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Bundeswehr: Bewerberzahlen für freiwilligen Wehrdienst brechen ein
DPA

Immer weniger Männer und Frauen haben Interesse am freiwilligen Wehrdienst - und jeder Vierte bricht vorzeitig ab. Das Verteidigungsministerium spricht von einer "Herausforderung".

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peterpahn 25.11.2017, 09:25
10. Das liegt sicherlich auch am unklaren Auftrag der Bundeswehr, und ..

Das liegt sicherlich auch am unklaren Auftrag der Bundeswehr, und der Tendenz, sich weltweit für alles und jeden einzusetzen; ich fürchte, das ist für viele junge Menschen wenig attraktiv, zumal diese Veränderungen jedenfalls im Hinblick auf den ursprünglichen Auftrag der Bundeswehr (Landesverteidigung; und in einer weiteren Interpretation Verteidigung auch der Bündnispartner) eher irritieren. Die Aussicht, sich auch in postkoloniale Konflkte in Nordafrika hineinziehen lassen zu müssen, z.B. der Franzosen in Mali, wirkt wohl auch abschreckend. Oder denken wir an die Debatte vor wenigen Tagen im Deutschen Bundestag, als mehrer Bundeswehreinsätze verlängert werden mussten: Wie schwer tun sich die Einsatz-Befürworter inzwischen, diese plausibel zu machen!

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a.meyer79 25.11.2017, 09:31
11. Fremdenlegion

Der Franzose macht es seit langer Zeit vor. Wir führen eine Fremdenlegion ein. Junge und kräftige Männer haben wir ja mittlerweile genug. Wer 10 Jahre dient und überlebt kriegt eine Ausbildung und die unbegrenzte Aufenthaltserlaubnis.

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alexanderschleissinger 25.11.2017, 09:32
12. Niemand

@Maier2206 Niemand tituliert einen anständigen Soldaten oder Wehrdienstleistenden als Nazi oder Rechtsradikal. Mir ist das während meines Wehrdienstes nicht passiert und wenn ich heute sage, dass ich in Falle eines Angriffs bzw. Terroranschlages oder Unglücksfall froh um die Ausbildung bin, geschieht das auch nicht. Auch nicht, wenn ich für eine gut durchdachte Wiedereinsetzung plädiere oder selbst sage, als Reservist bereit zu stehen. Es braucht also offenbar noch zusätzliche Verhaltensweisen, um als Nazi tituliert zu werden...

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mydryn 25.11.2017, 09:34
13. Als ich zum Wehrdienst gezogen wurde

war ich absolut nicht damit einverstanden, zumal schon damals mir als Laien aufgefallen ist, dass entgegen der Aussage im Grundgesetz, welches die Gleichheit festschreibt, die Männer benachteiligt wurden. Nach dem Wehrdienst sind natürlich alle in ihrem Beruf zurückgekehrt. Zumindest so lange, bis eine Kündigung wirksam erfolgen konnte. Die Frauen konnten damals ungestört ihn ihren Berufen weiterarbeiten.
Was mich aber erst richtig auf die Palme gebracht hat, war Kohls Aussage von der Gnade der späten Geburt: Sein Jahrgang wurde nicht gezogen, weil es die Bundeswehr noch nicht gab und ab 1955 ausreichend jüngere Männer zur Verfügung standen.
Unser Parlament ist ein Spiegelbild, wie es nicht sein sollte. Jeder kennt und nimmt seine (manchmal auch eingebildeten) Rechte war und hat sich bei seinen Pflichten (bürgerliche Ehrenpflichten) immer kräftig in Deckung geschmissen.
Ich würde es begrüßen, wenn niemand zum Abgeordneten in Bund, Ländern und Kommunen gewählt werden dürfte, der nicht seinen Wehrdienst geleistet hat oder einen gleichwertigen Dienst absolviert hat. Vor den Rechten sollten immer die Pflichten stehen.

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louisseize 25.11.2017, 09:35
14. Vorhersehbar

Der demografische Wandel ist wahrhaftig nicht die Ursache dafür, dass sich keine Rekruten mehr finden. Mal wieder ein Beispiel, wie das Heranziehen von äußeren Einflüssen interne massive Fehleinschätzungen vertuschen sollen. Der Dienst in der Truppe ist schlichtweg völlig unattraktiv. Schlechte Ausrüstung, kein gesellschaftlicher Rückhalt, nur scheinheiliger politischer Rückhalt, kein Glanz, keinen Ehrung, und letztlich ist der Waffendienst kein Kindergeburtstag, was die hohe Ausstiegsquote erklärt. Traditionen, die für eine gut motivierte Armee wichtig sind, werden explizit verboten. Ich kann die Zwanzigjährigen sehr gut verstehen. Warum sollen sie das tun? Alles das war bei der Abschaffung der Wehrpflicht schon vorhersehbar. Sie haben es sich trotzdem schön geredet. Nun kriegen sie keine Leute mehr. Mein Mitleid hält sich sehr in Grenzen.

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pepe83 25.11.2017, 09:39
15. Warum sollte man freiwillig zur Armee gehen?

Entweder wegen Patriotismus oder wegen Geld. Aber Medien, Schulen und Politik tun Alles dafür, dass bei jungen Leuten kein Patriotismus aufkommt. Und viel Geld gibt es bei der Bundeswehr auch nicht. Auch die zunehmende Traditionsverleugnung und die abstruse Genderisierung in der Truppe wirkt eher abschreckend. Jetzt kommt auch noch die europäische Armee. Aber wer will schon aus Überzeugung sein Leben für die Brüsseler Technokratie riskieren...

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Zaunsfeld 25.11.2017, 09:40
16.

Zitat von M. Michaelis
Ist ja kaum verwunderlich. In Baden-Württemberg dürfen Rekrutierer in Schulen nicht für die Bundeswehr werben und auch sonst wird das Militär mit Abscheu behandelt. Dazu kommen noch diverse Skandal und Unterwanderung durch Rechtsradikale.
Ich war selbst bei der Bundeswehr. Aber dass die Bundeswehr nicht schon an Schulen für die Teilnahme an Kriegseinsätzen werben darf (und darum geht es im Endeffekt) finde ich trotzdem richtig.

Und das Thema Unterwanderung durch Rechtsradikale .... Ich denke, die Bundeswehr ist davon nicht mehr oder weniger betroffen als andere Arbeitgeber in Deutschland. Feuerwehren, die BASF, Stadtwerke, die öffentliche Verwaltung, BMW, der Klemptnerbetrieb um die Ecke oder der Angestellte Ihrer Kfz-Werkstatt.
Bei der Bundeswehr fällt es nur mehr auf, weil jemand, der bei der Bundeswehr eingestellt werden soll, vorher im Rahmen der Sicherheitsüberprüfung speziell daraufhin geprüft wird, ob in der Hinsicht schon was gegen ihn vorliegt. Macht jemand während seiner Dienstzeit so eine Äußerung, kann das ganz schnell eine Untersuchung nach sich ziehen, teils auch medienöffentlich.

Bei BASF, beim Klemptner um die Ecke oder in der Kfz-Werkstatt fällt so jemand nur einfach nicht auf, wenn er nicht gerade seine Einstellung kleidungsmäßig vor sich herträgt.

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shotaro_kaneda 25.11.2017, 09:44
17.

Wozu sollte man denn noch zur Bundeswehr gehen? Was sollte man denn noch verteidigen? Mehrere Politiker in der Regierung sagen doch: Es gibt keine deutsche Kultur. Das kanns also schonmal nicht sein. Ein deutsches Volk an sich wird auch immer verleugnet. Es gibt nur noch die, die hier seit kurzem leben und die, die schon länger hier leben. Die jetzige Demokratie an sich ist in D eigentlich auch nicht mehr würdig verteidigt zu werden. Egal was der Bürger wählt, die Umverteilung von unten nach oben schreitet voran und Merkel bleibt im Amt. Dazu kommt noch die gesellschaftliche Ächtung der Bundeswehr, der Ächtung des Dienstes an der Waffe an sich, weil Menschen töten geht ja mal gar nicht und die Feinde sind doch alle nur Opfer ihrer Sozialisation auf die darf man doch nicht schießen... . Zudem sind doch beim Bund angeblich sowieso alles Nazis. Kein Mensch der was auf dem Kasten oder Ideale hat geht zum Bund. P.S. In meiner Familie gibt es einen Offizier. Der sieht das genauso.

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keine Zensur nötig 25.11.2017, 09:44
18. Genau - Das ist die Lösung,

Zitat von a.meyer79
Der Franzose macht es seit langer Zeit vor. Wir führen eine Fremdenlegion ein. Junge und kräftige Männer haben wir ja mittlerweile genug. Wer 10 Jahre dient und überlebt kriegt eine Ausbildung und die unbegrenzte Aufenthaltserlaubnis.
auch wenn unsere Uschi schon den Bund für Söldner öffnen will.

Die jungen Männer, gern auch Zugewanderte, bilden mit der Forderung der Union und den Festlegungen der Lissaboner Verträge genau die Truppe, die wir brauchen.

Keine Bindung zu Land und Leuten und schiessen egal auf wen, wenn der Befehl kommt.

Passend dazu gibt es jetzt Schnöggersburg für Auslandseinsätze, auch wenn ich bei diesen eine U-Bahn und eine Kirche vermisse.

Nachtigall - ick hör dir trapsen.

Ausweg - Wiedereinführung der Wehrpflicht, diesmal für Männlein, Weiblein und alle anderen. Vorteile? Weniger Abbrecher, einfachere Gewinnung - und der Pflegenotstand kommt so auch aus der Welt.

Bezüglich der Einbürgerung nach 10 Jahren Überleben bin ich beim maladen Zustand der Technik jedoch beruhigt.

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Zaunsfeld 25.11.2017, 09:44
19.

Das ist einfach eine Hauptfolge der Aussetzung der Wehrpflicht. Es gab damals schon genug Leute, die das vorausgesagt haben. Aber unser Baron zu Münchhausen und Guttenberg wollte es ja damals besser wissen.
Aber der Zug ist abgefahren. Die Wehrpflicht wieder einzuführen, wird gesellschaftspolitisch so gut wie unmöglich sein, wenn nicht grad ein Krieg direkt an den Grenzen Deutschlands kurz bevor steht.

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