Forum: Politik
Bundesrat: Schleswig-Holstein will Steuernachlass für Hotels kippen
DPA

Das Kabinett in Kiel will im Bundesrat die umstrittene Ermäßigung der Umsatzsteuer für Hoteliers abschaffen. Schleswig-Holstein erhofft sich Mehreinnahmen von 15 Millionen Euro. "Wir können uns die Ausfälle einfach nicht mehr leisten", heißt es in Kiel.

hansjoki 21.08.2012, 22:10
1. sollten die

Holsteiner mehr Verstand und Ehre besitzen, als der Rest der "ehrenwerten" Koalition ???
(Letztere scheint dem "Bedürftigsten und Verdienstvoll- sten" dieser Bananenrepublik ein "bisschen" Erhöhung des sog. Ehrensoldes zu gönnen).

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...und gut ist`s 22.08.2012, 00:13
2. Keine Ahnung vom Fach?

"Die großen Hotelketten kommen auch mit dem normalen Steuersatz zurecht", glaubt Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD). Der Herr Wirtschaftsminister hat anscheinend keine Ahnung davon, dass die Mehrwertsteuer eine Steuer ist, die der Endverbraucher zu zahlen hat. Das ist in diesem Fall der Hotelgast! Die Kette hat nur die Aufgabe im Auftrage des Fiskus dieses Geld einzutreiben und weiterzureichen. Solche Leute hat die SPD und solche Leute braucht kein Mensch - zumindest nicht in verantwortlichen, politischen Positionen.

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muunoy 22.08.2012, 04:29
3. Gefallen für FDP-Klientel

Zitat von sysop
Das Kabinett in Kiel will im Bundesrat die umstrittene Ermäßigung der Umsatzsteuer für Hoteliers abschaffen. Schleswig-Holstein erhofft sich Mehreinnahmen von 15 Millionen Euro. "Wir können uns die Ausfälle einfach nicht mehr leisten", heißt es in Kiel.
Das ist irgenwie witzig. Wenn die Landesregierung es schafft, dass Hotelübernachtungen wieder mit 19% besteuert werden, so täte sie witzigerweise einer typischen FDP-Klientel einen Gefallen. Selbständige, die so wie ich häufig im Hotel übernachten, gehörten mal zur typischen FDP-Klientel. Durch den reduzierten MWSt.-Satz auf Hotelübernachtungen sind dieser Gruppe sehr hohe Mehrkosten und ein erhöhter Buchhaltungsaufwand (separate Verbuchung des Frühstücks) entstanden. Einige FDP-Politiker haben dies bis heute nicht begriffen.
Daher noch mal für unsere ahnungslosen Politiker: Kostete eine Hotelübernachtung früher 100,-EUR, so gab es 19,-EUR from Finanzamt zurück. Heute gibt es nur noch 7,-EUR zurück und zusätzlich muss man meistens noch fürs Frühstück extra zahlen, welches als nicht-abzugsfähige Bewirtungskosten mit 19% USt. zu verbuchen ist. Und manche Abzockerkommune meinte dann auch noch, eine Bettensteuer einführen zu müssen. O. k., inzwischen ist juristisch geklärt, dass Geschäftsreisende diese nicht zahlen müssen. Aber um Städte wie Köln mache ich seither einen großen Bogen.
Ich kenne kein Hotel, welches die Preise gesenkt hat. Die FDP hat so einen Großteil ihrer Wähler vergrault.

Die Landesregierung in Schleswig-Holstein sollte sich jedoch mal um ein anderes Phänomen im eigenen Land kümmern: Selbst bei privaten Übernachtungen habe ich in Deutschland bisher in jedem Bundesland eine Rechnung mit ausgewiesener USt. bekommen. Bei privaten Übernachtungen in zwei verschiedenen Hotels an der Küsten in Schleswig-Holstein habe ich trotz Nachfrage jedoch keine Rechnung bekommen. Da ich private Übernachtungen jedoch nicht verbuchen kann und auch nichts Handlanger des Finanzamtes sein möchte, habe ich es beim einmaligen Nachfragen belassen. Kann es sein, dass wir in SH zum Teil Griechische Verhältnisse haben?

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rathals 22.08.2012, 11:07
4. MWST-Chaos

Da unser derzeitiger - wie auch die früheren - Finanzminister nicht einmal in der Lage sind, ein einfaches und gerechtes Steuersystem zu konzipieren, muss man unterstellen: a) Unfähigkeit oder b) Lobbyabhängigkeit. Entsprechend mulmig wird es, wenn diese Figuren über Mrd. € für korrupte Länder verfügen können.

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klausbrause 22.08.2012, 14:32
5. Zu kurz gesprungen

Zitat von ...und gut ist`s
"Die großen Hotelketten kommen auch mit dem normalen Steuersatz zurecht", glaubt Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD). Der Herr Wirtschaftsminister hat anscheinend keine Ahnung davon, dass die Mehrwertsteuer eine Steuer ist, die der Endverbraucher zu zahlen hat. Das ist in diesem Fall der Hotelgast! Die Kette hat nur die Aufgabe im Auftrage des Fiskus dieses Geld einzutreiben und weiterzureichen. Solche Leute hat die SPD und solche Leute braucht kein Mensch - zumindest nicht in verantwortlichen, politischen Positionen.
Auch nach Absenkung des Mehrwertsteuersatzes haben die Hotels ihre Endpreise beibehalten und damit eine echte Erlössteigerung erzielt. Darauf bezieht sich die Initiative aus S-H.

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karljosef 24.03.2016, 12:34
6. 'Wachstums''beschleunigungs'gesetz!

Behauptungen:
- mehr als 50% der Hotelübernachtungen sind geschäftlich bedingt, also vor allem der flexible Mittelständler betroffen
- entsprechend wird die bezahlte MwSt. vom Finanzamt erstattet
- eine Senkung des MwSt.-Satzes bei gleichzeitiger Preisbeibehaltung der Hotels wird also vom Mittelstand bezahlt, der Gewinn von den Hoteliers kassiert

Was jetzt wohl wächst?
Was jetzt wohl beschleunigt wird?

Wenn es nicht zum Schreien wäre, müsste man lachen!

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