Forum: Politik
Bundespräsident zu Flüchtlingen: Gauck wünscht sich weniger Beachtung für Pegida & Co
AFP

Sorgen ernstnehmen, Scharfmacher nicht beachten: Für diesen Umgang mit der Anti-Islam-Bewegung Pegida und ähnlichen Gruppen plädiert Bundespräsident Gauck. Den Anschlag auf Flüchtlingsunterkünfte in Bayern verurteilte er scharf.

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ralfrichter 12.12.2014, 17:44
1. Immer die gleichen Fehler

Entweder sind ganz normale Bürger Fremdenfeindlich,Rechte,nun sogar in Nadelstreifen laut Herrn Jäger,Rattenfänger oder gehen Stammtischparolen nach.
Genau diese arrogante Haltung führt doch zu den jetzigen Protesten.
Die Politik hat ihre eigenen Bürger ernst zu nehmen und die,die Demonstrieren nicht noch zu verunglimpfen.

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pcpero 12.12.2014, 17:48
2. Laissez-faire

Der Herr Bundespräsident hat Recht: um die Wiederholung der Fehler mit den Neonazis zu vermeiden, sollte auf bestehendes geltendes Recht vertraut werden und Hysterie vermieden werden. Gruppierungen wie Pegida nutzen bloß die allgemeine Desinformation, um Stimmung zu machen, und die Afd nutzt das Thema zum Stimmenfang. Gleich bei Allen ist die traurige Tatsache, dass das Thema für eigene Interessen missbraucht wird, und so vom Eigentlichen abgelenkt wird: die Not der Menschen, die aus politischen oder menschenrechtsgründen ihre Heimat verlassen müssen, und irrtümlicherweise in einem Staatengemenge landen, wo sie mit Füßen getreten werden. DAS ist der Skandal!

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StierNRW 12.12.2014, 17:51
3. Hmmm....

Also ich denke mal, daß eine konstruktive Debatte not tut.

Ich hab manchmal das Gefühl, daß oft zwischen Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik nicht ausreichend differenziert wird.

Dass politisch Verfolgte Asyl genießen, ist absolut richtig. Nur wenn bei vielen Menschen der Grund, zu uns zu kommen, wirtschaftliche Not ist, dann ist das nicht in Ordnung.

Auch wird oftmals ignoriert, daß es besonders in den Stadtstaaten, also Berlin, Hamburg und Bremen, teilweise große Familienclans mit Migrationshintergrund gibt, die stark in der OK tätig sind (ziterfähige Internet-Quellen kann ich sofort nachliefern, falls erbeten).

Ja, das klingt hart, aber: Eine Gesellschaft ist nicht unbegrenzt aufnahmefähig. Befreundete Demokratien wie Kanada, Australien, Neuseeland, aber auch Japan oder Südkorea sind nach meinen Kenntnisstand deutlich strenger bei ihren Asylverfahren.

Ich bin klar dagegen, unser Volk rein ethnisch zu definieren. Das hat uns schon viel Leid beschert. Aber eine - im Endziel - multikulturelle Gesellschaft lehne ich auch ab. Wir haben eigene Traditionen, die ich eher im christlich-jüdischen Kulturkreis sehe.

Eine Diskussion lebt stets vom Meinungspluralismus.

Ich vermute, das dieser Beitrag gelöscht werden wird - aber in der Sache kommen wir, so fürchte ich, nicht substantiell weiter.

Manchmal denke ich, als "Biodeutscher", daß ich mit gut integrierten Migranten deutlich besser, weil offener und ehrlicher, über die Thematik sprechen kann, als mit manch anderen Leuten *ohne* Migrationshintergrund.

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dosmundos 12.12.2014, 18:01
4.

Nur, weil da ein paar überforderte Rentner, abgehängte Jugendliche und andere Loser und Einsprachler ein paar dämliche Parolen vom Stapel lassen, heisst das noch lange nicht, dass der große Rest der Bürger die traurige Truppe auch noch ernst nehmen muss!

Ernst nehmen sollte man aber in der Tat das Thema Umgang mit Flüchtlingen. Aufgenommen sind sie schnell, aber sie müssen integriert werden, ihnen muss eine Perspektive geboten werden, und ja, man braucht auch eine Lösung für die Asylbewerber, die abgelehnt werden, und die kann nicht darin bestehen, sie jahrelang herumhocken zu lassen. Vollgemacht sind Flüchtlingsheime schnell - schnell leer muss man sie bekommen! Und nein, damit meine ich nicht auf die Art und Weise, wie sie den Neonazis vorschweben dürfte...

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Tiananmen 12.12.2014, 18:19
5.

Vielleicht hilft es, einfach mal hinzusehen! Schließlich bringt es nichts, reflexartig die Augen zuzumachen und darauf zu vertrauen, dass das nur eine Handvoll Idioten mit Springerstiefeln sind und der Herr morgen einen neuen Tag werden lässt und alles vorbei ist. Ich kann es mir gut vorstellen, dass es so damals auch angefangen hat, in den Dreißigerjahren. Vielleicht ist es ja doch „das Volk“, das da draußen sein Unbehagen mit der politischen Entwicklung von sich gibt. Und mit der gesellschaftlichen. Mit der immer weitergehenden finanziellen Ausbeutung, sozialer Entrechtung und politischer Indolenz der Volksvertreter. Mit dem „einfach weiter so“. Augen zu und durch. Siegreich wie die Titanic.

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censored 12.12.2014, 18:35
6.

Es sind nicht die Migranten an sich die einem Angst machen,sondern die Kosten die wir tragen müssen. am Ende wird es wieder so sein das nicht der Kuchen größer gemacht wird ,sondern die Stücken kleiner.Und gebacken wird er vom normalen Steuerzahler der immer mehr geben muß.
Wir schaffen es nicht mal unsere eigene Armut wirksam zu bekämpfen und Tafeln und Kleiderkammern überflüssig zu machen und maßen uns an die Welt durch Migration retten zu können.

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hotgorn 12.12.2014, 19:14
7.

Zitat von censored
Es sind nicht die Migranten an sich die einem Angst machen,sondern die Kosten die wir tragen müssen. am Ende wird es wieder so sein das nicht der Kuchen größer gemacht wird ,sondern die Stücken kleiner.Und gebacken wird er vom normalen Steuerzahler der immer mehr geben muß. Wir schaffen es nicht mal unsere eigene Armut wirksam zu bekämpfen und Tafeln und Kleiderkammern überflüssig zu machen und maßen uns an die Welt durch Migration retten zu können.
Wenn die Einwanderer eine Ausbildung bekommen oder auch arbeiten für "gering"qualifizierte besser bezahlt würden entstehen keine Kosten durch eine Minderheit die die Rechten je nach Stimmungslage austauschen heute sind es Migranten, Morgen Muslime, übermorgen Behinderte.

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maxuli 12.12.2014, 19:36
8.

Zitat von StierNRW
Also ich denke mal, daß eine konstruktive Debatte not tut. Ich hab manchmal das Gefühl, daß oft zwischen Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik nicht ausreichend differenziert wird. Dass politisch Verfolgte Asyl genießen, ist absolut richtig. Nur wenn bei vielen Menschen der Grund, zu uns zu kommen, wirtschaftliche Not ist, dann ist das nicht in Ordnung. Auch wird oftmals ignoriert, daß es besonders in den Stadtstaaten, also Berlin, Hamburg und Bremen, teilweise große Familienclans mit Migrationshintergrund gibt, die stark in der OK tätig sind (ziterfähige Internet-Quellen kann ich sofort nachliefern, falls erbeten). Ja, das klingt hart, aber: Eine Gesellschaft ist nicht unbegrenzt aufnahmefähig. Befreundete Demokratien wie Kanada, Australien, Neuseeland, aber auch Japan oder Südkorea sind nach meinen Kenntnisstand deutlich strenger bei ihren Asylverfahren. Ich bin klar dagegen, unser Volk rein ethnisch zu definieren. Das hat uns schon viel Leid beschert. Aber eine - im Endziel - multikulturelle Gesellschaft lehne ich auch ab. Wir haben eigene Traditionen, die ich eher im christlich-jüdischen Kulturkreis sehe. Eine Diskussion lebt stets vom Meinungspluralismus. Ich vermute, das dieser Beitrag gelöscht werden wird - aber in der Sache kommen wir, so fürchte ich, nicht substantiell weiter. Manchmal denke ich, als "Biodeutscher", daß ich mit gut integrierten Migranten deutlich besser, weil offener und ehrlicher, über die Thematik sprechen kann, als mit manch anderen Leuten *ohne* Migrationshintergrund.
Warum darf wirtschaftliche Not kein Migrationsgrund sein? Wirtschaftliche Not ist immer schon einer der Hauptgründe (neben Krieg und Religion) für Migration gewesen. Diejenigen, die in Ihrer Heimat Hunger leiden müssen oder die dort keine Zukunftsperspektive haben, sind oft diejenigen, die in ihrer neuen Heimat tatkräftig zum Sozialprodukt beitragen wollen. Kaum jemand will in die "soziale Hängematte". Und: unsere Kultur, unsere Wirtschaft und unsere Justiz ist stark genug um jeglicher Überfremdung zu trotzen. Unsere Kultur ist stark genug, um auch andere Kulturen bei uns zuzulassen bzw. zu integrieren. Außerdem so weit entfernt ist der Islam nicht von ihrem christlich-jüdischen Kulturkreis entfernt (siehe G. E. Lessing). Im Islam gibt es allerdings in jüngster Zeit eine erschreckende Terrorisierung, vor der auch die Moslems geschützt werden müssen, in dem wir die Flüchtlinge aufnehmen.

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Pizza72 12.12.2014, 19:53
9. Weise Worte

Zitat von dosmundos
Nur, weil da ein paar überforderte Rentner, abgehängte Jugendliche und andere Loser und Einsprachler ein paar dämliche Parolen vom Stapel lassen, heisst das noch lange nicht, dass der große Rest der Bürger die traurige Truppe auch noch ernst nehmen muss! Ernst nehmen sollte man aber in der Tat das Thema Umgang mit Flüchtlingen. Aufgenommen sind sie schnell, aber sie müssen integriert werden, ihnen muss eine Perspektive geboten werden, und ja, man braucht auch eine Lösung für die Asylbewerber, die abgelehnt werden, und die kann nicht darin bestehen, sie jahrelang herumhocken zu lassen. Vollgemacht sind Flüchtlingsheime schnell - schnell leer muss man sie bekommen! Und nein, damit meine ich nicht auf die Art und Weise, wie sie den Neonazis vorschweben dürfte...
Weise Worte sprechen Sie da. In meiner Heimatstadt werden minderjährige allein eingereiste Flüchtlinge einfach sich selbst überlassen. Ihrer angenommen haben sich dann Gestalten mit unlauteren Absichten, wir haben es mit verstärkter Kriminalität von minderjährigen Flüchtlingen zu tun. Erst als eins dieser Flüchtlingskinder an den Falschen geriet und getötet wurde debattiert man nun darüber, ob nicht evtl. das Jugendamt für die Flüchtlingskinder zuständig wäre. Dabei sagt einem doch bereits der gesunde Menschenverstand, dass Minderjährige einen Vormund brauchen.
Zudem muss das ganze Asylverfahren massiv beschleunigt werden. Dazu müssen entsprechende Kräfte eingestellt werden. Die Menschen, die wirklich Hilfe brauchen müssen so schnell wie möglich anerkannt werden, damit Sie arbeiten dürfen. Alle die nichts hier zu suchen haben müssen ebenso schnell abgeschoben werden. Viele der Flüchtlinge haben Schlimmes durchlebt und sind traumatisiert. Diesen Menschen muss auch psychologisch geholfen werden, damit sie das Erlebte verarbeiten und wieder mit Zuversicht in die Zukunft sehen können. Ebenso muss es für die Flüchtlinge, die aus häufig völlig anderen Kulturkreisen kommen bereits in den Flüchtlingsunterkünften Kurse für die deutsche Sprache und unsere kulturellen Eigenheiten geben, damit sie sich in diesem Land zurechtfinden. Natürlich muss dafür erst einmal Geld in die Hand genommen werden, aber diese Investition wird sich bereits in wenigen Jahren amortisieren. Gleichzeitig würde man den rechten Dumpfbacken Argumente entziehen.

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