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Bundeswehr: Ausbilder stellten sich beim Schießen zwischen Schützenscheiben
DPA

Die Vorfälle am Bundeswehr-Standort Sondershausen waren nach SPIEGEL-Informationen gravierender als bisher bekannt. Offenbar wurde massiv gegen Sicherheitsbestimmungen verstoßen, Urkunden sollen gefälscht worden sein.

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biber01 17.06.2017, 10:57
70. @fblars

Sie lehnen sich aber sehr weit aus dem Fenster u werden dann auch noch beleidigend!
Wann waren Sie denn beim "Bund"?
Kenne die Verhältnisse in Sondershausen ein bisschen. Die meisten Unteroffiziersanwärter absolvierten vorher eine klassische technische Ausbildung in der Wirtschaft. Das geht vom Kfz-Mechatroniker bis zum Rundfunk- u. Fernsehtechniker. Da werden keine Idioten ausgebildet, sondern schlicht dringend benötigteTechniker auf den Dienst bei der BW vorbereitet. Nach der Unteroffiziersausbildung kommt dann die BW-spezifische technische Weiterbildung. Warum?
Weil die BW recht gut zahlt, einen sicheren Job anbietet u. bei vielen jungen Männern u. Frauen wohl auch den Sinn für Abenteuer anspricht-s. Auslandseinsätze

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Nordstadtbewohner 17.06.2017, 10:57
71. Volle Zustimmung.

Zitat von hegoat
Ich sag nur eins: Wehrdienst 2002, der ausbildende Uffz schreibt zwei Sätze an die Tafel, 12 Rechtschreibfehler. Wert beim Bund Ausbilder wird, hat im realen Leben nichts auf die Reihe gekriegt und kann jetzt endlich "wer" sein. Bevorzugtes Ziel: Abiturienten.
Ich musste 2002 auch Wehrdienst leisten und kann Ihren Ausführungen nur zustimmen. Die Unteroffiziere der BW sind in der Masse verkrachte Existenzen, die es in der Privatwirtschaft zu nichts gebracht haben.

Dass beim Bund Verhältnisse herrschen, wie sie derzeit aufgedeckt werden, ist kein Wunder. Mich überrascht der Spon-Artikel nicht geringsten.

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invictus 17.06.2017, 10:59
72. Und nun: D(ie)as W(ahrh)e(i)tter

Seien wir doch mal zur Abwechslung ehrlich:

Wir reden nicht über eine BW des Verteidigungsfalles wie von anno dazumal. Wir reden über die heutige BW. Und die heutige BW ist für den Kriegsfall gemacht - der aber nicht mehr wahrgenommen, eher verdrängt wird in der Gesellschaft. Aus gutem Grund:

Krieg ist kein Abenteuer-Camp. Krieg ist kein Erlebnis-Freizeitlager für Erwachsene. Krieg ist auch kein First Person Shooter und man hat keinen HP-Balken von 100, sondern ist beim ersten Treffer meist hinüber. Krieg ist hässlich. Im Krieg wird getötet. Im Krieg sterben Menschen. Im Krieg werden Menschen schwerst verletzt und für den Rest ihres Lebens gezeichnet. Sie werden vergewaltigt, gefoltert, zu Tode gepeinigt. Sie werden verschleppt. Sie werden von dem Staat, der sie hinschickte vergessen. Sie werden krank. Sie werden wahnsinnig. Sie nehmen sich selbst das Leben. Oder können nicht vergessen, dass sie es anderen nahmen, möglicherweise Zivilisten, möglicherweise kleinen Kindern. Im Krieg begehen Menschen Gräueltaten. Sie geilen sich am Töten auf. Sie hören dazu Musik. Es turnt sie an. Sie weinen, sie lachen, sie kotzen und sie sterben. Sie sterben gerne für ihr heiß geliebtes Vaterland, das unter dem Tisch über sie schmunzelt, sich aber über solch willige Selbstmordkandidaten freut. Solange sie die Klappe halten und nicht zur politischen Belastungsprobe einzelner Karrieren werden. Und das alles für mindestens kontroverse, eher sogar noch äussert fragwürdige, weil rein macht- und ressourcenpolitische Ziele. Nicht zur Verteidigung, die Zeiten sind längst vorbei. Nein, sondern damit einige Leute mit sehr langen Yachten demnächst noch längere Yachten haben.

DAS ist die Wahrheit! Und DAS gehört auf jedes BW-Rekrutierungsplakat, v.a. solche, in im ÖNV oder in Schulen, Unis u.ä. hängen. Macht einfach mal reinen Tisch, sagt, wie es wirklich ist - und sprecht offen, ehrlich und selbstkritisch mit denen, die da waren und mit denen, die hin wollen. Sagt ihnen die Wahrheit, statt ihnen das Gefühl zu geben, hier würde es sich um eine schmucke Firma handeln, in der man eine motivierende Karriere beginnen kann.

Und nachdem ihr DAS gemacht habt, könnt ihr euch dann überlegen wie GENAU ihr diejenigen, die dann noch übrig bleiben auf das, was ihnen bevorsteht vorbereitet. Bzw. ihr müsst es nicht. Denn wer dann noch übrig bleibt, wer sich über all das wirklich im Klaren ist und freiwilig, ohne Zwang GERNE da hin geht, den könnt ihr nicht mehr ausbilden, höchstens noch technisch in der Bedienung von Waffen. Der wird auch weder durch eine Runde Tabledance, noch durch Gewaltmärsche oder Sonstiges zu schocken sein.

Weil er schwerlich überhaupt noch ein Mensch ist.

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niska 17.06.2017, 10:59
73.

Zitat von hwdtrier
Ausbildung wohl unter Einsatzbedingungen ( bei richtigen Armeen üblich) Das ist bei uns wohl ein Nö- Go.
Das ist ideologischer BS, und das wissen Sie. Auch in USA etc. lässt man Schiessanfänger nicht scharf auf, oder in Richtung von, Kameraden schiessen.

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hummer2311 17.06.2017, 10:59
74. Im Ernstfall

kann man auch nicht ausschlafen , oder aua schreien wenn man geschlagen wird... eine Arme ist kein Erholungslager ... wer sich meldet tut das heute freiwillig .... und um echte Kämpfer aus ihnen zu machen müssen sie hart rangenommen werden .... wer das nicht abkann ist für einen Einsatz nicht tauglich und sollte nach Hause gehen ... was für eine Jammerei ... auf von einigen Kommentatoren hier .... wenn schon Armee dann eine starke ... keine Weicheier ....

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believe-web 17.06.2017, 11:02
75.

Zitat von keine Zensur nötig
Es gab tatsächlich Zeiten, da hat man die Soldaten richtig gefordert - und solche Märsche gab es samt einem Wolf oder einer Luftbereifung. Fachberiffe, die Ihnen gewiss fremd sind - und wohl leider auch den derzeitigen jüngeren Soldaten. Packen Sie ihre Sieben Sachen - und ab in den Kampf.
Nun, 80km sind wohl doch ein bißchen übertrieben.
Richtiger sind 30km, welcher als Leistungsnachweis einmal im Jahr abgelegt werden musste. Mit 10kg Gepäck.
Mittlerweile sind es 6, 9, 12km mit jeweils 15kg Gepäck.

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kahabe 17.06.2017, 11:04
76. Zum Zitat von Taunsfeld

Zitat von Trockenfisch
BLÖDSINN
Falsch: BILDSINN...

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hummer44 17.06.2017, 11:06
77. es läuft eben tendenziell wie in den USA:

wer sonst nichts auf die Reihe kriegt, geht zur army (oder es wird ihm gerichtlich nahegelegt). Dazu kommen Waffennarren, rechte Fanatiker und Hinterwäldler.

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believe-web 17.06.2017, 11:08
78.

Zitat von Nordstadtbewohner
Ich musste 2002 auch Wehrdienst leisten und kann Ihren Ausführungen nur zustimmen. Die Unteroffiziere der BW sind in der Masse verkrachte Existenzen, die es in der Privatwirtschaft zu nichts gebracht haben. Dass beim Bund Verhältnisse herrschen, wie sie derzeit aufgedeckt werden, ist kein Wunder. Mich überrascht der Spon-Artikel nicht geringsten.
Wie können sie von ein paar wenigen auf die gesamte Masse der Soldaten Schlußfolgern? Haben sie jeden Unteroffizier der BW zur damaligen Zeit getroffen und befragt? Eine Studie über das Bildungsniveau angefertigt? Vorhergehende Ausbildung sowie Gründe für den Schritt bei der BW zu unterschreiben erfragt?
Nein?
Was gibt Ihnen dann das Recht jeden einzelnen Soldaten der sich bewusst für diesen Job entschieden hat zu beleidigen?

Sofern sie keine stichhaltigen Nachweise ihrer, doch sehr eingeschränkten Sichtweise, vorlegen können sollten Sie besser nichts mehr schreiben.

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denkdochmal 17.06.2017, 11:11
79. Eine Bundeswehr...

die das Grundgesetz und die darin enthaltenen Werte verteidigen soll, ausgerechnet die, tritt diese Werte mit Füßen?
Ich bin mir schon klar, daß es ab einer gewissen Menge Mensch unvermeidlich auch Unterirdische dabei sind. Das ist in unserer Gesellschaft so. Leider.
Die Führung der BW hat jedoch sicher zu stellen, daß ihr Personal die an sie gestellten menschlichen und fachlichen Ansprüche auch erfüllt.
Das beginnt bei Ministern und geht über Generäle bis hin zum "einfachen" Soldaten.
Ich habe während meiner Dienstzeit mehr Darsteller als Könner erlebt und wenn ich seinerzeit so gewesen wäre wie ich heute bin, hätten Truppendienstgerichte und Zivilgerichte viel Arbeit.
Die Gründe aufzuzählen, würde das Forum sprengen.
Es wird höchste Zeit, daß dieser Verein einer gründlichen Reinigung unterzogen wird und nicht irgendwelche Bauernopfer zum Zweck des Besch.ß präsentiert werden.

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