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Bundestagswahl 2013: Linke steht vor Lafontaine-Comeback

Sein Job als Fraktionschef der saarländischen Linken genügt ihm offenbar nicht mehr: Oskar Lafontaine drängt auf die politische Bühne in Berlin zurück - nach Informationen von SPIEGEL ONLINE will der 68-Jährige 2013 wieder für den Bundestag kandidieren. Auch von einer führenden Rolle ist die Rede.

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hauser kd 03.10.2011, 21:45
150. unabhängige EZB?

Zitat von Kurt Köster
Oskar Lafontaine ist sicherlich ein brillanter Redner und Oppositionspolitiker. In einem hohen Staatsamt kann ich ihn mir aber nicht vorstellen. Zu viele seiner Positionen sind noch undurchdacht. Beispiel Europapolitik: Auf Lafontaines Webseite lesen wir die Forderung nach "einer demokratisch kontrollierten Europäischen Zentralbank". Dié im Maastricht-Vertrag von 1992 festgelegte Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank ist ein hohes europäisches Verfassungsgut. Nur eine unabhängige, jeder politischen Einflussnahmen entzogene Zentralbank kann das Ziel der Geldwertstabilität gewährleisten.
habe ich das Ironiezeichen übersehen? Trichet unabhängig? Waren Sie die letzten Monate im All? Die EZB bekommt die Weisungen aus F. Super-Sarko bestimmt wo es langgeht. Geldwertstabilität? Der Letzte der den Sinn dieses Unwort kannte, schmiß hin und wurde durch einen glatten, dem Kapitalmarkt hörigen Bürokraten ersetzt.

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stefanaugsburg 03.10.2011, 21:46
151. Verschone uns vor dem ....

Gott bewahre uns vor diesem ewigen Wiedergänger- ganz sicher ist er nicht derjenige, der ein Vorbild für andere darstellt, dieser saarländische Vetternwirtschaftler und Warmluft-Bläser.

Als es an die Verantwortung ging, hat er die Düse gemacht und war dazu noch rotzarrogant unterwegs. Wenn ich nur an seinen 'legendären' Auftritt vor dem Wohnhaus samt Junior auf der Schulter denke ... geht gar nicht. Also Oskar, bitte, bleib zuhause und lass die Jungen, wird Zeit, daß die alte Garde der (Ex) SPD-Granden endlich mal Ruhe gibt ...

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Tolotos 03.10.2011, 21:50
152. Merke: Finanzmärkte zahlen keine Steuern!

Zitat von Kurt Köster
Ich kann mir zwar beim besten Willen nicht vorstellen, wie Oskar Lafontaine es schaffen will, Kanzler zu werden, aber ich habe die Befürchtung, daß allein schon seine Kandidatur zu einer Beunruhigung an den Finanzmärkten führen könnte. Daher empfehle ich allen Foristen, Oskar Lafontaine zu wählen und stattdessen die Stimme Angela Merkel zu geben.
Da haben wir ja noch Glück gehabt, dass Sie nicht fordern, die Wahlen auszusetzen, um die Finanzmärkte nicht zu beunruhigen. :-(
Zitat von Kurt Köster
Merkel steht für eine - konsequente Politik der Finanzmarktberuhigung,
Stimmt, nur beunruhigt das inzwischen immer mehr Steuerzahler!

Zitat von Kurt Köster
- für die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank,
Ja, sie hat sogar das Recht, die Verträge zu verletzen und das Geld der Steuerzahler zu verjubeln.

(Auch) Das wiederum führt leider zu einer zunehmenden Abhängigkeit der Steuerzahler von den Finanzmärkten, - und auch das trägt nicht zur Beruhigung der Steuerzahler bei.

Zitat von Kurt Köster
- und außerdem für Freiheit statt Sozialismus.
Ja genau, und zwar für die Freiheit der Finanzmärkte, sich auf Kosten der Sozialsysteme zu bereichern.

Das wiederum beunruhigt die Wähler, die ihren Lebensunterhalt nicht aus den Finanzmärkten bestreiten.

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Fleckensalz 03.10.2011, 21:51
153. jaja

Zitat von Peterldw
Nun ja und Führungslosigkeit können sie der derzeitigen Regierung ja nun nicht vorwerfen, die hat sogar die die Opposition in die letzten Beschlüsse eingebunden. Gut sie Linken haben einstimmig dagegen gestimmt, Fraktionszwang? Nun ja die Diätenerhöhung können sie wohl spenden, leben ja trotzdem noch im Luxus und Reichtum.

dann erzählen sie mal von den führungsqualitäten der derzeitigen zerstrittenen regierung...mir fällt nichts ein.
nunja...wenn aussitzen und hinterzimmergemauschel gelernt wurde, kann keine großartige aktion erwartet werden.
die anderen abgeordneten hätten übrigens auch gegen diätenerhöhungen stimmen können...haben sie aber nicht..die stecken das geld allerdings auch ein.

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Lilly8 03.10.2011, 22:01
154. Lafontaines Pressegesetz- Lafo als früher Atomkraftgegner

Zitat von kuschl
Der und ehrlich?Ich erinnere noch die Bemühungen,als MP im Saarland die Presse mundtot zu machen.Dieser Egomane ist der letzte,den wir im Comeback brauchen.
Egomane? Lustig. Er setzt sich wohl eher für die Allgemeinheit ein.

Lafontaine wollte die Presse mundtot machen? So ein Quatsch! Es wird nicht besser, wenn man Falsches dauernd wiederholt. Lafontaines SPD hat im Juni 1994 ein Pressegesetz verabschiedet, was nichts anderes bedeutete, als dass das Gegendarstellungsrecht verschärft wurde!!! Was man übrigens im Saarland aufgrund der einzigen Monopol-Zeitung gut verstehen kann. Demnach müssen Gegendarstellungen (also wenn die Presse Mist gebracht hat) an gleicher Stelle mit gleicher grafischer und fotografischer Aufmachung gedruckt werden wie der Artikel, auf sich die Gegendarstellung bezieht.

Was das zu tun haben soll mit "Presse mundtot machen", wie Sie behaupten, ist mir schleierhaft.

Zur Erinnerung für die Weitsicht von Lafontaine:

Bereits 1988 (!!!!) hat er als Ministerpräsident gegen den französischen Atommeiler Cattenom vor dem Europäischen Gerichtshof geklagt und Recht bekommen. Der Gerichtshof erklärte den Betrieb von Block I und Block für rechtswidrig. Die Betreiber fühlten sich damals nicht an das Gerichtsurteil gebunden. Das AKW läuft heute noch und die Leute laufen derzeit Sturm dagegen. Er war und ist einer der ersten Atomkraftgegner in Deutschland. Nur mal so....

Man kann sicherlich trefflich über seine menschlichen Schwächen streiten, aber eins ist ja wohl klar: Lafontaine ist einer der weitsichtigsten und klügsten Politiker, die wir in Deutschland haben. Deshalb wird er ja auch immer so heftig attackiert.

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Vizzari 03.10.2011, 22:02
155. .

Zitat von matz-bam
Passend zum 3.Oktober.Er war der einzige, der uns damals die Wahrheit gesagt hat.Und ehrliche Politiker sind das, was zur Zeit nottut!
Nix hat er die Wahrheit gesagt! Die Wahrheit war das die Deutsche Einheit vollkommen unvermeidbar war, egal was es kostet. Niemand hätte sich damals gegen diese Bewegung stellen können, schon gar nicht mit Kosten als Argument. Die Nationale Einheit, seit 50 Jahren angestrebt, ist sicherlich nicht mit Geld aufzuwiegen gewesen. Und jetzt tun sie nicht so, als wären Sie vor der Einheit in Geld und Wohlstand geschwommen und nun, 20 Jahre danach darben Sie am Hungertuch.

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appendnix 03.10.2011, 22:05
156. Ach hören Sie doch auf...

Zitat von Medienbeobachter
Hätte Lafontaine das pervertierte Bankenmonster regulieren dürfen, wäre der Welt dieser Monsterschaden von Tausenden von Milliarden Schulden durch Bankenrettung erspart geblieben....
mit Ihrer Linksromantik...hätte...wäre. Ein Politiker hat sich durchzusetzen, auch bei Gegenwind, fertig aus! Aber Ihr ach so geliebter Oskar hat sich wie die beleidigte Tusse ("...igitt, igitt, die widersprechen mir und sagen auch noch ab und zu nein...und das bei meinen schöönen, tollen Idealen..."), lieber aus der Regierungsverantwortung wieder in die Opposition zurückgeflüchtet, wo er eben, wie sein Kompanion Gysi nichts beweisen muss, wie ein Forist wunderbar zuspitzte: "Eben ein linker Westerwelle!".

Lafontaine und Gysi haben - wie es im Volksmund so schön heißt - noch nix gerissen und werden auch nie was reißen, einfach weil sie nichts drauf haben, außer große Sprüche!

Gruß

Siggi

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hoppla_h 03.10.2011, 22:07
157. Oskar steigt wieder in den Ring ... "Und das ist gut so!"

Zitat von jomo3
was Besseres kann er Linken nicht passieren, wurde sie doch wegen Oskar und Gregor gewählt und nicht wegen Gesine und Klaus.
'Eigentlich' sympathisiere ich mit der Piratenpartei. DIE LINKE hat es aber auch verdient 'sicher' im Bundestag und allen Landesparlamenten in Fraktionsstärke viele der 'Sessel' zu besetzen, die die Großkopferten aus SPD und CDU nur wärmen.

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Hoppeditz 03.10.2011, 22:09
158. *

Zitat von schnurzelpu
Kann man nicht mal locker an die Probleme der Menschheit herangehen? Immer so verbissen?
Wie kann man locker an die Probleme rangehen, wenn ganze Länder knietief im Dispo stehen?

Zitat von schnurzelpu
Der Kapitalismus ist als Lösungsansatz unerträglich aber die Kapitalismuskritik ist unerträglicher.
Wenn Sie den Kapitalismus für unerträglich halten und für seine Abschaffung eintreten, kommen Sie an Kapitalismuskritik als erstem Schritt nicht vorbei. Auch ich finde die Linke wahrlich nicht sexy, aber welche Alternative bietet sich denn?

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Björn Borg 03.10.2011, 22:09
159. Wählt Intelligente in die Parlamente!

Zitat von Lilly8
Man kann sicherlich trefflich über seine menschlichen Schwächen streiten, aber eins ist ja wohl klar: Lafontaine ist einer der weitsichtigsten und klügsten Politiker, die wir in Deutschland haben. Deshalb wird er ja auch immer so heftig attackiert.
Mehr noch: Er ist zurzeit der einzige, der ein Ziel vor Augen hat. Auch Schröder hatte eins, aber das war nicht gut für uns, deshalb musste er gehen.

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