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Bundesumweltministerin: Ministerin fordert umweltfreundliche Algorithmen
Kay Nietfeld/DPA

Umweltministerin Svenja Schulze möchte bei der Digitalisierung auch den Umweltschutz berücksichtigen. Zudem stellte sie zehn Eckpunkte vor, aus denen sie eine umweltpolitische Digitalagenda erarbeiten will.

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Peer Pfeffer 07.05.2019, 20:52
30.

Ist mir umweltfr. Algorithmus gemeint, der A. soll den Prozessor runtertakten, oder möglichst effizient oder kurz sein, um weniger Strom zu verbrauchen? Oder soll er irgendwelche Umweltziele verfolgen? Welche genau?

Es ist unfassbar, nach den Flugtaxis noch so ein Totalausfall von Grokoministern. Hoffentlich kriegt das Kreuzberg im Ausland mit. So peinlich!

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nawaswohl 07.05.2019, 22:29
31. Hallo, ich glaube ich habs verstanden

Anstatt Lochkarten (kennt Die noch jemand?) werden aus Umwelschutz-Gründen gestanzte Blätter verwendet. Hurra, die ökologische digitale Zukunft kann endlich nach Deutschland kommen.

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intercooler61 08.05.2019, 00:30
32. Von Algorithmen und Ministerinnen

Ein Algorithmus beschreibt einen Weg zur Lösung eines gegebenen Problems.

Ein wesentliches (wenn nicht _das_ wesentliche) Ziel bei der Entwicklung von Algorithmen war und ist deren Effizienz - d.h. die Problemlösung mit dem geringstmöglichen Rechenaufwand und Speicherbedarf. Auf physikalischer Ebene entsprechen diese Kriterien recht gut der Minimierung des Ressourcenverbrauchs (Hardware und Energie) beim praktischen Einsatz.

Alles Binsen, Selbstverständlichkeiten, schon lange bevor Frau Schulze geboren wurde, um später einmal Germanistik und Politologie zu studieren.

Was in Gottes Namen spricht eigentlich gegen die fachlich naheliegende Option, das Amt der Umweltministerin wieder mit einer Natur(!)wissenschaftlerin zu besetzen? (Sicher sind Angela Merkel auch Fehler unterlaufen. Aber solch ein - mit Verlaub - wirres Gefasel bar jeder auch nur flüchtigen Sachkunde ist mir von der nicht erinnerlich.)

Zum Schluss noch eine Frage: Wie lautet eigentlich - ganz gendergerecht - die feminine Form von "Vollhonk"?

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Bln79 08.05.2019, 10:53
33.

Zitat von quark2@mailinator.com
Schmerz. Da ich auf dem Gebiet tätig bin, machte mich die Überschrift neugierig. Naja, leider wurde die Erwartung voll bestätigt. Nicht nur, daß das zwar von 10 Eckpunkten geschrieben wird und diese dann nicht aufgeführt, geschweige denn interpretiert werden ... Nein, es ist auch insgesamt so ein konzeptloses Stück Öffentlichkeitsarbeit. Wir leben in der Marktwirtschaft. Die Algorithmen werden vom Kunden des Programmierers auf seinem jeweiligen Gebiet verwendet. Der Kunde wägt ab, welche Prioritäten er setzt. Das wird von Gesetzen und von der Ökonomie bestimmt. Es ist Aufgabe des Umweltministeriums für die einzelnen Branchen Anforderungen aufzustellen und ggf. via Steuer in die Ökonomie einzugreifen. Die Firmen werden dann entsprechend ihrerseits die entsprechende Programmierleistung beauftragen. Das ist dann eine der Stellen, wo der Markt wirksam werden und die optimale Lösung herbeioptimieren kann. Es macht also eher wenig Sinn, wenn die Ministerin direkt in die Programmierung eingreifen will. Sie sollte statt dessen das Geschäftsfeld der Anwender regulieren. Das greift dann durch.
Wenn Sie in dem Bereich tätig sind, dann erklären Sie mir mal bitte, wie Sie einen Quick-Sort dank Steuer, die in die Ökonomie eingreift, anders programmieren wollen, als er nun einfach einmal programmiert wird.

Die Ministerin erzählt einen hochgradigen Schwachsinn! Und damit ist sie noch gelobt!

Hier sind gerade sämtliche Software-Ingenieure vor Lachen vom Stuhl gefallen.

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