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Bundeswehrgewehr G36: Heckler & Koch wirft von der Leyen gezielte Kampagne vor
DPA

Die Negativ-Meldungen über das Sturmgewehr G36 sorgen für heftigen Streit zwischen Hersteller und Bundeswehr. Die Waffenschmiede Heckler & Koch zeigt sich "erschüttert" über das Vorgehen von Ministerin von der Leyen.

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farbraum 01.04.2015, 23:25
290.

Erst eine Waffe verkaufen, die offenbar etlichen Soldaten Probleme macht und dann beschweren weil mutmaßlich die hohen Lobby-Ausgaben umsonst waren. Man müsste die Waffenhersteller viel strenger überwachen, da ist doch was extrem faul wenn die so reagieren!

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melnibone 01.04.2015, 23:27
291. Made in Germany.

Ob Politikerleistungen oder Industrieleistungen ... alles Made in Germany.
Bald braucht niemand mehr Angst vor ´Raubkopien´ aus dem ´fernen Osten´ zu haben.
Den ´Mist´ will keine andere Nation ebenfalls verwenden.
Polemik ... aber zumindest schon mal für unsere Politikerkaste ´könnte´ das stimmen.
Zur Verklärung der G-3 Zeiten fällt mir sofort noch ein: wenn es um Schießergebnisse für Prestigezwecke ging ... wurde der spezielle Waffenschrank geöffnet, weil mit dem Allerweltsmaterial sich nur ´Glückstreffer´ erzielen ließen.
Das wird vermutlich beim G36 ähnlich sein.
Wer glaubt denn eigentlich, das die Bundeswehr jemals ´Top´ ausgerüstet war?

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pom_muc 01.04.2015, 23:31
292.

Zitat von The Independent
Aber wenn nach einer Stunde Feuerkampf dann eine Gruppe Taliban auf einen vorrückt, die dann natürlich unter "Allah ist groß"-Rufen dabei auch noch wild auf einen feuert, dann braucht man in einer solchen Extremsituation zumindest eine Waffe, die auch noch nach einem 1-stündigen Feuerkampf wenigstens halbwegs in die Richtung des Gegners schiesst. Es gibt Berichte von BW-Soldaten, die angeben, dass mit G36 zwar auf Gegner gezielt wurde, die Schüsse aber tatsächlich (teilweise weit) am Gegner vorbei gingen. Da sich die Kunststoffummantelung des G36, die wiederum die Visiereinrichtung trägt, durch Hitze verformt, müsste dann eigentlich jeder Soldat während des Kampfes, quasi bevor er wieder versucht gezielt auf den Gegner zu schiessen, das G36 wieder zuerst am Schiessstand einschiessen, d. h. das Visier neu justieren, um wieder treffen zu können.
Und warum fällt das dann keinem auf dem BW-Schießstand in Afghanistan auf? Warum wurde das nicht schon 2004 unter Struck thematisiert?

Warum weigern sich die für die Ausrüstung VERANTWORTLICHEN Beschaffer Firmenvertreter über die Testbedingungen zu informieren?

Dass Soldaten unter Gefechtsstress wesentlich schlechtere Ergebnisse erzielen als unter Trainingsbedingungen ist bekannt.

Die Frage ist ob man hier nicht den Lieferanten zum Sündenbock für die bescheidene Schießausbildung der Bundeswehr machen will.

Zum Sparen die Ausbildung ins Schiesskino verlagern in dem man stundenlang mit Dauerfeuer die Gegner im Unverwundbarkeitsmodus abräumen kann und sich dann wundern wenn die Soldaten Hitzeflimmern erst im Gefecht erleben.

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Listerholm 01.04.2015, 23:42
293. Nochmal ein statement

von Jemandem, der schießen kann und das gelernt hat:
Das G36 mag unter bestimmten Bedingungen ungenau werden. Wen interessierts?
Mit einem Sturmgewehr ziele ich nicht auf ein Ziel, wie auf eine Zielscheibe, sondern auf eine Phalanx gegnerischer Kräfte.
Da halt ich nicht drauf über Kimme und Korn, sondern lass das Feuer los.

BTW: Wo in einem Gefecht werden 100 Schuss Dauerfeuer abgegeben.
Das ist doch Blödsinn.
Aber vielleicht einer, der irgendwelchen Staatssekretären einleuchtet, die übers G36 sprechen, ohne es je in der Hand gehalten zu haben.
Für mich wieder ein Beweis dafür, dass unsere "Etappenhengste" nullkommanull Ahnung haben von dem, was in der Truppe und an der Front vorgeht.

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getan 01.04.2015, 23:44
294. Macht doch Bundesministerin VdL genau richtig

die nicht wirklich funktionierende Waffe wird eben in Frage gestellt. Das Bundesgewhr Gas36 hat sich im Einsatz eben als nicht brauchbar herausgestellt. Fragt man sich natürlich: Warum wurden schon 180000 !? (wer hat sich denn damit eine goldebne Nase verdient?) davon bestellt wenn es nicht brauchbar ist? Wohin nun mit den schon georderten Mitteln? Aus meiner Sicht: Gewehre zurückgeben und Geld zurückfordern! Das Geld kann viel besser woanders angelegt sind : z.B. Bildung

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pom_muc 01.04.2015, 23:44
295.

Zitat von texas_star
a) es geht nicht um Dauerfeuer sondern "schnelles Einzelfeuer" und starkem Genauigkeitsverlust schon nach 2 Magazinen und/oder bei Erwaermung der Waffe durch hohe Aussentemperaturen
Behaupten Sie ich könnte mit dem G36 die Mannscheibe auf 200m nicht mehr treffen nachdem 60 Schuss in den ersten 3 Minuten abgefeuert wurden?

Oder was bedeutet "starker Genauigkeitsverlust"?

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furiousfunkfanatic 01.04.2015, 23:47
296. Ich habe die Lösung!

Die Bundeswehr stellt einfach auf Ultimax 100 um. Dieses Gewehr braucht die gleiche Munition. Seltsamerweise schießt es im Dauerfeuer sehr genau. Dafür ist es in der ganzen Welt beliebt!

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utzahitzl gzinga 01.04.2015, 23:55
297.

Seid wann soll ein Soldat, der nicht gerade in einem Hollywood Action Film ist, denn bitte ein dauerfeuer durchführen? Mir wurde erklärt das man gezielte einzelne Schüsse abgibt und nicht im rambostyle so lange durchzieht bis die Waffe heiß ist. Dann kritisiert doch gleich alle waffen, als wenn eine M4 oder ak nicht irgendwann unter dauerfeuer erhitzt. Interessieren würde mich allerdings welche Firma den Zuschlag bekommt Gesetz dem Fall H&K wird abgesägt.

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Listerholm 01.04.2015, 00:00
298. Mal aus der Praxis

Zitat von Marcel Kapunkt
Der Auftrag zur Beschaffung des G36 wurde 1992 formuliert. Also einige Jahrzehnte vor dem Amtsantritt von Ministerin von der Leyen. Des Weiteren ist es völlig egal, ob im Anfoderungsprofil nicht erwähnt wurde, das dass Gewehr auch bei Dauerfeuer/Feuerstoß treffgenau sein muss. Das ist einfach eine Selbstverständlichkeit, die der Hersteller zu gewährleisten hat! Sie sollten bei all Ihrer Abneigung gegen Frau von der Leyen doch bitte sachlich bleiben. Ansonsten ist Ihr Beitrag nichts wert!
Ein Sturmgewehr hat folgende taktische Aufgaben:
Einzelschuss: Möglich mit erstem Treffer, aber dafür nicht ausgelegt - viel zu schwer dafür. (fehlende Zieleinrichtung)
Feuerstoß (einmaliges kurzes Betätigen des Abzuges löst 3+ Schüsse aus): Ziel wird angesprochen. Treffer dennoch ungewiss, aber nicht unwahrscheinlich.
Dauerfeuer: Durchziehen des Abzuges leert das gesamte Magazin. Macht nur Sinn, wenn ich um das Ziel herumstreue, also nicht X ausschalten will, sondern mit Y und Z vor allem X.
Was da jetzt am G36 fehlerhaft sein soll, weiß ich nicht. Im Gefecht kommt es darauf an, Wirkungstreffer zu erzielen. Ob diese Abweichungen von 50 cm vertikal oder horizontal haben, spielt nur auf dem Übungsschießplatz eine Rolle - im wirklichen Gefecht wohl kaum.
Zumal im Verbundgefecht.
Hier wird immer so getan, als ob Schütze X alone aus seiner Deckung die feindlichen Angreifer niederzuhalten hätte.

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Volks.Hirn 01.04.2015, 00:07
299. @Marcel Kapunkt

Welches Gewehr ist denn bei Dauerfeuer "treffgenau"?

Vielleicht sollten sie mal zur Waffe greifen und einen Schuss abgeben um zu merken das es da ein "kleines Problem" gibt.,,

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