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Bundeswehr: "Wir sind absolut im roten Bereich"
REUTERS

Einsätze gegen den "Islamischen Staat", im Mittelmeer, für Flüchtlinge in Deutschland: Deutsche Soldaten übernehmen immer mehr Aufgaben, aber laut Bundeswehrverband ist in manchen Einheiten nur jede zweite Stelle besetzt.

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Insider_406 27.12.2015, 14:29
90. Stellen umwidmen

Wir brauchen nicht mehr Soldaten, wir brauchen andere Strukturen - weniger Wasserköpfe, mehr einsatzfähige Truppenteile, d.h. Abschaffung der Zersplitterung mit 5 militärischen Organisationsbereichen und bald ebenso vielen zivilen Organisationsbreichen, Reduzierung der 162 Generalsdienstposten und ihrer aufgeblasenen Stäbe und Kommandobehörden. Verschlankung und Zentralisierung lautet das Gebot - und am Ende reicht es dann auch für mehr durchhaltefähige Bataillone und deren angemessene Ausstattung.

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a.totok 27.12.2015, 14:31
91.

Zitat von nickleby
das entscheidende Problem liegt darin, dass 1. ständig gegen die Bundeswehr von links attackiert wird 2. Die staatstragende Aufgabe der Bundeswehr von links negiert wird 3. die notwendige Unterstützung durch das Parlament zu schwach ausfällt 4. in den Schulen für die Bundeswehr nicht genügend geworben wird. 5. Fazit : jeder wehrtaugliche Staatsbürger soll auf Zeit Uniformträger sein, um so für den Frieden einzustehen Si vis pacem para bellum
ich würde lieber die bürgerschaft an den dienst knüpfen anstatt das pferd von hinten aufzuziehen, auch an ersatzdiensten wie dem THW/sozialen zivildiensten.

in den schulen hat dafür nicht geworben zu werden. die schule dient der allgemeinen bildung und nicht der indoktrinierung.

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Lanek 27.12.2015, 14:34
92.

Zitat von kobra21
Die Bundesregierung sollte als Sofortmaßnahme die ausgesetzte Wehrpflicht wieder aktivieren. Wehrpflicht, ein hergehend mit einem Sozialdienst für alle, die den Wehrdienst verweigern, wäre ein deutliches Signal, dass die Bundeswehr mitten in der Bevölkerung steht. Auf der anderen Seite würden Sozialdienste durch mehr Personal ebenfalls entlastet.
Hurra, billige Zwangsarbeitskräfte.

Man könnte natürlich auch einfach die Arbeitsbedingungen im Sozialbereich verbessern oder eben der Bundeswehr mehr Mittel für mehr Berufssoldaten zuweisen...

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meging 27.12.2015, 14:43
93.

Zitat von f.gallo
VdL ist nicht so übel wie ihre Vorgänger. 1. Die BW muss ein attraktiver Arbeitgeber werden. Das heißt Standort Sicherheit (man will sich was aufbauen, heiraten, Kinder usw.) 2. Unterkünfte, ein Soldat ist kein Schüler auf Klassenfahrt. Klar biwakt er auch bei Regen und Schnee, aber nicht 250 Tage im Jahr. 3. Material, das fängt bei Stiefel an und geht über feuerfeste Unterwäsche zum Helm und zur Schutzweste.. Dann Handfeuerwaffen. .. 4. Dienstplan, der Dienstplan muss mehr Sport, Schießen usw enthalten. Dazu wäre es auch gut einen Vertrag mit Studiokette wie McFit oder so zu machen.. kostet 20? pro Soldat/Monat. .. 5. und jetzt wird es schwer. .. Das Beschaffungswesen muss aufgeräumt werden, da sitzen zu viele nach Parteibuch und betreiben ganz klar Vorteilsannahme im Amt. Das betrifft Ausschreibungen genau wie Einkauf. .. Ich befürchte allerdings das wieder dank Lobbyarbeit bei Großprojekten investiert wird...
Nummer 4 bräuchte es nicht mal in der Form, jede Kaserne hat einen Sportbereich und einen Sportfeldwebel, man müsste nur "hingehen".

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rosskal 27.12.2015, 14:51
94. Naiv? Eher Provokation!

Zitat von Redigel
Ich halte IS, Boko Haram und Co ja auch für korrupt, aber für so korrupt, dass sie ihre Waffen niederlegen wenn sie dort das Scheckbuch zücken, nun auch wieder nicht. Ihr Vorschlag ist gelinde gesagt: naiv!
Natürlich ist ein solcher Vorschlag naiv, er sollte auch nur etwas provozieren - auch zum Nachdenken über eine präventiv andere Außenpolitik Deutschlands sowie hinsichtlich der deutschen Unterwürfigkeit unter die US-Außenpolitik.

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taglöhner 27.12.2015, 14:52
95.

Zitat von moistvonlipwik
Das "Fazit" kollidiert mit dem 2+4-Vertrag: der setzt eine Obergrenze für die Bundeswehr von 370.000. Alternativvorschlag?
Bei einer Jahrgangsstärke von ca. 800 000 (2014) sollte, unter Abzug der Dienstunfähigen und zusammen mit dem Zivildienst, über W12 eigentlich Wehrgerechtigkeit hergestellt werden können, ohne die Verträge anzukratzen.

Eine dann immer noch relativ kleine, aber dem Niveau unserer Wirtschaft entsprechend, technisch feine Bundeswehr, sollte uns in die Lage versetzen, die gegenwärtigen Peinlichkeiten zu überwinden. Den zum BIP relativen Verteidigungsaufwand auf das von den Verbündeten erwartete Niveau zu bringen, müsste dazu eigentlich genügen.

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TS_Alien 27.12.2015, 14:58
96.

Wirklich schlagkräftig ist die Bundeswehr sicher nicht, auch nicht die im Ausland tätigen Einheiten. Dazu fehlt es an Einsatzerfahrungen. Wenn in manchen Einheiten jede zweite Stelle unbesetzt ist, legt man Einheiten zusammen. Auch wenn das den Verzicht auf Beförderungsstellen bedeutet.

34 Milliarden Euro sind eine Menge Geld. Wer mit dieser riesigen Summe keine schlagkräftige Truppe zusammenbekommt, sollte Platz machen für Leute, die das könnnen.

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hwdtrier 27.12.2015, 15:03
97. Eine Wehrpflicht würde die BW

wieder besser im Volk verankern ( siehe Schweiz). Was aber Traumata betrifft: da müssten alle deutschen Landser nach 45 enorm traumatisiert gewesen sein.

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Insider_406 27.12.2015, 15:08
98. Mehr Berufssoldaten (BS) sind kein Allheilmittel

Zitat von Lanek
Hurra, billige Zwangsarbeitskräfte. Man könnte natürlich auch einfach die Arbeitsbedingungen im Sozialbereich verbessern oder eben der Bundeswehr mehr Mittel für mehr Berufssoldaten zuweisen...
Mehr BS bedeuten grundsätzlich ein höheres Durchschnittsalter der Streitkräfte, bedeuten mehr krankheitsbedingte Ausfälle und reduzieren am Ende die Anzahl der effektiv einsetzbaren Kräfte - und genau an diesen mangelt es. In wenigen Bereichen (IT, Ärzte, andere Spezialisten) würde eine höhere BS-Quote helfen, aber eben nicht dort, wo es die Bevölkerung spüren würde - im (Kampf-)Einsatz, an den Deichen, bei der Katastrophenbewältigung etc., aber genau dort erwartet der Steuerzahler eine Leistung von der Bundeswehr. Keiner will -zu Recht- für uniformierte Verwaltung von Mini-Bereichen bezahlen oder für noch mehr "Center of excellence" . Auch das BMVg darf kleiner werden, verlangt aber, dass sich die politische Leitung in ihren Anforderungen hinsichtlich des Umfanges der Aufträge und der zeitlichen Vorgaben etwas bescheidener gibt. Hier bin ich aber sicher, dass sich die europäische Arbeitszeitrichtlinie erziehend auf das im Einzelfall sehr selbstgefällige Fordern auswirken wird.

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Ruhri1972 27.12.2015, 15:08
99. Versagen

Ein in die USA "geflüchteter" Ex-Bundesverteidigungsminister hat die Bundeswehr in einer Nacht & Nebel Aktion ihrer Handlungsfähigkeit beraubt. Er hatte damals schon enge US-Kontakte. Wer hatte ein Interesse an der Aussetzung der Wehrpflicht ?

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