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Bundeswehr: Rechnungshof hält Truppenfriseure für überflüssig
DPA

Für eine halbe Million Euro leistet sich die Bundeswehr "Truppenfriseurstuben". Zu teuer, urteilen Deutschlandes oberste Kassenprüfer nach SPIEGEL-Informationen - und empfehlen: "Maschinenhaarschnitt des ortsansässigen Friseurs".

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redneck 27.01.2018, 15:57
60.

Find ich gut. Wird auch Zeit das die Marrodeur-Unterklasse für Ihre eigene Kleidung und Waffen bezahlen.

Auftrag ist Kasernierung und Disziplinierung der überzähligen Gammas zum Schutz der Gesellschaft in einer rudimentären Parallelgesellschaft. Elite? Nö.

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shardan 27.01.2018, 16:17
61. Ohne lästern zu wollen....

.... bei der Bundeswehr dürfte es weit höhere Unsinnsausgaben geben als 0,5 Mio für den Haarschnitt. Aber Soldaten sind ja Bürger (in Uniform), und am Bürger kann man bekanntlich so schön einfach per Ordre de Mufti sparen. Bei fehlerhafter Rüstungsbeschaffung sind ja Konzerne involviert, da spart man nicht, da kauft man zweimal.......

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drent 27.01.2018, 17:39
62. Was für ein Problem

Bei uns in der Kaserne (800 Wehrpflichtige) waren immer vier oder mehr Friseure. Für zwei Mark ein ordentlicher Haarschnitt.

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im_ernst_56 28.01.2018, 09:47
63. Schmidts Haarerlass

Zitat von Trevor Philips
Der Spruch mit der nationalen Sicherheit ist natürlich aufgeplusterter Unfug. Die persönliche Sicherheit hängt aber schon davon ab. Lange Haare sind nun mal ein Magnet für Ungeziefer und Schmutz und außerhalb der Komfortzone des heimischen Badezimmers nicht so einfach sauber zu halten. Ungeziefer und mangelnde körperliche Hygiene führen zu Krankheiten, auch nicht etwas was Sie außerhalb der mütterlichen Fürsorge Ihrer Frau haben wollen. Lange Haar sind auch in der Nähe von Dingen mit beweglichen Teilen -davon gibt es bei jeder Armee dieser Welt eine Menge- nicht unbedingt die beste Idee, das kann nämlich höllisch weh tun wenn Ihre Flusen sich irgendwo verfangen. Dann kommt da natürlich noch die Sache mit der Gasmaske, irgendwelche Barthaare oder Haarsträhnen im Gummisiegel sind da nicht empfehlenswert, Sie wollen die Umgebungsluft im Fall der Fälle ja gefiltert einatmen und nicht ungefiltert.
Sie geben ziemlich genau die Begründung für den Haarerlass des damaligen Verteidigungsministers Helmut Schmidt wieder. Die zieht allerdings nicht mehr, seit Frauen das Recht durchgesetzt haben, auch in Kampfeinheiten der Bundeswehr zu dienen und der Haarerlass für Frauen nicht gilt. Die Begründung ist jetzt, dass es um das äußere Erscheinungsbild geht und dieses traditionell bei bei männlichen Soldaten, aber nicht bei weiblichen Soldaten kurzes Haar verlangt. Es geht also doch ums Aussehen. Ein Verwaltungsgericht hat die Rechtmäßigkeit dieser Ungleichbehandlung damit begründet, dass es bei einer Freiwilligenarmee der Bundeswehr frei steht, Frauen vom obligatorischen Kurzhaarschnitt freizustellen, um für weibliche Bewerber attraktiv zu sein. Die Truppenfriseure stammen übrigens noch aus der Zeit der Wehrpflicht. Vielen Kasernen lagen etwas abgelegen und die wenigsten Wehrpflichtigen hatten ein Kfz.

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kleinsteminderheit 28.01.2018, 10:10
64. Kommt alles wieder

Also werden die Truppenfrisöre in den nächsten 5 Jahren sozialverträglich abgewickelt. Wahrscheinlich werden in 6 Jahren dann wieder neue Frisörstuben in den Kasernen eröffnet. Als unglaublich innovative Initiative der Gleichstellungsbeauftragten. Direkt neben der Standortkita. Vereinbarkeit von Dienst, Familie und gepflegtem Äußeren. Es kommt ja nicht darauf an, wofür man das Geld ausgibt. Was zählt ist die zeitgemäße Begründung.

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tobyr 29.01.2018, 09:37
65. 2,95 Euro...

Sind das pro Soldat(in) und Jahr, die für die Unterstützung der Friseurstuben in/bei den Kasernen (und nicht für die Dienstleistungen selber, denn die haben die Soldaten selbst zu bezahlen; es wird dafür auch keine Dienstzeit angesetzt) gespart werden.

Im Grunde genommen sind diese Friseurstuben - die regelmäßig als Zweitfiliale von ortsansässigen Friseuren betrieben werden - also nichts weiter als ein Angebot an die in der Kaserne wohnenden Soldaten, um ihnen das Leben ein wenig einfacher zu machen. Genau so, wie es ja auch Gastronomiebetriebe, Truppenbüchereien etc. gibt. Sowas ergibt auch Sinn, wenn man bedenkt, dass in der Kaserne hunderte oder gar tausende Soldaten nicht nur Dienst tun, sondern auch wohnen.

Aber das rallt der Bundesrechnungshof offenbar nicht. Der denkt eben, die Kaserne ist wie ein Großraumbüro, in dem man tagsüber zur Arbeit geht, und danach geht's halt zurück zum Vorstadthaus mit Kiesauffahrt (oder was das durchschnittliche Rechnungshofsmitglied so hat) und von da aus kann man dann zum örtlichen Friseursalon gehen.

Dass von der Leyens Ministerium, das sonst davon fabuliert, die Bundeswehr als Arbeitgeber attraktiv zu machen, sofort die Hacken zusammenschlägt und eilfertig verspricht, dieses kleine Stück Dienstleistung für die Soldaten alsbald zu beseitigen, ist mal wieder typisch...

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derboesewolfzdf 29.01.2018, 09:50
66. das liegt aber nur daran,

Zitat von romeov
...aber mir hat noch nie ein Arbeitgeber meinen Haarschnitt bezahlt oder gar freigegeben, um den Friseur zu besuchen.
dass Ihnen ihr Arbeitgeber den Haarschnitt nicht vorschreibt. Man darf auch gerne nachdenken, bevor man etwas kommentiert.

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