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Bundestagswahl 2017: Steinbrück sieht kaum Siegchancen für die SPD
DPA

Peer Steinbrück zeigt sich wenig zuversichtlich, dass die SPD bei der nächsten Bundestagswahl gewinnen kann. Mit einem Kanzlerkandidaten solle sie aber dennoch antreten: Sigmar Gabriel.

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Berg 27.07.2015, 11:46
340.

Zitat von participe
Schmeißen Sie bitte nicht Merkel und Gauck mit Gysi und Wagenknecht in einen Topf. Letztere repräsentieren die offizielle politische Landschaft der zusammengebrochenen DDR, Merkel und Gauck glücklicherweise nicht. Was die SPD betrifft, die ci vor vielen Jahren gewählt habe: die sollen ruhig mit Gbriel antreten, dann hat die CDU im Wahlergebnis vielleicht wieder einen passenderen Koalitionspartner.
Definieren Sie sich gerne die aus der DDR stammenden Politiker so, wie es Ihnen angenehm ist. Das ist egal.

Der jeweilige Kanzlerkandidat im Bundestagswahlkampr, also in den Monaten VOR der Wahl, hat ein Agitations-Podium für sich und seine Partei, und jede Partei (im Bundestag) könnte eine Person in dieser Zeit mitkandidieren lassen, um Aufmerksamkeit zu erregen. Entscheidend ist, wer sich im gewählten Bundestag zur Kanzlerwahl stellt. Und da ist wohl auch nur noch der aussichtsreichste Kandidat angetreten.

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det5904 27.07.2015, 11:51
341. Der Zustand dieser SPD

ist nur noch in psychiatrischen Kategorien zu beschreiben, wenn Steinbrück allen Ernstes meint:
"Schuld an den schlechten Umfragewerten ist Steinbrück zufolge die Fixierung der SPD auf das Thema soziale Gerechtigkeit. Andere Parteien hätten das Thema auch für sich entdeckt. Die SPD müsse sich wirtschaftliche und kulturelle Kompetenzen erarbeiten."
Offensichtlich leidet die SPD Spitze an einem kollektiven posttraumatischen Streßsyndrom, wird doch die Ursache der erdrutschartigen Stimmenverluste als die Lösung fehlinterpretiert. Mit anderen Worten: Die SPD ist diejenige Krankheit, die zu heilen sie vorgibt. Wie ein Zwangsneutotiker arbeitet sich diese Partei immer und immer wieder an ihren Symptomen ab.

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nixkapital 27.07.2015, 13:29
342. ...

Zitat von Berg
Wer ist "wir" bei Ihnen? Und wieso "schon"? So ist das SCHON IMMER!! Man kann gerne die Augen davor verschließen, dass die kapitalistische Privatwirtschaft selbständig handelt, produziert, kauft und verkauft usw. Die Bundesrepublik hat kein Handelsministerium und nur ein einziges Industrieministerium (Energie), während in der volkseigenen Wirtschaft der DDR immer ca 12 Industrieministerien die Wirtschaft planten und leiteten (Elektrotechnik, Kohle, Chemie, Schwermaschinenbau, Landmaschinenbau(Kfz), Glas-Keramik usw.). Das ist vorbei und kommt nicht mehr wieder!
Ich hatte zumindest in den 70igern die Illusion, dass noch das Primat der Politik herrscht. Nachdem Reagan und Thatcher dann aber zum Sturm auf die Sozialsysteme geblasen haben und spätestens Schröder dann auch angefangen hat, die Sozialsysteme hierzulande zu schleifen, ist nun Deutschland anscheinend vollumfänglich zum Erlebnispark für die Wirtschaft geworden. Selbstredend dann auch, dass z.B. Gabriel und von der Leyen als oberste Vertreter der deutschen (Waffen-)Industrie im Ausland Klinken putzen gehen. Alles fürs deutsche Export-Rekord-Erfolgserlebnis. Armes, inhaltsleeres Deutschland...

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kimmberlie67 27.07.2015, 13:43
343. ich mag diesen Menschen nicht

aber hier hat er recht!

Wer seine Stammwähler in einer Art und weise

wie Schröder und jetzt Gabriel über den Tisch zieht

in dem er genau so handelt wie die CDU, muß froh sein

wenn er nicht Verschwindet wie die FDP.

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kimmberlie67 27.07.2015, 13:45
344. Steinbrück sieht kaum Siegchancen für die SPD

ist ihm auch egal durch Vorträge und als Taschengeld

Diäten verdient er sich Reich.

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volker 1974 27.07.2015, 14:15
345. Schröder....

....wird die Wahlergennisse der nächsten Jahre noch zu verantworten haben. Seine Agenda 2010 hat die Sozialdemokratie auf Jahrzente demontiert. Erst wenn die Schröder Ideologie und die damit verbunden Personen (Gabriel, Steinmeier,.....) aus der SPD versschwunden sind und der Wähler merkt, dass er wieder eine SPD gibt, deie auch wirklich die Arbeitnehmer vetritt...erst dann wird es die SPD über 30% schaffen!!

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berlin1136 27.07.2015, 14:59
346. Chance

Die Chancen hat die SPD schon lange vertan egal wer Kanzler werden will. Gegen die angebliche GröKaz (größte Kanzlerin aller Zeiten) hat eh keiner eine Chance. Da werden schon die Mainstreammedien für sorgen.

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localpatriot 27.07.2015, 15:11
347. Ohne effektive Opposition, keine echte Demokratie

Zitat von Berg
Ich weiß ja nicht, in welcher Hinsicht Sie sich als lokalpatriot bezeichnen. Ich nehme an, dass Sis sich als UrBundesrepublikaner ansehen. Und als solcher wundern Sie sich, dass aus der DDR nicht nur Grund und Boden, Burgen und Schlösser, Wälder und Felder dazugekommen sind, sondern auch die Leute und, wie "erstaunlich", auch deren politische Landschaft. Ossis stellen den Bundeskanzler, den Bundespräsidenten und arbeiten in einer kleinen aber sehr sinnvollen Oppositionspartei mit, um auch den linken Gedanken immer mit einzubringen. Das ist kein "Rumpf" und hat mit Ulbricht und Grotewohl nicht das Geringste zu tun. Was die SPD "lieber macht", ist unerheblich. Was sie machen MUSS, hängt von jedem Wahlausgang ab: einmal ist Steinmeier mit Schröder Außenminister, dann ist derselbe Steinmeier gegen Merkel Oppositionsführer und z.Z. mit Merkel wieder Außenminister. Besser kann man dieses demokratische Rollenspiel nicht spielen.
Ich kann mich noch an Schulaufsätze über die Bundesdeutsche Demokratie aus den 1950 er Jahren erinnern und wie man den kleinen Deutschen im Westen seinerzeit Demokratie beibrachte.

Gleichzeitig erhob man die Sovietzone zur DDR und kerkerte dort unter diversen Regierenden von Ulbricht und Grothewohl bis zur den Mächtigen vor dem Mauerfall die Bürger ein. Ich will damit nicht sagen dass man im Arbeiter und Bauernstaat unter Grossaufsicht der Sovietarmee eine grosse Wahl hatte. Aber das ist Geschichte.

Dennoch, eine parlamentarische Demokratie, welche funktioniert, benötigt das kreative Spiel der Kräfte, welche zu einer regelmäßigen friedlichen Abwechslung der Inhaber der Macht führt. Ohne Opposition geht das nicht und man 'vererbt' die Macht an ehemalige Unterlinge oder Einschmeichler.

Ausserdem ermüdet jede Organisation und die Zeit in der Opposition ist fuer die Erneuerung der Mannschaft und der Ideen absolut notwendig.

Die SPD hat mit ihrer heutigen Stellung der deutschen Demokratie grossen Schaden angetan. Bebel und Liebknecht könnten auf die heutige Situation kaum stolz sein.

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Berg 27.07.2015, 15:29
348.

Zitat von nixkapital
Ich hatte zumindest in den 70igern die Illusion, dass noch das Primat der Politik herrscht. Nachdem Reagan und Thatcher dann aber zum Sturm auf die Sozialsysteme geblasen haben und spätestens Schröder dann auch angefangen hat, die Sozialsysteme hierzulande zu schleifen, ist nun Deutschland anscheinend vollumfänglich zum Erlebnispark für die Wirtschaft geworden. Selbstredend dann auch, dass z.B. Gabriel und von der Leyen als oberste Vertreter der deutschen (Waffen-)Industrie im Ausland Klinken putzen gehen. Alles fürs deutsche Export-Rekord-Erfolgserlebnis. Armes, inhaltsleeres Deutschland...
Danke, dass Sie auf meine An-/und Einsichten eingegangen sind. In den 70ern war ich voll in die Wirtschaftspolitik der Planwirtschaft eingebunden, in der DDR- und RGW-Normung. Da gab "die Politik", sprich die zuständigen Minister Schwermaschinenbau in den RGW-Ländern), per Zusammenarbeit die Richtungen und die Themen vor: technische Sicherheit und Materialökonomie waren Staatsziele. Das dazu.

Nun bin ich seit 25 Jahren u.a. auch in den Sozialsystemen, die Sie jetzt als "seit Reagan, Thatcher (keine Sozialdemokraten) und Schröder als "geschliffen" bezeichnen. Das verstehe, wer will. Ich sehe hier die funktionierende Wirtschaft als Grund für Stabilität auch der Sozialsysteme an, und die 17 Regierungen (Bund und Länder) ebnen die Wege für Investitionen, Forschungsrichtungen, Energiepolitik usw.

Wenn Sie einerseits die Sozialleistungen als geschliffen finden und andererseits eine funktionierende Wirtschaft als "inhaltsleeres Deutschland" bezeichnen, so widerspricht sich das, es ist unlogisch.

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localpatriot 27.07.2015, 15:33
349. Führungspolitisch gewinnt der Osten

Zitat von Berg
Ich weiß ja nicht, in welcher Hinsicht Sie sich als lokalpatriot bezeichnen. Ich nehme an, dass Sis sich als UrBundesrepublikaner ansehen. Und als solcher wundern Sie sich, dass aus der DDR nicht nur Grund und Boden, Burgen und Schlösser, Wälder und Felder dazugekommen sind, sondern auch die Leute und, wie "erstaunlich", auch deren politische Landschaft. Ossis stellen den Bundeskanzler, den Bundespräsidenten und arbeiten in einer kleinen aber sehr sinnvollen Oppositionspartei mit, um auch den linken Gedanken immer mit einzubringen. Das ist kein "Rumpf" und hat mit Ulbricht und Grotewohl nicht das Geringste zu tun. Was die SPD "lieber macht", ist unerheblich. Was sie machen MUSS, hängt von jedem Wahlausgang ab: einmal ist Steinmeier mit Schröder Außenminister, dann ist derselbe Steinmeier gegen Merkel Oppositionsführer und z.Z. mit Merkel wieder Außenminister. Besser kann man dieses demokratische Rollenspiel nicht spielen.
Eine Debatte wird vom SPON nicht erlaubt.
Es überrascht nicht dass die Polittrainierten aus dem Osten die führenden Rollen erreichen.

Wenn ich meine zahmen Aufsätze in der Schule über die neue bundesdeutsche Demokratie mit einem Werbeprogramm der FDJ vergleiche, dann war die FDJ bestimmt voraus. Kein wunder wurde sie dann auch als staatsfeindlich im Westen verboten.

Dennoch, die SPD hat ihre demokratische Pflicht nicht erfüllt. Sofern ich ihren Kommentar richtig verstehe, haben die Linken und die Grünen moeglicherweise echte Regierungsambitionen. Sollte das der Fall sein, dann muss man sie als echte Opposition anerkennen und die SPD liesse sich dann in das ideologische Gerüst der CDU/CSU integrieren. Das D steht ja schon fuer Demokratisch und das S fuer Sozial und das C fuer Christliches ist eh nur von historischer Bedeutung.

MfG Localpatriot.
PS Lokalpatriot mit K bin nicht ich. Ich bin mit C

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