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Bundestag entscheidet über Syrien-Einsatz: "Krieg macht alles nur noch schlimmer"
DPA

Der Bundestag entscheidet über den Bundeswehr-Einsatz in Syrien. Die Abgeordneten diskutieren leidenschaftlich: Die Linke Sarah Wagenknecht attackierte das Vorhaben als grundfalsch und gefährlich. CDU-Politiker kontern.

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axth 04.12.2015, 23:11
200.

Zitat von vva
Frau Wagenknecht warnt wie Kassandra vor. Dieser Krieg gegen IS ist ein Wahnsinn der Politiker und krigerischen Elite.
Was sagt eigentlich Frau Wagenknecht über Putins Krieg in Syrien? Russland verstehen?

Ich glaube, es ist weithin Konsens, dass der deutsche Kriegseintritt nur eine Solidaritätsveranstaltung sein kann. Noch hoffen alle, dass sie das kontrollieren können.
Da tobt der 30jährige Krieg und Russland, Saudiarabien, Iran und die Türkei bremsen sich gegenseitig aus. Wenn sich diese Nationen nicht einig werden, haben wir noch 20 Jahre vor uns.
Deutschland tritt in einen Krieg ein im vollen Bewusstsein der Sinnlosigkeit.
Auch Frankreich hätte andere Konsequenzen ziehen müssen.

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FrankHiller 04.12.2015, 23:32
201.

Zitat von kuac
Wunsch der Bevölkerung? Gab es eine Volksbefragung? Richtig ist, dass wir nicht auf einer Insel der Glückseligkeit leben. Was folgt daraus? Überall Bomben werfen ohne zu überlegen ob das Sinn macht oder nicht? Der OBL wurde getötet. Aber, der Terror nahm dennoch zu. Seit über einem Jahr wird der IS bombardiert. Das Gebiet des IS wächst aber dennoch ungebremst weiter. Genauso auch in Afghanistan. Diese Strategie ist komplett gescheitert. Gibt es überhaupt noch Ziele in Syrien, die man bombardieren kann? Die IS Terroristen leben mit den Zivilisten, wir Fische im Wasser. Wie will man sie treffen? Frau Leyen hat keine Antworten, aber erstmal beim bombardieren helfen und dann sehen wir weiter. Soll das eine gute Strategie sein? Sicher nicht.
Da hilft nur weg mit dem Wahlgeheminis!
Wer die Partei gewählt hat muß auch als erstes die konsequenzen tragen.... wer Krieg will hat als Bodentruppe sich zur verfügung zuhalten .




Mein Glück ich habe nach der letzten SPD Lüge mit der Mehrwertsteuer , mich zum Nichtwähler weitergebildet !

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jamiro32 04.12.2015, 23:43
202. Möglichkeiten

Ein Weg für Syrien könnte sein, das man mit Putin Bombenfreie Zonen aushandelt, einen Vorschlag für Flugverbotszonen hat Putin mit der Stationierung von Flugabwehr-Raketenstationen ausgehebelt, da man gegen diese vorgehen müßte, wenn es um die Durchsetzung von Überflugverbotszonen gehen würde. Mit Bombenfreie Zonen könnte verhindert werden, das weiterhin Bürger vom Assad-Regime mit Fassbomben und biologischen Kampfstoffen bombardiert werden aber auch Putin wird sich dann nur noch auf den IS konzentrieren müssen und kann nicht mehr die gemässigte Rebellen, die gegen das Assad-Regime kämpfen bombardieren, wobei dabei bisher bis zu 500 Zivilisten getötet wurden, im Vergleich dazu sind die 14 Zivilisten die durch die US-gestützte Koalition ums Leben gekommen sind noch gering, wobei natürlich jedes einzelne Opfer, eines zuviel ist. Sobald ein Hubschrauber oder Kampfflieger des Assad-Regimes aufsteigt, um bestimmte Zonen, in denen kein IS zu finden ist, mit Fassbomben zu bombardieren, muss dieser Abgeschossen werden und zusätzlich Vergeltungsmassnahmen gegen das Startflugfeld unternommen werden. Fliegen können alle Flugzeuge wo sie wollen, nur dürfen keine Bomben abgeworfen werden, so wird Putin dazu gezwungen sich nur noch auf den IS zu konzentrieren. Sobald der IS besiegt ist, muss sich Assad für seine Verbrechen verantworten und es kann eine Übergangsregierung mit Beteiligung aller Minderheiten eingesetzt werden, die Bundesregierung könnte sich logistisch bei der Umsetzung der Bombenfreien Zonen beteiligen und würde damit sinnvoll dazu beitragen, das zum einen die Bürger vor den Bomben geschützt sind und es langfristig wieder zu einer Befriedung Syriens kommt.

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kuac 05.12.2015, 00:10
203.

Zitat von susa_pilar
...der schlecht vorbereitete Überfall auf den Irak gilt als Auslöser für die Entwicklung des IS......
Der Überfall war mit Lügen sehr gut vorbereitet. Aber, er war ein unnötiger und voelkerrechtwidriger Einmarsch, der das Land zerstörte und alle zivile und militärische Strukturen beseitigte. Anschliessend installierte man dort einen neuen Diktator, der genauso agierte wie Saddam. Die Folgen kennen wir.

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jamiro32 05.12.2015, 01:09
204. Möglichkeiten

Ein Weg für Syrien könnte sein, das man mit Putin bombenfreie Zonen aushandelt, einen Vorschlag für Flugverbotszonen hat Putin mit der Stationierung von Flugabwehr-Raketenstationen ausgehebelt, da man gegen diese vorgehen müßte, wenn es um die Durchsetzung von Überflugverbotszonen gehen würde. Mit bombenfreie Zonen könnte verhindert werden, das weiterhin Bürger vom Assad-Regime mit Fassbomben und biologischen Kampfstoffen bombardiert werden aber auch Putin wird sich dann nur noch auf den IS konzentrieren müssen und kann nicht mehr die gemässigte Rebellen, die gegen das Assad-Regime kämpfen bombardieren, wobei dabei bisher bis zu 500 Zivilisten getötet wurden, im Vergleich dazu sind die 14 Zivilisten die durch die Bombardierungen der US-gestützten Koalition ums Leben gekommen sind noch gering, wobei natürlich jedes einzelne Opfer, eines zuviel ist. Sobald ein Hubschrauber oder Kampfflieger des Assad-Regimes aufsteigt, um bestimmte Zonen, in denen keine IS-Einheiten sind, mit Fassbomben zu bombardieren, sollte dieser zur Umkehr gezwungen oder Abgeschossen werden und zusätzliche Vergeltungsmassnahmen gegen das Startflugfeld unternommen werden. Fliegen können alle Flugzeuge wo sie wollen, nur dürfen keine Bomben abgeworfen werden, so wird Putin dazu gezwungen sich nur noch auf den IS zu konzentrieren. Sobald der IS besiegt ist, sollte sich Assad für seine Verbrechen verantworten und es kann eine Übergangsregierung mit Beteiligung aller Minderheiten eingesetzt werden, die Bundesregierung könnte sich logistisch bei der Umsetzung der bombenfreien Zonen beteiligen und würde damit sinnvoll dazu beitragen, das zum einen die Bürger vor den Bomben geschützt sind und es langfristig Schritt für Schritt wieder zu einer Befriedung Syriens kommen kann.

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arrache-coeur 05.12.2015, 03:12
205.

"Aufklärungsflieger sind kein Beitrag zum Bombenkrieg" - Leider doch.
Also wird Frau Merkel nun auch zur Kriegskanzlerin. Kein guter Eintrag im Lebenslauf.

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arrache-coeur 05.12.2015, 04:09
206.

Was für ein Schmarrn!

Alle Attentäter waren Franzosen oder Belgier, allerdings mit "Migrationshintergrund". Und hier liegt das eigentliche Problem, nämlich der Umgang des französischen (und des belgischen) Staats mit (muslimischen) Minderheiten.
Gleichzeitig zur Vernachlässigung schwieriger inländischer Minderheiten greift Frankreich
Auch in Deutschland bilden integrationsunwillige (überwiegend muslimische) Einwanderer Parallelgesellschaften.

Die Ostdeutschen mit Flüchtlingen aus Nahost oder Afrika zu vergleichen, zeigt Ihre Ignoranz bez. der Realität.

Die Menschen aus der ehemaligen "DDR" waren auch vor der Wiedervereinigung bereits Deutsche, wenn auch mit unterschiedlicher politischer Indoktrination.

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arrache-coeur 05.12.2015, 06:28
207.

Zitat von susa_pilar
...der schlecht vorbereitete Überfall auf den Irak gilt als Auslöser für die Entwicklung des IS. Der Unterschied ist, dass man jetzt in einen unübersichtlichen Bürgerkrieg hinein bombardiert. Ein zukunftsweisender Plan oder Konzept weiterhin Fehlanzeige! Hmmmm? Geschichte zu lernen oder sie wiederholen Geschichte zu lernen oder sie wiederholen Geschichte zu lernen oder sie wiederholen...
"der schlecht vorbereitete Überfall auf den Irak gilt als Auslöser für die Entwicklung des IS" - Ab "Überfall" stimme ich Ihnen zu. "Schlecht vorbereitet" impliziert Planungsfehler. Die Planung war wahrscheinlich einwandfrei, allerdings war die Begründung für den Überfall erstunken und erlogen.

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Wolfgang Lorenz 05.12.2015, 13:33
208. von Menschen und Mächten...

Wir lesen hier häufig, es sei mit Krieg und Waffengewalt „nichts zu erreichen“, das seien die „falschen Instrumente“, generell der „falsche Ansatz“ und obendrein inhuman. Bravo, brav gesprochen und – ganz ohne jede Häme – vom innewohnenden Humanismus der vorgenannten Überzeugungen sogar zustimmungspflichtig, wenngleich…nicht ganz richtig, weil unvollständig: sie blendet geschichtliche und politische Realität weitgehend aus.

Der von einer Supermacht geführte Krieg kann durchaus dazu beitragen, ihre gesteckten geopolitischen Ziele zu erreichen, den Radius ihrer Einflußsphäre zu vergrößern und so ihre weltpolitische Bedeutung zu festigen und auszubauen. Natürlich geschieht dies auf Kosten der Übrigen, weniger mächtigen Bewerber im Kampf um ihre Positionen innerhalb der globalen Gemeinschaft, die kümmern sich letztlich lediglich um die Spanabfälle, die sich beim Zurechthobeln der Machtbalken des Mächtigen unter der Werkbank anhäufen.

Diese „Abfälle“ haben viele Namen. Zum besseren Verständnis, aber auch unter Berücksichtigung der begrenzt zur Verfügung stehenden Anzahl der Zeichen picken wir uns einen heraus, den „Stellvertreterkrieg“. Der findet dann statt, wenn 2 Mächtige mit jeweils unvereinbaren Vorstellungen um ein gewünschtes Ergebnis ringen. Beide sind sorgsam darauf bedacht, die eigenen Territorien sauber und aufgeräumt zu erhalten und bestimmen deshalb in seltener Übereinstuimmung bevorzugt die Territorien anderer Länder und machen die zum Schauplatz ihrer Auseinandersetzungen.

Länder wie England oder Frankreich, die einstmals selbst am Dirigentenpult standen, sitzen seit geraumer Zeit im Orchester und sind dort bemüht, ihren Part notengetreu vom Blatt zu spielen. Manchmal verlieren sie sich während der Spielpausen beim Betrachen alter Weltkarten in verklärten Erinnerungen. Die Deutschen wiederum - durch zwei verlorene Weltkriege einigermaßen domestiziert - hatten bei der Verteilung der Welt, so auch vor Zeiten die kaiserlich-wilheminische Klage, zu keiner Zeit eine nennenswerte Rolle gespielt.

Sie, die Deutschen sind also von allen Nationen dieser Welt und auch Europas – deshalb bitte Portuguiesen und Spanier nicht vergessen – die Allerletzten, die auf den Kriegsschauplätzen anderer Länder etwas zu suchen hätten, was die Geschichte ihnen ja auch in zwei Weltkriegen klar zu machen suchte. Gott sei Dank mit - bis auf die letzten Jahre - anhaltendem Erfolg. Wir haben nichts mit Afghanistan zu tun, nichts mit Mali oder irgenwelchen Touaregs in Südalgerien – dort fördern die Franzosen Uran. Unsere Aufgabe ist es mitnichten, die politische Suppe zahlreicher, von der Völkergemeinschaft nicht gedeckter militärischer Militärabentheuer einer Supermacht auszulöffeln, denn all das hat nichts, aber auch garnichts mit dem § 5 des Natovertrages zu tun.

Übrigens…beim Eintippen der Paragraphenzeichens ist Sorgfalt geboten, man gerät sonst unversehens auf das Dollarzeichen, ein Menetekel?

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wynkendewild 05.12.2015, 16:55
209. Rein symbolischer Akt

Zitat von Tom Gruss
was ein Wahnsinn, unsere Soldaten in den Krieg zu senden, wo bekannt ist, in welchem zustand die Ausrüstung ist...unfassbar :-(...bei allem sollte "diese Regierung" nicht vergessen, genug Särge zu bestellen. :-(((((
Wieso sollte es bei diesem Einsatz zu deutschen Verlusten kommen?

Der Einsatz gegen den IS ist mMn als symbolischer Akt zu werten, konkret wird es erst mit dem erweiterten Mandat für Mali. Dorthin sollen schließlich ca. 600 bis 700 Soldaten entsandt werden.

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