Forum: Politik
Bundesregierung stützt türkischen Präsidenten Erdogan: Der Pakt der Angst
DPA

Erst kam CDU-Wirtschaftsminister Altmaier in die Türkei, an diesem Samstag folgt Kanzlerin Merkel. Sie wollen den Autokraten Erdogan um jeden Preis an der Macht halten - weil sie das Chaos nach seinem Ende fürchten.

Seite 1 von 9
mustermann76 27.10.2018, 07:36
1. Peinlich für die groko

Statt die Demokratie in der Türkei zum Maß für Stabilität zu machen soll nun also der zündelnde Erdogan zum Anker der Stabilität in der Türkei werden. Und statt deutsche in türkischem Gewahrsam zu schützen wird nun also wieder Business gemacht. Damit macht die groko weiter wie bisher und betreibt munter ihre eigene Abwahl.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kochra8 27.10.2018, 07:41
2. Was hat es mit den Wirtschaftsweisen auf sich?

Wer investiert denn auch immer in Länder, die morgen Makulatur sind? Da waren gestern schon Griechenland, nun Brasilien, dann Italien, plötzlich die USA und morgen die Schweiz. Wer Unrecht sät erntet Schmach. Säe nicht auch noch die Bundesregierung Unrecht; die glücklicherweise nicht Deutschland sein muss!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
al-obaidi 27.10.2018, 08:01
3. ein schiefes Verhältnis!

Die Veranwortlichen in der Bundesregierugn befürchten nicht den Stürz von Erdogan, sondern eher ihn selbst. Er hat oft gezeigt, wozu er fähig ist. Üble Beschimpfungen und Beleidigungen an die Adresse von Merkel und Co sind nur ein Beispiel. Alle blieben "besonnen". Er hat ja hier zehnthausende Anhänger. Er fühlt sich hier "zu Hause". So benahm er sich auch bei der Eröffnung des Großmoschee in Köln.
Erdogan sitzt wirtschaftlich in der Klemme, aber seine deutschen Gegenspieler sind noch schwächer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
berliner789 27.10.2018, 08:06
4. Das kostet Wahlerstimmen!

Es ist nicht nachzuvollziehen, was hier passiert. Deutsche werden in der Türkei beliebig verurteilt und tausende türkische Menschen sitzen im Gefägnis, weil sie sagen und schreiben, was in der Türkei nicht richtig läuft und Deutschland unterstützt dieses Regime? Super Signal der Regierung am heutigen Wahltag! Die Oppositionsparteien werden sich über dieses Wahlgeschenk sehr freuen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
n.strohm 27.10.2018, 08:06
5. Der Gesichtsausdruck

von Herrn Altmaier auf dem Bild spricht eigentlich eine andere Sprache, auch wenn das nur eine Momentaufnahme ist.

Erdogan ist extrem: Jeder der nicht für ihn ist, hat einen terroristischen Hintergrund und die Wirtschaft boomt (etwas) auf Pump, wobei durch die Inflation die Kaufkraft sehr stark leidet.

Dass man nun angeblich mit Erdogan kuschelt, weil man das Chaos nach Erdogan fürchtet halte ich für einen schlechten Witz. Es ist die Blaupause sich mit extremen "Führer" quasi anfreunden zu müssen, um noch Schlimmeres danach zu verhindern.
Meiner Meinung nach sollten wir so handeln : a) Man überlässt es dem türkischen Volk mit Erdogan's Ansichten klar zu kommen und b) öffentlich Kritik an Despoten äußern und c) aus dem Handeln solcher Präsidenten den Schluss ziehen mindestens die wirtschaftlichen Beziehungen einzufrieren und erheblich einzuschränken, damit wir solches Handeln nicht noch wirtschaftlich über Bürgschaften unterstützen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
seine-et-marnais 27.10.2018, 08:08
6. Appeasementpolitik

Es ist schon eine Schande wie sich die Bundesregierung von Erdogan vorführen lässt. Noch ein Grund sich ein Ende der GroKo zu wünschen. Wer Erdogan lobt kann Salvini oder Orban oder die polnische PiS nicht verdammen! An diesem Widerspruch wird die EU zerbrechen. Statt Angst zu haben vor einem Abgang Erdogans sollte die deutsche Politik stringend sein, was moralisch innerhalb der EU gilt muss auch für die Türkei gelten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tosun.merey 27.10.2018, 08:11
7. Macht des Geldes

Als der aeggyptische Diktator General Sisi mit 10 Milliarden Euro winkte, wurde er mit rotem Teppich empfangen. Nunmehr lockt Erdoğan mit 35 Milliarden Euro. Deutschland Deine Menschenrechte!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
snof 27.10.2018, 08:13
8. 200 Jahre gemeinsame Interessen

...die u.a. folgendermassen aus deutscher Perspektive aussahen: alliiert im ersten Weltkrieg, aktive Beratung durch kaiserliche Offiziere beim Genozid der Armenier, Wegsehen bei der Vernichtung und Vertreibung von chaldäischen Christen, Griechen und aktuell von Jesiden und sonstigen Kurden. Die ach so neutrale Türkei erklärte am letzten Tag des zweiten Weltkriegs aus rein opportunistischen Gründen Deutschland den Krieg. Erdogans Regime zeigt seine imperialistischen Ambitionen offen und unverblümt in praxi (Syrien und Irak) und rhetorisch gegen den NATO- Partner Griechenland. Die Türkei hält immer noch Teile des EU-Mitglieds Zypern besetzt. Ich kann den Gedanken nicht los werden, dass diese Interessen für Andere, ob der grausamen Geschichte beider Völker nichts Gutes bedeuten... um nicht von historischen Tätervölkern der Neuzeit zu sprechen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
meinung2013 27.10.2018, 08:29
9. weil sie das Chaos nach seinem Ende fürchten.

oder vielleicht doch wieder nur deutsche Firmen vor Verlusten bewahren? Um Menschen oder gar Humanität gehts doch gar nicht. "Deutsche Wirtschaft beklagt massive Probleme im Türkei-Geschäft" https://www.welt.de/wirtschaft/article182820386/Tuerkei-Wirtschaftsminister-Peter-Altmaier-hofft-auf-Wandel-durch-Handel.html

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 9