land das stark ist, das auf Andere einschlägt und sich holt was es will... öhm... ich meine natürlich was ihm zusteht, während es natürlich andererseits von der ganzen Welt bedroht und verraten wird. Die mögen diesen Weltkriegs-Narrativ. Wir alleine gegen Alle und wer gegen uns ist, ist ein Faschist.

Natürlich gibt es auch noch einen Anteil an vernünftigen Russen, aber die sind nicht an der Macht. Die können gegen den aggressiven Expanionismus und gegen die Verletzung der menschenrechte und zahlloser Freiheiten sind, aber das hilft uns auch nicht. Die haben kein Vetorecht gegen das was im Kreml ausgebrütet wird.
Wärhend man also natürlich im Hinterkopf behalten sollte, dass unser Gegner ein Anführer ist und nicht ein Volk, hat das praktisch nur begrenzte Auswirkungen auf das was wir tun können.

Beitrag melden
volkerettlich 15.04.2018, 10:51
15. Ich lasse mich nicht entfremden

- im Gegenteil, die Freundschaft zu russischen Bürgern und Familien hat bei mir seit Jahrzehnten gute Tradition. Als ehemaliger Offizier hatte ich auch mit Soldaten und Offiziere der damaligen Sowjetarmee engen Kontakt. In diesem Jahr ist noch ein Krimi- Urlaub geplant und im Herbst geht es nach Wolgograd. Die deutsch - russische Waffenbrüderschaft, die übrigens am 30.12.1812 in der Mühle von Poscherun Nähe Tauroggen begründet wurde, lebt halt fort. Da kann die westliche Wertegemeinschaft nicht gegen an. Was auch gut so ist. o:)))

Beitrag melden
Atheist_Crusader 15.04.2018, 10:54
16.

Zitat von haarer.15
War es nicht ein Fehler, die Balten, Polen, Tschechen, Ungarn und Rumänen so eilig in die NATO aufzunehmen ohne Russland aber auch irgendetwas anzubieten ? Was hat das denn mit vertrauensbildenden Maßnahmen zu tun ? Mal ehrlich, im Grunde ist doch seither die Vertrauensbasis schon zerstört worden. Das alles war auch nicht im Sinne des Türöffners Gorbatschow.
Bitte nicht wieder diesen Unfug. Die ehemaligen Ostblockstaaten hatten das absolute Recht sich ihren Bündnispartner auszusuchen. Dass sie sich alle so erstaunlich einseitig nach Westen orientiert haben, spricht nur noch mehr gegen die russischen Methoden.

Und die NATO hat sogar noch die Aufnahmebedingungen künstlich heraufgesetzt um die Aufnahme dieser Länder zu verzögern, Moskau zuliebe. Was schon ein ziemlicher Verrat war an jenen, die Jahrzehnte unter Russlands Knute leben mussten. Wie eine Lösegeldzahlung.

Beitrag melden
jkbremen 15.04.2018, 10:55
17. Der Bundespräsident

sollte sich aus der Tagespolitik heraushalten!
Wir haben eine gewählte Regierung und einen Außenminister. Diese sind für die Ausgestaltung des Verhältnisses zu Russland zuständig, nicht der Bundespräsident.
Außenminister Maas sieht die aggressive Putinclique als das Problem an die sie ist.
Herr Steinmeier hat in seiner Zeit als Außenminister mit seiner vielen Dauergesprächspolitik und weichen Welle gegenüber Putin nichts erreicht.
Versuchen wir es nun also mal mit mehr Klarheit und Härte, glaubend dass Putin auf härtere, vor allem wirtschaftlich härtere Bandagen eher reagieren wird.
Und dazu sollte der Bundespräsident Steinmeier den Mund halten.

Beitrag melden
citizen01 15.04.2018, 10:56
18. Der Mann war und bleibt anscheinend Außenminister

Das ist eigentlich nicht schlimm, der amtierende Minister kann noch 'ne Menge lernen.

Beitrag melden
muellerthomas 15.04.2018, 10:59
19.

naja, diese Entfremdung hat sich Russland wohl selbst zuzuschreiben. Krimannexion, MH17, Krieg in der Ostukraine, Giftgasmorde, Deckung von Giftgaseinsätzen Assdads, Staatsdoping, "unsere Lisa", Finanzierung rechter Parteien, Großmanöver in denen die Eroberung der Nachbarn geprobt wird, explodierende Rüstungsausgaben. Weshalb hat wohl ein Staat mit 140 Mio. Einwohnern soviele Panzer wie die gesamte Nato und soviele Soldaten wie Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und Polen zusammen und konzentriert diese auch noch im Westen?

Beitrag melden
Seite 2 von 12
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!