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Bundestagswahlkampf: Linke will Besserverdiener schröpfen
DPA

Eine Reichensteuer von bis zu 75 Prozent und offene Grenzen - das nimmt sich die Linke im Bundestagswahlkampf vor. Interne Querelen zur Flüchtlingsfrage versucht die Parteispitze zu überspielen.

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yvowald@freenet.de 15.01.2017, 17:38
150. Superreiche mit bis zu 80 Prozent besteuern

DIE LINKE will niemanden "schröpfen" , sondern strebt sozial-gerechtere Einkommensverhältnisse an.
Derartige Aktivitäten sind überfällig, denn bekanntlich wurden die Reichen immer noch reicher, während den unteren Einkommensbezhieherinnen und -beziehern keine Zuwächse gegönnt wurden - auch nicht "nach Steuern".
Deshalb sollte das deutsche Steuersystem (Einkommens-, Erbschafts- und Vermögenssteuern) komplett umgekrempelt werden.
Spitzeneinkommensbezieherinnen und -bezieher (ab 2 Mio. EURO jährlich) sollten durchaus mit einer 80-prozentigen Einkommensteuer belegt werden, dann bliebe diesen Superreichen immerhin noch rund 34.000 EURO monatlich zur freien Verfügung. Ist das nichts?

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yvowald@freenet.de 15.01.2017, 17:40
151. Wenn SPD und GRÜNE mitmachen

Zitat von mk1966
Die Steuervorschläge sind OK - hier muss mehr Gerechtigkeit her. Den Rest kann man vergessen. Wählbar sind die Linken für vernunftbegabte Menschen nicht.
Politisch weniger Begabte wählen deshalb weiterhin die Unionspartei oder eine Sozialdemokratie, die schon lange nicht mehr weiß, was sie eigentlich will.
Da haben die Linken schon klare Vorstellungen, die insbesondere denen zu Gute kommen sollen, die heute am Rande der Einkommensskala herumkrebsen. Immerhin ein Hoffnungsschimmer, wenn SPD und GRÜNE mitmachen.

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elikey01 15.01.2017, 17:44
152. Kostenintensiv verwalten ...

Zitat von nwz86
Nur dass das Ihnen abgeknöpfte Geld nicht bei den Bedürftigen ankommt, sondern von der Politik bevorzugt in die eigenen Reihen und zu ihrer Lieblingsklientel verschoben wird. Bei der Union ist das die Industrie und Finanzwirtschaft, bei den Grünen die subventionierte Ökoindustrie und die Besserverdiener mit Solardach und Elektro-Drittwagen, bei der SPD die öffentliche Verwaltung mit zig Staatssekretären, Arbeitskreisen und Sozialbeiräten, bei den Linken das gleiche nur noch zusätzlich zersetzende Massnahmen wie Antifa und andere linksextreme "Projekte". Bei der alleinerziehenden Mutter kommt davon nichts an. Im Gegenteil, da die Linken ihre eigene Existenz über die Existenz einer Unterschicht legitimieren, werden sie den Teufel tun, soziale Probleme zu verringern oder gar zu lösen. Stattdessen werden die Probleme nur kostenintensiv verwaltet und gehegt.
@nwz86, 18.
Dgl. Gedankengänge scheinen - mir zumind. - durchaus berechtigt, insb. in Bezug auf die Linken Kipping und Riexinger.
Im DDR-Sozialismus sollten "alle gleich" sein, nur etliche waren eben gleicher: Die Funktionäre, die den Funktionärskapitalismus bildeten.
Eine umfassende Steuerreform, die insb. den Progressionsbauch verschlankt, Eink. ab 100.000 EUR p.a. moderat anhebt, dürfte beim Wahlvolk eher als realiätsnah ankommen denn dgl. aggressive Forderungen an die "Reichen". Überhaupt Thema Steuern: Wie man damit eine Wahl verlieren kann, erinnern die GRÜNEN sicher leidvoll aus 2013. Und eine FDP, die mit "mehr Netto vom Brutto" zwar 2009 enorm zugewann, jedoch anschließend als Unions-Koa nichts davon umsetzen konnte - mit bekannter Folge: 2013 flog sie gar aus dem BT.
Was immer auch Parteien im Wahlkampf programmatisch verkünden: Nur was wirklich auch reale Chancen für Umsetzbarkeit und mit welchen Folgen hat, sollte jeder Wähler perspektivisch für sich analytisch eruieren und seine Entscheidung danach ausrichten.
Zu sehr hat sich das Wahlvolk daran gewöhnt, dass für das Kreuzchen an der "richtigen" Stelle schon beinahe das Blaue vom Himmel an Versprechungen heruntergelogen, selbst Verträge (Maastricht) gebrochen sowie Recht und Gesetz bedarfs-kreativ ausgelegt und angewandt werden. Die Bibel: "An ihren Taten sollt ihr sie erkennen" - immerhin dürften Taten der Vergangenheit deutliches Erkennen geliefert haben, um damit eine Richtschnur für die Zukunft zu bieten.

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comeback0815 15.01.2017, 17:46
153.

Zitat von my50cents63
Wenn Sie Spenden, können Sie aus einer vielzahl von möglichen karitativen Unternehmen das oder diejenigen unterstützen, die 1. mit den Mitteln am effizientesten umgehen und 2. in den Bereichen tätig sind, die Ihnen wichtig sind. Tatsächlich in Not geratenen Menschen würde dadurch wesentlich besser geholfen, gesunde, arbeitsfähige Menschen müssten vermutlich selbst für ihren Unterhalt sorgen. Und das wäre gut so!
Wollen Sie hier gerade ernsthaft behaupten, Unternehmen würden - mehr Spenden vorausgesetzt - den Armen und Bedürftigen helfen?

Und noch ein Hinweis auf die "Posten für das eigene Klientel". Die Posten im Öffentlichen Dienst sind das Äquivalent zu den leistungslosen Bohnungszahlungen in sehr vielen Unternehmen. Ihr Problem ist offensichtlich, dass SIe glauben in Unternehmen arbeiteten nur Leistungsbringer und im öffentlichen Dienst lediglich Schlafmützen. Ein großer, mich stets aufs neue erheiternder Lacher.

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tuxrunner 15.01.2017, 17:47
154.

Zitat von jojack
Und die Finanzen der Gemeinden sind Klamm...
Wegen der von Ihnen zitierten Flüchtlingskrise - oder vielleicht doch eher deswegen:
http://www.zeit.de/2005/37/Steuern
Daran wurde nichts geändert.

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montecristo 15.01.2017, 18:00
155. Naja

Zitat von yvowald@freenet.de
DIE LINKE will niemanden "schröpfen" , sondern strebt sozial-gerechtere Einkommensverhältnisse an. Derartige Aktivitäten sind überfällig, denn bekanntlich wurden die Reichen immer noch reicher, während den unteren Einkommensbezhieherinnen und -beziehern keine Zuwächse gegönnt wurden - auch nicht "nach Steuern". Deshalb sollte das deutsche Steuersystem (Einkommens-, Erbschafts- und Vermögenssteuern) komplett umgekrempelt werden. Spitzeneinkommensbezieherinnen und -bezieher (ab 2 Mio. EURO jährlich) sollten durchaus mit einer 80-prozentigen Einkommensteuer belegt werden, dann bliebe diesen Superreichen immerhin noch rund 34.000 EURO monatlich zur freien Verfügung. Ist das nichts?
was Sie wollen ist ja unerheblich. Die Linke aber will sich bereits bei gehobenen Mittelstand bedienen. Und das ist es was viele Angst macht. Die Vermögenssteuer ist ebenfalls nicht durchdacht. In vielen Regionen ist das geerbte Minihäuschen schon eine Million Wert. Ohne das man in Luxus leben würde.
Ihr Vorschlag mag übrigens bei vielen das soziale Herz höher schlagen lassen. Sonderlich viele Geld bringt es aber nicht ein.

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germ 15.01.2017, 18:30
156. Die Reichen schröpfen uns

Wieso werden die Reichen Abzocker "geschröpft"? Es wird mal Zeit, das dieser Klientel, das durch Jahrzehntelange gesetzliche Vorteilnahme zu Unrecht angeeignete Vermögen, auf einen angemessenen und ehrlich Stand gebracht wird. Die finanzielle Bevorzugung der Reichen muss nicht nur aufhören, sie muss auch rückgängig geahndet werden.
Natürlich würde das den neoliberalen Abzockern stinken. Na Und?

Ich dachte bisher immer, nur Jan Fleischhauer wäre für diffamierende Pamphlete gegen die Linke zuständig. Jetzt kommen Fake News auch von kig/dpa? Wer ist das? Oder ist das ein neues Synonym für Jan Fleischhauer?

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elikey01 15.01.2017, 18:37
157. Prinzip

Zitat von herm16
gesappel von Steuerentlastung nicht mehr hören. Hab es gerade selber wieder erlebt, erspuert. Da bekommst du 4% Rentenerhöhung, Toll!!!! Jeder Politiker klopfte sich an die Brust. Und jetzt kommen die Kommunen und zocken ab. Wasser, Müll wird teurer.
@herm16, 72.
Zum einen sind jeweilige Rentenerhöhungen (nach massiven Reformen und einigen Nullrunde-Jahren) lediglich brutto. Zum anderen haben Städte und Kommunen seit Jahren an der Kostenschraube für die Bürger gedreht: Grundsteuer B in vielen Fällen in wenigen Jahren nahezu verdoppelt - bes. penetrant angesichts populistisch anmutender "Mietpreisbremsen". Auch die Satzungen bzgl. der Bürgerbeteiligung an Straßenerneuerungskosten wurden teilweise so drastisch geändert, dass z.B. Anlieger 75 % der Kosten auferlegt bekommen. Neben Verteuerungen von Wasser und Müllentsorgung schlagen die Strompreiserhöhungen deutlich zu Buch, obwohl der Strom an der Börse deutlich billiger wurde - wg. dem EEG, den Netzkosten und den Befreiungen der Wirtschaft zu Lasten der Privatverbraucher (und stets kassiert der Fiskus mit an der mitwachsenden MwSt). Das Groteske: In der Wirtschaft wird der Verbrauch teilweise extra in die Höhe geschraubt, um so die Kriterien zur Befreiung von den EEG-Kosten überhaupt erst zu erreichen.
Im Übrigen: Für Schengen war Voraussetzung, die EU-Außengrenzen zu sichern/schützen, was bekanntlich voll daneben ging. Eine Partei, die angesichts der Wanderungen "Grenzen öffnen" will, dürfte mit dgl. Vorhaben auf nur wenig Gegenliebe stoßen. Hilfe für Verfolgte i.S.d. Asylgesetze und der Genfer Konvention ist nicht nur Pflicht, sondern - insb. in DEU weitverbreitetes - humanes und selbstverständliches Bedürfnis. Jedoch über syndromhaft anmutender Hilfsbereitschaft das eigene Überleben stark zu gefährden, ist nicht i.S.d. Evolution und deren Überlebensstrategie. Ohnehin dürften negative Folgen eher nicht von den "Eliten" mitgetragen werden, sondern einzig von der Bevölkerungsmasse, der man dann mal schnell ein kollektivierendes "WIR schaffen das" überträgt, während die Politik i.S. Bürgersicherheit versagt, so wie sie auch i.S. Bildung und Instandhaltung der Infrastruktur versagte.

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Justitia 15.01.2017, 20:58
158.

Zitat von held_der_arbeit88
an Besitz, vielleicht. Die angesprochene Doppelhaushälfte. An EINKOMMEN - also Brutto Monatsgehalt - erreichen es aber die allerwenigsten von uns. Und um Einkommen geht es hier. Wichtiger Unterschied.
Ja Sie Schlaumeier, die allermeisten haben aber ihre Doppelhaushälfte mit versteuertem Einkommen bezahlt und beim Erwerbt/Bau der Doppelhaushälfte auch noch Mehrwertsteuer entrichtet. Wer eine Doppelhaushälfte für eine Million erworben hat, hat vermutlich ein entsprechendes Einkommen, auf das er ca. 300´000 Euro Steuer über die Jahre gezahlt hat. Hinzu kommen dann Mehrwertsteuer von 190´000 Euro, also insgesamt hat der Hauskäufer alleine auf den Anteil, den er für den Hauskauf verwendete, eine halbe Million Euro Steuern entrichtet. Was die Linke hier betreiben will, ist schlicht und einfach kommunistische Enteignung arbeitenden Mittelstands.

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k70-ingo 15.01.2017, 21:20
159.

Zitat von downloaddude
und ab 86000 EUR ist man dabei. De Fakto geht es also wieder darum, die hart arbeitende Mittelklasse noch weiter zu schröpfen, um mit sinnlosen Sozialleistungen wie Puffbesuche für Behinderte um sich zu schmeissen. Und dann die absurde Idee mit der Vermögenssteuer. Nehmen wir an, man hat sich zum Ruhestand ein Einfamilienhäusschen abgezahlt und das ist 1´000´000 wert (in Ballungsräumen geht das schnell). Dafür soll man dann als Rentner jedes Jahr 50000 in bar abdrücken? Sind die noch ganz bei Trost? Last but not least: Haben die Spitzendenker bei der Linken auch bedacht, dass die "Multi-Millionäre" primär von Kapitalgewinnen leben? Und diese werden mit 25% besteuert - das ist der wirkliche Skandal in diesem Land!
86.000 Euro? War nicht neulich von 60.000 Euro die Rede?

Die jetzt genannten Summen sind nur vorgeschobene Wahlkampfsprüche, tatsächlich werden andere Pläne verfolgt.

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