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Bundeswehr-Gewehr G36: Bitte nicht so viel schießen
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Seit 15 Jahren ist das Gewehr G36 bei der Bundeswehr im Einsatz, nun stellt sich nach SPIEGEL-Informationen heraus: Die Waffe wird bei langen Gefechten zu heiß, die Präzision lässt drastisch nach. Was sollen Soldaten im Kampf also tun? Die Gebrauchsanweisung gibt einen einfachen Tipp.

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Mononatriumglutamat 02.04.2012, 00:47
160.

Zitat von schwarzes_lamm
Ich kenne nur die zivile Variante des G36 - eigentlich ein schönes Stück deutscher Ingenieurkunst, kann im Dauereinsatz nicht mit der nach 2000 in Russland gefertigten AK oder der tschechischen VZ 58 oder 805 mithalten.
Bei der Fertigung solcher Waffen haben Sie zwei grundsätzliche Ziele, die sich aber widersprechen: einerseits die Resistenz gegen Verschmutzung, andererseits die Schusspräzision.

Wenn Sie die Waffe mit großen Fertigungstoleranzen und weiten Passungen bauen, erhöht das die Schmutzresistenz, verschlechtert gleichzeitig aber die Schussgenauigkeit. Wenn Sie die Waffe mit kleinen Fertigungstoleranzen und engen Passungen bauen, verbessert das die Genauigkeit, aber dafür wird die Waffe empfindlicher gegenüber Verschmutzung. Grundsätzlich bleibt also immer diese grundsätzliche Abwägung zwischen Genauigkeit und Schmutzresistenz, und aus diesem Dilemma kommt kein Büchsenmacher der Welt heraus.

Natürlich spielen noch andere Kriterien eine Rolle: Gewicht von Waffe und Munition, Kadenz, Munitionstypen, Handhabbarkeit, Bediensicherheit, und natürlich die Kosten. Waffen mit geringen Fertigungstoleranzen und engen Passungen müssen intensiver gepflegt und mit größerer Vorsicht gehandhabt werden, sind teurer zu fertigen, haben eine geringere Kadenz und haben zudem eine kleinere Auswahl an Munitionlaborierungen. All das kann bei einem Sturmgewehr aber niemand brauchen, deswegen sind alle Sturmgewehre mit hohen Toleranzen und weiten Passungen gefertigt -- weil eine ungenau schießende Waffe im Gefecht immer noch besser ist als eine, die wegen klemmender Bauteile gar nicht schießt.

Weittragende Präzisionsgewehre sind heute in der Regel Einzelschüsser mit einem Zylinderverschluss sind -- häufig sogar ohne Magazin, denn dessen Durchbruch schwächt den Systemkasten und führt deswegen zu unerwünschten Schwingungen beim Schuss, die die Präzision negativ beeinflussen. Nicht zuletzt deswegen sind der Karabiner 98 sowie darauf basierende Weiterentwicklungen bei Jägern und Sportschützen in aller Welt immer noch sehr beliebt.

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bjoern 02.04.2012, 00:50
161.

Zitat von tpro
Aha, das AK ist also kein Gasdrucklader. Für was ist denn das kleine Röhrchen über dem Lauf??? Sicher nur eine Attrappe.
In dem kleinen Röhrchen sitzt das Gestänge das den Kolben per Gas antreibt. Also wird es auch mit Gas betrieben, aber es gelangt kein Gas in den upper receiver somit in den Bolt/Hammer Bereich und hält damit das Gewehr sauberer vor den Gas Rückständen

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Mononatriumglutamat 02.04.2012, 01:09
162.

Zitat von schwarzes_lamm
Sie haben natürlich in der Hinsicht Recht, dass die Teile-Produktion der AK47 ursprünglich auf Blechprägetechnik basierte, spätestens mit der Umstellung auf die kleinkalibrigere 74 hätte man die Produktion auf CNC Maschinen herstellen können (bzw. sollen), wie es bei der tschechischen VZ 58 der Fall war.
Stanz- und Prägeteile sind in der Massenproduktion viel billiger als Fräsen und für Sturmgewehre allemal ausreichend präzise. CNC-Fräsen ist an der Stelle keine Alternative und im Übrigen auch keineswegs genauer als eine korrekt bediente herkömmliche Fräsmaschine.

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Mononatriumglutamat 02.04.2012, 01:24
163.

Zitat von grenzdebil
Die Unterschiede sind zu vernachlässigen, ähnlich wie beim 7,62x54 und der guten alten .308 WinMag,
Sie meinen die 7,62x51 NATO. Die 7,62x54R ist eine russische Patrone, die noch auf das Mosin-Nagant zurückgeht und heute beispielsweise von den Dragunov-SSG und dem PK-Maschinengewehr verschossen wird.

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denn76 02.04.2012, 01:33
164.

Zitat von fragezeichen???
Echt Norwegen hat die als Standartwaffe? OK Norwegen hat ja auch ein grundsolides Sozialsystem Wenn mal erst das mal hat und hat noch Geld ueber dann kann man sich sowas wohl leisten Mfg ???
Standart... Die Kunst zu stehen, oder doch eher die art wie man steht?
Aber auch den Rest des Kommentars verstehe ich nicht wirklich...

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Moewi 02.04.2012, 01:39
165.

Zitat von sysop
Nach mehreren hundert Schuss...
lol - wenn man innerhalb kurzer Zeit mehrere (10+) Magazine leeren musste, steht doch wohl die Frage an erster Stelle, ob man das Bajonett dabei hat ;o)

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RamBo-ZamBo 02.04.2012, 01:40
166. asdf

Zitat von wakaba
Das der Lauf bei Hitze durchhängt ist normal. Schiesst man halt etwas höher und hält etwas rechts...
Genau. Das kennt jeder GWDLer vom Schießstand, da wird ja auch den ganzen Tag meist nur eine Waffe benutzt.

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kaishakunin 02.04.2012, 01:40
167. Omg!

Zitat von sysop
Seit 15 Jahren ist das Gewehr G36 bei der Bundeswehr im Einsatz, nun stellt sich nach SPIEGEL-Informationen heraus: Die Waffe wird bei langen Gefechten zu heiß, die Präzision lässt drastisch nach. Was sollen Soldaten im Kampf also tun? Die Gebrauchsanweisung gibt einen einfachen Tipp.
Damit ich auf "Internetslang" zurückgreif, da muß schon einiges passieren.
Eine STRUMGEWEHR konstruieren massives Dauerfeuer und lange Gefechte ausgelegt ist, das ist einfach ein "Epic Fail" oder wie man das nennt.
Vorallem wenn man den modernen Feuerkampf betrachtet in dem Unterdrückungsfeuer, also mehr oder weniger gezieltes Dauerfeuer eingesetzt wird um den Gegner in einer Deckung festzunageln um so etwa einem Stosstrupp das gefahrlose Flankieren und aufrollen der unterdrückten Stellung zu ermöglichen.
Wenn das eine Waffe nicht mit macht ists für den Infantristen echt übel. Leider scheint man ja auch die gute alte "Hitlersäge" (MG3, vorher MG42) beim Bund in Rente zu schicken und durch ein dem amerikanischen m249 ähnlichem H&K Schießprügel ersetzt zu werden.
Ich denke kaum dass das neue MG auch nur den Ansatz der gewaltigen Leistungen in Kadenz und Psychoterror des bewährten Uralt-Mg's aus dem WK2 bringt. Gut, totmachen wird man damit auch sehr gut können, aber eben nicht SO brachial.

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texas_star 02.04.2012, 02:06
168. der preis...

Zitat von haspelbein
Ganz un gar nicht. Beretta und besonders FNH sind das Gegenbeispiel. Die zivile Version des HK416 verkauft sich in den USA auch nicht sonderlich.
ja, die zivile version der HK416 ist einfach viel zu teuer. das guenstigste was ich online sah war um die $2,800. das ist aber auch die grundversion - keine optik und nichts. wie gesagt... fuer $1000 weniger bekommen sie ein solides AR welches massig zubehoerteile auf dem markt bekommt und welches bei normaler pflege und wartung einwandfrei funktioniert. HK war preislich immer schon sehr teuer auf dem privatmarkt. bestes beispiel sind die pistolen.... HK45 rund $1,000, Glock 21 rund $650. Dabei schiessen beide pistolen kaliber .45acp, sind genau und extrem zuverlaessig. aber die HK kostet ein paar hunderter mehr.

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auswanderer2 02.04.2012, 02:54
169. Beweis

Zitat von sysop
Im Einsatz, vor allem in Afghanistan, habe es allerdings auch nach stundenlangen Schusswechseln mit Taliban-Kämpfern bislang keine solche Erfahrungen gegeben.
Vielleicht bedingte gerade die miese Trefferquote erst "stundenlange Schusswechsel"...
SCNR ;)

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