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Bundestagswahl 2017: Steinbrück sieht kaum Siegchancen für die SPD
DPA

Peer Steinbrück zeigt sich wenig zuversichtlich, dass die SPD bei der nächsten Bundestagswahl gewinnen kann. Mit einem Kanzlerkandidaten solle sie aber dennoch antreten: Sigmar Gabriel.

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Nr43587 26.07.2015, 11:02
90.

Herzlichen Glückwunsch Peer zu so viel Realismus.

Bezeichnend ist der Begriff "Erzählung" im Interview.
Früher hatten Parteien Programme. Heute versucht man es mit einer "Story" oder einem "Narrativ", mit "Themen", mit "Mitreißen". Ganz wie in der Waschmittelwerbung. Aber damit kann die SPD keinen Blumentopf gewinnen.

Das Wildern in Unionsgefilden damals (Schröder-Blair-Papier) hat die Partei überdehnt und zerrissen.

Das KK-Spiel ist eröffnet und wird dürfen uns auf den Eiertanz "mit umlackierter SED oder ohne umlackierte SED" freuen.

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eigenegedanken 26.07.2015, 11:02
91. .

Als gut verdienender Single (männlich) fällt mir nichts, aber auch gar nichts ein, warum ich die SPD wählen sollte.
Sollte ich eine Familie gründen, würde mir genauso wenig einfallen. Mit der SPD verbinde ich eher die negativen politischen Projekte: TTIP, dümmliche Frauenquoten und einen Schlingerkurs in der Grexit-Frage ... Insofern: nein danke!
Und nein, ich wähle die CDU nicht, weil sie tolle Politik macht. Es ist einfach nur das kleinere Übel. Sollte irgendwann einmal eine wirkliche proeuropäische Alternative, die die Meinung des Volkes vertritt, zur CDU entstehen, wäre ich sofort dabei.

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Ottokar 26.07.2015, 11:03
92. Die GROKO hat der SPD das Genick gebrochen

und Gabriel als Kanzler können sich die wenigsten vorstellen. Gabriel / SPD heisst Freihandelsabkommen, Vorratsspeicherung, Zustimmung zu dem dritten Hilfspaket zu Griechenland, ein Mindestlohn der nicht zum Leben reicht, kleinen Gewerkschaften das Genick brechen...........2017 regiert die Union alleine, passt mir nicht, aber so wird es kommen.

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tuedelich 26.07.2015, 11:03
93. @ 52 Infonetz

Widerspruch! Sollte die sPD sich endlich wieder auf ihre (großgeschriebenes "S") Grundsätze besinnen, würden garantiert auch diejenigen wieder wählen, die angewidert den Wahlen inzwischen fernbleiben! Das von Ihnen genannte Drängeln nach/in eine/r imaginären Mitte (die es eigentlich gar nicht gibt!) ist eine (wirklich inhaltsleere) Phrase. Wahrscheinlich würde ein Austausch des jetzigen wirtschaftsliberalen Führungszirkels gegen "echte Sozen" bereits helfen!

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karljosef 26.07.2015, 11:05
94. ??sed??

Zitat von jozu2
Vielen Dank von den Linken Wenn ich ein linksorientierter SPD-Wähler wäre, müsste ich beim nächsten Mal die Linken (ehem. SED) wählen, damit meine Stimme nicht im Merkel-Sumpf untergeht.
Schon mal was von WASG gehört?

Wahlalternative soziale Gerechtigkeit

Schon mal was davon gehört, wieviele Ex-SPDler bei den linken sind, und wieviele Gewerkschaftler, die sich beim besten Willen seit 1982 nicht mehr in der Politik der Regierung wiederfindet?

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jojack 26.07.2015, 11:06
95. Ein Außenseiter

So erfrischend realistisch die Ansichten Steinbrücks für einen Sozi auch sein mögen - in seiner Partei ist er weitgehend isoliert und unbeliebt. Man erinnere sich da die Dauer-Störfeuer gegen seine Kanzlerkandidatur aus dem linken Parteiflügel.

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glueckhans5 26.07.2015, 11:06
96. Parteien fürs Kapital brauchen wir nicht

Zitat von infonetz
Mit den "kleinen Leuten" Gewinnen sie aber keine Wahl! Schauen sie sich die Wählerschichten an da sind ca. 15% Unterschicht, 75% Mittelschicht und 10% Oberschicht. Die CDU/CSU hat ja nur Glück das Rechts der Mitte so gut wie nichts ist. Wird also weiter die meisten Stimmen bekommen also aus der Mitte. Die SPD muss sich die ja mit den Die Grünen teilen und der Rest geht an die FDP.
Ein großer Teil der "75% Mittelschicht" zählt auch zu den kleinen Leuten. Diese Noch-Arbeitnehmer sind nämlich auch abhängig, erpressbar, dem Lohndrück-Diktat ausgesetzt und können von heute auf morgen in die Unterschicht fallen.

Deren ureigenstes Interesse sollte es sein, eine Partei zu wählen, die ihre Arbeitnehmer-Interessen vertritt und sie nicht an das Kapital verkauft. Die heutige sPD ist keine solche Partei mehr.

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mwroer 26.07.2015, 11:07
97.

Zitat von udo.sowade
will sich die SPD stellen und weiß, dass sie ihn verlieren wird. Mit dem Eintritt in die Groko hat sie das Ende einer Volkspartei eingeläutet. Findet hier nicht ein Richtungswechsel statt, wird sie immer mit 20% der Mehrheitsbeschaffer für den Machterhalt der CDU/CSU sein und bleiben. Eine parlamentarische Demokratie braucht Mehrheiten zum erfolgreichen regieren.
Das ist ein sorgfältig von den deutschen Medien und Parteien gepflegter Mythos. Mehrheiten brauchen Sie nur um eigene Interessen möglichst ohne Problem durchzusetzen - nicht zum regieren eines Landes.

Für was halten Sie Dänemark? Oder Schweden? Skandinavien generell, Kanada ... eigentlich sind in einem Drittel der parlamentarischen Demokratien Minderheitsregierungen nicht unüblich.

Sehen Sie in Schweden oder Dänemark Anzeichen für den sozialen Zusammenbruch oder irgendwas extrem negatives das wir in den Niederlanden und ihr in Deutschland dank unserer wunderbaren Mehrheiten *nicht* haben?

Minderheitsregierungen haben den großen Vorteil dass Regierungen wirklich arbeiten und überzeugen müssen statt sich auf den Fraktionszwang zu verlassen wo die Masse den Kram den sie abnickt kaum noch liest.

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fred-vom-saturn 26.07.2015, 11:07
98. Die Rache ist mein...

...denkt Steinbrück und schlägt den Siggi, wie einst dieser es mit Steinbrück tat, zum Kanzlerkandidat vor. Genauso wie Siggi tut er dies mit der Gewissheit, dass er Chancenlos ist. Einmal konnte der Siggi jemand anderes ins Feuer schicken. Jetzt wird er selber brennen müssen. Die FDPisierung der SPD wird also weitergehen. Brand würde sich in Lichtgeschwindigkeit im Grab umdrehen, wenn er sehen könnte was Schröder und der Siggi aus dieser einst stolzen und authentischen Partei gemacht haben. Ich schätze, dass die Wahlbeteiligung 2017 auf unter 50 Prozent fällt. Armes Deutschland.

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garfield 26.07.2015, 11:08
99.

Zitat von silkhood
So wie sich die SPD aktuell verhält und auch mitregiert, wäre es konsequent wenn sich die einfach auflösen würde. Das sozial demokratische ist ja schon lange aus dem Geist der SPD verschwunden. Damit hätte die Linke endlich eine reelle Chance etwas in diesem Land zu bewirken.
Ich habe inzwischen an mehreren Stellen die Mutmaßung gelesen, eine solche sPD KÖNNE nur fremdgesteuert sein. Eine andere Erklärung für diesen irren Kurs einer ehemaligen Arbeiterpartei sei gar nicht mehr möglich.
Und in der Tat. Es scheint wirklich die letzte Aufgabe der Auftraggeber zu sein, diesen hohlen Körper so lange wie möglich am Leben zu erhalten, so leer er auch sein mag. Denn wenn den Gewohnheitswählern dieses Kästchen auf dem Wahlzettel fehlt, könnten tatsächlich einige aus ihrer Sedierung aufwachen und sich wieder darauf besinnen, dass sie vor - zu - vielen Jahren mal sozialdemokratisch gewählt hatten. Und wenn das Kästchen fehlt, beginnen einige vielleicht doch wieder nachzudenken, wo man nun das Kreuz machen müsste, wenn man sozialdemokratische Politik will.

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