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Bundeswehr: Traumatische Störungen bei Soldaten bleiben oft unentdeckt
DPA

Deutlich mehr Bundeswehr-Soldaten als bislang angenommen leiden unter Belastungsstörungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag des Bundestags. Sie zeigt auch: Jeder fünfte Soldat startet bereits mit einer Störung in den Auslandseinsatz.

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Herr Hold 26.11.2013, 09:16
20. Atbs

Zitat von MashMashMusic
Jetzt wollen wir mal schauen, wie lange es dauert bis die ersten aus den Löchern kommen, die "Sind doch selbst dran schuld!" rufen. Nein. Sie sind nicht selbst dran schuld. Zweitens: Natürlich muss Menschen mit PTBS geholfen werden, völlig egal, wo das herkommt. Auch Soldaten.
Grundsätzlich richtig, aber dort steht ja auch, jeder fünfte deutsche Soldat geht bereits mit einer psychischen Störung in den Auslandseinsatz. Demnach handelt es sich um ein "Ante Traumatisches Stress Syndrom", dass schon da ist, bevor der Einsatz beginnt.

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Kurbelradio 26.11.2013, 09:17
21.

Zitat von sysop
Deutlich mehr Bundeswehr-Soldaten als bislang angenommen leiden unter Belastungsstörungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag des Bundestags. Sie zeigt auch: Jeder fünfte Soldat startet bereits mit einer Störung in den Auslandseinsatz.
seltsam, dass Brunnen bohren psychische Störungen verursacht. [//ZynismusOFF]

ist es eigentlich noch zeitgemäß, Tatsachenberichte von Soldaten in Form von Büchern von Weltkrieg 1 und 2 zu lesen?

Ich habe hier eines, mit dem Titel "Denn dieser Tage Qual war groß" von Guy Sajer.
Wird bei Amazon gebraucht angeboten. Nicht von mir, das gebe ich nicht her. Nur: hat man denn überhaupt garnichts gelernt?

Bei jedem Krieg ist das erste Opfer die Wahrheit. Sollte doch allgemein bekannt sein. Danach kommen die Soldaten und alles, was sich in Kriegsgebiet befindet. Woher stammt der Irrglaube, man könne die Demokratie herbeibomben und hinterher sind alle glücklich und froh und er gemeine Soldat wird ein normaler Zivilist, der einer geregelten Arbeit nachgeht und seine glückliche Familie ernährt??
Das klappte schon damals nicht so einfach, und tut es jetzt auch nicht.
Ich arbeite in einem Pflegeheim als Betreuer. Ich betreue demenzerkrankte, alte Menschen, die den Krieg mitmachten. Die sind traumatisiert, erleben den Krieg fast täglich immer wieder (Scheiß Langzeitgedächtnis) und uns erzählt man, das sei alternativlos. Meine Söhne "erzog" (manipulierte) ich dahingehend, dass das Letzte was sie tun würden, sich eine Uniform anziehen, sich bewaffnen lassen und in den Krieg zu gehen. Und jetzt komm mir keiner, unsere Freiheit müsse dort verteidigt werden. Das sind Lügen von den Mächtigen, die den Hals nicht voll genug bekommen und unsere Kinder dafür opfern.

Schuld sind die, die dafür sorgen, dass unsere jungen Menschen dorthin gehen. Die Schuld liegt bei denen, die lügen und betrügen mit dem Preis der Gesundheit oder des Lebens der Menschen, die sie schicken.

Ganz zu schweigen von denen, die dort umkommen. Wieviel Opfer brachte der Irakkrieg? Wieviele Opfer sind es in Afghanistan? wieviele braucht es noch? Jeder einzelne, ob Soldat oder Zivilist ist zuviel.

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sPeterle 26.11.2013, 09:21
22. ahnungslos

Zitat von bugs bunny
Und nicht belastbare Soldaten sollen sich einen anderen Job suchen, wie Lehrer, die den Stress nicht aushalten, wie eben alle, die den falschen Beruf gewählt haben.
Hauptsache seinen Senf dazu abgegeben. Man kann jeden Menschen durch Erfahrungen brechen, wirklich absolut jeden....

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secret77 26.11.2013, 09:25
23.

Was soll man anderes sein, als depressiv, wenn die Arbeit aus Mensch-gegen-Mensch besteht (trotz aller moderner Propagandavideos)? Das einzig sinnvolle wäre mehr Liebe zu bringen. Alles andere ist (oft gutgemeintes) Söldnertum für die Interessen Einzelner (zb Hersteller von Waffen & Armeeausrüstung). Siehe Afghanistan heute. Noch höhere Drogenproduktion, noch mehr verrückter Patriarchismus. Nach all den Jahren gutgeminten Krieges.

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wakaba 26.11.2013, 09:25
24.

Zitat von wurzelbär
Warum bleiben traumatische Störungen bei Soldaten oft unentdeckt, weil, wenn man die politischen, traumatischen Störungen nicht entdecken kann, warum dann die bei den Soldaten? Die Gesellschaft, das Volk, wurde unter eine politische.....
Ist absoluter Irrsinn, geb ich dir recht. Versklavung durch Bürokratie um Aggression die Folge der Ueberbevölkerung ist zu kanalisieren. Traumatische Störungen sind nicht Ursächlich sondern Folge davon.

Im Mittel sind 20% der Bevölkerung nachhaltig geschädigt. Soldaten liegen also im Durchschnitt. Nichts neues.

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hajo58 26.11.2013, 09:26
25. Wie hat er das geschafft?

Zitat von sysop
Deutlich mehr Bundeswehr-Soldaten als bislang angenommen leiden unter Belastungsstörungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag des Bundestags. Sie zeigt auch: Jeder fünfte Soldat startet bereits mit einer Störung in den Auslandseinsatz.
Wie konnte nur mein Großvater (geboren 1890) mit allen diesen Belastungen fertig werden?

1914-1917 Frontsoldat in Russland.
1923 Verlust aller seiner Ersparnisse.
1929 Familienvater mit 4 Kindern und arbeitslos.
1943 Ältester Sohn gefallen.
1944 Jüngster Sohn gefallen.
1945 Zum Volkssturm eingezogen.
1945 Kriegsgefangener bei der US - Army in Bad Kreuznach (Rheinwiesen!)

1948 Abermaliger Verlust seiner Ersparnisse
1950 Zwangsaufnahme einer fünfköpfigen Familie, die aus ihrer Heimat vertrieben wurde, in sein Haus.
1952 Lastenausgleichszahlungen bis 1982!

Er wurde schließlich 96 Jahre alt und hatte außer seiner Familie keinerlei Unterstützung.

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zufriedener_single 26.11.2013, 09:28
26. Deutschland...

Deutschland ist seit WW2 nahezu komplett traumatisiert. Die Grosseltern haben ihre Traumata an ihre Nachkommen weitergereicht und diese an die Enkel. Nachzulesen zum Beispiel bei Sabine Bode. Die 68er waren symptomatisch dafuer, das Pendel schlug in die Gegenrichtung. Ein weiteres faszinierrndes Beispiel ist das krampfhafte Festhalten an einem Verhindern eines allgemeinen Tempolimits fuer KFZ. Das Auto als Symbol fuer Freiheit... in Deutschland eine Waffe, wie in den USA die Waffen selber

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tbax 26.11.2013, 09:28
27. Wie sang Dieter Hildebrand

Hildebrand, irgendwann in den 80ern in seiner Show:

"Ich kann nix, ich bin nix. Ich geh zur Bundesweeehr..."

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secret77 26.11.2013, 09:29
28.

Siehe auch ein bischen weiter untr auf SPON heute: " Rote Liste Kriege des Menschen rotten Tiere aus". Dann können sie für welche Menschen auch immer wohl auch nicht gut sein.

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suedseefrachter 26.11.2013, 09:29
29.

Zitat von sysop
Deutlich mehr Bundeswehr-Soldaten als bislang angenommen leiden unter Belastungsstörungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag des Bundestags. Sie zeigt auch: Jeder fünfte Soldat startet bereits mit einer Störung in den Auslandseinsatz.
Ich denke viele Leute wollen eigentlich gutes tun, blos man muss sich genau überlegen was es einem bringt und ob man dem überhaupt gewachsen ist.
Ich für meinen Teil würde kein Land auf dieser Erde verteidigen da ich mich trotz der deutschen Staatsbürgerschaft nicht dazu bekenne mein Land im Notfall zu verteidigen oder gar in den Krieg zu ziehen. Mit 18 war ich bereits gegen die Bundeswehr, mit 35 sieht es immer noch nicht besser aus.

Diese Institution kann geschlossen werden oder noch besser in ein Sportzentrum umgewandelt werden. Es macht mehr Sinn die Leute in sportlichen Aktivitäten auszubilden um dann in internationalen Wettkämpfen einzusetzen.
Das schwere Gerät kann genausogut umgerüstet werden und der Feuerwehr übergeben werden.
Wenn man sich die Amerikaner ansieht, die rekrutieren insbesondere Leute aus ärmeren Regionen. Es löst das Problem das die Leute aus Problemregionen nicht unkontrolliert Probleme in der Gesellschaft machen.
Gerade bei Hilfseinsätzen wie z.B gerade in Südostasien, dazu benötigt es kein Militär sondern gut koordinierte Mannschaften mit passendem Gerät.
Ich sehe keinen Sinn darin 23jährige in den Krieg zu senden und sie dort bewaffnet irgendeiner Idiologie von ewig gestrigen (den aktuell Regierenden!) zu unterstellen.

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