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Bundeswehr: Jetzt zweifelt sogar die FDP am Afghanistan-Einsatz
REUTERS

Linke und AfD lehnen ihn ohnehin ab, die Grünen stimmten zuletzt mehrheitlich gegen den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Nun debattiert auch die FDP eine Kurskorrektur.

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lucky.sailor 26.02.2019, 16:34
1. Was will man erreichen und bis wann?

Alle "staatstragenden" Parteien sollten endlich im Bundestag ausdiskutieren, was man in Afghanistan eigentlich durch die Militärmission realistisch erreichen will, bis wann das sein soll und wie man Zwischenergebnisse feststellen will. Wenn das nicht gelingt, dann schnellstmöglich raus da und zwar ohne falsche Rücksichtnahme auf die USA. Das Gleiche gilt auch für UNIFIL und die Missionen in Mali.

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hansulrich47 26.02.2019, 16:35
2. Spät dran, die FDP!

Der BW-Einsatz in Afghanistan war schon immer Unfug. Schröder hat sich dazu genötigt gesehen, weil er Bushs Irak-Krieg nicht mitgemacht hatte und die Amerikaner nicht völlig verprellen wollte. Der Krieg gegen die Taliban ist nicht zu gewinnen. Dazu wächst die Bevölkerung einfach zu stark, was zu immerwährenden Verteilungskämpfen um die knappen Resourcen führt. Der Faktor 5 beim Bevölkerungswachstum ist schlicht durch keine "Hilfe", wie hoch auch immer, auszugleichen!

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Airkraft 26.02.2019, 16:57
3. Solange man...

Solange man keine Regierungsverantwortung trägt und daher auch nichts zu entscheiden hat ist es einfach und folgenlos gegen oder für etwas zu sein. Besonders für die Regierungsverweigerer von der FDP!

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lupenrein 26.02.2019, 17:04
4. Im Umkehrschluss

bedeutet die Aussage von Strack-Zimmermann, dass
in Afghanistan Krieg und immer noch herrscht.

Strack-Zimmermann weist aber auch auf die Verhandlungen in Doha hin. Durch einen Abzug wären den sich anbahnenden Friedensgesprächen die Grundlage entzogen. "Diese Gespräche zwischen US-Regierung und Taliban", mahnt sie ihre Fraktion, "sollten wir im Auge behalten, wenn wir uns für oder gegen diesen Einsatz entscheiden".
Dazu hätte ich eine Frage. Von welcher 'Grundlage' spricht St-Z. ?
Die Bundesregierung ist an diesen Gesprächen gar nicht beteiligt.

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grünbeck,harald 26.02.2019, 17:36
5. Sinnlos

Der Einsatz der BW ist und war sinnlos und Verschwendung von Steuermitteln. Im Land wurde nichts verändert, immer noch Hauptlieferant von Opium in der Welt.Frauen werden weiter unterdrückt, Kinder bekommen kaum Schulblldung die Armut ist überall zu sehen. Über eine industielle Entwicklung im Land ist nichts festzustellen, es herrscht Armut für die Masse der Bevölkerung.Die Führungsschicht ist korrupt und nicht bereit eine soziale Entwicklung voranzutreiben. Alle Befürworter eines weiteren Einsatzes sollten selbst in dieses kaputte Land gehen und vor Ort Hilfe leisten, es fragt sich nur ob sie es können.

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karljosef 26.02.2019, 17:49
6. Da ist doch jemand, der für den Einsatz der Bundeswehr im Irak war!

Es ging, wir erinnern uns doch, um Massenvernichtungswaffen, die man leider bis heute nicht gefunden hat.

Solange diese Person Bundeskanzlerin ist, werden unsere Soldaten in Afghanistan ihr Leben riskieren?

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ruhepuls 26.02.2019, 18:02
7. Geht die Bundeswehr rollen Köpfe...

Als die Sowjets Afghanistan aufgaben, wurde zuerst einmal die aktuelle Regierung aufgehängt. Das Gleiche würde nun wieder passieren. Anders gesagt, die Taliban würden zuerst einmal eine "Säuberung" vornehmen, die vor niemand halt macht. In ihren Augen ist alles "westliche" eine gottlose Veranstaltung. Das gilt für Schulen, Frauenrechte usw.

Man kann sich die Frage stellen, ob es überhaupt sinnvoll war, in einem solchen Land - unter Militärschutz - zu versuchen, westliche Verhältnisse (Demokratie, Frauenrechte usw.) herzustellen. Wer wirklich geglaubt hat, man müsste sozusagen nur mal die Taliban vertreiben und alles würde gut, muss schon sehr naiv gewesen sein.
Wenn überhaupt, dann benötigt es 1-2 Generationen bis sich neues Denken und Handeln etabliert. Und sicher nicht nur ein paar Jahre.

Vielleicht müssen wir einfach mal akzeptieren, dass andere Länder ihren eigenen Kampf kämpfen müssen. Erst wenn die Bevölkerung selbst ihr System ändern will, wird sich etwas ändern. Und das ist nun mal eine Frage der Zeit.

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ruhepuls 26.02.2019, 18:04
8. Es war nicht nur die Bundesregierung

Zitat von karljosef
Es ging, wir erinnern uns doch, um Massenvernichtungswaffen, die man leider bis heute nicht gefunden hat. Solange diese Person Bundeskanzlerin ist, werden unsere Soldaten in Afghanistan ihr Leben riskieren?
Es gab genug Leute, die gegen die "Steinzeit-Islamisten" vorgehen wollten. Von wegen der Demokratie, der Frauen, der Schulen usw. usf. Das war nicht nur die Bundesregierung oder gar eine Kanzlerin.

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Wolfgang Heubach 26.02.2019, 18:20
9. Raus aus dem Afghanistan-Krieg !

Deutschland hat in Afghanistan nichts zu verteidigen. Die Regierung ist korrupt, Milliarden sind im "Nirgendwo" versickert, Tote, Verletzte und Traumatisierte der Bundeswehr zu beklagen. Die USA verhandeln bereits mit den Taliban - sollen wir die Letzten sein, die das Land verlassen? Die Devise für Deutschland kann nur heissen: Sofort raus, Kurs Heimat. Alles andere ist verantwortungslos. Dieser Krieg ist verloren.

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