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Bundeswehr: Bewerberzahlen für freiwilligen Wehrdienst brechen ein
DPA

Immer weniger Männer und Frauen haben Interesse am freiwilligen Wehrdienst - und jeder Vierte bricht vorzeitig ab. Das Verteidigungsministerium spricht von einer "Herausforderung".

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mundi 25.11.2017, 12:44
80. Eingeschränkte Freiheit

Zitat von V3456
Wenn ich eingezogen werden würde um Wehrdienst/Ersatzdienst leisten zu müssen, würde mich dies bei sechs Monaten Dauer über 30.000 € kosten. Und das bei längerer Arbeitszeit (vgl. mit 35-Stunden Woche + bezahlten Überstunden ) und weniger Urlaub... Dann lieber für ein paar Jahre ins Ausland.
Kein Ausland. Bestandteil der Wehrpflicht war auch die Einschränkung der von der Verfassung garantierten Freiheit, den Wohnsitz selber bestimmen zu können.

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L_P 25.11.2017, 12:46
81. @ Mali

Zitat von Spiegelleserin57
die deutschen Soldaten werden zu Auslandseinsätzen eingesetzt wie z. B. Mali das in keiner Wiese etwas mit unserem Land auch nur ansatzweise zu tun hat. Auch sehen mittlerweile viele junge Leute die Lebensgefahr in diesem Beruf und erkennen dass man eben nicht immer lebend nach Hause zurückkehrt. Wer will das schon? Niemand will in einem fremden Land in einen Hinterhalt gelockt werden dort auf eine Mine treten. Man muss da ganz deutlich die Realität sehen und da ist sehr verständlich das Menschen nein sagen. Ich selbst habe Minenopfer gesehen und kann daher diese Entscheidung leicht respektieren. Aus der Ferne ist da natürlich schnell entschieden!
Durch Mali wird so mancher Flüchtling gekommen sein, der mit seiner Ankunft die AfD ermöglicht und die anderen Parteien einigungsunfähig zurückgelassen hat. Wenn ein paar tausend BW Soldaten Mali so destabilisieren, wie sie es in Afghanistan geschafft haben, wird sich jeder Flüchtling 2x überlegen, oder er durch Mali nach Deutschland reist.

Ein Grundproblem ist, daß im Krieg der Feind dämonisiert und die eigene Seite glorifiziert wird. Ehrlich, wir wissen nicht, ob in Mali Brunnen gebohrt oder Konzentrationslager betrieben werden.

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Malto Cortese 25.11.2017, 12:52
82. Abstimmung mit den Füßen

Wer will schon in eine Truppe eintreten, die zur Weltwehr umgebaut wird? Höchstens Kandidaten, die dem krebsartig wachsenden Niedriglohnsektor in Deutschland ("bester Niedriglohnsektor Europas") entkommen wollen und dafür bereit sind, ihr Leben auf dem Boden fremder Völker zu verspielen. Siehe den nunmehr 16-jährigen Unterstützungseinsatz zugunsten der afghanischen Opiumindustrie, der u.a. eine Vervierzig(!)fachung der Asylantragszahlen aus Afg zur Folge hatte.

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Marilies Kaufmann 25.11.2017, 13:02
83. Wozu überhaupt eine Bundeswehr?

Der Bestand unseres Staates wird heute nicht durch eventuelle militärische Gegner gefährdet - auch nicht durch Putins Russland. Die Gefahren sind heute ganz anderer Art, aber das wollen viele nicht hören oder wahrhaben. Der weltweite Terrorismus ist an erster Stelle zu nennen. Eine noch viel nachhaltigere Gefahr droht durch ungebremste Einwanderung aus fremden Kulturen. Und die verantwortlichen Politiker von CDU bis hin GRÜNEN und LINKE scheinen diese Entwicklung zu wollen. Warum sollte ein junger Mann in solchen Zeiten und unter derartigen Verhältnissen seine Haut irgendwo in der Welt zu Markte tragen? Ganz schlimm würde es - wie in der Vergangenheit schon geschehen, siehe Schröder/Fischer in der rotgrünen Koalition von 1998 - wenn ausgewiesene Pazifisten und Kriegsdienstverweigerer das Kommando haben. Nein - dieser Staat, seine Gesellschaft und seine Politiker, verdienen es nicht, dass Menschen für ihn ihr Leben aufs Spiel setzen.

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heinrich.busch 25.11.2017, 13:07
84. Das ist eine logische Konsequenz

aber nicht der Abschaffung der Wegroflucht, sondern der Stellung der Bundeswehr in einer Gesellschaft die von pseudolinkslastigen Ideologien und AM Mehltau, verstärkt durch einr Ursula von "ich kann Alles " geführt wird.
Man kann selbstverständlich Militär grundsätzlich ablehnen, aber so ein Wischiwaschi wie es unter AM organisiert oder eben gar nicht organisiert ist wird denen die in der Tradition der deutschen Militärs seit den Befreiungskriegen gegen die napoleonische Vorherrschaft stehen möchten absolut nicht gerecht. Dazu kommt, dass sehr viele deutsche Jugendliche die Nato als eine aggressive Hilfstruppe der Amerikaner ansehen. Das sehe ich als ehemaliger Zeitsoldat im Übrigen ähnlich.

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Spiegelleserin57 25.11.2017, 13:08
85. eben die Flüchtlinge von dort zeigen doch ein gutes Bild auf...

Zitat von L_P
Durch Mali wird so mancher Flüchtling gekommen sein, der mit seiner Ankunft die AfD ermöglicht und die anderen Parteien einigungsunfähig zurückgelassen hat. Wenn ein paar tausend BW Soldaten Mali so destabilisieren, wie sie es in Afghanistan geschafft haben, wird sich jeder Flüchtling 2x überlegen, oder er durch Mali nach Deutschland reist. Ein Grundproblem ist, daß im Krieg der Feind dämonisiert und die eigene Seite glorifiziert wird. Ehrlich, wir wissen nicht, ob in Mali Brunnen gebohrt oder Konzentrationslager betrieben werden.
was in diesem Land geschieht. Niemand flieht aus einem Land in dem er halbwegs glücklich leben kann. Wer will da freiwillig hin und sein Leben riskieren? Doch wohl kein Mensch!

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BellSouth 25.11.2017, 13:20
86. Fehlende Sinn!!!

Ich war 12 Jahre Soldat und das zu einer Zeit als Soldaten nicht gerade in der damaligen Gesellschft willkommen waren! Warum aber war damals trotzdem der Respekt den Soldaten gegenüber höher als heute? Und warum wurde die Wehrpflicht in Verbindung mit den Zivildienst zu der Zeit so gut wie nicht angezweifelt oder warum gingen aus der Wehrpflicht heraus trotzdem soviele Soldaten in eine Verpflichtung auf mehrere Jahre? Sicherlich deshalb, da es zu der Zeit noch Verteidigungsminister gab die ihren Aufgabe nicht als Sonnenschein- oder Suny-Boy-Job sahen wie die letzteren! Auch, weil jeder zu dieser Zeit einen eindeutigen Auftrag hatte: "Die Grenzen der Bundesrepublik Deutschland zu verteidigen"! Wo aber sind heute diese Grenzen? Und welcher junge Soldat hat heute Vorgestzte die den letzten menschenverachtenden Krieg der Nazis noch vor Augen hatte? Hinzukommend jeglicher Achtungsverlust von Politik und Gesellschaft! Viel schlimmer noch der Verrat durch immer wiederkehrende Verletzungen der Fürsorgepflicht durch Politik und Vorgesetzte! Ich würde micht heute nicht mehr verpflichten aber sicherlich unter dieser Politik den Dienst verweigern!

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matimax 25.11.2017, 13:29
87. Lebenszeit abkaufen - mit attraktiven Zulagen

Vor knapp vierzig Jahren, zur Zeit des heißen Kalten Krieges, hatte ich die Wahl zwischen der "sinnvollen" Tätigkeit als ziviler Urinkellner oder W15 Stoppelhopser.
Ehemalige Schulkameraden erzählten mir von ihrem Ersatzdienst im Krankenhaus oder Altersheim. Dort wurden sie tatsächlich mit dem Tod konfrontiert, eine Realität des Lebens, die ich als junger Mensch gerne verdrängte, mit "wirklich" Sterbenden wollte ich nichts zu tun haben.

Dann doch lieber zum Bund in die Saufschule der Nation und lediglich auf Pappkameraden schießen, aber die Aussicht auf 15 Monate stink-langweiliges Panzerputzen in der Lüneburger Heide war auch nicht gerade attraktiv.

So ging ich dann freiwillig für zwei Jahre zur Marine, ein paar Mark fuffzig mehr monatlich gab's auch noch, für neun Monate verlängerte Einschränkung der persönlichen Freiheit.

Dafür wurde ich aber mit damals außergewöhnlichen Reisen z.b. in die USA und Karibik entschädigt. Ausreichend Landgang gab's für uns Botschafter in Blau auch, Sightseeing inklusive Hotelunterkunft in New York und Washington oder den Everglades auf Steuerzahlerkosten.
Obwohl vier Monate unterwegs, steuerten wir nach spätestens sieben Tagen immer einen attraktiven Hafen an.

Heute sieht das Leben der Seelords ganz anders aus.
Monatelang an Bord eines engen Marineschiffes mit eingeschränkter Privatsphäre vor dem Horn von Afrika auf Piraten zu lauern, ist eine harte psychologische Herausforderung.
Es bestehen dort kaum Landgangmöglichkeiten wegen der schlechten Sicherheitslage in den Anrainerstaaten, vielleicht noch in Kenia, aber dorthin fährt ja auch kaum noch jemand freiwillig in den Urlaub.

Insgesamt sehr unattraktive Aussichten für potentielle Marinebewerber, die nur mit richtig viel Kohle überzeugt werden können.
Da muss "Flintenuschi" tief in den Wehretat greifen, um qualifiziertes Personal zu finden, das die anspruchsvolle Technik beherrscht - ein-Euro-Job Flüchtlinge sind wohl eher ungeeignet

Im Zeitalter der Billigflieger ist kaum ein junger Mensch mehr auf die graue Flotte von Y-Reisen angewiesen, um ferne Länder zu sehen.

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gandhiforever 25.11.2017, 13:41
88. Chapeau

Ich verbeuge mich vor dieser Generation junger Deutscher, die die als Friedensmissionen gepriesenen Einsaetze fern der Heimat vermehrt ablehnen. Die Regierung hatte damals auf Freiwilligkeit gesetzt, weil Freiwillige eher manipulierbar/gefuegig sind als Wehrpflichtige. Offiziell waqren es natuerlich Kostengruende.

Unter der alten Regelung wehrten sich Wehrpflichtige gegen Schikanerei und andere unhaltbare zustaende, die heute nur selten zur Sprache kommen.

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hausierer 25.11.2017, 14:07
89. Paßt alles in die organisierte Demontage unseres Landes

tausend kleine Mosaiksteine die man nur zusammensetzen muss um zu erkennen, das die Erhaltung unserer Gesellschaft und den traditionellen Grundwerten nicht mehr gewollt ist....natürlich gibt es auch immer mehr
übergewichtige Weicheier die sich mit " Energie-Drinks , Alkohol und Drogen auch noch die paar Gehirnzellen verbrennen, die man gerade noch braucht um einen Knopf drücken zu können...ab er viel schlimmer ist die Spaltung unserer Gesellschaft : Jung gegen alt, Frauen gegen Männer, die Hetze gegen unsere Industrieprodunkte und gegen andersdenkende, um nur einige zu nennen....da sind die Österreicher schon wesentlich weiter als wir : Das Bundesheer und die Landesverteidigung haben dort einen riesigen Aufwind erfahren...auch die Selbsterhaltungsmechanismen sind bei denen im Gegensatz zu uns noch nicht ganz verloren gegangen....Respekt an die jungen östereichischen Politiker, die ihr Volk beschützen und verteidigen...

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