Forum: Politik
Bundeswehr: Bewerberzahlen für freiwilligen Wehrdienst brechen ein
DPA

Immer weniger Männer und Frauen haben Interesse am freiwilligen Wehrdienst - und jeder Vierte bricht vorzeitig ab. Das Verteidigungsministerium spricht von einer "Herausforderung".

Seite 1 von 10
no_reservations 25.11.2017, 08:51
1. Die Abschaffung

von Wehrpflicht und insbesondere Zivildienst entpuppt sich auch immer mehr als bemerkenswerter Geistesblitz der damals Entscheidenden. Warum auch jungen Menschen Zugang und Kontakt zum sozialen Bereich ermöglichen, während diese Berufe ohnehin von Bewerbern nahezu überrannt werden.
Ich habe Wehrpflicht und Zivildienst stets ähnlich Praktika gesehen - zeitlich begrenzt und doch bleibt der eine oder andere „hängen“, so er seine Berufung entdeckt hat. Fahrlässig dies damals handstreichartig abgeschafft zu haben...

Beitrag melden
Titanus 25.11.2017, 09:08
2. Fehler

Nicht der einzige, aber einer der größten Fehler der Regierung Angela Merkel war die Abschaffung (Aussetzung) der Wehrpflicht. Aus vermeintlichen Kostengründen und mit dem vordergründigen Argument der "Wehrgerechtigkeit" (welches nicht gilt, da man einfach nur alle als tauglich Gemusterten zum Ersatzdienst oder Wehrdienst hätte einziehen müssen), hat man sich ein enormes Nachwuchsproblem geschaffen. Jetzt ist aufgrund der Sicherheitslage der Bedarf gestiegen und man bekommt keinen Nachwuchs (insbesondere den nicht, der nur über den Wehrdienst die Laufbahn als Zeitsoldat eingeschlagen hätte). Und als Erziehungsmaßnahme (Unter-/ Einordnung in der Gruppe, körperliche Ertüchtigung, Disziplin, Eigenständigkeit etc.) ist der verpflichtende Wehrdienst unverzichtbar!

Beitrag melden
maier2206 25.11.2017, 09:08
3. Kein normaler Mensch geht zur Bundeswehr!

Die Bundeswehr wurde von rotgrüne/schwarze Politiker vorsätzlich kaputt gespart, ideologisch verbrämt und gesellschaftlich geächtet. Das geht so weit, dass wenn ein Bundeswehrsoldat öffentlich sagt er würde sein Land verteidigen er als „rechtsradikal“ denunziert wird. Sollte er sogar öffentlich sagen, dass er sein Leben für diesen Staat geben würde, würde man ihn sofort „NAZI“ bezeichnen und ihn aus dem Dienst entlassen. Diese durch diese rotgrüne und deutschhassende Ideologie entkernte Bundeswehr wäre nicht mal fähig sich einen militärischen Angriff durch z.B. Liechtenstein oder Andora zu erwehren. Kein normaler Mensch wird für dies durch und durch dekadente, kleine und elitäre Machtclique hier in Deutschland freiwillig sein Leben geben.

Beitrag melden
el__cid 25.11.2017, 09:12
4. Die Bundeswehr ein attraktiver Arbeitgeber? Das ich nicht lache!

Die Lage: Kein politischer Rückhalt, Militärführung ohne Rückgrat (Lackeitelieserung der Bundeswehr), zerstörtes inneres Gefüge, völlig desolate militärische Ausrüstung und unfähig zur Landesverteidigung. Was soll daran attraktiv sein? Es gibt einige Dinge, die man nur bei der Bundeswehr machen kann. Für die Masse der Bewerber für andere Tätigkeiten ist die Bundeswehr wohl die einzige Möglichkeit beruflich etwas zu erreichen. Es ist der Makel von Berufsarmeen, dass die Masse der einfachen Soldaten einfache Menschen sind, die ihre Haut zu Markte tragen müssen, weil sie keine andere Wahl haben!

Beitrag melden
amikino 25.11.2017, 09:13
5. Es fehlt an Ansehen!!

Das Ansehen der Soldaten in Deutschland ist erbärmlich, verglichen zu anderen Europäischen Länder.
Wem wundert es, dass sich niemand bewirbt.
Nur wenn ein Bürger in Uniform auch ansehen wiederfährt, dann haben wir einen Change genügend freiwillige zu finden!

Beitrag melden
marthaimschnee 25.11.2017, 09:17
6. welch Überraschung

es besteht anscheinend kein großes Bedürfnis, in einem der von den USA irgendwo vom Zaun gebrochenen Kriege zu verrecken. Und mit Verteidigung hat die Bundeswehr ja kaum noch was am Hut.

Beitrag melden
phthalo 25.11.2017, 09:18
7. Ich wollte damals nicht hin ....

Ich (48 Jahre) hatte die BW damals echt gehasst. Und zwar von vorne bis hinten. Sich der Willkür irgendwelcher fettleibigen Feldwebel zu beugen, die im Feldeinsatz nicht die geringste Überlebenschance hätten und die BW nur ansahen, als ein Brötchengeber sich aber von ihr in keinster Weise berufen fühlten, war echt das letzte.
Das soziale Jahr habe ich nur deswegen nicht gemacht, weil es länger war und ich dann mit dem Studium noch zwei Semester länger hätte warten müssen, als ohnehin schon.
Also für mich war es eine echte Qual. Nicht von der körperlichen Belastung. Das war eher weniger anspruchsvoll. Ich war am Ende sogar zweitbester der Kompanie was das anging. Eine Qual war das rumkommandiert zu werden von ... siehe oben. Und das stramm stehen und die unbequemen Pullover und eigentlich habe ich nicht ein gutes Wort über die BW. Tut mir leid.
Einzig die Möglichkeit, dort studieren zu können und gleichzeitig dabei Geld zu verdienen samt Pension wären für mich attraktiv gewesen, sofern es Chemie als Studienfach gegeben hätte.

Beitrag melden
skade 25.11.2017, 09:21
8.

völlig unerheblich die Zahlen. Mir kommen keine Tränen. Die Wehrpflicht war die unsinnigste Zeit meines Lebens, die mich immer noch sauer macht.
Die Abschaffung der Wehrpflicht war ein Schritt zu einer moderneren Zeit und zu mehr Freiheit. Wieso die Wehrpflicht auch nur für ein Geschlecht galt, war im Zuge der Gleichberechtigung auch ein Witz.

Beitrag melden
M. Michaelis 25.11.2017, 09:22
9.

Ist ja kaum verwunderlich. In Baden-Württemberg dürfen Rekrutierer in Schulen nicht für die Bundeswehr werben und auch sonst wird das Militär mit Abscheu behandelt.

Dazu kommen noch diverse Skandal und Unterwanderung durch Rechtsradikale.

Beitrag melden
Seite 1 von 10
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!