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Bundespräsident unter Druck: Vor den Gerichtshöfen der Moral

Das Urteil über Bundespräsident Wulff scheint festzustehen, bevor überhaupt geklärt ist, gegen welches Gesetz er verstoßen haben soll. Doch sein Vergehen ist moralischer Natur - und damit gelten die Regeln der Tugendjustiz.

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Ylex 20.12.2011, 18:01
300. Alles schon gemacht

Zitat von Falke 264
Noch nie ein mp3 illegal kopiert? Noch nie die Steuererklärung ein bisschen "grosszügig" ausgefüllt? Noch nie mit dem Auto oder dem Fahrrad ein wenig angetrunken durch die Gegend gefahren?
Alles schon gemacht, aber nicht von einem Lumpen Geld angenommen, der hunderte Bürger schuldlos in die Altersarmut getrieben hat und sich mit der Sore ein Leben in Saus und Braus finanziert. Außerdem bin ich nicht der Bundespräsident, das wäre mir aufgefallen.

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Pupsie 22.12.2011, 11:07
301. Ja genau

Zitat von chico 76
wäre sinnvoller, die Opposition beschränkte sich mit ihrer moralischen Entrüstung auf das Wesentliche. Hat Wulff seinem Kreditgeber Vorteile verschafft ? Hat er sich dadurch strafbar gemacht ? Wenn nein, was soll das.....
Warum auch Erbsen zählen, wenn es im Gesamtergebnis doch eh nur ne dicke Suppe bei rauskommt? Sie sollten auch nicht zwangsweise nur die Opposition ins Spiel bringen. Dass die Damen und Herren sich daran aufgeilen, wenn der politische Gegner ins Fettnäppfchen tritt, ist doch klar. Hier geht es aber vielmehr um die Glaubwürdigkeit einer öffentlichen Person, undzwar der des Bundespräsidenten.

Und Wulff hat seinem Kreditgeber natürlich Vorteile verschafft, nämlich finanzielle, indem er Zinsen auf dieses Darlehen zahlte. Sowas nennt man dann auch ein Geschäft, welches nicht zutande käme, solange beide Parteien davon nicht profitierten, in der Art und Weise wie es dem jeweiligen Geschäftspartner bestrebt.

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Galgenstein 27.12.2011, 20:36
302. Auch wenn es Ihnen sauer aufstößt

Zitat von perpenbach
Maschmeyer & Co Anzeigenfür Wulf (welche Gegenleistungen) Urlaube welche Gegenleistungen/Schenkungen wurden diese versteuert? 500000 € Kredit Kreditgeben und nehmen ist ein Geschäft, hat der Kreditgeber die Genehmigung ? Fragen über Fragen. Ein Scheißbundespräsident
Auch wenn es Ihnen sauer aufstoßen man, in unserem schönen Land ist grundsätzlich alles erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten oder gesondert geregelt ist. Freiheit und die Freiheit Verträge zu schließen, steht nicht unter irgendeinem Vorbehalt.

Und Freiheit hat nun mal zur Folge, dass unterschiedliche Menschen, unterschiedlich von ihr Gebrauch mache, was zu unterschiedlichen Ergebnissen führen mag. Verwerflich? Nur für den der die Freiheit unter Generalverdacht stellt. Auch Sie können einem Freund einen Kredit gewähren, ohne dass Sie hierfür einen gesonderten Befähigungsnachweis erbringen müssen.

Wie Sie allerdings den geldwerten Vorteil für ein Buch errechnen wollen, dessen Tantiemen einem anderen zufließen, müssen Sie schon noch näher erklären. Als Maschmeyer eine Million für das Schröderbuch hinblätterte, hatten weder Schröder, noch Sie damit Probleme.

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keckhard 19.01.2012, 17:02
303. Frau Schausten

treffend formuliert: vor den Gerichtshöfen der Moral sind Ankläger und Richter identisch: die Journalisten! Und sie tun alles für den großen Knall, der die Negativschlagzeilen und die Sensation bringen möge.
Frau Schausten hat es vorgemacht: selbst mit einer handfesten Lüge nichts anderes, als den Gegenüber in Misskredit zu bringen.
Her Wulf ist angreifbar, aber ich glaube nicht, dass die Journalisten besser wegkommen.

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interstitial 15.02.2012, 11:50
304. äh

Zitat von ach-nur-so
Kindisch. Wenn nur Menschen ohne Fehl und Tadel Kritik üben dürften, dann gäbe es das Wort "Kritik" vermutlich nicht einmal. Ich glaube auch nicht, dass hier irgendjemand von sich behauptet hätte, über alle Zweifel erhaben zu sein. Das ist aber auch nicht nötig, denn hier geht es nicht darum, sich als kleiner Gott aufzuspielen und über einen Menschen in existenzieller Gänze zu urteilen, sondern um die Frage, wie und ob ganz bestimmte Verhaltensweisen einer Person zum Amt des Bundespräsidenten passen oder nicht.
Das Steinewerfen in diesem zusammenhang bzog sich glaube ich, wenn ich richtig gelesen habe, auf den Vollzug einer Todesstrafe. Es wird also hier vor einer unumkehrlichen Verurteilung eines Menschen gewarnt, nicht davor, Kritik zu üben. Schließlich sollte jeder wissen, dass wir alle der Gnade bedürfen, insofern kann uns allen kritik nur nützen

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