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Bundestagswahl in Bayern: CSU stürzt auf niedrigstes Ergebnis seit 1949
REUTERS

Die CSU hat bei der Bundestagswahl ein Debakel erlebt: Die Christsozialen stürzten laut Prognose des Bayerischen Rundfunks auf 38,5 Prozent ab - nach 49,3 Prozent vor vier Jahren.

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zitzewitz 24.09.2017, 21:58
50.

Zitat von geschädigter5
Wer die Thesen der AFD übernimmt muss sich nicht wundern, die die Bürger auch in Bayern das Original, also gleich diese wählt. Ohne konkrete eindeutige Gegenrede gegen die AFD hat die CSU entsprechend verloren.
Ich sehe das eher als Ergebnis der unzähligen Ankündigungen und Drohungen Seehofers gegen Merkel, denen regelmässig keine Taten folgten und Seehofer letztendlich als aufgeblasenen Papiertiger entlarvten. Das wird eben beim Wähler nicht gern gesehen.

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george2013 24.09.2017, 22:07
51. Immerhin: Jetzt sind wir die Witzfigur Dobrindt los

Der Absturz der CSU hat sicher auch mit dem größten Versager mit Ministerrang zu tun: Alexander Dobrindt. Der freut sich aber heute Abend besonders: Ein bisschen Schamfrist noch - und dann wird er - mit dem womöglich Vierfachen seines bisherigen Gehalts als Verkehrsminister - Lobbyist bei der Automobilindustrie.

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seikor 24.09.2017, 22:07
52. Maut und Dobrindt - wen wunderts.

Mit Dobrindt ist die CSU leider nicht mehr wählbar. Nicht mal mehr für urbayerische Beamte. Diese Maut ist das dämlichste, was mir von der CSU in den letzten Jahrzehnten untergekommen ist. Wie borniert und vernagelt muss ein Dobrindt sein, wenn er davon nicht ablässt. Wie borniert und vernagelt alle diejenigen, die diese Maut im Bund abgenickt haben und sich jetzt über die Quittung wundern.

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privatbahn 24.09.2017, 22:19
53. Die CSU wird den Claim schon abstecken

Das werden interessante Koalitionsverhandlungen. Für die CSU steht mit Blick auf die LTW 2018 viel auf dem Spiel.

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LoKi56 24.09.2017, 22:20
54. Schade um Gerd Müller

Der einzige CSU-Minister, der gute Arbeit gemacht hat muss jetzt wohl auch weichen.

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atherom 24.09.2017, 22:27
55. Das glaube ich nicht. Das Problem der CSU ist, dass

Zitat von geschädigter5
Wer die Thesen der AFD übernimmt muss sich nicht wundern, die die Bürger auch in Bayern das Original, also gleich diese wählt. Ohne konkrete eindeutige Gegenrede gegen die AFD hat die CSU entsprechend verloren.
Seehofer viel geredet hatte, aber es bei Worten beließ. Autobahnmaut kommt nur noch dazu. als Tüpfelchen auf "i"

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Balthasar1 24.09.2017, 23:06
56. Königreich-Gehabe

Die CSU war immer nur so nah beim Volk wie zu Kaisers Zeiten. Diese Partei wurde niemals demokratisch geführt. Die Macht kommt immer nur von oben. Von kleinen Führungszirkeln werden Themen, Richtungen und Richtlinien vorgegeben. Nur wer sich diesem Diktat unterordnet wird "aufgestellt" - oder andernfalls abgestraft. So gesehen hat das "Volk" keine demokratischen Alternativen. Wer etwas werden will bei dieser Partei muss buckeln und sich zum "Ja-Sager" degradieren lassen. FJS hat gezeigt, wie es geht. Nur wer dieses Konzept versteht, versteht auch das gegenwärtige Wahlergebnis. Seehofer & Co. wurden zu Recht abgestraft für eine "Spezl-Politik" (Industrie, Energie, Landwirtschaft, Infrastruktur incl. IT und Bauwirtschaft usw.). Und dann dieser unsägliche Kampf um die Vorherrschaft, über den sich die Öffentlichkeit zunehmend bitter zu amüsieren begann. Nach außen ließ man wissen, dass das Thema Migration das einzige wichtige Thema in Bayern war und ist. Das ist ein Trugschluss.

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steiger68 24.09.2017, 23:55
57. Einspruch...

...solongcharly: Die Forderung nach einer erneuten GroKo ist in meinen Augen Unsinn.
Ich möchte nur daran erinnern wie ich schon bei den ersten Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD gewarnt habe dass dies das Ende der SPD bedeutet. Schon damals habe ich gewarnt dass ihr das gleiche Schicksal droht wie vor ihr der FDP. Merkel kriegt alle klein die ihr zwecks Machterhalt die Steigbügel halten.
Frei nach dem Motto: Wenn über uns die Sonne lacht dann hat´s die CDU gemacht, gibt´s aber Regen, Sturm und Schnee dann war`s bestimmt die SPD!! Was bekam ich damals böse Briefe- anonym natürlich- und dann kam es doch wie vorhergesagt.
Die sollen mal schön in der Opposition bleiben und sich auf die Werte der Gründerväter besinnen die diese Partei einmal groß machten. Politik für den kleinen Mann machen und nicht mehr die ach so christliche Politik für die Wirtschaft, die Banken und die Milliardäre unterstützen. Vielleicht, aber nur dann, werden sie auch wieder genügend Stimmen bei zukünftigen Wahlen bekommen.

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sepia688 25.09.2017, 07:09
58. 3 Ursachen

In meinen Augen gibt es drei Ursachen für den Stimmenverlust der CSU: 1. Der Wiedereinzug der FDP mit einem Parteivorsitzenden, den man (weitestgehend) ernst nehmen kann. Dadurch kehren FDP-Altwähler dorthin zurück. 2. Der Drehhofer in Kombination mit Punkt 3. Und 3. Der Protest gegen die Politik der CDU. Die CSU zu wählen war auch eine indirekte Stimme für die CDU und die fehlende Distanz (siehe 2) zur CDU sorgte schließlich dafür, dass sich die Wähler lieber eine andere Partei gesucht haben. Auf die Wahl des Bayerischen Landtags denke ich braucht man die düsteren Prognosen nicht zu übertragen, jedenfalls nicht 1:1. Das war eher ein Abstrafen der Bundespolitik. Dass die CSU trotzdem in Bayern ALLE direktmandate geholt hat, spricht denke ich auch dafür.

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holy64 25.09.2017, 08:53
59. Versteckt den Dobrindt ganz hinten-

vielleicht hilft's. Ist ne Null- Nummer

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