Forum: Politik
Bundesregierung: "Wir wollen Griechenland ein guter Freund sein"
REUTERS

Die Bundesregierung gibt sich im Streit über die griechische Schuldenpolitik versöhnlich. Man wolle ein Partner Athens sein. Die griechische Regierung hatte sich zuvor über Bundesminister Schäuble beschwert.

Seite 6 von 11
erzwozettzwo 13.03.2015, 14:28
50.

Zitat von Öhrny
..habe ich noch: was die Griechen in den letzten Tagen zu Deutschland gesagt haben, denkt der Rest Europas auch, er sagt es nur nicht. D. ist nur angesehen wenn es Geld gibt.
Nun, Deutschland nimmt ja auch reichlich. Da nennt es sich stolz »Exportweltmeister«. Deutschlands Bilanzüberschuss von jährlich über 150 Mrd. generiert im übrigen Europa zwangsläufig Defizite. Ist eigentlich simpel: Nicht jeder Staat kann auf Dauer mehr exportieren als importieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Brennstoff 13.03.2015, 14:30
51. Hose runter

Prima! Aus GR kommen Beschimpfungen und Beleidigungen aus allen Rohren, nur weil wir GR nicht sofort frische Mittel zur Verfügung stellen, die selbstverständlich als Geschenk zu überreichen wären und an keinerlei Gegenleistungen gebunden sind.
Und von unseren Offiziellen dass:
..."Wir wollen Griechenland ein guter Freund und Partner sein", sagte er..."
Ich könnte ja noch verstehen, wenn man das Verhalten der griechischen Regierung angesichts derer Probleme einfach mit einem stummen Kopfschütteln zur Kenntnis nimmt.
Aber muss die Reaktion gleich so schmierig und unterwürfig sein?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
HaioForler 13.03.2015, 14:32
52.

Zitat von gogard
Ich glaube, Sie sind da zu optimistisch. Es ist ein Spiel: Die griechische Regierung sucht die deutsche verbal zu provozieren, damit diese aus der Rolle fällt und sich in der internationalen Meinung ins Unrecht setzt. Dann gewänne Griechenland moralisch die Oberhand und könnte die.....
Alles richtig. Aber es gibt noch einen sozialistischen Zusatztrick:

GL wird sagen "so lange die Reparationsfrage nicht geklärt ist, zahlen wir nicht". Und da die diese Frage für GL angeblich niemals nie und nimmer nicht geklärt werden wird (man beachtet einfach Verträge nicht), wird nicht gezahlt.

Gezahlt wird so oder so nicht, weil die einfach stier sind. Aber so kann man die "moralische" Verantwortung auf Deutschland abwälzen und daß man ja von Banken und anderen ins Unglück getrieben wurde.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dasagich 13.03.2015, 14:39
53. @50. erzwozettzwo

stimmt, aber was hat das mit GR zu tun?
Deren Probleme sind doch offensichtlich
lich völlig vom deutschen Export unabhängig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Nabob 13.03.2015, 14:39
54. Ein Verhalten für die Psychiatrie

Erst tut man alles Mögliche, um die Griechen ausbluten zu lassen, im Todeskampf begehren sie noch einmal auf, jeder weiß um den nahenden Bankrott und schon kommen die deutschen Schöngeister wieder aus dem Löchern und predigen höchste Versöhnlichkeit für die Zukunft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Brennstoff 13.03.2015, 14:41
55. Durchaus im Blick

Zitat von Rethy
... war es wirklich " das Hin und Her der griechischen Regierung", das zu einem Umdenken in Deutschland geführt hat, oder doch eher die vielen tendenziösen und häufig diffamierenden Berichte der MME, denen nur wenig gut recherchierte Artikel gegenüberstanden? Leider haben die 52% wohl auch nicht im Blick, was der Grexit auch die Deutschen kosten wird. Es wäre der teuerste Weg. Die Zahlen belegen vor allem, wie sehr man Meinung machen kann. Bravo dem Spiegel und der yellow press.
Ich glaube, die Mehrheit in Deutschland ist sich durchaus bewusst, wie teuer uns ein Grexit kommen würde.
Mit Krediten, Bürgschaften und Target2-Salden könnten es schon grob geschätzt um die 140 Mrd. werden.
Private Verluste nicht berücksichtigt.
Besonders teuer würde die Bundesregierung der Grexit kommen, denn sie müsste erklären, wie es zu den riesigen Verlusten für den Steuerzahler kommen konnte, angesichts der No-Bail-Out Klausel und dem "Griechenland ist auf einem guten Weg."
Deshalb wird die Kanzlerin alles versuchen, das griechische Desaster zunächst möglichst bis nach 2017 zu verlängern.
Aber alles ist auf die Dauer billiger, als eine dauerhafte Alimentierung der anspruchsvollen Griechen.
Denn Griechenland würde sich keinesfalls mit einem Lebensstandard abfinden, wie Slowakie oder Rumänien.
Da müssten wir schon kräftig drauf legen.
Zusätzlich würde das Genörgel aus dem Südosten dann endlich ein Ende finden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gunpot 13.03.2015, 14:50
56. das Miese an all dem

ist doch, dass GR versucht hat, einen Keil zwischen D und den übrigen Staaten der EU zu treiben, weil Letztere ja auch Opfer der deutschen Besatzung im 2.Weltkrieg gewesen sind. In Frankreich sagt man heute: "on a tourné la page". Was soviel besagt, dass man darauf nun wirklich nicht mehr zurückzukommen hat. Das heißt auch, dass unsere Deutsch-Französische Freundschaft unumkehrbar geworden ist, egal welcher pol. Couleur der Kanzler/die Kanzlerin in D oder in F ist.
Kommen wir nun zu den Kompensationsforderungen: warum wird Italien da nicht einbezogen? Es ist historischer Fakt, dass Hitlerdeutschland in Italien nur eingriff, weil von Mussolini um Hilfe gebeten. SPON hat bisher alles vermieden, solches Gedankengut in den von mir bisher geschickten Kommentaren wiederzugeben. Dabei ist auch meine Familie Opfer des Naziregimes. Das scheint aber in Griechenland nicht angekommen zu sein, dass viele Deutsche das Ende des 2.Weltkrieges als eine Erlösung empfunden haben.
Kommen wir nun zu meinen eigenen Erfahrungen mit griechischen Kollegen, als ich für die EU arbeitete, sei es als nationaler Experte in Brüssel oder in EU-finanzierten Projekten in Drittweltländern. Meine Griechen taten alles, um bei EU-weiten Ausschreibungen griechische Firmen gewinnen zu lassen. Sie schreckten nicht einmal davor zurück, in Erfahrung zu bringen, welche Personen die Ausschreibungen evaluieren. Ich hatte immer großen Respekt vor der griechischen Kultur. Griechenland, die Wiege der Demokratie. Von diesem Gedanken haben sich sicherlich auch die Entscheidungsträger der EU leiten lassen, als sie den Eintritt der Griechen in die Vorgängerorganisation der EU beschlossen. Leider hat niemand die heutigen Griechen richtig unter die Lupe genommen. Man mag diesen Komment als gemein herabstufen, haben wir doch viele gute Beispiele einer gelungenen Integration von Griechen in D und das sehr oft auf sehr hohem Niveau - Vicky Leandros lässt grüßen. Aber das liegt schon weit zurück, wir haben es jetzt mit einer Konfrontation zu tun, die von einer neuen Generation von griechischen Politikern ausgeht, die meinen, man könne D immer noch wegen seiner Weltkriegsvergangenheit immer noch an den Pranger stellen. Noch einmal: es gibt unzählig viele Deutsche, die Widerstand geleistet und ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben. Haben die eine Kompensation erhalten? Letzen Endes, so scheint es, haben die Griechen es erreicht, dass sich die Sympathien auch dieser Kreise in Grenzen halten. Natürlich, da ist auch noch die Linke. Die befürworten alles, was von der extremen Linken von wo auch kommt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
demophon 13.03.2015, 14:50
57. Lächerliche Anbiederung

Zitat von gogard
Die deutsche Regierung aber besteht nicht aus Amateuren und tut den Griechen den Gefallen nicht, aus der Rolle zu fallen. Man spricht freundlich von "Freunden" und "Partnern" und dreht den "Freunden" stillschweigend über die EZB den Geldhahn zu. Wenn man einen großen Knüppel in der Hand hat, muss man nicht schimpfen.
Diese Stellungnahme der deutschen Regierung zu GR ist pure Anbiederung, sie macht sich dadurch doch nur lächerlich. Vergleichen Sie doch mal das Verhalten der USA bezüglich der ständigen Provokationen und Beleidigungen seitens Nord-Korea. Haben Sie da von Obama so einen unterwürfigen Satz gehört?
Nein, Deutschland sollte auf das Spiel nicht hereinfallen und überhaupt nicht darauf antworten sondern in der Tat stillschweigend darauf hinarbeiten, dass dieses griechische Drama endlich ein Ende nimmt. Das macht sie aber nicht. Sie scheint sich als Masochist offensichtlich ganz wohl zu fühlen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mrmeinung 13.03.2015, 14:52
58. Hassrede

Bei allem Respekt für die Leute hier die von den Griechen beleidigt sind:
Wohnen Sie eigentlich in Deutschland? Lesen Sie die Deutsche Zeitungen? Verstehen Sie überhaupt was in Fora (wie dieser hier) gemacht wird?

Viel davon was für Griechenland und das Griechische Volk geschrieben wird kann leicht als Beleidingung oder auch Hassrede betrachtet werden.
Und das seit Jahren, lang bevor der heutige Griechische Regierung.
Also bitte!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wooster2 13.03.2015, 14:53
59. Guter Euro – Böse Griechen

Die mit nationalistischen Ressentiments gespickte Politik und die kommerzielle Berichterstattung auf Stammtischniveau gegen Griechenland funktioniert: Die dummen und faulen Griechen sind also selbst und allein schuld an ihrer Misere. Sogar der Ausstieg aus der Katastrophenwährung Euro wird vom „Volk“ als „Strafe“ gefordert (laut Markaris gab es eine Versiebenfachung der Preise in Griechenland in den ersten zwei bis drei Jahren nach Einführung des Euro), dabei ist der Ausstieg aus dem Euro der einzige mittelfristige Ausweg für Griechenland . Da lachen sich doch die EU-Bürokraten ins Fäustchen (die Kritik am Euro ist vergessen und die gutbezahlten nutzlosen Jobs in Brüssel sind sicher) und klammheimlich freuen sich unsere Politiker, die über den Umweg Griechenland unsere Banken vor schlechten Geschäften geschützt haben (laut SPIEGEL-Faktencheck zum Zeitpunkt der Griechenlandwahl gingen 200 von 240 Milliarden der bis dahin geflossenen „Hilfsgelder“ an nichtgriechische Banken). Die neue griechische Regierung ist wirklich etwas überempfindlich, Herr Schäuble hat das Recht zu jeder Gelegenheit öffentlich abfällige Äußerungen über Amtskollegen zu machen, mit seinen Mitarbeitern im Ministerium verfährt er ja auch nicht anders. PEGIDA politisch korrekt nein danke, aber willkommen im täglichen antigriechischen Faschismus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 11