Forum: Politik
Bundeswehr: "Wir sind absolut im roten Bereich"
REUTERS

Einsätze gegen den "Islamischen Staat", im Mittelmeer, für Flüchtlinge in Deutschland: Deutsche Soldaten übernehmen immer mehr Aufgaben, aber laut Bundeswehrverband ist in manchen Einheiten nur jede zweite Stelle besetzt.

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seamanslife 27.12.2015, 11:58
10. gehts noch!

die Bundeswehr soll das Feuer löschen das "unser Nato-Partner Türkei" fleißig am köcheln hält und auch noch im eigenen Land nebenbei einen kleinen Bürgerkrieg führt.
Wer solche Freunde hat braucht keine Feinde, aber seine Freunde kann man sich ja bekanntlich selbst aussuchen.
Von der Tendenz bei unseren Freunden in Ankara hat der BND/MAD schon zu Zeiten von BM TdM Wind bekommen und nicht zu knapp.
Fazit Nix!

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sotomajor 27.12.2015, 12:00
11. wo sind die Warnungen

Wo sind die Rufe "nie wieder Krieg", wo bleibt der Schutz unseres Landes. Für dieses Land waren Generationen im Krieg, für hohe Werte und unsere Demokratie. Gilt das alles nicht mehr, wird es geopfert für eine taktische Politik der Hintergedanken, ich denke ja. Längst geht es nicht mehr um Links oder Rechts, die Faschisten tarnen sich als Antifaschisten und ihre Politik vernichtet den Sozialstandard und die Demokratie Deutschlands und in ganz Europa. Es ist jeder gefordert, ob links oder rechts, ob Sozialist oder Kapitalist, dieser verblendeten Politik ein Ende zu bereiten. Zeigt ihnen "bis hierher und keinen Schritt mehr weiter" !

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nickleby 27.12.2015, 12:01
12. Wiedereinsetzung der Wehrpflicht

das entscheidende Problem liegt darin, dass
1. ständig gegen die Bundeswehr von links attackiert wird
2. Die staatstragende Aufgabe der Bundeswehr von links negiert wird
3. die notwendige Unterstützung durch das Parlament zu schwach ausfällt
4. in den Schulen für die Bundeswehr nicht genügend geworben wird.

5. Fazit : jeder wehrtaugliche Staatsbürger soll auf Zeit Uniformträger sein, um so für den Frieden einzustehen

Si vis pacem para bellum

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wolfgangreusch 27.12.2015, 12:02
13. Vielleicht...

sind 178.000 ja auch nicht die tatsächliche Verfügbarkeit... So eine Zahl kann ja auf vielerlei Weisen entstehen. Gebe ich jetzt mal zu bedenken, ohne dass ich hier eine Zahl in den Raum werfe, weil das unter die dienstliche Verschwiegenheit fällt...

Tatsache ist: Ja, es ist wirklich eng, in der "Truppe" als auch auf Ämter-und Kommandoebene. Wir dienen ja gerne, aber schöner ist es, wenn man auch die Ressourcen, und hier besonders das Personal, dafür hat.

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hockeyversteher 27.12.2015, 12:03
14. Die Verteidigungspolitik

Ist seit Jahrzehnten ein Desaster. Es fehlt an allem:

Zuerst fehlt es an klarer politischer Vorgabe, was diese Armee zu leisten hat. Wenn in der Verfassung steht, dass diese allein für den Verteidigungsfall da zu sein hat, dann aber in Dutzenden Auslandseinsätzen verschlissen wird, stimmen die politischen Vorgaben nicht.

Dann fehlt es im BMV an Profis. Alle Staatssekretäre sind Berufsfremde Bürokraten. Verteidigungsminister darf jeder der in Ungnade beim Chef gefallen ist, bei den Grünen durfte sich Nouripor "verteidigungspolitischer Sprecher" nennen, was auch immer ihn dazu qualifiziert, und mehr Einsätze in Libyen fordern.

Wegen fehlender Vorgaben wofür kann auch niemand eine Armee organisieren und ausrüsten. Am Ende soll die Industrie lauter eierlegende Wollmilchsäue konstruieren, die man für alles einsetzen will und am Ende für nichts kann. Am Ende werden dann Panzer nach Arbeitsstättenrichtlinie für Schwangere umgerüstet und große Teile der Flotte liegt wegen zu hoher Russpartikelemmission fest am Kai, Transportflieger die gerne als Sturzkamlfbomber dienen sollen, werden nicht fertig, Technik die für Mitteleuropa konstruiert ist, versagt in Afghanistan und dafür wird der gesamte Bestand zum Ersatzteilspender umfunktioniert, Politiker schicken Soldaten ohne Schutzausrüstung in den Krieg, Patriot-Abteilung deren Auflösungsbeschluss schon feststeht werden in die Türkei verlegt und müssen dort vor der Übergriffen Bevölkerung gesichert werden.

Verteidigungspolitik ist die Kirsche auf der Torte selbstverliebter, dem Opportunismus des Tagesgeschäft unterworfener Machtpolitik die einzig dem Machterhalt dient und nicht den Menschen.

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m.gu 27.12.2015, 12:06
15. Ist das nicht eine Schande?

Deutschland hat ca 81 Millionen Einwohner und eine Armee von 178 000 Mann. Die Türkei hat ca 75 Millionen Einwohner und eine Armee von 700 000 Mann. Jetzt stellen wir Soldaten für die Türkei ab, warum? Ein Land, welches Truppen und Panzer im Irak stationiert hat. Siehe Quelle: "Sicherung der Ölgeschäfte: Türkei plant Militär-Basis im Irak." Sollen unsere Soldaten den Öl Handel zwischen der Türkei und dem IS sichern? Oder könnte ein Krieg zwischen der Türkei und dem Irak ausbrechen? Siehe Quelle: "Eskalation: Krieg zwischen der Türkei und dem Irak ist..." Sollen wir dann den Aggressor, die türkische Armee im Irak, unterstützen? Die Türkei spielt im Nahen Osten mit dem Feuer und wir sollen Schützenhilfe leisten? Die Abgeordneten im Bundestag, der Linken und der Grünen, sind gegen einen solchen Einsatz, zu Recht. Leider überwiegen die CDU/CSU und die SPD Abgeordneten, wie schade.

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ihawk 27.12.2015, 12:11
16. Moment mal ...

Wenn die Zahlen in diesem Artikel stimmen, wäre die Bundeswehr überhaupt nicht in der Lage ihrer bestimmungsgemäßen Aufgabe nachzukommen(!!)
Die Bundeswehr ist per Gesetz eine Verteidigungsarmee und sitzt anscheinend (glaubt man dem Artikel) auf einem Haufen Ausrüstungsschrott - das wirft ein interessantes Licht auf unsere Rüstungsindustrie, die anscheinend nur Schrott produziert und Milliardengewinne in private Taschen stopft.
Wann wachen denn unsere Lobbyisten verblödeten Politiker auf und trocknen dieses gemeingefährliche System aus Korruption und Vetternwirtschaft aus?(!)

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Redigel 27.12.2015, 12:18
17. Dr.

Zitat von rosskal
Wir sollten unsere Soldaten aus dem Ausland zurückbeordern. Mit dem eingesparten Geld ließe sich in vielen Regionen der Welt Frieden schaffen - ohne Waffen
Ich halte IS, Boko Haram und Co ja auch für korrupt, aber für so korrupt, dass sie ihre Waffen niederlegen wenn sie dort das Scheckbuch zücken, nun auch wieder nicht. Ihr Vorschlag ist gelinde gesagt: naiv!

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Havel Pavel 27.12.2015, 12:19
18. Auch in der Bundeswehr gibt es enormen technischen Fortschritt!

Es ist in der Bundeswehr nicht anders als in anderen Bereichen auch, aufgrund der fortgeschrittenen Technik wird einfach weniger Personal benötigt, das jedoch dafür umso besser ausgebildet sein muss. Ich weiss noch aus meiner Militärzeit anfang der siebziger Jahre wieviel Personal beispielsweise zur Beobachtung des Luftraums benötigt wurde, was heutzutage von wenigen Soldaten erledigt wird. In Transall Maschinen sassen vier bis fünf Soldaten im Cockpit, die Navigation erfolgte noch mittels Sixtant, da es damals ja noch keine Satelitennavigation dafür gab, usw. usw. Nur waren damals alle voergesehen Stellen ausnahmslos besetzt, ja es gab sogar einen gewisen Überhang, manche mussten warten bis sie nach abgeschlossenen Lehrgängen eine Planstelle besetzen konnten. Durch die Wehrpflicht kamen auch sehr viele Soldaten mit höheren Ausbildungen zur Truppe, wovon einige Teilbereiche durchaus profitieren konnten. So erinnere ich mich, dass in meiner Stammeinheit nahezu jeder Abitur oder eine sehr gute höhere Berufsausbildung bzw Studienabschluss hatte. Somit war es natürlich einfach diesen Soldaten auch anspruchsvolleres Lehrmaterial zu vermitteln. Zudem bestand ein sehr gutes Verhältnis zu der Ebene der höheren Vorgesetzten und ein hohes Mass an gegenseitigem Vertrauen was natürlich für eine gute Stimmung innerhalb der Truppe sorgte. Querköpfe gab es bei uns einfach nicht, an solche Situationen kann ich mich nur innerhalb der Grundausbildung erinnern, von den betroffenen Soldaten hat man später nie mehr was gehört oder sie gar nochmal zu Gesiht bekommen.

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gympanse 27.12.2015, 12:19
19.

Das Bildungs- und Gesundheitswesen ist auch am Limit und im Gegensatz zur Bundeswehr wäre dort eine Aufstockung sinnvoll. Deutschland und seine Bündnisse müssen nicht überall auf der Welt verteidigt werden. Hilfsmissionen irgendwo in der Welt ließen sich auch von zivilen Organisationen durchführen.

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