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Bundeswehr-Jahresbericht: Wo der Mangel regiert
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U-Boote auf dem Trockenen, Jets am Boden, Soldaten ohne Ausrüstung: Der Bericht des Wehrbeauftragten Hans-Peter Bartels legt massive Defizite bei der Truppe offen. Häufige Klage der Soldaten: "Wir verwalten uns zu Tode."

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Hans58 30.01.2019, 12:04
70.

Zitat von Querdenker24
Kein Statement von der Ministerin wann sie Besserung gelobt. Hat wahrscheinlich auch noch keine Zeit gehabt, da sie mit ihrem Beraterstab zuerst ausführlich dinieren muss ;-)
Über jeden Jahresbericht des Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestags wird zu gegebenen Zeit im Bundestag diskutiert. Zu jedem Punkt des Berichts hat das BMVg Stellung zu nehmen.

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Hans58 30.01.2019, 12:10
71.

Zitat von bieberh
...Herr Bartels ist seit 2015 im Amt und stellt 2019 eine neue Bilanz über den Zustand der Bundeswehr? Aber HALLO, was hat der Mann in den 3-4 Jahren gemacht. Hier ist ein kontinuierliches Monitoring angesagt damit die Ziele auch im Focus bleiben und ggf. Korrekuren bei der Umsetzung implementiert werden können..
Der Wehrbeauftrage gibt jedes Jahr einen Bericht ab.
Art 85 b GG:
"Zum Schutz der Grundrechte und als Hilfsorgan des Bundestages bei der Ausübung der parlamentarischen Kontrolle wird ein Wehrbeauftragter des Bundestages berufen. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz."

Das, was Sie von einem Wehrbeauftragten erwarten, steht weder im GG, noch in dem "Gesetz über den Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages"
Der "Mann" hat übrigens einen Mitarbeiterstab (Amt des Wehbeauftragten), in dem etliche Fachleute sitzen.

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Hans58 30.01.2019, 12:17
72.

Zitat von Marvel Master
.....Zudem sei der Zustand der Gebäude mangelhaft - angefangen vom Duschkopf bis zum Hallendach.
OT:
Der Zustand der Gebäude liegt nicht in der Kompetenz der Bundeswehr.
Dank "Outsourcing" mietet heute jeder Disziplinarvorgesetzte etc. seine Gebäude bei der BimA, einer Anstalt, die dem Bundesministerium der Finanzen untersteht.

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Hans58 30.01.2019, 12:20
73.

Zitat von kj.az
Angehende Luftwaffenpiloten beginnen ihre Ausbildung in einer zivilen Einrichtung in Arizona, zusammen mit den Lufthansa Schuelern. .
Diese Ausbildungseinrichtung wird von der Luftwaffe und der Lufthansa gemeinsam betrieben!

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HaPeGe 30.01.2019, 20:25
74. Ein Desaster ...

Ich habe es hier an dieser Stelle schon oft geschrieben; es ist endlich an der Zeit, dass an die Spitze dieses Ministeriums eine Fachkraft gesetzt wird. Also jemand der in der Bundeswehr gedient hat, als Stabsoffizier oder General/Admiral. Juristen, Mediziner o. ä. sind hier fehl am Platze ! Seit der Ära Kohl wurde die Bundeswehr kaputt gespart. Es wird Zeit, das zu beenden. Die Bundeskanzlerin ist gefragt aktiv zu werden.

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k70-ingo 30.01.2019, 23:19
75.

Zitat von Hans58
Wie viele und welche Dienstgrade sind denn nach Aussetzung der Wehrpflicht neu in die Bundeswehr eingeführt worden?
Vielleicht meint der Mitforist seine eigene Wehrpflichtzeit?

Zu meiner Zeit 1990/91 war der Stabsgefreite recht neu, sonst fällt mir auf Anhieb kein weiterer neu kreierter Dienstgrad ein.

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k70-ingo 30.01.2019, 23:32
76.

Zitat von Cascara LF
Ja, für was eigentlich? Ich habe in den späten 80ern meinen Wehrdienst beim Heer geleistet und eine Reserveoffzierausbildung angeschlossen. Damals hatte die Bundeswehr noch eine Stärke 495.000 Soldaten, hauptsächlich durch Wehrpflichtige und viele Zeitsoldaten. Die Anzahl an Ketten- und Radfahrzeugen waren höher, die Anzahl der U-Boote und Flugzeuge ebenfalls. Sicher war auch damals nicht die Ausrüstung immer zu 100% verfügbar, Reparaturen gab es immer und überall, aber zu den großen NATO-Manövern war unser Regiment immer mit allen Kettenfahrzeugen dabei - da hat der Kommandeur schon mit Nachdruck drauf hinarbeiten lassen. Und heute? Geringere Personalstärke, weniger Fahrzeuge und Waffensysteme (dafür anfälliger?) aber vergleichbar mit damals ein um ein Vielfaches höheres Budget. O.k., dafür gibt es jetzt auch mehr Berater, mehr Stabsstellen und Kommissionen und Posten, auf denen man sich als Stabsoffizier in Glanze der Umstrukturierung und der Assymetrischen Kriegsführung mit Planungen etc. verdingen kann. Ist ja auch was, was schert uns da die kämpfende Truppe mit ihren Wehwehchen und den Schrotthaufen an High-Tech-Ausrüstung.
Gußeisen und Messing sind halt robuster als High Tech-Elektronik.

Zu meiner Zeit 1990/91 war ich kurzzeitig bei den Schreibfunkern - ein Fernschreiber -heute ausgestorben, die Dinger mit den Papier-Lochstreifen-, für dessen Betrieb ein kompletter Unimog und drei Soldaten erforderlich waren.
Und das alles ohne Elektronik - das war alles Elektromechanik, einschließlich des Chiffriergerätes.

Fassungslos sahen wir im Fernsehen, wie anläßlich des Kuwait-Krieges US-Soldaten mit umgehängten Laptops Raketen abfeuerten.

Als bräsige Vorgesetzte behaupteten, daß unsere Ausrüstung auf dem neuesten Stand sei, war bei mir der Ofen aus. Diese Verarsche war mir zu dreist, so daß ich jegliche konstruktive Mitarbeit eingestellt habe.

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