Forum: Politik
Bundestagswahl 2013: Linke steht vor Lafontaine-Comeback

Sein Job als Fraktionschef der saarländischen Linken genügt ihm offenbar nicht mehr: Oskar Lafontaine drängt auf die politische Bühne in Berlin zurück - nach Informationen von SPIEGEL ONLINE will der 68-Jährige 2013 wieder für den Bundestag kandidieren. Auch von einer führenden Rolle ist die Rede.

Seite 10 von 37
tsitsinotis 03.10.2011, 19:57
90. Wer hätte noch vor ein paar Jahren gedacht,

Zitat von Dynamitfackel
Klasse, das er wiederkommt! Dieser kluge Mann hat schon vor vielen Jahren u.a. gefordert, die Banken an die Leine zu legen. Dafür wurde er damals von den politischen Gegnern ausgelacht und verhöhnt. Lafontaine und Gisy - ein Traumpaar im Kampf gegen die Abnicker der Reichenlobby!
dass Lafontaine hier im Forum überwiegend herzlich begrüßt wird?
Ja, er ist einer der wenigen Politiker, die sich eben nicht haben verbiegen lassen.
Wenn die Nachricht stimmt, (aber wir glauben doch dem SPIEGEL), ist sie die beste des Tages - neben OCCUPY WALLSTREET.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Karl_M. 03.10.2011, 19:57
91. Bitte geben Sie einen Titel für den Beitrag an!

Zitat von t.h.wolff
Er stand den "Genossen" der Seeheimer Partei gegenüber, die bekanntlich die SPD lieber zerstört als bei ihren Wurzeln sehen. Diese Deserteure haben außer kreativer Arbeitsmarktstatistik, dem GAU der deregulierten Finanzmärkte und der fortschreitenden Destabilisierung einer ehemals mustergültigen sozialen Marktwirtschaft . Lächerlicherweise nicht einmal einen Kanzlerkandidaten.
So kann man es in der Rückschau auch deuten. Jedoch war Lafontaine damals in einer Position, in der er für "den kleinen Mann" hätte kämpfen können. Er zog es jedoch stattdessen vor, sich ins Saarland abzusetzen. Lafontaine wird hier gerne ein überragender Intellekt zugeschrieben, ein begnadeter Redner ist er dazu auch nicht. Trotzdem konnte er sich nicht gegen die "neoliberale Clique" durchsetzen.
Jetzt ist er in seiner Lieblingsposition. Er kann fordern und polemisieren ohne unter dem Druck zu stehen auch liefern zu müssen.

Mir fehlt der Glaube, dass er dieses Mal wirklich für den "kleinen Mann" kämpfen will und wird statt nur darüber zu schwadronieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Björn Borg 03.10.2011, 19:58
92. Wählt Intelligente in die Parlamente!

Zitat von sysop
Sein Job als Fraktionschef der saarländischen Linken genügt ihm offenbar nicht mehr: Oskar Lafontaine drängt auf die politische Bühne in Berlin zurück - nach Informationen von SPIEGEL ONLINE will der 68-Jährige 2013 wieder für den Bundestag kandidieren. Auch von einer führenden Rolle ist die Rede.
Er könnte Bundeskanzler werden, wenn er will.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Peterldw 03.10.2011, 20:00
93. Reichtum

Zitat von Fleckensalz
wohin eine führungslose regierung taumelt sehen sie ja an der derzeitigen koalition...und die konformen beschimpfen ihre kollegen...toll. reicher ? da zocken die lobbydemokraten der etablierten parteien doch erst richtig los... die armseeligkeit müssen sie woanders suchen. über die "glaubensrichtung" kann man durchaus streiten...jedenfalls heißt das banner nicht "kapitalismus bis zum umfallen", oder "alle macht den banken". wissen sie, dass "die linke" seit 2009 die diätenerhöhungen spenden ?
Nun ja und Führungslosigkeit können sie der derzeitigen Regierung ja nun nicht vorwerfen, die hat sogar die die Opposition in die letzten Beschlüsse eingebunden. Gut sie Linken haben einstimmig dagegen gestimmt, Fraktionszwang? Nun ja die Diätenerhöhung können sie wohl spenden, leben ja trotzdem noch im Luxus und Reichtum.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Minuswachstum 03.10.2011, 20:01
94. Inhalte

Zitat von weltoffener_realist
Es kann nur eine Erklärung geben: Die Linke hat gemerkt, dass ihr Programm beim Wähler nicht zieht. Wie bisher gibt es nur den Weg über talkshow-gestählte Medienveteranen, Inhalte Nebensache.
Inhalte sind eher bei anderen Parteien Nebensache - je nach Stimmung und eigener Not auch schnell über Bord geworfen. Bei der Linken ist die politische Ausrichtung äußerst stabil.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cp³ 03.10.2011, 20:03
95. 1²³

Zitat von bschmidt01
Jemand der Wasser predigt und Wein trinkt, im eigenen Palast der sozialen Gerechtigkeit wohnt, als Ministerpräsident des Saarlands beim Italiener immer nur die Flasche Roten für 200 Mark getrunken hat und als Finanzminister keine Eier hatte - ja so jemand braucht Deutschland genauso dringend wie die Piratenpartei!
Meinetwegen kann der sich für 5.000 € einen Roten bestellen, der Mann hat bis heute mit seinen Ansichten zur Wirtschafts- und Finanzpolitik recht gehabt. Leider!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Palmstroem 03.10.2011, 20:03
96. Nicht schon wieder!

Zitat von sysop
Sein Job als Fraktionschef der saarländischen Linken genügt ihm offenbar nicht mehr: Oskar Lafontaine drängt auf die politische Bühne in Berlin zurück - nach Informationen von SPIEGEL ONLINE will der 68-Jährige 2013 wieder für den Bundestag kandidieren. Auch von einer führenden Rolle ist die Rede.
Toll, mit Steinmeier, Steinbrück und Lafontaine ist dann das Traumtrio der Deutschen perfekt. Fast so gut wie einst das Supertrio Schröder, Scharping und Lafontaine - oh, der schon weider!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
praise 03.10.2011, 20:10
97. *

Zitat von sysop
Sein Job als Fraktionschef der saarländischen Linken genügt ihm offenbar nicht mehr: Oskar Lafontaine drängt auf die politische Bühne in Berlin zurück - nach Informationen von SPIEGEL ONLINE will der 68-Jährige 2013 wieder für den Bundestag kandidieren. Auch von einer führenden Rolle ist die Rede.
Lafontaine kommt wieder zu spät.

Er war gegen die Wiedervereinigung, er ergriff 1998 die Chance zur Kanzlerkandidatur nicht, schmiß seinen Job als Finanzminister hin und jetzt soll er mit 70 die Linke vor der politischen Bedeutungslosigkeit retten.

Es wird nicht funktionieren. Und das ist gut so.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
neptun58 03.10.2011, 20:11
98. "Inhalte" der anderen?

Zitat von weltoffener_realist
Es kann nur eine Erklärung geben: Die Linke hat gemerkt, dass ihr Programm beim Wähler nicht zieht. Wie bisher gibt es nur den Weg über talkshow-gestählte Medienveteranen, Inhalte Nebensache.
Ihrer Meinung nach haben die anderen "wählbare Programme"? Meinen Sie die, die wir die letzen 20 Jahre zu spühren bekamen?
Wohl dem, der solche Inhalte als Segen betrachtet, ich kann es nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
**Kiki** 03.10.2011, 20:12
99. .

Zitat von blog1
Wenn Lafontaine auf die bundespolitische Bühne zurückkehrt, geschieht das nicht ohne Grund. Lafontaine ist innerhalb und außerhalb seiner Partei eine Reizfigur, aber er hat ein untrügliches Gespür für poltische Stimmungen. Lafonatine hat folgendes erkannt: 1.Schwarz/Gelb ist am Ende 2.Die CDU sucht ihren Markenkern 3.Die SPD im Prinzip auch und weiß nicht, ob sie den Schröderkurs fortsetzen soll 4.Die Grünen haben ihren Zenit bereits überschritten 5.Die FDP hat sich zu Tode neoliberalisiert 6.Die Piraten zeigen, dass man Nichtwähler reanimieren kann Die Linke braucht eine Galionsfigur wie Lafontaine, der die Partei auf das Wesentliche ausrichtet. Mit Gysi hat er einen kongenialen Partner, der die Linken aus den neuen Bundesländern hinter sich hat. Lafontaine ist ein Überzeugungstäter, sonst wäre er damals nicht von allen Ämtern in der SPD zurückgetreten. Er ist auch ein Machtmensch und Populist, ohne an der Macht zu kleben. Sein wahres Ziel ist, die Linke in Deutschland zusammenzuführen. Ob ihm das gelingt, wage ich zu bezweifeln, aber wenn es einem gelingt, dann nur ihm. Die Zeiten sind günstig, wenn ich mir den ganzen Wirrwarr um die Schuldenkrise genauer betrachte.
Wahrscheinlich spekuliert er vor allem darauf, daß Rot-Grün ohne die Linke keine Mehrheit bekommen wird und dann gar nicht mehr anders kann, als die Linkspartei mit ins Koalitions-Boot zu holen - oder die Kröte große Koalition zu schlucken.

Die Frage dabei ist, ob die SPD wirklich schon bereit wäre, sich mit einer Linkspartei unter Lafontaine einzulassen. Die zweite Frage ist, ob die herzliche Abneigung der SPD gegen Lafontaine sowie die Erinnerung an die letzte große Koalition nicht vielleicht sogar zu einer Überraschungskoalition Rot-Grün-Piraten führen, gewissermaßen als eine Verzweiflungstat.

Ich glaube aber nicht, daß die Hoffnungen begründet sind, daß für die Linkspartei mit Lafontaine alles wieder gut wird. Aber verstehen kann ich sie irgendwie schon.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 10 von 37