Forum: Politik
Bundeswehr - sollte sich Deutschland in Mali militärisch engagieren?

Schön dabei aber nie mittendrin: Das Image des Heraushaltens haftet den Deutschen immer noch bei internationalen Konflikten an. Ob berechtigt oder nicht, im Falle Mali könnte sich die Frage des Engagements wieder stellen. Ein paar Transportflugzeuge werden wohl nicht reichen, befürchten viele angesichts der zu erwartenden Dauer des Konfliktes. Sollte sich Deutschland auch militärisch in Mali engagieren?

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klauss53 26.01.2013, 10:25
250. Es wird albern

Zitat von ray4912
und ich finde es weiterhin impertinent, wie Du Dich ausdrückst: "das schöne Geschlecht" "andernorts auch" "gleichberechtigt".
Wenn Du die Bezeichnung des weiblichen Geschlechts als das "Schöne" bzw. die Forderung nach Gleichberechtigung als impertinent ansiehst, dann fällt mir dazu nichts mehr ein.

Zitat von
Ich fass' es nicht. Dann noch der übliche Seitenhieb auf die Grünen. Wenn die es mal ohne Kriegsdrohung machen ist es Dir auch wieder nicht Recht: .
Wenn Du keinen gewaltigen Unterschied zwischen verbaler Kritik und der Bombardierung ganzer Länder (mit vielen Toten, auch unter der Zivilbevölkerung) siehst, dann tut es mir leid - für Dich.

Zitat von
... das übliche Lamento bezüglich die Untaten der Amerikaner und deren verbündeten Lakaien, sowie das gewohnte Ausblenden aller übrigen Menschenrechtsverletzungen gar nicht mehr eingehen.
Wenn Du meinen vorherigen Beitrag auch nur mit einer gewissen Aufmerksamkeit gelesen hättest, dann wäre Dir nicht entgangen, daß ich als konkrete Orte von Menschenrechtsverletzungen Guantanamo, Tschetschenien und Tibet angeführt habe, also meines Wissens haben unsere amerikanischen Freunde und ihre Fans mit den Menschenrechtsverletzungen an den beiden letzteren Orten nichts zu tun. - Oder weißt Du da mehr?
Sollte das nicht der Fall sein, deuten Deine Äußerungen auf einen gewissen Realitätsverlust hin.


Abschließend muß ich feststellen, daß ich auch keinerlei Sinn mehr in einer Diskussion über die o.g. Problematik mit Dir sehe, da ich wenig Lust verspüre, auf Deine partiell ins Surreale abgleitenden Argumente einzugehen. Gruß Klaus

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Hans58 26.01.2013, 10:41
251.

Zitat von Morotti
.... Mit "leicht lösen dieses Problems" ist da schon die deutsche bzw. französische Bürokratiemaschine mit eingerechnet ? Wofür bekommen die Verantwortlichen in den deutschen bzw. französischen verantwortlichen Dienststellen ihr Geld?
Der "Austausch" bzw. die Modifizierung des Tankstutzens ist in wenigen Minuten geschehen, das Problem ist die internationale luftverkehrsrechtliche Zulassung / Zertifizierung.

Im Übrigen:
Jede Nation ist für ihren eigenen Bedarf verantwortlich und zuständig. Natürlich gibt es STANAG, aber primär baut man einen Tanker für den eigenen Bedarf.

Mir war nicht bewusst, dass die "Force de frappe" überhaupt nicht in der Lage zu sein scheint, ihrem Ansinnen eines weltweiten Einsatzes gerecht zu werden (ich mag ich täuschen, aber ein franz. Tankflugzeug ist mir nicht bekannt).

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ray4912 26.01.2013, 10:44
252. genug! einverstanden

Zitat von klauss53
Wenn Du die Bezeichnung des weiblichen Geschlechts als das "Schöne" bzw. die Forderung nach Gleichberechtigung als impertinent ansiehst, dann fällt mir dazu nichts mehr ein. Wenn Du keinen gewaltigen Unterschied zwischen verbaler Kritik und der Bombardierung ganzer Länder (mit vielen Toten, auch unter der Zivilbevölkerung) siehst, dann tut es mir leid - für Dich. Wenn Du meinen vorherigen Beitrag auch nur mit einer gewissen Aufmerksamkeit gelesen hättest, dann wäre Dir nicht entgangen, daß ich als konkrete Orte von Menschenrechtsverletzungen Guantanamo, Tschetschenien und Tibet angeführt habe, also meines Wissens haben unsere amerikanischen Freunde und ihre Fans mit den Menschenrechtsverletzungen an den beiden letzteren Orten nichts zu tun. - Oder weißt Du da mehr? Sollte das nicht der Fall sein, deuten Deine Äußerungen auf einen gewissen Realitätsverlust hin. Abschließend muß ich feststellen, daß ich auch keinerlei Sinn mehr in einer Diskussion über die o.g. Problematik mit Dir sehe, da ich wenig Lust verspüre, auf Deine partiell ins Surreale abgleitenden Argumente einzugehen. Gruß Klaus
Danke Klaus, ich glaube, Du hast Dich als Meister des schlechten Geschmacks, mit der blöden Bemerkung über die beschützten Mädchenschulen in Afghanistan, im gegebenen Zusammenhang, wirklich genügend exponiert. Damit ist auch für Dich ein Grund gegeben, die Diskussion hier zu beenden. Du hast Deiner Mission damit definitiv keinen Dienst erwiesen. Ciao!

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perlhuhn. 26.01.2013, 12:46
253. vor der Türe

Zitat von glücklicher südtiroler
Danke für das Lob; das ich gerne zurückgebe... Saudi Arabien ist ein sehr komplexer Staat und letzten Endes ein religiöses Bunkerregime. Das Problem Staat oder herrschende und entscheidende Gruppierungen stellt sich mA eigentlich so nicht weil diese islamisch-konservativen-wahabitischen Eliten die Machtbasis des heutigen Königreiches bilden. Die 'Reinheit der Lehre' und die Deutungshoheit über dem Islam bilden die moralische Basis eines Regimes; als 'Hüter der heiligen Stätten' geniest SA in der Islamischen Welt hohes Ansehen; ist aber auch der Ansporn so islamisch wie möglich zu sein. Und natürlich nicht zu vergessen das Geld das dank der Rohstoffe reichlich sprudelt. Lässt man den Islamismus einmal beiseite so könnte man mit den Stämmen Malis schnell zur Einigung kommen; Niemand weis das besser als die Franzosen. Ist der Konflikt aber einmal religiös wird es schwierig. Wir brauchen einen Mix aus sofortigem militärischen Eingreifen(geschieht gerade), einem politischen Projekt und das Unterbinden jeglicher Hilfe der Islamisten von Außen. Die USA sind rohstoffmäßig heute unabhängiger denn je; sie und die Europäer könnten sehr hohen Druck ausüben. Machen wir uns aber nix vor; die Sahelzone und Nordafrika werden ein casino bleiben; dafür sorgen allein schon der Klimawandel und natürlich bes. auch die Bevölkerungsexplosion; man kann aber das auf ein 'erträgliches Maß' senken. Dazu muß man aber die Islamisten beseitigen... Schian Gruaß...
Danke für den Beitrag und Ihre Einschätzung.
Unabdingbare Entschlossenheit, aber auch 100%iges Einvernehmen mit den gemäßigten Kräften dort, bei den intervenierenden Aktionen sind jetzt wichtig.
Vielleicht sind ja schon in den letzten Stunden in Timbuktu, Grundlagen für ein schnelles Ende des Konfliktes entwickelt worden, so dass in einem zweiten Teil, - immer unter Führung einheimischer Kräfte - , die Befriedung durch infrastrurkurelle Hilfen ermöglicht und neues Machtvakuum verhindert werden kann.
Dass die Franzosen hier das Carnet haben, lässt hoffen, dass es zu einer besser abgestimmten Zusammenarbeit mit den Einheimischen kommt, als das in der Vergangenheit der Fall war, wenn Amerikaner das Vorgehen bestimmten.
In Afrika zu helfen ist in erster Linie Aufgabe und Pflicht der Europäer, das ergibt sich nicht nur aus der Geschichte, sondern auch aus der Geographischen Lage heraus.
Im Übrigen würde ich mir wünschen, dass wir mit dem Einfordern demokratischer Regeln in anderen Kulturen etwas zurückhaltender auftreten. Oft blockieren wir damit auf lange Zeit selbst den Prozess, der sich im jeweiligen Land von innen heraus entwickeln muss.

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medicus22 26.01.2013, 14:10
254. hmmm

Also ganz oder gar nicht. Diese Pseudohilfe kann man sich auch sparen. Dann lieber absagen, auf andere Einsätze und Kapazitätsprobleme verweisen und Schluß.
2 Transportflugzeuge kann man sich sparen. So macht man sich nur lächerlich.

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deuslovult 26.01.2013, 14:17
255. in Afghanistan hats geklappt

Mir ist das ganze ein Rätsel. Mehrere afrikanische Regierungen bitten Deutschland und andere europäische Staaten ausdrücklich um Hilfe und wie immer wird gezaudert. Was ist daran falsch, einem Staat und dessen Bevölkerung zu helfen, der von einer terroristischen Soldateska bedroht wird. Und das Argument, es würde ein zweites Afghanistan drohen, kann ich nicht mehr hören. Die Bundeswehr war im Jahr 2012 in Afghanistan kaum noch in irgendein Gefecht verwickelt und kein einziger Soldat ist gefallen. Grund: die Strategie der Nato ist aufgegangen.

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WinstonSmith. 26.01.2013, 15:07
256. Kein Titel.

Zitat von glücklicher südtiroler
... Saudi Arabien ist ein sehr komplexer Staat und letzten Endes ein religiöses Bunkerregime. ... Die 'Reinheit der Lehre' und die Deutungshoheit über dem Islam bilden die moralische Basis eines Regimes; als 'Hüter der heiligen Stätten' geniest SA in der Islamischen Welt hohes Ansehen; ist aber auch der Ansporn so islamisch wie möglich zu sein. Und natürlich nicht zu vergessen das Geld das dank der Rohstoffe reichlich sprudelt. ... Was gerade SA so gefährlich macht ist die Kombination von religiöser Intoleranz, einem religiös geprägten Regime und das reichliche Vorhandensein von Geld.
Man kann Saudi-Arabien evtl. mit dem Spanien der Habsburger vergleichen - einerseits eine letztlich dem Zufall geschuldete wirtschaftlich unglaublich günstige Situation und andererseits eine - auch durch den entsprechenden Reichtum legitimierte - religiöse Hervorhebung gegenüber den anderen Staaten.

Zitat von glücklicher südtiroler
Lässt man den Islamismus einmal beiseite so könnte man mit den Stämmen Malis schnell zur Einigung kommen; Niemand weis das besser als die Franzosen. Ist der Konflikt aber einmal religiös wird es schwierig. Wir brauchen einen Mix aus sofortigem militärischen Eingreifen(geschieht gerade), einem politischen Projekt und das Unterbinden jeglicher Hilfe der Islamisten von Außen. Die USA sind rohstoffmäßig heute unabhängiger denn je; sie und die Europäer könnten sehr hohen Druck ausüben. Das bedeutet aber eine mutige Politik; ich hoffe man ist dazu bereit; nur Symptombekämpfung ist der falsche Weg. ...
Man braucht meiner Ansicht nach insbesondere eine langfristige Politik, die sich für einen anderen Staat weder innenpolitisch noch wirtschaftlich fühlbar rechnet. Es ist ja leider bisher noch bei keinem der gescheiterten Staaten seit 1990 in Somalia, Kosovo oder Afghanistan gelungen, eine dauerhaft positive Entwicklung zu schaffen, und sobald dieser aus den Schlagzeilen ist, ist auch das Interesse verloren.

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Heimatloserlinker 26.01.2013, 15:59
257.

Zitat von WinstonSmith.
Man kann Saudi-Arabien evtl. mit dem Spanien der Habsburger vergleichen - einerseits eine letztlich dem Zufall geschuldete wirtschaftlich unglaublich günstige Situation und andererseits eine - auch durch den entsprechenden Reichtum legitimierte - religiöse Hervorhebung gegenüber den anderen Staaten. Man braucht meiner Ansicht nach insbesondere eine langfristige Politik, die sich für einen anderen Staat weder innenpolitisch noch wirtschaftlich fühlbar rechnet. Es ist ja leider bisher noch bei keinem der gescheiterten Staaten seit 1990 in Somalia, Kosovo oder Afghanistan gelungen, eine dauerhaft positive Entwicklung zu schaffen, und sobald dieser aus den Schlagzeilen ist, ist auch das Interesse verloren.
Wieso soll das Kosovo ein gescheiterter Staat sein? Bisher ist dieses "Protektorat" doch noch nicht einmal von allen maßgeblichen Staaten anerkannt!

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WinstonSmith. 26.01.2013, 16:12
258. Kein Titel.

Zitat von Heimatloserlinker
Wieso soll das Kosovo ein gescheiterter Staat sein? Bisher ist dieses "Protektorat" doch noch nicht einmal von allen maßgeblichen Staaten anerkannt!
Sie setzen sich leider nicht mit dem Thema auseinander.

Neben dem Thema erlaube ich mir den Hinweis, dass Ihre Anmerkung, dass ein Staat erst entstünde, wenn er von anderen "maßgeblichen Staaten" anerkannt werde, ist zumindest völkerrechtlich nicht ausschlaggebend. Ob Sie das Kosovo als Protektorat empfinden, ist noch weniger von Bedeutung.

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Schleswig 26.01.2013, 17:18
259. xxx

Zitat von Morotti
Es bleibt dabei, dass Ihre Behauptung das die Bundesrepublik Deutschland im Fall Jugoslawien/Kosovo r, und wir uns dafür noch hundert Jahre schämen müssten, ist so etwas von falsch , das Sie etwas Demut zeigen könnten.
Selbstverständlich war die BW in diesem Konflikt aktiv. Was die meisten nicht wissen, Hubschraubereinheiten waren sogar in Kroatien stationiert, und flogen von dort aus Einsätze. Und fremschämen brauch sich dafür keiner.

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