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Bundestags-Vizepräsidentin: Claudia Roth kritisiert AfD - und plädiert für Frauenquot
OMER MESSINGER/EPA-EFE/REX

"Der Bundestag ist kein Bierzelt": Claudia Roth hat einigen AfD-Abgeordneten Sexismus vorgeworfen. Gleichzeitig machte sich die Grünen-Politikerin für eine Frauenquote stark.

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friedrich_eckard 03.03.2019, 11:34
1.

Natürlich gibt es gegen eine gesetzlich vorgeschriebene Kandidatinnenquote ernstzunehmende verfassungsrechtliche Einwände. Wenn ich mir allerdings vorstelle, dass Wahlvorschlaäge der rechten Sümpflinge allein deshalb zurückgewiesen werden könnten, weil sie die geforderte Mindestzahl von Kandidatinnen nicht zusammenbringen... der Gedanke hätte schon etwas... die Partei, die ich zu wählen pflege, beträfe das übrigens nicht: die Fraktion der LINKEN hat jetzt schon deutlich über die Hälfte weibliche Mitglieder, obwohl es m.W. überhaupt keine förmlichen Quotierungsbeschlüsse gibt.

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Neapolitaner 03.03.2019, 11:36
2. Gewählt ist gewählt

Niemand ist gezwungen, eine Partei zu wählen, die die ihm angemessen erscheinende Geschlechtsverteilung nicht hinnehmen will. Das gilt sowohl für Direkt- als auch für Listenkandidaten. Es kann sich eine Partei auch dafür entscheiden, nur Frauen auf die Liste zu setzen. Dann wird diese Partei nur Frauen in das Parlement entsenden, in dem Umfang, in dem sie gewählt wird. Kein Problem. Das ist Demokratie.

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mucschwabe 03.03.2019, 11:47
3.

Wenn die AfD viele sexistische Entgleisungen hat, wird sie von Frauen kaum gewählt. Offensichtlich können sie auf die Wählerstimmen der Frauen weitestgehend verzichten. Es sind ja auch nur etwa ein Drittel der AfD-Wähler Frauen. So bleibt die AfD sicher unter 20%. Gut so!

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wahe 03.03.2019, 11:47
4. per Gesetz

jemanden zur Kandidatur zwingen, der nicht will, das kanns nicht sein um Parität zu erreichen! Frau Roth sollte vielmehr Reklame machen bei den Frauen sich zu angagieren und zu kandidieren. Außerdem entscheidet letztendlich der/die Wähler ob ein männlicher Kandidat oder eine weibliche Kandidatin im Wahlbezirk die Stimmenmehrheit erhält.Auf den Wahllisten liegt es hingegen bei den Parteien, ob sie nach Geschlechter Kriterium oder nach Kompetenz Kriterien aufstellen!

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claus7447 03.03.2019, 12:14
5.

Zitat von mucschwabe
Wenn die AfD viele sexistische Entgleisungen hat, wird sie von Frauen kaum gewählt. Offensichtlich können sie auf die Wählerstimmen der Frauen weitestgehend verzichten. Es sind ja auch nur etwa ein Drittel der AfD-Wähler Frauen. So bleibt die AfD sicher unter 20%. Gut so!
Mir wäre es deutlich angenehmer, wenn es unter 10% wäre. Wir werden vermutlich immer einen braunen Sumpf bei uns haben, es ist nicht zu verhindern, nationalistische, rassistische Denkweisen aus den Köpfen zu bringen.

Aber ich bin sicher, es werden sich in Kürze auch ein paar AfD Trolle hier einrichten, Frau Roth ist ja neben der Bundeskanzlerin und Herrn Maas ein beliebtes Bashing Objekt. Aber tragt es mit Fassung, es ist Karneval.

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jfconrad 03.03.2019, 12:31
6. Frauen haben einen anderen Blick?

Wie sind die Aussagen zu vereinbaren, dass Frauen im Verteidigungsausschuss einen ganz anderen Blick auf Kriege und Konflikte haben, dass Klischees aber wiederum nicht sein dürfen?

Wenn dieser andere Blick auf was auch immer daher kommt, dass die Frauen Frauen sind, dann wären im Umkehrschluss ja wohl auch Klischees und Stereotypen angebracht.

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P-Schrauber 03.03.2019, 12:47
7.

Nein Quote kann man nicht willkürlich festsetzen man muss sie wollen, das sit meine Meinung, wer was kann soll den Vortritt haben das Geschlecht ist nicht wesentlich.

Das wird nur GaGa wenn das gleiche Parteien fordern das noch ein drittes Geschlecht Verfassungsrechtlich anerkannt wird. Wo soll das hinführen, wo liegt da die Quote.

Zur AfD da bin ich nicht 100%ig informiert, glaube allerdings das der Frauenanteil in der AfD größer ist als hier einige glauben, die großen Aushängeschilder der AfD waren und sind Frauen:
(Petry) , Weidel, von Storch, von Sayn-Wittgenstein, … dann Gloria von Thurn & Taxis als Symphatisantin, ...

Merken Sie was? Ich schon, die Partei hat Wählerinnen und ich denke nicht wenige und dazu auch recht solvente.

Zu Frau Roth:
Frau Roth ist einer der wenigen Politikerinnen wo ich mich schon immer gefragt habe warum die da ist,
wo sie Gedanklich zu verorten ist und mir gefällt weder Ihr Stil noch ihre Meinung. Das Sie Bundestagsvizepräsidentin werden durfte ist eine Parteientscheidung der damaligen Fundis gewesen sein um sie loszuwerden, gegen Trittin der es eigentlich verdient hätte, nun haben wir den Salat.

Sie tritt im übrigen nicht unparteilich als Bundestagspräsidentin auf, ganz schlecht und dem Amt nicht angemssen. eine große Fehlentscheidung der Grünen sie in das Amt abzuladen, das vergesse ich nicht und ich denke viele andere auch nicht.

Zur Erinnerung, ein Artikel der FAZ mit wahrlich visionärer Kraft:
https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/claudia-roth-mit-einem-staatsamt-beworfen-12619093.html

Die FDP braucht definitiv mehr Politikerinnen!

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Tacitus73 03.03.2019, 13:12
8. Frau Roth ist parteiisch.

Viel auffälliger als alles andere ist, dass Frau Roth parteiisch ist. Und das sollte sie nicht sein in ihrem Amt. Ein Bundestagspräsident (auch ein Bundestagsvizepräsident) muss fähig sein zu einer ausgewogenen, unparteiischen Leitung und dies glaubwürdig präsentieren. Claudia Roth muss die AfD nicht mögen, aber in ihrem Amt hat sie sie als im Parlament vertretene Partei gleichberechtigt mit den anderen Parteien zu betrachten und zu behandeln. Bierzeltrhetorik war in den letzten Monaten bei allen Parteien hinreichend zu beobachten - ob dies immer gleichermaßen gerügt wurde, entzieht sich meiner Kenntnis, ich habe aber Zweifel daran. Zudem ist der Bundestag der Ort, wo politischer Streit ausgetragen werden soll, immer auch zielorientiert und mit der Bereitschaft zu Kompromissen, aber eben auch leidenschaftlich und direkt, womit ich meine: lieber mal einen Kraftausdruck zu viel ertragen als einen lähmenden Konsens über die Parteigrenzen hinweg. Das gab es vorher auch schon (Schmidt/ Wehner u.a.), und es hat der Demokratie nicht geschadet.
Zweitens verfällt Frau Roth selbst den Geschlechterstereotypen, wenn sie meint, "Frauen" bzw. "Männer" hätten eine jeweils andere Sicht auf Kriege oder Familienpolitik. Recht gebe ich ihr in ihrem grundsätzlichen Ziel: Parität und Gleichstellung werden wohl nicht über das Freiwilligkeitsprinzip durchgesetzt werden können. Hier muss etwas getan werden. Inwieweit man aber so etwas festschreiben kann (50/50 in Parlamenten), dafür fehlen mir die juristischen Kenntnisse. Es ist jedenfalls schon viel Protest dagegen erhoben worden mit dem Hinweis, eine solche Regelung sei grundgesetzwidrig.

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claus7447 03.03.2019, 13:14
9.

Zitat von P-Schrauber
Nein Quote kann man nicht willkürlich festsetzen man muss sie wollen, das sit meine Meinung, wer was kann soll den Vortritt haben das Geschlecht ist nicht wesentlich. Das wird nur GaGa wenn das gleiche Parteien fordern das noch ein drittes Geschlecht Verfassungsrechtlich anerkannt wird. Wo soll das hinführen, wo liegt da die Quote. Zur AfD da bin ich nicht 100%ig informiert, glaube allerdings das der Frauenanteil in der AfD größer ist als hier einige glauben, die großen Aushängeschilder der AfD waren und sind Frauen: (Petry) , Weidel, von Storch, von Sayn-Wittgenstein, … dann Gloria von Thurn & Taxis als Symphatisantin, ... Merken Sie was? Ich schon, die Partei hat Wählerinnen und ich denke nicht wenige und dazu auch recht solvente. Zu Frau Roth: Frau Roth ist einer der wenigen Politikerinnen wo ich mich schon immer gefragt habe warum die da ist, wo sie Gedanklich zu verorten ist und mir gefällt weder Ihr Stil noch ihre Meinung. Das Sie Bundestagsvizepräsidentin werden durfte ist eine Parteientscheidung der damaligen Fundis gewesen sein um sie loszuwerden, gegen Trittin der es eigentlich verdient hätte, nun haben wir den Salat. Sie tritt im übrigen nicht unparteilich als Bundestagspräsidentin auf, ganz schlecht und dem Amt nicht angemssen. eine große Fehlentscheidung der Grünen sie in das Amt abzuladen, das vergesse ich nicht und ich denke viele andere auch nicht. Zur Erinnerung, ein Artikel der FAZ mit wahrlich visionärer Kraft: https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/claudia-roth-mit-einem-staatsamt-beworfen-12619093.html Die FDP braucht definitiv mehr Politikerinnen!
P-schraube... es war klar, dass da noch die Breitseite gegen Roth kommen müsste. Man versucht sich durch zu schlängeln, die Liberalen Tasten zu spielen, aber dann gibt es wieder die Knackpunkt wo die AfD Affinität hervortritt.

Allerdings würde ich eine Katholiken wie Thurn und Taxis nicht gleich als Sympathisanten einstufen, da war mehr die bigotte Haltung im Spiel.

Die genannten Frauen der AfD hängen bei ihren Auftritten eher den "Mann" raus. So was kennt man auch in anderen Bereichen, macht sie deswegen sicher nicht sympathischer.

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