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Bundeswehr: Scholz will Soldaten länger dienen lassen
DPA

Zwischen Finanzminister Scholz und Verteidigungsministerin von der Leyen bahnt sich Streit an. Nach SPIEGEL-Inforationen will der SPD-Mann die Dienstzeit aller Soldaten verlängern. Ein Affront gegen die Kollegin.

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auweia 17.11.2018, 11:18
20. Auffangposition

Na gut - wenn Herr Scholz im Gegenzug allen Soldaten die den Felddienst nicht mehr leisten können, eine Beamtenposition im Verantwortungsbereich des Finanzministeriums zusichert...

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jowitt 17.11.2018, 11:19
21. @ Klaugschieter heute, 10:41 Uhr

Zitat von Klaugschieter
Die Aussetzung der Wehrpflicht war einer der größten politischen Fehler in der Ära Merkel. Gar nicht mal, weil wir etwa nicht wehrhaft genug wären. Letzteres liegt eher daran, dass die Ausrüstung durch Korruption, Fehleinkäufe und Missmanagement einfach Schrott ist. Der Wehrdienst und als Ausgleich für Verweigerer der Zivildienst als Verpflichtung für junge Bundesbürger ihrem Land zu dienen, war keine schlechte Sache. Zu meiner Zeit gingen viele junge Burschen zur Armee und kamen als Männer wieder. Dem eigenen Land zu dienen, kann ja auch nicht so schlimm sein. Es kann einen gesunden Patriotismus fördern, wenn junge Leute eingezogen werden, um die Demokratie zu schützen. Was der mit dem Aussetzen der Wehrpflicht einhergehende Wegfall des Zivildienstes im Gesundheitswesen angerichtet hat, ist überall zu sehen. Aber was hat Olaf Scholz damit zu tun? Er soll sich um seinen Kram kümmern!
"Zu meiner Zeit gingen viele junge Burschen zur Armee und kamen als Männer wieder."

Das ist jetz nicht Ihr Ernst? Und: Was bitte ist denn ein "gusunder "Partriutismos"?

Lt. Duden ja wohl so:
"Liebe zum Vaterland; vaterländische Gesinnung"

Ich liebe weder mein "Vater- noch mein Mutterland". Ich liebe überhaupt kein Land. Ich lebe meine Frau.

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mwroer 17.11.2018, 11:23
22. Sinnvoll ?

"Zugleich aber bedeutet die frühe Verrentung, dass die Bundeswehr ihr Personal schnell wieder verliert. Gerade in Zeiten, da händeringend nach neuen Leuten gesucht wird und viele Stellen nicht besetzt sind, wirkt die Idee von Scholz durchaus sinnvoll."

Und wo genau liegt der Sinn wenn man Soldaten behält und nicht in den Ruhestand gehen lässt die körperlich den Anforderungen des Berufes nicht mehr gewachsen sind? Alles was im Stab und der Etappe arbeitet kann ja gerne älter sein - aber die Einsatzkräfte im Feld müssen fit sein und die nötigen Reflexe mitbringen.

Nun sind Soldaten grundsätzlich fitter als andere, bringt der Beruf so mit sich. Bleiben auch länger fitter, bringt die Disziplin die man im Beruf lernt so mit sich - aber Soldaten müssen nicht nur fitter sein als der Buchhalter im Durschnitt sondern mindestens genau so fit wie die Soldaten gegen die sie, im schlimmsten Fall dem ich keinen wünsche, kämpfen müssen.

Vielleicht sollte man sich das als Journalist mal vor Augen führen wenn man sowas schreibt? Es gibt Berufe die sind körperlich extrem anstrengend und nicht vergleichbar mit dem Alltag in der Redaktion bei SPON. Ihr könnt gerne bis 80 am Schreibtisch sitzen und schreiben.

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ssissirou 17.11.2018, 11:23
23.

Zitat von dweird
Ich fände es nachwievor gesellschaftlich äußerst sinnvoll, wenn jeder Jugendliche 1 Jahr zum Dienst an der Gesellschaft verpflichtet würde - sei es als Soldat, Pfleger, Feuerwehrmann oder in ähnlichen Berufen, sogar im Bereich der Polizei (zumindest unterstützend) könnte ich mir das vorstellen. Es erhöht die gesellschaftliche Akzeptanz all dieser Berufe insgesamt, es mindert Rekrutierungsengpässe, fördert spätere Voll-Einstiege in diese Berufe und sorgt vor allem in der Regel für charakterliche Bildung und Festigung der jungen Menschen und für eine bessere Integration in die Gesellschaft, allein dadurch, dass man gezwungen wird, über den eigenen Tellerrand zu schauen, indem man oft in völlig anderen Gegenden als der eigenen eingesetzt wird und mit Menschen in Kontakt kommt, mit denen man sonst nichts zu tun hätte.
Das Ganze kann man dann Zwangsarbeit nennen. Bei Soldat, Feuerwehrmann und Polizei auch noch mit dem Risiko, seine Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Wo soll dann die Ausbildung stattfinden, in der Schule, anstatt Mathe oder Deutsch? Oder stellen Sie sich vor, dass die Feuerwehr, Polizei und BW eine Menge Geld und Zeit in die Ausbildung von tausenden Jugendlichen investieren, die nach ein paar Monaten sowieso weg sind? Die Menschen, die in diesen Diensten arbeiten, haben sicher Besseres zu tun, als noch zusätzlich Kindergärtner zu spielen.

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cimarol 17.11.2018, 11:24
24. Unwissenheit

Natürliche muss auch in der Bundeswehr über eine Verlängerung der Altersgrenzen diskutiert werden. Körperliche Belastung sind über alle Dienstgrade schon immer unterschiedlich verteilt. Es spricht doch keiner davon das ein 60 jährigen Unteroffizier oder Offizier mit 10 kg Gepäck am Hindukusch in der Stellung liegt, es gibt auch Jobs / Funktionen bei der BW da ist es ein Witz das mit 55 in den Ruhestand gegangen wird. Das Konstrukt an sich muss geprüft werden und nicht schon wieder in deutscher Manier alles wieder im Keim ersticken weil unwissende meinen (wie einige Kommentare) das der Vorschlag von Scholz grundsätzlich Blödsinn ist.

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minimax9 17.11.2018, 11:36
25. Hat Herr Scholz gedient???

Soldat mit 65, das möchte ich sehen. So richtig mit Rollator und Gehilfe, Marschgepäck auf Rädern. Ach wo wir bei Rädern sind, dem Scholz fehlt wohl eines. Aber die Sache hat System. Die Soldaten mussen in den Vorzeitigen Ruhestand und die Rente wird dann mal eben gekürzt. Die SPD , unsere größte Gerechtigkeits -Partei sollte mal lieber der Steuervermeidung den Kampf ansagen um Geld In die Steuerkassen zu bekommen. Da muss in Deutschland kein Rentner mehr Flaschen sammeln.

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ralle0507 17.11.2018, 11:37
26. Wehrpflicht

Führt einfach die Wehrpflicht wieder ein.
Eines der größten Fehler der Regierung Merkel, diese abzuschaffen.

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fr8train 17.11.2018, 11:39
27. Ohh man

ja Jetpiloten (!) können, besser konnten, sich mit 41 zur Ruhe setzen. Das hieß anno dazumal BO41.
Heute gibt es in der Bundeswehr keine 200 Kampfjetpiloten mit dem Status Combat Ready. Und die Mehrheit verlässt den Verein bei erstbester Gelegenheit und Verzicht auf Pensionsanspruch und Minimum Nachversicherung in der gesetzlichen RV.
Jeder der länger bleiben WILL hat das Ticket zum i.G. quasi schon gebucht, da die Kommandobehörden der LW hoffnungslos überaltert sind.

Hinzu kommt das maximal 24 Jahre Sold, bei BO41 nicht sonderlich viel Pension ergeben. Selbst wenn man mit A14 pensioniert werden würde... Man Vergleiche dazu mal die Einkommen und das "Versorgungswerk" der Lufthansa Piloten.

Jeder der jetzt hier grummelt sollte außerdem mal lieber bedenken dass es hunderte Politiker auf Landes und Lokalebene gibt die nach 5-8 Jahren Dienst ebenfalls einen netten Batzen von Pensionsanspruch erwerben.
Im Zweifel braucht man nicht mal gewählt werden; man wird einfach der Sekretär von einem der Gewählt wurde und klebt dann 6-8 Jahre an dem Sessel...

Mir sind da 1000de BO41 die wirklich was für die Sicherheit unseres Landes tun und getan haben deutlich lieber!!!

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lathea 17.11.2018, 11:41
28. Die meisten Soldaten sind nur....

.....Beamte auf Zeit. Sie scheiden daher aus der Bundeswehr in einem Alter aus, in dem noch nicht die ersten Alterserscheinungen und Krankheiten einsetzen, die zu Krankheitsausfällen, Reha, Frühverrentung u.s.w. führen. Ausserdem geht die Beamtenbezahlung noch nach Alter, d.h. je länger jemand Beamter ist, desto höher ist sein Beamtengehalt. Vermutlich ist die jetzige Regelung für den Bund billiger, als der Scholz-Vorschlag. Etwas Anderes würde für Soldaten im Verwaltungsdienst oder im Sanitätsdienst gelten. Hier wäre eine Erhöhung der Dienstzeit evtl. sinnvoll. Ich frage mich, ob Scholz das betriebswirtschaftlich überhaupt genau durchgerechnet hat.

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AWG 17.11.2018, 11:42
29. Wenn das so ist!

Zitat von Klaugschieter
Die Aussetzung der Wehrpflicht war einer der größten politischen Fehler in der Ära Merkel. Gar nicht mal, weil wir etwa nicht wehrhaft genug wären. Letzteres liegt eher daran, dass die Ausrüstung durch Korruption, Fehleinkäufe und Missmanagement einfach Schrott ist. Der Wehrdienst und als Ausgleich für Verweigerer der Zivildienst als Verpflichtung für junge Bundesbürger ihrem Land zu dienen, war keine schlechte Sache. Zu meiner Zeit gingen viele junge Burschen zur Armee und kamen als Männer wieder. Dem eigenen Land zu dienen, kann ja auch nicht so schlimm sein. Es kann einen gesunden Patriotismus fördern, wenn junge Leute eingezogen werden, um die Demokratie zu schützen. Was der mit dem Aussetzen der Wehrpflicht einhergehende Wegfall des Zivildienstes im Gesundheitswesen angerichtet hat, ist überall zu sehen. Aber was hat Olaf Scholz damit zu tun? Er soll sich um seinen Kram kümmern!
Sie schreiben: "Der Wehrdienst und als Ausgleich für Verweigerer der Zivildienst als Verpflichtung für junge Bundesbürger ihrem Land zu dienen, war keine schlechte Sache."

Wenn Sie von "jungen Bundesbürgern" schreiben, dann gehe ich davon aus, dass Sie hoffentlich auch den weiblichen Teil der Bevölkerung meinen. Anders wäre das mit dem Grundgesetz kaum vereinbar, Sie wissen doch, niemand darf aufgrund seines Geschlechtes bevorzugt oder benachteiligt werden. Zu Zeiten der bis 2011 geltenden Wehrpflicht fiel mir damals schon immer auf, dass einige in diesem Zusammenhang stets von "jungen Menschen", "jungen Leuten" sprachen und dabei doch nur die jungen Männer meinten.

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