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Bundestagswahl 2017: Steinbrück sieht kaum Siegchancen für die SPD
DPA

Peer Steinbrück zeigt sich wenig zuversichtlich, dass die SPD bei der nächsten Bundestagswahl gewinnen kann. Mit einem Kanzlerkandidaten solle sie aber dennoch antreten: Sigmar Gabriel.

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Eckfahne 26.07.2015, 13:10
180.

Zitat von friedrich_eckard
Leistungsloses Einkommen gibt es doch, für Lohnschreiber, Mietredner, Zeitarbeitszuhälter... von wessen Wohlstand ist denn hier die Rede? Was besser werden soll, kann und muss sollte man vielleicht Aufstocker, Kunden von Jobcentern, Tafeln und Suppenküchen, Pfandflaschensammler, Erwerbstätige, die der Arbeitsstress psychisch und physisch kaputtmacht und... und... und... fragen...
Noch sind wir nicht soweit, dass Nullinger die Richtung vorgeben! Dieser Wohlstandsstaat kann doch nur so weiter existieren, solange fleissige Menschen an den unterschiedlichsten Stellen wirken. Mit Parolen alleine und mit Beschimpfungen erfolgreicher Menschen ist nichts zu erreichen!

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rainerheinrich 26.07.2015, 13:21
181. Kann es sein,

Zitat von AsSchmid
also normalerweise wahle ich ja die csu....obwohl soder und co pfeifen sind, aber immerhin bin ich zufrieden wies in bayern lauft. und damit auch weiterhin die bayerischen interessen im bund berucksichtigt werden, muss seehofer halt a bissl storenfried seid. wurde die spd aber streinmeier aufstellen wurde ich sie sofort wahlen. er ist meiner meinung der einzig fahige in der regierung. aber mit gabriel ?
dass Sie Beamter sind? Steinmeier würde wie
Ludwig Erhard als Kanzler scheitern. Er hat nach meinem Geschmack nicht die Genen Kanzler zu sein. Seine wenigen "Ausbrüche" wirken auf mich aufgesetzt.
Er ist vermutlich ein genialer Diplomat. Ich will nicht ausschließen, dass ich mich gewaltig irre.
Über Herrn Gabriel möchte ich kein Wort verlieren.

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von_hintendrop 26.07.2015, 13:25
182.

"Schuld an den schlechten Umfragewerten ist Steinbrück zufolge die Fixierung der SPD auf das Thema soziale Gerechtigkeit."
Alleine diese Aussage zeigt, in welchem Zustand die SPD ist. Alle Werte, für die sie einmal stand, sind über Bord geworfen und nur der Wille zur Macht hält die Parteibonzen zusammen. Das ist die komplette Kapitulation, die SPD ist endgültig bedeutungslos geworden.

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Gerixxx 26.07.2015, 13:29
183. Mehr Fragen als Antworten....

Zitat von Berg
Ich halte mich an allgemeine gesellschaftliche Gesetze, die ich in Gesellschaftskunde an der Uni gelehrt bekommen habe. Vielleicht mussten Sie das entbehren. Ja, ein SPD-Kanzler kann nicht reine SPD-Politik machen und z.B. nur für soziale Gerechtigkeit eintreten, sondern er MUSS in erster Linie die Stabilität der deutschen Wirtschaft insgesamt im Auge behalten - ganz so wie CDU-Vorgänger und CDU-Nachfolger. Ja, man könnte einen Wirtschaftsboss zum Wirtschaftsminister machen - wenn nur einer wollte! Es traut sich aber keiner. Nein, Ihren Kinderglauben von Demokratie teile ich nicht. Demokratie ist nur EINE Rahmenbedingung, eine Methode von vielen anderen im gesellschaftlichen Leben. Genauso wichtige sind: Sicherheit, Freiheit, Rechtmäßigkeit, Wachstum, Kommunikation, Bildung, Zuverlässigkeit u.v.a.
Was verstehen sie unter "Wirtschaft" ?

Gehören dazu nicht außer den üblichen Verdächtigen - ergo Aktionäre, Investoren, kleine und mittelständische Unternehmer, Spekulanten, Fondsmanager, Topmanager oder Banken etc. -
auch:
Arbeitnehmer aller Art, will heißen die immer weniger unbefristet Beschäftigten, Leiharbeiter, befristete Arbeiter, Teilzeitarbeiter, die neuen Tagelöhner, Beschäftigte auf Stundenbasis und Abruf, Dauerpraktikanten, 24/7 arbeitende Selbstständige etc. ?

Sollte die "Wirtschaft" nicht ALLEN Menschen dienen, statt einigen Wenigen ?

Das (arbeitende und nicht arbeitende) Prekariat gehört wahrscheinlich gar nicht zur "Wirtschaft", weil es nicht mehr richtig mitmachen darf - diese Uneinsichtigen wollen aber trotzdem etwas zum leben haben, was nun?

Wieso kann es sein, dass es Deutschland "noch nie so gut ging, wie heute", immer mehr aber von ihrer Vollzeitarbeit nicht mehr leben können und staatliche Stützung benötigen ? Ganz zu schweigen davon, dass dadurch auch eine neue Altersarmut und Rentenknappheit auf uns zu rollt ?

Sie kritisieren zu Recht Kompromissunfähigkeit als in der Politik unbrauchbar, weil eben "mehr dazu gehört" - und nennen dazu interessante Beispiele:

Sicherheit: warum sind wir (übrigens kompromisslos in Reinform !!) nach Osten vorgerückt ohne europäische Sicherheit gemeinsam mit Russland zu gestalten ?

Freiheit: Warum reden wir bei jeder Gelegenheit über die Freiheit der Anderen, während die Grundrechte bei uns immer mehr ausgehöhlt werden – wäre es zu kompromisslos für eine wirksame echte parlamentarische Kontrolle der Geheimdienste hinzuwirken ? Oder Arbeitnehmerrechte zu stärken, damit sie überhaupt wieder etwas von der Freiheit der Wahl bemerken ?

Wachstum – jeder vernünftig denkende Mensch weiß, dass es in einem endlichen System nicht ewiges Wachstum geben kann, schon gar nicht quantitativ. Wäre es zu kompromisslos, das BIP-Wachstum in seiner heutigen Form in Frage zu stellen ?

Kommunikation – das Kommunikationsgeheimnis ist de facto abgeschafft, wäre es zu radikal seinen Schutz kompromisslos einzufordern ?

Alles Dinge, von denen ich von einer Partei, die die Worte sozial- und Deutschland im Namen trägt das Gegenteil von dem erwarten würde, was sie heute macht.

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vantast64 26.07.2015, 13:29
184. Die SPD hat ihre Stammwähler längst verloren,

weil sie endlich auch "was Besseres" sein wollte, was für die Arbeiter das Schlechtere bedeutet. Nahles will nun Gewerkschaftsrechte einschränken, wer hätte das vor Jahrzehnten für möglich gehalten? Selbst eine so einfache, aber für die Bürger ruinöse Sachen wie TTIP und die neue GEZ stört sie nicht, da sie dem Großen Bruder nicht zu widersprechen wagen und am großen Kuchen der Propagandabühne Rundfunk beteiligt sein wollen (laut WDR Leistungsbilanz 2014: 890.000 gerichtliche Vollstreckungen, 21 Millionen Mahnungen).
Helden sterben auf offener Bühne, die SPD stirbt im Bett.

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james-100 26.07.2015, 13:35
185.

Zitat von infonetz
Mit den "kleinen Leuten" Gewinnen sie aber keine Wahl! Schauen sie sich die Wählerschichten an da sind ca. 15% Unterschicht, 75% Mittelschicht
Da können Sie mal erkennen, wie viele Menschen sich selber belügen oder sich in ihrer Trägheit belügen lassen. Wer glaubt, das man mit 1200,-€ netto in der Mittelschicht liegt, glaubt eben auch sämtliche Lügen der neoliberalen, asozialen Parteien.

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karljosef 26.07.2015, 13:36
186. Seit 1982

Zitat von e.schuermann
...Dass die SPD mit ihrer jetzigen Politik, die ja mit der von Schröder und Co. identisch ist, nicht aus dem Tal herauskommen wird, dürfte jedem klar sein....
wird konstant von unten nach oben umverteilt.

Immer mehr werden arm!
Auch der Mittelstand gehört teilweise zu den Betroffenen.
(Speziell, diejenigen, die für's Alter vorgesorgt haben und arbeitslos werden...)

Und die Reichen werden reicher.

Sie sind zum großen teil so reich, dass sie ihr Geld gar nicht mehr in Deutschland unterbekommen, sondern es im Ausland parken müssen...

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freiwilligfrei.de 26.07.2015, 13:39
187.

Zitat von karljosef
sorgt dafür, dass alles weitergeht wie gehabt. Umverteilung von unten nach oben! Alternative: Die Linken
Sind Sie dazu bereit, persönlich das zu machen, was die Linken machen? Also "Reiche" auszurauben und deren Geld durch die Gegend zu verschenken und nebenbei einen Großteil davon für sich selbst abzuzweigen? Oder sind sie doch zu verantwortungslos dazu, das selbst zu tun und gehen lieber den bequemen Umweg über das Wahlkreuz?

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Nr43587 26.07.2015, 13:39
188.

Zitat von ichsagemal
...ein weiterer Realist der SPD spricht das aus, was die Wähler tun werden. Maximal 25 % der Stimmen kann sie mit diesem Herrn Gabriel holen. Es muss über Alternativen gesprochen werden; am besten jetzt!!!
Genau deshalb geht die Diskussion jetzt los.
Es sind noch zwei Jahre bis zur Wahl.
Ein Kandidat muss ausreichend bekannt sein.
Und er muss mit einem Programm antreten, das zu ihm passt.
Außerdem befindet sich die SPD als Juniorpartner in einer Koalition mit der Union.
Damit ist die Art des Programms schon vorgegeben: "Weiter so wie bisher nur mit noch mehr SPD drin".
Ein Programm mit Konfrontationskurs würde sich negativ auf das Wahlergebnis der SPD auswirken, Stichwort Unglaubwürdigkeit.
Bleibt also sie Suche nach einem Kandidaten, zu dem das Weiter-so-Programm passt und der bekannt genug ist.
Schauen wir einmal in die Riege der SPD-Ministerpräsidenten: Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Berlin, Brandenburg: Zu unbekannt.
Rheinland-Pfalz: Wohl keine bundespolitischen Ambitionen.
Nordrhein-Westfalen: Keine bundespolitischen Ambitionen, außerdem eher Konfrontation ("Ein ausgeglichener Haushalt ist nicht, worauf Sozialdemokraten stolz sein könnten")
Hamburg: Scholz, könnte man sich als Kandidaten verstellen, Erfahrung als Bundesminister.
Schauen wir als nächstes in die Fraktion: Oppermann
Durchaus ein möglicher Kandidat, wenn er wollte.
Als letztes noch die Regierung: Maas, Nahles, Schwesig, Hendriks: Wohl nicht geeignet, zu wenig bekannt, zu umstritten innerhalb der SPD.
Vizekanzler und Parteivorsitzender (längste Amtszeit seit Brandt) Gabriel: formal der geeignete Kandidat. Fragt sich, ob das Weiter-so-Programm zu ihm passt, ob er es glaubwürdig verkaufen kann.

Egal wer den Kandidaten geben muss, er wird einen schweren Stand gegen Mutti haben.
Eine absolute Mehrheit der Sitze für die Union wäre vielleicht für die SPD nicht das Schlechteste. Sie könnte die Opposition anführen, sich regenerieren und 2021 mit neuem Schwung, Programm und Personal Anlauf nehmen.

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galeano 26.07.2015, 13:39
189. SPD-Führungskader -kapitaldevote Untergeher,nix gelernt...

Sie SPD ist am Steinbrück-Gabriel-Arsch.
Langer Weg bis dahin.
Schon in Bad Godesberg verhängnisvoll theoretisch sich selbst abrüstend- von der auch damals besten Kritik des realexistierenden Kaputtalismus: der Kritik der politischen Ökonomie von M a r x . Da kam vorerst der Marshal-Plan, Churchill (siehe Peter Hacks Kritik an ihm) dazwischen.
Einhergehend damit praktisch-politischem Wehner -Opportunismus ,Anschmieren an den konservativ-kapitalistischen Adenauer-EU, EVG, später Nato-Westkapitalismus.
Seit H.Schmidt die schon zu dessen Zeit erkennbare
irreversible K r i s e n natur des real existierenden Kaputtalismus verkennend, und die Krise selbst und fleißig Arbeitslosigkeit und Demütigung der ArbeiterInnenschaft mit "starker Hand" fördernd;

Unter Kohl sich duckend . parteilich -gewerkschaftlich nicht aufmuckend gegen die schlimme Krisenfolge Massenarbeitslosigkeit .-
Mit Armani-Schröder dann aktiv-charakterlos die neoliberalen Krisenfolgenabwälzungsprozeduren zu gunsten der EU-Reichen (,seit Thatcher, Reagan, Lambsdorf usw.manifest für Millionen BRD-Prekarier Verarmung bringend ) bis heute vorantreibend, Hartz 4, Agenda 2010 usw.
Aus der globalen Kaputtalismuskrise 2007 n i x gelernt, sich verblödet auf VWL-Dumpfbacken verlassend, nicht einmal marx-freie- linke Kapitalismuskritik à la Flaßbeck auch nur in Programm u. prakt. Politik beherzigend.

.
Nach Links-Partei-Abspaltung und später gar politischem Machtverlust keine ehrliche Aufarbeitung der eigenen Fehler wie etwa die Rücksichtslosigkeit gegen frühere Wähler. Politisch links blinkend und rechts wendend, das Kapitalismus-devote - geistig-und auch leiblich- oft feiste, verschröderte Führungspersonal beibehaltend.

Das praktiziert denn fröhlich und innerparteilich ungehindert bis heute schieres neoliberales Ministeramt-Geilen und spendet ein paar "linke"Zuckerchen(Mindestlohneinführung usw.)vor allem um der Partei die Linke Wähler abspenstig zu machen.-

Keine gründliche, und das heißt: marxistische Krisen- und Kriegskapitalismusanalyse in petto. - Aus der sich zwingend ergäbe, daß infolge riesiger Überproduktivität des konstanten Kapitals und nicht mehr ausgleichbarem Überhang Mehrwert-produktiver Arbeitskräfte die kapitalistische Krise innerkapitalistisch u n h e i l b a r geworden ist- mit steigender Kriegsgefahr und Verelendungswahrscheinlichkeit in der BRD, infolge ihrer rüden Export- und Lohndumpingpolitik ,immer mehr auch EU-weit.

Keine ehrliche Beendigung der sich selbst-theoretisch kastrierenden SPD-Tabuisierung der Marxschen Kapitalismuskritik, deren Richtigkeit spätestens seit 2007 ff.
erkennbar mit globaler Gültigkeit.
Keine mutige und konsequente Entfernung der skandalös Neoliberal-Kapitalismus-devoten Schröder-Gang , besonders der Hannoveraner
Schröder-Bubis, Feistling Gabriel ,Steini usw.

Statt dessen weiter Abwälzung der Krisenfolgen auf BRD-Arme, Hätschelung der selbst schon von Krisenahnung heimgesuchten Kapitalisten ("Das sind keine Klassenfeinde" orakelt Feistling Gabriel)-wird fortgesetzt g.

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