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Bundespräsident: Steinmeier warnt vor "galoppierender Entfremdung" von Russland
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Die Ukraine-Krise, der Fall Skripal, der Syrienkonflikt: Bundespräsident Steinmeier sieht das Verhältnis zwischen Russland und dem Westen auf einem Tiefpunkt. Man dürfe aber nicht das ganze Land zum Feind erklären.

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sven2016 15.04.2018, 14:45
80.

Im Ernst: Einen "Neustart" kann es mit Russland nur geben, wenn das Land die Strategie zurück zur Sowjetmacht über seine näheren und weiteren Nachbarn aufgibt.

Da die Putinregierung nur dies und militärische Aufrüstung als Erfolge hat, ist damit so schnell nicht zu rechnen.

Ein Russland, das Länder überfällt, Menschen mordet und Staaten zu destabilisieren versucht, kann kein Partner sein. Öl und Gas - das war's dann auch schon.

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MiguelD.Muriana 15.04.2018, 15:06
81. Wer entfernt sich von wem?

Nicht die Russen sind es, die die meisten Deutschen kritisch sehen, sondern die Politik der russischen Staatsführung. Wladimir Putins aggressive Politik in Ossetien, Abchasien, der ukrainischen Krim und der Ostukraine, die Unterstützung des menschenmordenden Assadregimes usw. Wladimir Putin provoziert mit seiner völkischen Politik. Er meint sich alles erlauben zu können und der Westen schaut hilflos zu. Die Entdemokratisierung im früheren Ostblock, insbesondere Russland, bewegt diesen weg vom Westen und AfD und Andere möchten am liebsten hinterherrennen.

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voiceecho 15.04.2018, 15:08
82. Nicht nur Putin

Ist schuld an dieser „Entfremdung“, sondern auch der Westen, der diese „Entfremdung“ in den letzten Jahren massiv gefördert hat.
Russland wurde oft und mehrfach vom Westen belogen und betrogen.
Ob es bei der Osterweiterung der EU oder der NATO, in der Ukraine oder in Libyen. Man hat immer wieder versucht, Russland zu drängen und ihre Rolle zu minimieren, ohne Rücksicht auf Verluste. Dann ein selbstbewusster, machtgieriger und skrupelloser Präsident wie Putin den Spieß umdreht, ist nicht verwunderlich. Europa sollte auch nie vergessen, dass Russland geographisch sehr näher dran als die USA ist, deshalb sollte Europa im der Rissland-Frage eine eigene sinnvolle Strategie entwickeln und nicht unbedingt eine gehorsame devote transatlantische Option wählen.

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zeitgeist☆ 15.04.2018, 15:39
83. natürlich muss man im Dialog bleiben...

aber eines ist doch klar...Russland hat mit seinem Eingreifen in Syrien diesen Krieg weiter brutalisiert und verlängert. unter dem Schutz Putins konnte Assad Fassbomben und Chemiewaffen gegen die eigene Bevölkerung einsetzen. Wer das zulässt und deckt ist m.E. selbst ein Monster. Besetzung der Krim und faktisch ostukraine, Abschuss der MH Maschine ohne jegliche Reue, Nerven gift Einsatz in UK, Chemiewaffen in Syrien...das Mass ist mehr als voll

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Gruuber 15.04.2018, 17:45
84. Eine einfache Frage: Glaubt jemand man könne die USA und NATO

durch Verhandlungen von Kriegen abhalten?
Glaubt wirklich jemand, Vietnam, Jugoslawien, der Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien und andere Länder hätten die USA und die NATO nicht von ihren kriminellen Kriegen durch Verhandlungen abhalten wollen?
Saddam Hussein hätte sich gefesselt auf den Boden legen und „Ich ergebe mich“ schreien können, trotzdem hätten die USA und ihre NATO-Helfershelfer den Irak angegriffen. Die USA wollten einfach den Krieg gegen den Irak. So wie gegen Vietnam. Da war keine Lüge zu stark an den Fingern herbeigezogen. Auch Gaddafi hätte den kriminellen Überfall der NATO nie verhindern können, egal, was er gemacht hätte. Die Franzosen und Briten wollten als Erfüllungsgehilfen der USA einfach den Krieg gegen Libyen. Oder glaubt wirklich jemand, die angegriffenen Länder wollten die kriminellen Angriffskriege der USA und NATO nicht verhindern? Auch durch verschiedene Zugeständnisse? Die Russen hatten übrigens dem Irak empfohlen, der USA möglichst viel Erdöl anzubieten, um den Krieg zu verhindern. Das nützte aber bei der Kriegslüsternheit von USA und NATO nichts. Wie Amis wollten einfach die militärische und politische Kontrolle über den Irak und die Erdölquellen haben. Ebenso war es bei Libyen.
Da hilft nur die gute alte vietnamesische Methode dagegen. Ohne Mitleid alle rauswerfen! Egal, ob es sich um die Amis oder Franzosen handelte. Oder diverse Helfershelfer der USA bzw. NATO.

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garfield53 15.04.2018, 17:47
85. mmm

Wann hört BILD ( Zentralorgan für Angst, Hass, Titten und den Wetterbericht ) endlich mit der unsäglichen Kriegs- und Progromhetze gegen alle nicht botmäßigen Volker und deren Regierungen, gegen alle Andersdenkenden und Unangepassten auf?

Seit 50 Jahren, seit dem Herbst 68, wissen wir, das diese Hetzer und Kriegstreiber eine öffentliche Schande für Deutschland sind.

Und die Politiker, sitzen wahrscheinlich händereibend im stillen Kämmerlein und freuen sich, das es ein Medium gibt, welches im Namen ihrer feuchten Träume, ungestraft Angst und Hass zwischen den Völkern und Religionen propagiert und verbreitet, ja in der Regel unbewiesen und straflos.

Wie weit dieses Gift des Hasses schon wirkt, zeigen die Äußerungen unseres "Papppräsidenten" über ein fremdes Staatsoberhaupt.
Ich unterstelle Steinmeier, er kann es einfach nicht anders, nicht nur politische Dummheit, es ist ein politischer und intelektueller Offenbarungseid und Feigheit deutscher Politik.
Bestrafen wir die geistiger Brandstifter mit dem Einzigen, was ihnen weh tut:
Keinen Cent und keine Minute Aufmerksamkeit!
Dieses Blatt auf den Sondermüll!

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garfield53 15.04.2018, 18:17
86. mmm

Zitat von muellerthomas
naja, diese Entfremdung hat sich Russland wohl selbst zuzuschreiben. Krimannexion, MH17, Krieg in der Ostukraine, Giftgasmorde, Deckung von Giftgaseinsätzen Assdads, Staatsdoping, "unsere Lisa", Finanzierung rechter Parteien, Großmanöver in denen die Eroberung der Nachbarn geprobt wird, explodierende Rüstungsausgaben. Weshalb hat wohl ein Staat mit 140 Mio. Einwohnern soviele Panzer wie die gesamte Nato und soviele Soldaten wie Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und Polen zusammen und konzentriert diese auch noch im Westen?
Wenn wir schon aufzählen: griechischer Bürgerkrieg, Koreakrieg, gewählte Regierung im Iran gestürzt, Guatemalaputsch, fast 57 jähriger Kampf gegen Kuba, Chileputsch, Grenadainvasion, Vietnamkrieg, Laoskrieg, diverse Putschbeteiligungen in Mittelamerika, Afrika und Asien und dann kommen wir so langsam zur politischen Kapitulation des Ostens und seit dem wurden und werden mit Milliarden, Waffen und Personen die ehemaligen Ostfrontstaaten sturmreif befreit und und für westliche geostrategische Interessen in Stellung gegen Russland gebracht und unsere Kriegsbeteiligung gegen Jugoslawien nicht zu vergessen.
Da klingt ihre Aufzählung im Zuge der ideologischen medialen Kriegsführung mehrheitlich nie bewiesener Ereignisse lächerlich, ungefähr so wie die Monologe altkluger Klassenprimuse, nach der Devise, ich weis was...!

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garfield53 15.04.2018, 18:29
87. mm

Zitat von regula2
Der politische Diskurs mit der russischen Führung ist sinnlos, da sie sich nicht an die Resultate einer rein logisch-rationalen Debate und, schlimmer noch, an Vereinbarungen hält und halten will. Die militärische Auseinandersetzung mit Russland verbietet sich von selbst. Die einzig erfolgsversprechende Reaktion der freien Welt liegt in einer kompromisslosen Containment-Strategie. Wer das Machtsystem der russischen Führungsschicht erschüttern will - und wir haben handfeste Gründe, dies zu wünschen – muss gezielt auf die Interessenlage dieser kleinen Gruppe zielen. Dafür stehen uns wirkungs Waffen zur Verfügung: Keine doppelte Staatsbürgerschaft für Russen mehr, keine Bankkonten, kein Immobilienbesitz, keine Firmenbeteiligungen mehr für Russen, keine IBAN-Verbindungen mit Russland mehr, keine Linienflüge mehr. Und internationaler Haftbefehl und unbedingte Haftstrafen für Anwälte, Banker und Buchhalter, die Mandate von einem auf der aktuellen Liste der USA genannten verantwortlichen Russen übernehmen.
Der Beitrag ist doch wohl Realsatire.
Wer hat in den schwärzesten Zeiten des Kalten Krieges Besonnenheit bewahrt, jedenfalls nicht die USA und Großbritanien.

Wenn der Westen schon vor dreißig Jahren die Gelegenheit gesehen hätte, würde es heute schon an viel mehr Stellen auf der Welt brennen!

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garfield53 15.04.2018, 18:35
88. mmm

Zitat von sven2016
Im Ernst: Einen "Neustart" kann es mit Russland nur geben, wenn das Land die Strategie zurück zur Sowjetmacht über seine näheren und weiteren Nachbarn aufgibt. Da die Putinregierung nur dies und militärische Aufrüstung als Erfolge hat, ist damit so schnell nicht zu rechnen. Ein Russland, das Länder überfällt, Menschen mordet und Staaten zu destabilisieren versucht, kann kein Partner sein. Öl und Gas - das war's dann auch schon.
"Ein Russland, das Länder überfällt, Menschen mordet und Staaten zu destabilisieren versucht, kann kein Partner sein. Öl und Gas - das war's dann auch schon." ( Realsatire )

Ich gehe davon aus, wenn man das Leid auf der Welt seit den späten 80zigern resümiert, sie meinen die "Friedensengel" aus dem Westen!

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MatthiasSchweiz 15.04.2018, 18:49
89.

Herr Steinmeier war ja direkt beim grössten Knackpunkt der sich verschlechternden Beziehungen zu Russland dabei: In Kiew, beim vom Westen inszenierten Putsch, wo er dem Chef der rechtsradikalen Swoboda-Partei noch die Hand geschüttelt hat, und zusammen mit dem Franzosen das Abkommen ausgehandelt hat, welches am nächsten Tag wertlos wurde, als die Opposition und die bewaffneten Nazis in Kiew die Macht übernommen haben. Was Deutschland und Frankreich als Garantiemächte für das Abkommen aber nie interessiert hat. Ich würde Herrn Steinmeier gerne mal fragen, welche Rolle die Bundesregierung beim Putsch gespielt hat...

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