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Bundestagsdebatte über Familiennachzug: "Unmenschlich" versus "verantwortungsvoll"
DPA

Ab August will die Bundesregierung wieder den Familiennachzug für Flüchtlinge mit subsidiärem Schutz erlauben - mit starker Begrenzung. Die Opposition ist fassungslos.

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mostly_harmless 07.06.2018, 12:02
1.

12.000 Menschen pro Jahr und die AfD schwadroniert mal wieder den Untergang des Abendlandes zusammen. Die Rolle des Hofnarren scheint an de AfD vergeben worden zu sein.
Naja, aber wir kennen das ja, ist noch nicht lange her, da fabulierten diese über bis zu 8 Millionen, die im Rahmen des Familiennachzuges allein den Flüchtlingen von 2015 folgen würden. So ist das, wenn man nichts Substantielles bezutragen hat, benötigt man Hysterisierung und Lügenmärchen.

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inovatech 07.06.2018, 12:02
2. Natürlich

ist es schlimm wenn man seine Familie nicht bei sich haben kann - ich denke das sieht JEDER so. Frage: Was passiert mit den Familien wenn sie zu uns geholt werden ? Bleiben Sie für immer ? Bleiben Sie nur eine begrenzte Zeit (Ende des Krieges z.B.) ? Das wäre wohl sehr wichtig zu wissen um was es sich hier genau handelt.

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daktaris 07.06.2018, 12:07
3. grundsätzlich richtig

"Jeder Mensch hat ein Recht auf seine Familie" - grundsätzlich richtig. Aber bitte nicht zwangsläufig in Deutschland und nicht auf meiner Steuerkosten.

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hmueller0 07.06.2018, 12:11
4. Familienzusammenführung ist auch im Herkunftsland möglich

Um das mal etwas überspitzt zu formulieren. Man könnte zB auch sich mal Gedanken machen, weshalb eine Person flieht und die restliche Familie dem "Schicksal" überlässt. Dann sollen aber X Personen (wer darf alles mit? Kinder, Frau/Mann, Brüder/Schwestern/ Oma, Tanten ....?) nachkommen weil man nicht ohne sie leben kann/will. Etwas fragwürdig. Insbesondere wenn man es auf "alle" Gruppen anwenden würde, da doch der eher geringe Teil um die halbe Welt reist, nur um sein Leben akut in Sicherheit zu bringen. Bei einem Großteil dürften wirtschaftliche Überlegungen eine zumindest nicht unerhebliche Rolle spielen. Gibt dazu sogar auch auf Spiegel.TV einschlägige Reportagen zB über afrikanische Mütter die dann eines der Kinder losschicken, damit es im Erfolgsfall Geld etc schicken kann, um die Familie zu unterstützen.

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jamsrhb 07.06.2018, 12:12
5. War klar!

Natürlich diskutieren die Grünen mal wieder neben der Realität her.
Üblicherweise sitzen die Familien in einem sicheren Nachbarstaat wie z.B. der Türkei und der Flüchtling hier wurde vorgeschickt. Dieses Verhalten hat absolut nichts mit flüchten zu tun. Hier werden Rosinen gepickt und das beste Land mit den meisten Leistungen ausgesucht wohin man dann praktisch die Vorhut schickt.
Dieses Verhalten tritt unser Asylrecht und internationales Flüchtlingsrecht mit Füßen und darf auf keinen Fall mit Erfolg belohnt werden.

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hmueller0 07.06.2018, 12:14
6. Ziel sollte doch nach wie vor sein...

... Menschen vorübergehend Zuflucht zu bieten und Bedingungen in den Heimatländern zu schaffen, dass sie dorthin wieder sicher zurückkehren können. Dann ist auch wieder Platz, um beim nächsten Konflikt/Krieg etc. entsprechend neue Flüchtlinge vorübergehend aufzunehmen. Ich weiß nicht, weshalb immer zwingend Flucht mit Auswanderung gleichgesetzt wird - als ob es keine Alternativen gäbe. (abgesehen davon würden bei offizieller Aus-/Einwanderung auch andere Kriterien gelten)

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alter_nativlos 07.06.2018, 12:17
7. Jeder Mensch hat ein Recht auf seine Familie!

Das ist richtig! Aber es gibt kein Recht (z.B.) des syrischen Militärdienstverweigerers, der es auf dem Weg durch andere sichere Staaten nach Deutschland geschafft hat, seine Familie nach Deutschland zu holen. Es war die freie Entscheidung dieses Mannes, seine Familie in dem Bürgerkriegsland auf sich selbst gestellt zu lassen. Auch das Argument, dass Migranten mit Familie seltener straffällig werden, ist kein Argument. Die Bildung der kriminellen Clanstrukturen in Berlin, Essen, bremen und andernorts belegen das Gegenteil.

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Kurt Kraus 07.06.2018, 12:22
8. Das eben ist der Fluch der bösen Tat

Es kommt nichts Gutes dabei raus, wenn man sich übernimmt. Diese Brutalitäten wären vermeidbar gewesen, wenn man sich 2015 an den europäischen Rahmen gehalten hätte, anstatt es mal wieder besser zu wissen als alle, alle Nachbarn. Jetzt sind wir so weit, dass selbst Familiennachzug kaum noch vermittelbar ist. Die SPD könnte ja deshalb die Koalition platzen lassen und Neuwahlen anstreben, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie das überlebt. Gut gemeint ist, wie immer das Gegenteil von gut gemacht. Das Boot ist eben nicht erst dann voll, wenn Flüchtlinge verhungern, sondern schon dann, wenn das Wohlwollen aufgezehrt ist. An der Zerstörung dieses Wohlwollens haben sowohl die Kanzlerin als auch der Spiegel seit 2015 gearbeitet. Es kann mir keiner erzählen, dass das nicht auch anders gegangen wäre.

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N.M. 07.06.2018, 12:26
9.

Zitat von hmueller0
Um das mal etwas überspitzt zu formulieren. Man könnte zB auch sich mal Gedanken machen, weshalb eine Person flieht und die restliche Familie dem "Schicksal" überlässt. Dann sollen aber X Personen (wer darf alles mit? Kinder, Frau/Mann, Brüder/Schwestern/ Oma, Tanten ....?) nachkommen weil man nicht ohne sie leben kann/will. Etwas fragwürdig. Insbesondere wenn man es auf "alle" Gruppen anwenden würde, da doch der eher geringe Teil um die halbe Welt reist, nur um sein Leben akut in Sicherheit zu bringen. Bei einem Großteil dürften wirtschaftliche Überlegungen eine zumindest nicht unerhebliche Rolle spielen. Gibt dazu sogar auch auf Spiegel.TV einschlägige Reportagen zB über afrikanische Mütter die dann eines der Kinder losschicken, damit es im Erfolgsfall Geld etc schicken kann, um die Familie zu unterstützen.
Ganz einfach: weil die Flucht an sich eine lebensgefährliche Sache ist. Wenn die Person dann angekommen ist, holt sie die Angehörigen auf einer offiziellen und sicheren Art nach.

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