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Bundeswehr-Skandal: Von der Leyen entschuldigt sich bei ihren Generälen
DPA

Im Skandal um den rechtsextremen Soldaten Franco A. startet Ursula von der Leyen ein Entlastungsmanöver: Nach SPIEGEL-Informationen bedauerte die Ministerin vor Bundeswehr-Führungskräften ihre öffentliche Kritik an der Truppe.

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Robeuten_II 05.05.2017, 13:10
60.

Also, eine Entschuldigung ist das nicht; sie stellt in keiner Weise ihre infam verallgemeinernde Suada in Frage, sondern "bedauert" nur, daß sie nicht ein bischen nettes Blabla davor gesagt hat (auch noch mit einem "dezenten" Hinweis, daß eben nur sehr sehr wenig Zeit war).
Nein, wie fast alle Berufspolitiker ist die Dame der Meinung, alles richtig zu machen; manchmal ist der Wahlpöbel/der General/das Ausland einfach zu dumm, diese Genialität auch wirklich anzuerkennen.
Im September sind Wahlen!

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Ostseeland 05.05.2017, 13:12
61. Verrat!

Diese Frau würde außer ihre Familie alles und jeden verraten wenn es ihrer Kariere dient. Dass die Bundeswehr von nationalsozialistischem Gedankengut durchzogen ist muss jedem klar sein der sieht wenn Kasernen nach nazideutschen Generälen benannt werden. Der Wüstenfuchs ist da nur ein Beispiel. Die Verbindung Wehrmacht und Bundeswehr gab es immer und niemand stellte sich dem in den Weg wenn behauptet wurde die Wehrmacht war nie an Kriegsverbrechen beteiligt und hat immer "Ehrenhaft" gehandelt und nur sie SS war Schuld an den Exessen. Nein war sie nicht sie konnte das nur tun unter dem stillschweigendem Einverständnis der Wehrmachtsgeneräle. Es wird Zeit für eine schonungslose Aufarbeitung und man sollte beim Kopf anfangen. VdL ist als "Verteidigungs"-Ministerin untragbar.

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Robeuten_II 05.05.2017, 13:12
62.

Zitat von thinkbeforeyouwrite
Wenn man sich vergegenwärtigt, aus welchen Gründen frühere Minister der Verteidigung (Leber, Rücktrittsangebot Wörner, zu Guttenberg) zurück getreten sind, dann ist dieser Schritt jetzt unvermeidbar. Eine Ministerin, die der Truppe erst ihr Mißtrauen ausspricht und sich dann vor ihren Generälen entschuldigen muss, kann keinen Führungsanspruch mehr geltend machen. Es ist wohl nur die anstehende BT-Wahl, die ihren Job noch sichert. Bei der aktuellen Weltlage eine lame duck auf der Kommandobrücke zu haben, ist hochriskant.
Hmmm - bez. Leber und Wörner gebe ich Ihnen recht, bez. des von und zu copy/paste aber nicht: genau der hat uns doch die Schose eingebrockt; das Korrektiv der Wehrpflichtigenarmee fehlt eben "dank" der Aussetzung der Wehrpflicht durch Gutti...

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Suppenelse 05.05.2017, 13:12
63. Überschrift:

Schlagzeile auf SPON: "Von der Leyen entschuldigt sich bei ihren Generälen - [...] Nach SPIEGEL-Informationen bedauerte die Ministerin vor Bundeswehr-Führungskräften ihre öffentliche Kritik an der Truppe."

Wer den Artikel bzw. die wörtlichen Aussagen von Frau von der Leyen aufmerksam liest, stellt fest, dass beides falsch ist! Weder hat sie um Entschuldigung gebeten noch hat sie ihre Kritik bedauert. Inhaltlich hat sie also nichts zurückgenommen! Sie hat lediglich bedauert, die nun nachträglich betonte Passage nicht in besagtem Kurzinterview vorweggeschickt zu haben. Man kann das auch als versteckte Kritik an einem journalistischen System lesen, das einzelne Aussagen aus einem 5-Minuten-Interview aus dem Zusammenhang reißt und damit tagelang die politische Debatte zum Kochen zu bringen vermag.

Das macht alles einen riesigen Unterschied, und ich hätte mich gefreut, wenn das auch auf SPON so richtig dargestellt und nicht durch eine sehr eigenwillige, wenn nicht gar sachlich falsche Überschrift entstellt worden wäre.

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Drachenschnuppe 05.05.2017, 13:14
64. Nichts gelernt.

Endlich geht eine Ministerin das Problem an und entschuldigt sich postwendend dafür ?
Sie soll ihren Posten räumern , damit alles beim Alten bleibt ?
wir haben noch einen langen Weg vor uns und leider geht es wieder rückwärts .
Kein Wunder bei dieser SPD und Opposition.

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kritischer-spiegelleser 05.05.2017, 13:17
65. Medienpolitik einer Ministerin.

Um die eigenen Fehler zu vertusche. Erst mit öffentlichem Brief pauschal alle beschuldigen, und sich dann im Hinterzimmer bei den Generälen entschuldigen. Diese Frau ist unfähig die Bundeswehr zu führen!

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Maßwerk 05.05.2017, 13:17
66. Ihr recht durchdachter Beitrag

Zitat von auweia
Es ist das erste Mal, das die zweifellos vorhandenen rechten Tendenzen in der Bw auf diesem Niveau öffentlich gemacht wurden. Andere Verteidigungsminister haben das versäumt, Frau von der Leyen hat sich vorgewagt Das ist Ihr Verdienst. Das jetzt die Aufregung groß ist , ist verständlich und der erste Reflex ist immer noch "Köpft den Boten!". Aber es gilt auch: Für die Wahrnehmung des Soldatenberufes braucht es eine andere Disposition, ein anderes "Mindset" als dasjenige eines Waldorferziehers oder Psychotherapeuten. Damit eckt man an, in einer Zivilgesellschaft, die Leiden, Verwundung, Tod (bewußt oder unbewußt) ausblendet und in der "hergebrachte " Ehrbegriffe wie Kampf, Sieg, Nation, Ehre, Vaterland... die für die Motivation vieler Soldaten sehr wichtig sind ignoriert oder bewußt denunziert werden. Die Konsequenz ist eine Wagenburgmentalität, in der Soldaten sich erst recht in den Kameradenkreis zurückziehen, mit allen - auch üblen -Konsequenzen.. Meine Folgerung: Die Bundeswehr muß wieder mehr in die Mitte der Gesellschaft. Daher plädiere ich für die Reaktivierung der ausgesetzten Wehrpflicht. Dies würde nicht nur gewisse militärische Zirkel aufbrechen, es würde auch der Zivilgesellschaft mehr Informationen aus dem militärischen Umfeld vermittelt werden. Die Bereitschaft, einen gefährlichen Dienst zu übernehmen ist ja nicht falsch, bloß weil sie aktuell unpopulär ist. In diesem Zusammenhang noch ein Zitat von Aischylos: Wenn du daheim bleibst, richte nicht mit dem, der kämpft!
disqualifiziert sich durch Ihre Ausfälle in Richtung a)Waldorferziehung
und b)Psychotherapie.
Denn bei a) läuft Erziehung stringenter und konsequenter ab, als
allgemeine Fernseh- und Tratschklischees nahelegen. Außerdem for-
dert der dauerhafte, berufsmäßige Umgang mit Kindern wohl ähnliche
emotionale Stabilität wie bei Soldaten.
Und bei b) behandeln Menschen eben diese vielen Soldaten, deren
Disposition nur durch professionelle Hilfe wieder hergestellt werden
kann.

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schmuella 05.05.2017, 13:19
67. Naja

Politiker auf hohen Ebenen sollten sich der Macht der Worte bewusst sein. Entweder weiß man, was man sagt, und tut es mit Kalkül, oder man verlautbart etwas aus einer emotionalen Erregung heraus.

Im ersteren Fall ist das Kalkül nicht aufgegangen und muss die Haltung kritisch hinterfragen. Im zweiteren Fall sind die Fragezeichen nicht kleiner. In dieser Position darf sowas nicht geschehen.

Wie man es auch wendet: Die Ministerin steht nicht gut dar.

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Margaretefan 05.05.2017, 13:25
68. Sich zu entschuldigen ist nie verkehrt

Mann muss die Dame nicht mögen, aber sich zu entschuldigen, für etwas was missverständlich ausgedrückt war, würde ich ihr - auch wenn ich sie absolut nicht mag - niemals vorwerfen.

Vielleicht sollte der eine oder andere hier mal einen Moment darüber nachendenken, dass die Bundeswehr seit Ende der 80er eben keine in einer Endlosschleife manöverübende Truppe mehr ist, bei der ein sogenannter Ernstfall lange Zeit nicht vorstellbar war.

Seit Anfang der 90er sind mehr als 100 Bundeswehrdiensttuende bei Auslandseinsätzen ums Leben gekommen. Diese Menschen und ihre Angehörigen verdienen genau so Respekt, wie wohl der weit überwiegende Teil der bei der Bundeswehr ihren Dienst tuenden Menschen.

Das anzuerkennen, geht auch problemlos, wenn man wie ich, eben kein Freund des Militärs ist.

Die Realität ist, dass die Bundeswehr nötig ist und eben so, dass die Zeit des sich aus allem Raushaltenkönnens, seit Anfang der 90er vorbei ist. Muss man nicht gut finden, ist aber (leider) die Realität. Mittlerweile bringt es der "Beruf" Bundeswehrsoldat mit sich, dass dort Menschen ihr Leben riskieren müssen. Nun wegen der Vorkommnisse pauschal alle über einen "rechten" Kamm zu scheren, ist ganz sicher der falsche Weg. Ich schätze, dass der überwältigende Anteil der dort ihren Dienst Tuenden selbst ein großes Interesse daran haben, nicht mit solch verwirrten Typen Dienst tun zu müssen. Dass so mancher mit militärischen Hintergrund bzw noch dabei seiende, mehr als genervt reagiert, wenn nun alle des Typen wegen in Sippenhaft genommen werden, ist mehr als verständlich. Da darf dann auch eine Ministerin - egal ob man sie mag oder nicht - auch mal eine Entschuldigung aussprechen, wenn sie sich missverständlich geäußert hatte.

Wer von Ihnen hat nicht selbst den einen oder andern "seltsamen" Typen in seinem unmittelbaren Umfeld? Familie, Beruf, Verein oder Nachbarschaft. Menschen, dessen Gesinnung einem nicht passen, kann man halt nicht einfach so aussortieren. Hin zum gewaltbereiten Extremisten ist es zum Glück meist doch ein weiter Weg. Dass die Bundeswehr ein denkbar schlechter Ort für Menschen mit extremistischen Neigungen ist, versteht sich von selbst. Geübt im Umgang mit Waffen und miltiärischen Kampfhandlungen, können Menschen halt extrem gefährlich machen. Wachsamkeit ist sicher angebracht. Nur Pauschalverurteilungen halt ganz und gar nicht.

So jedenfalls meine ganz persönliche Meinung dazu...

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apetri1 05.05.2017, 13:27
69. Fragt sich, wer da zu schnell aus der Hüfte schoß

Frau von der Leyen oder die Medien? Könnte es nicht sein, dass die Verteidigungsministerin durchaus Recht hatte mit ihrer Kritik, denn es ist gewiss nicht der erste und einzige Fall von Neonazismus und Ähnlichem in der Truppe. Und dann wird wie immer erst mal auf den/die BotenIn der schlimmen Nachricht eingedroschen und der mittlerweile arg überstrapazierte Empörungsreflex eingeschaltet.
Ich fürchte, die aufrechte Ministerin ist all zu schnell vor dieser künstlichen Empörung eingeknickt.
Schade, ich hatte gerade den Hut vor ihr gezogen.

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