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Bundestag stimmt gegen AfD-Kandidatin: So wird man die nicht los
REUTERS

Es ist nachvollziehbar, dass eine große Mehrheit im Bundestag gegen die AfD-Kandidatin Mariana Harder-Kühnel als Bundestagsvizepräsidentin stimmte. Klug war das nicht.

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vorwärtsundnievergessen 04.04.2019, 19:24
1. Sehr vernünftiger Kommentar

Statt an den Symptomen herumzudoktern und "Haltung" zu zeigen, sollten die Ursachen angegangen werden. So wie es jetzt läuft erscheint mir der Ausblick "Wenn das vor der nächsten Wahl gelingt, ... " doch seeehr optimistisch.

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HerrThomasW. 04.04.2019, 19:28
2. Sehr wahr!

Ein ausgezeichneter Kommentar, der genau den wunden Punkt trifft: Wir sind eine DEMOKRATIE und in einer solchen sollte dann auch demokratisch gearbeitet werden. Ich kann der AfD keine antidemokratischen Ziele oder Verhaltensweisen vorwerfen, wenn ich selbst nicht bereit bin, mich im Rahmen der Demokratie mit ihnen auseinander zu setzen. Pures AfD-Bashing hat der Partei wesentlich mehr geholfen als geschadet, denn schließlich hatte sie im Wahlkampf kostenlose Werbung ohne Ende. Wann werden die anderen Parteien endlich anfangen sich inhaltlich mit der AfD zu messen????

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haarer.15 04.04.2019, 19:28
3. Ohne Wenn und Aber

In jedem Fall war hier klare Kante angesagt. Jeder Abgeordnete war seinem Gewissen verpflichtet. Und die meisten hatten zum Glück eines und hatten auch aus der dunklen braunen Vergangenheit was gelernt. Deshalb ist diese Nicht-Wahl nicht nur nachvollziehbar sondern auch klug und richtig. Das mit der Opfer- und Märthyrerrolle zieht doch überhaupt nicht mehr - es ist reichlich abgedroschen.

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marcus_71 04.04.2019, 19:28
4. Demokratie

Die Abgeordneten dürfen wählen. Also wählen sie mit nein für zu einer Abgeordneten die eben für eine Partei steht, welche letztlich nicht wirklich zur Demokratie steht. Richtig so, wer daran rum mäkelt hat Demokratie wohl nicht verstanden. Jemanden zu wählen aus dessen Gruppe ständig Beleidigungen kommen und Ideen die so absurd scheinen, dass man darüber nicht Diskutieren kann, weil echt zu hohl, geht eben nicht. Danke jedem Abgeordneten der da da sein demokratisches Recht nutzt und dem rechten Mob die Grenzen aufzeigt.

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Sensør 04.04.2019, 19:29
5. komischer Kommentar

Ob man für dieses Amt jemand geeignet oder ungeeignet hält, ist doch einzig und allein eine Gewisssensfrage.

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Fischerman_BX 04.04.2019, 19:29
6. Ach bitte...

Natürlich suhlt sich die AfD in der Opferrolle. Und? Wenn nicht bei dieser Sache, dann findet sie irgendetwas anderes. Vielleicht sollte sich der Bundestag einfach mal Gedanken über die Satzung machen. Entweder gibt es einen Anspruch oder es gibt eine Wahl. Bei einen fixen Anspruch braucht man nicht wählen, bei einer Wahl gibt es keinen Anspruch. Und wenn die AfD nun eine demokratische Abstimmung nicht akzeptieren will, dann liegt doch auf der Hand, wer tatsächlich undemokratisch ist. Und eine solche Wahl muss auch nicht klug sein, sie muss ehrlich sein. Und gerade haben die Altparteien bei mir Vertrauen zurück gewonnen, denn sie sind eben nicht mit Kalkül an die Wahl gegangen. So sind sie wenigstens keine Umfaller und lassen sich nicht von der AfD diktieren, wie sie abzustimmen zu haben.

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fkfkalle3 04.04.2019, 19:29
7. Volle Zustimmung

Die Demokratie zerlegt sich selbst, wenn man die Ursachen für die AFD nicht deutlich benennt. Natürlich wäre dieses sehr anstrengend. Der ständige Kleinkrieg , bei den Diskussionen die man mit der AFD Klientel führt, muss am Ende stehen, ob denn die AFD denn tatsächlich ihre Interessen vertritt.

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D. Brock 04.04.2019, 19:30
8. Opferstatus kultivieren?

Dies gelingt, wenn man in derartigen Kommentaren dieses immer wieder anspricht und betont, wohlwissend, dass es dazu keineswegs einen Automatismus gibt.

Von dem Artikel hätte ich mir gewünscht, dass er auf das Eindeutigste klarstellt, dass etwas, was einem zwar GRUNDSÄTZLICH zusteht, jedoch einer Bestätigung durch eine freie und geheime Wahl (von wegen Demokratie!) bedarf, keineswegs zu einem WahlZWANG führt.

Sowhohl das Wahlverfahren als auch der Wahlausgang sind demokratisch. Ein Partei, der nun derartiges widerfährt, hat dies demokratisch zu achten, so lange sie selbst ihre demokratische Glaubwürdigkeit behalten will! Eine Wahl kann so und so ausgehen.

Das bedeutet nämlich Demokratie!

Es gibt also keinerlei Zwang irgendeinen AfD-Kandidaten zu wählen.

Basta!

Wünschenswert wäre doch, dass AfD-Wähler und Parteigenossen dann wenigstens soweit Demokratie anerkennen könnten, statt mit dem Riechsalz unter der Nase herumzulaufen und loszuheulen. Dann darf man auch von so einem Artikel erwarten, dass er dies auch klipp und klar darstellt und damit die SPON-Leser nun auch tatsächlich informiert.
Man fragt sich doch, woher die Weinerlichkeit der AfD, wenn man doch gleichzeitig auf Menschen, die man für „anders“ hält, verbal beliebig draufhaut? Wer austeilt, muss ja wohl auch einstecken können.

Moralisch vollkommen daneben und wirklich widerlich. *kopfschüttel*

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Neandiausdemtal 04.04.2019, 19:38
9. Am Thema vorbei kommentiert

Und zwar aus zwei Gründen.
Erstens haben die Abgeordneten das Recht so abzustimmen, wie sie wollen und zweitens ist in den späten Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts einer ähnlichen Partei nicht entschieden genug entgegen getreten worden. Auch damals hätte man ohne Rücksicht auf Wahlergebnisse eingreifen müssen. Das dürfte doch wohl unstreitig sein.

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