Forum: Politik
Bundestagswahl 2013: Linke steht vor Lafontaine-Comeback

Sein Job als Fraktionschef der saarländischen Linken genügt ihm offenbar nicht mehr: Oskar Lafontaine drängt auf die politische Bühne in Berlin zurück - nach Informationen von SPIEGEL ONLINE will der 68-Jährige 2013 wieder für den Bundestag kandidieren. Auch von einer führenden Rolle ist die Rede.

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raka 03.10.2011, 21:09
140. .

Zitat von Schopy
Geschätzte 95% Zustimmung und Freude über Lafontaines angekündigtes Comeback - im SpOn-Forum???? Ich weiß gar nicht, worüber ich mich mehr freuen soll: Über Lafontaines Comeback oder über die Reaktionen hier! Auf Spiegel-Online!!?!! Ich fasse es nicht! Go, Oskar! (...)
Aus Schade wird man klug.
Es hat sich eben gezeigt, wie recht er doch hatte. Ich glaube zwar auch nicht, dass er mitsamt den LINKEN die Kohlen aus dem Feuer holen kann, aber seine Stimme ist sehr wichtig in dieser Diskussion. Seine Stimme, wenigsten EINE Gegenstimme.

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olaf m. 03.10.2011, 21:19
141. Für satirischen...

Zitat von Kurt Köster
Ich kann mir zwar beim besten Willen nicht vorstellen, wie Oskar Lafontaine es schaffen will, Kanzler zu werden, aber ich habe die Befürchtung, daß allein schon seine Kandidatur zu einer Beunruhigung an den Finanzmärkten führen könnte. Daher empfehle ich allen Foristen, Oskar Lafontaine zu wählen und stattdessen die Stimme Angela Merkel zu geben. Merkel steht für eine - konsequente Politik der Finanzmarktberuhigung, - für die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank, - und außerdem für Freiheit statt Sozialismus.
...Gehalt Ihrer Beiträge haben Sie ja schon mehrfach gesorgt. Danke für Ihre Empfehlung.
Es wäre sehr in meinem Sinne, wenn "die Finanzmärkte" und nicht nur die, sondern all diese Spinner, die diesen gegenwärtigen Polit- und Sozialunsinn der letzten Jahre zu verantworten haben, endlich einmal so richtig "beunruhigt" würden. Jedenfalls scheint der einfache Mensch oder auch Bewohner dieses Landes und anderer Länder angesichts des schon jahrelang qualmenden und hebelnden Irrsinns dieser Finanzzauberer immerhin langsam "beunruhigt".
Und wenn allein eine Kandidatur von Oskar Lafontaine schon für Unruhe ausreichen sollte, dann möge er es schon allein deshalb tun. Noch besser wäre ein saftiger Stimmenanteil in 2013, damit wenigstens ordentlich Sand ins Getriebe käme und es sinnlich wahrnehmbar knirscht.

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Fleckensalz 03.10.2011, 21:25
142. nochmal

Zitat von rabenkrähe
...... Die SPD machte eine irgendwie klare Politik? Das ist mir noch gar nicht aufgefallen. Für mich steht die SPD für gar nichts mehr, außer vielleicht für die Arbeitslosen-Stasi HartzIV. Gerade deswegen ist die Linke außerordentlich wichtig für die Politik in diesem Land, weil von dort wenigstens noch gelegentlich kontroverse Standpunkte kommen. Da ist ein Lafontaine, noch besser Gysi, an der Spitze gerade recht. Hauptsache, sie gegen endlich jungen Parteimitgliedern und Sympathisanten das Feld, sich wirklich einzubringen. rabenkrähe
liebe rabenkrähe...
meinen beitrag und den von mir zitierten beitrag nochmal lesen und dann machen sie sich bitte gedanken über sarkasmus.
danke

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Ylex 03.10.2011, 21:26
143. Ein Hoch auf Oskar

Zitat von delinquent
Für mich ist Lafo einer der ganz wenigen Politiker mit Rückgrat und echtem Sozialverständnis. Wenn diese Coriphäe in die Politik zurückkehrt ist es wahrscheinlich ein Segen für unser Land.
Ja, das stimmt auffällig - aber deshalb sind seine zahlreichen Feinde auch so übereifrig dabei, ihn brutalst niederzumachen, weil: Die Wahrheit ist unerträglich. Oskar, der SPD-Verräter? - nein, Schröder war der beschissene Verräter, dieser superegomane Trottel ohne Grundsätze und Rückgrat - und Oskar sagte zu dieser Protz-Pfeife: "Aber mit mir nicht, damit das klar ist, ich bin nämlich ein echter Sozialdemokrat!" Das soll Verrat gewesen sein?... nein, das war ehrenhaft, das war aufrecht. Ein Hoch auf Oskar, er ist zwar nicht mehr der Jüngste und Gesündeste, aber er kann noch was reißen und die Dummschwätzer in ihre dumpfe Realität zurückverweisen.

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Schroekel 03.10.2011, 21:30
144. herbstloch

Zitat von sysop
Sein Job als Fraktionschef der saarländischen Linken genügt ihm offenbar nicht mehr: Oskar Lafontaine drängt auf die politische Bühne in Berlin zurück - nach Informationen von SPIEGEL ONLINE will der 68-Jährige 2013 wieder für den Bundestag kandidieren. Auch von einer führenden Rolle ist die Rede.
oder nur verlängertes sommerloch?
Das so eine Meldung, die nun wahrlich keinen ollen Hund hinter dem Ofenhervorlockt es auf die oberste Sprosse bei SPON schafft ist entweder ein armutszeugniss über die deutsche Politik oder ein ebensolches betreffend der journaistischen Güte von SPON. Vermutlich beides. Wen oder was interessiert noch OlF? Da ist ja dat Pofalla aufregender und das will nun wirklich was heißen.

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Medienbeobachter 03.10.2011, 21:33
145. Lafontaine , der letzte Verteidiger der Sozialen Marktwirtschaft.

Zitat von Schopy
Geschätzte 95% Zustimmung und Freude über Lafontaines angekündigtes Comeback - im SpOn-Forum???? Ich weiß gar nicht, worüber ich mich mehr freuen soll: Über Lafontaines Comeback oder über die Reaktionen hier! Auf Spiegel-Online!!?!! Ich fasse es nicht! Go, Oskar! Groß ist meine Hoffnung zwar nicht, dass er bzw. die Linke Grundlegendes bewegen können. Sollte die Linke unter Lafontaine tatsächlich zu einer Gefahr für das System werden, würde sich mit Sicherheit ein Lee Harvey Oswald finden, der die Gefahr beseitigt. Aber man ist inzwischen ja wirklich für jeden Hoffnungsschimmer dankbar! Meine Stimme hat das Duo Lafontaine/Wagenknecht. Ob es *das* ist, was die Merkel immer mit "alternativlos" gemeint hat? Harharhar...
Hätte Lafontaine das pervertierte Bankenmonster regulieren dürfen, wäre der Welt dieser Monsterschaden von Tausenden von Milliarden Schulden durch Bankenrettung erspart geblieben.

Aber die Presse bekämpft den kompetentesten Poltiker Deutschlands lieber.

Denn Deutschland muß unbedingt weiter das marktradikalste Land Europas bleiben.

Und damit das sichergestellt ist, werden wir Bürger mit einem Arsenal von sozialfeindlichen Phrasen in der deutschen Presse aus der längst widerlegten Marktdoktrin zugedröhnt.

Und der nächste Sozialabbruchkanzler, den die deutsche Presse zur weiteren Umsetzung dieses Programmes der Umverteilung von unten nach oben ausgesucht hat, heisst Peer Steinbrück.

Derjenige, der im Bundestag so gut wie nie zu finden ist und stattdessen, zur gleichen Zeit, sein Konto aufbessert mit privaten Vorträgen und so schon einmal die besten Kontakte zur Privatwirtschaft aufbaut.

SPD-Kanzler dürfen das. Bei denen vergisst die Presse schon einmal ihre vornehme Aufsichtspflicht.

Hauptsache kein wirklich Roter bekommt die Macht in Deutschland !

Und deshalb dürfen kluge Leute in Deutschland, wie Lafontaine unbestritten einer ist, nicht Kanzler werden.

Oder, um mal etwas höhere Bildung in die Öffentlichkeit zu tragen, lassen wir den Philosophen Blaise Pascal zu Wort kommen.

"Die Welt ist mit einer Glasur des Scheins überzogen. Und dieser Schein hat Gesellschaft konstruierenden Charakter."

Wir brauchen also gar keine echten Politiker wie Lafontaine, die eine für alle Bürger funktierende Gesellschaft bauen wollen.

Der heute existierende Schein von einer funktioenden Gesellschaft und deren erbärmliche Erfüllungsgehilfen aus CDU,SPD,FDP u Grünen reicht bereits aus um eine Mehrheit glauben machen zu können alles sei so in Ordnung und wir befänden uns in einer gereglten Bahn.

Dabei ist der nächste Kollaps des Scheinriesen Marktwirtschaft, bei dieser Weiterso-Politik, natürlich vorprogrammiert.

Intelligentere Gesellschafts- oder Wirtschaftsbeschreibungen, wie die der Meisterökonomen Galbraith, Minsky und Keynes bleiben so ewig der Bevölkerung verschlossen und der zivilisatorische Fortschritt bleibt auf Jahrhunderte gelähmt.

Stattdessen sitzen wir alle im Karussell der Marktanbeter, drehen uns im Kreis, und halten diese Bewegung für Fortschritt.

Man kann Lafontaine für seinen Charakter bewundern,sich in dieser Situation in der heutigen Welt und der in ihr unreflektiert lebenden Menschen, sich weiter für die Belange der Mehrheit der Bevölkerung einzusetzen.

Ich ziehe jedenfalls meinen nicht vorhandenen Hut vor diesem Mann und würde sehr gern vom ihm regiert werden.

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Tolotos 03.10.2011, 21:34
146. Will er zurück, oder geht‘s nur einfach nicht ohne ihn?

Zitat von sysop
Sein Job als Fraktionschef der saarländischen Linken genügt ihm offenbar nicht mehr: Oskar Lafontaine drängt auf die politische Bühne in Berlin zurück - nach Informationen von SPIEGEL ONLINE will der 68-Jährige 2013 wieder für den Bundestag kandidieren. Auch von einer führenden Rolle ist die Rede.
Angesichts der Tatsache, dass die Linke keinerlei Kapital aus dem Umstand schlagen konnte, dass das Volk sich von den Etablierten immer weniger vertreten fühlt, könnte es doch auch die reine Verzweiflung über seine Nachfolger sein.

Wenn die Wähler schon die Piraten in die Parlamente katapultieren müssen, um ihnen Unmut über die Politik zu demonstrieren, dann kann es um das politische Potential der Linken wahrlich nicht zu besten stehen. Vielleicht will es ja gar nicht zurück, aber kann einfach nicht zusehen, wie sein politisches Erbe verspielt wird.

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schnurzelpu 03.10.2011, 21:36
147. Oskar

ist für mich ein aufgeblasener Wicht, der in einigen Dingen nicht Unrecht hat. Das macht ihn aber auch nicht erträglicher. Warum haben die Linken immer solche Klugsch... als Führer? Erst Lenin, dann Stalin, von Erich Honecker und Sarah Wagenknecht ganz zu schweigen.
Kann man nicht mal locker an die Probleme der Menschheit herangehen? Immer so verbissen? Der Kapitalismus ist als Lösungsansatz unerträglich aber die Kapitalismuskritik ist unerträglicher.

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Wemhöner 03.10.2011, 21:37
148. ---

Wenn jemand den Wahlkämpfer Lafontaine besonders fürchtet, dann ist es der wahrscheinliche Kanzlerkandidat Steinbrück.

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phrasenmaeher 03.10.2011, 21:43
149. Juchhu...

... der saarländische Blechredner Oscar kehrt vermutlich zurück! Na, wenn dieser sympathisch-verschrobene Alt-Linke mit gerade einmal knapp 70 jungen Lenzen nicht für frischen Wind in der roten Polit-Szene sorgt, dann weiß ich es ja auch nicht. Allerdings sollte sich genau die dann so langsam ernsthaft Gedanken um ihre Zukunft machen, wenn unwillige Rentner irgendwie als Hoffnungsträger einer Partei fungieren sollen - oder wenigstens wollen. Der Jugendwahn muss schließlich in den Medien reichen, in der Politik geht der Ruck dann von geringfügig Älteren aus. Und was wäre diese Politik ohne ihre ewigen Widergänger, die einfach nicht loslassen können, wollen oder sonstiges? Putin kündigt sein Comeback (?) etwas früher an, gut, aber ansonsten hat dieses ewig Gestrige ja auch was Anheimelndes. Die kennt man wenigstens alle schon, und Oscar und Gregor in der Hand, die sind allemal besser als sonstwer auf dem Dach, gell? Völker, hört die Signale! Und nen Narrhallamarsch.

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