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Bundeswehr-Jahresbericht: Wo der Mangel regiert
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U-Boote auf dem Trockenen, Jets am Boden, Soldaten ohne Ausrüstung: Der Bericht des Wehrbeauftragten Hans-Peter Bartels legt massive Defizite bei der Truppe offen. Häufige Klage der Soldaten: "Wir verwalten uns zu Tode."

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berther 29.01.2019, 15:23
20. Zuviele Dienstgrade...

... die es früher zu Wehrpflichtzeiten nie gegeben hat, sind ein sicheres Anzeichen dafür, daß eine Armee zu lange unnütz existiert.

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reever_de 29.01.2019, 15:25
21.

Und mit noch zusätzlichen Milliarden Euro wird es kein bißchen besser - außer das „externe Berater“ noch mehr Geld grinsend nach Hause tragen und noch mehr Irrsinnsprojekte finanziert werden. Der „einfache Soldat“ wird gar nichts davon haben.

DIe Bundeswehr ist so auf den Hund gekommen das es einfach nicht mehr tragbar ist. Frau von der Leyen ist klar als Hauptverantwortliche für das Debakel zu benennen: unter ihrer jahrelangen Regie ist rein nichts verbessert worden, aber deutlich verschlimmert worden. Warum oder mit welcher „Kompetenz“ sie damals dieses Amt bekommen hat, das frage ich mich heute noch und immer wieder.

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Flar_Etlon 29.01.2019, 15:28
22. Bitte um mehr Fachkompetenz

Liebe Foristen, Liebe Leser,

Ich möchte dafür plädieren einen Fachmann / Fachfrau an die Spitze des Verteidigungsministeriums zu setzen.
Wer kann besser als ein ehemaliger hoher Offizier / In dieses Amt bekleiden?
In der freien Wirtschaft leisten wir uns ja auch keine Fremdbesetzungen in relevanten Positionen.
Bitte lassen Sie Fachleute in diese sensiblen Bereiche. Unser Staat sollte in den letzten, fast 70 Jahren, solche auch in demokratischer Ausprägung hervorgebracht haben. MFG von einem KDV

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bayerns_bester 29.01.2019, 15:30
23.

Ich mag Frau vdL nicht, und aus meiner Sicht muss sie angesichts ihrer bisherigen Leistung klar den Hut (oder sagt man "die Handtasche"?) nehmen. Alleine das Thema "Gorch Fock" und "externe Berater" sollten hierfür schon ausreichen. Fairerweise muss man aber sagen, dass die Truppe schon weit vorher absolut chaotisch und unorganisiert war. Ich habe in den frühen 90igern meinen Wehrdienst im Jägerbataillon 552 der Deutsch-Französischen Brigade abgeleistet. Bereits damals war das Ausmaß der Inkompetenz verheerend. So war seitens des Fahrers eines Transportpanzers Fuchs beispielsweise gemeldet worden, dass die Scheibenwischer dringend ausgetauscht werden müssten, da sich das Gummi abzulösen begann. Der Nachschub war über Wochen nicht in der Lage, Ersatz zu beschaffen. Als Folge löste sich das Gummi dann im Manöver, so dass sich in der Frontscheibe Kratzer bildeten. Ergebnis war, dass nach dem Manöver die komplette Scheibe getauscht werden musste. Die Mehrkosten dürften erheblich gewesen sein. Ich bin mir sicher, dass das kein Einzelfall war.

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Querdenker24 29.01.2019, 15:31
24. Was sagt die Ministerin

Kein Statement von der Ministerin wann sie Besserung gelobt. Hat wahrscheinlich auch noch keine Zeit gehabt, da sie mit ihrem Beraterstab zuerst ausführlich dinieren muss ;-)

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heimatminister 29.01.2019, 15:31
25. Wen wunndert es noch?

Das Problem ist doch seit Jahrzehnten bekannt. Und sicher nicht in der Person des/der jeweiligen Ministers/in begründet.
Sondern im Personal; im Personenkreis, der überhaupt für den Beruf des Soldaten in Frage kommt.

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bieberh 29.01.2019, 15:32
26. Warum....

hacken immer alle auf Frau Leyen rum. Die Frau verlässt sich auf die Aussagen von ihrem Experten Team. Sie selbst hat davon mit Sicherheit so viel Ahnung wie der Bäcker vom programmieren.
Herr Bartels ist seit 2015 im Amt und stellt 2019 eine neue Bilanz über den Zustand der Bundeswehr? Aber HALLO, was hat der Mann in den 3-4 Jahren gemacht. Hier ist ein kontinuierliches Monitoring angesagt damit die Ziele auch im Focus bleiben und ggf. Korrekuren bei der Umsetzung implementiert werden können.
Bei der Verwaltung wäre ein Blick in die Wirtschaft sinnvoll, wo Unternehmen wie z.B. Fraport ganz andere logistischen Herausforderungen zu stemmen haben.
Wenn man in der privaten Wirtschaft so effizient agieren würde...na dann prost Mahlzeit!!!

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newline 29.01.2019, 15:33
27. Das ist alles nicht Neu.

Zu meiner glorreichen Zeit als Wehrdienstleistender war Volker Rühe der Minister. Ein Tarnnetz für den Helm wurde ausgegeben, wieder eingezogen, Ersatz (der Tuchüberzug) nie verteilt. Maskenbrille drei Wochen vor Dienstende erhalten. Gefechtsausbildung mit zwei Schuss Manövermunition und "Bumm" schreien. Keine Putzlappen für das Waffenreinigen also wurde mit Toilettenpapier die Brünnierung gleich mit entfernt. EPA älter als man selbst und ich war erst nach dem Studium beim Bund.

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Cascara LF 29.01.2019, 15:35
28. Viel Geld für...?

Ja, für was eigentlich?
Ich habe in den späten 80ern meinen Wehrdienst beim Heer geleistet und eine Reserveoffzierausbildung angeschlossen. Damals hatte die Bundeswehr noch eine Stärke 495.000 Soldaten, hauptsächlich durch Wehrpflichtige und viele Zeitsoldaten. Die Anzahl an Ketten- und Radfahrzeugen waren höher, die Anzahl der U-Boote und Flugzeuge ebenfalls. Sicher war auch damals nicht die Ausrüstung immer zu 100% verfügbar, Reparaturen gab es immer und überall, aber zu den großen NATO-Manövern war unser Regiment immer mit allen Kettenfahrzeugen dabei - da hat der Kommandeur schon mit Nachdruck drauf hinarbeiten lassen. Und heute? Geringere Personalstärke, weniger Fahrzeuge und Waffensysteme (dafür anfälliger?) aber vergleichbar mit damals ein um ein Vielfaches höheres Budget. O.k., dafür gibt es jetzt auch mehr Berater, mehr Stabsstellen und Kommissionen und Posten, auf denen man sich als Stabsoffizier in Glanze der Umstrukturierung und der Assymetrischen Kriegsführung mit Planungen etc. verdingen kann. Ist ja auch was, was schert uns da die kämpfende Truppe mit ihren Wehwehchen und den Schrotthaufen an High-Tech-Ausrüstung.

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Cascara LF 29.01.2019, 15:38
29.

Zitat von betonklotz
Der Brei wurde von vielen Köchen verdorben.
In jeder Küche gibt es einen Chefkoch der die anderen Köche führen und beaufsichtigen muß. Wenn dieser aber keine Ahnung von der Sache hat und den Köchen Berater zur Seite stellt und auch den Sumpf der Administration bewässert, dann kommt eben ein teures aber nicht schmackhaftes Gericht dabei raus.

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