Forum: Politik
Bundeswehrreform: Guttenberg-Vertrauter verteidigt seinen Ex-Chef

Für seine Bundeswehrreform heimst Verteidigungsminister de Maizière Lob ein - Vorgänger Guttenberg dagegen erntet heftige Kritik. Hat er tatsächlich eine Reformruine hinterlassen? Sein geschasster früherer Staatssekretär widerspricht entschieden.

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NaljiaSkal 20.05.2011, 12:34
20. ....

Natürlich widerspricht er wehement, als Staatssekretär ist er für das vermeindliche Desaster ja mitverantwortlich, es geht also nicht nur um Guttenbergs Kopf, sondern auch um seinen eigenen...

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wild_at_heart 20.05.2011, 13:20
21. Herrliches deutsch

Zitat von NaljiaSkal
Natürlich widerspricht er wehement, als Staatssekretär ist er für das vermeindliche Desaster ja mitverantwortlich, es geht also nicht nur um Guttenbergs Kopf, sondern auch um seinen eigenen...
Von grammatikalischen Hoppeleien mal abgesehen - er hat nichts zu verlieren. Nur kann er offen reden.
De Maiziére zaubert auch nicht. Er kommt halt nur seriöser rüber.

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semper fi 20.05.2011, 13:46
22. -

Zitat von ecua
Ich habe innerhalb von 2 Monaten einen Plan für eine Fabrik in der arabischen Welt ausgearbeitet, 25 Millionen kosten, 200 Arbeitsplätze, den genauen Output, die notwendigen Schulungen der einzelnen Arbeiter etc. pp. Ohne Revolution würde da jetzt eine Fabrik stehen ...
Na, ich weiss nicht. Nur wegen absehbarer lebensgefährlicher Bausünden gleich eine Revolution anzetteln? Ich halte das für übertrieben.

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sebastian_stgt 20.05.2011, 14:16
23. danke

Zitat von lemming51
Vorneweg: TzG lag mir von Anfang an nicht und seine Doktorarbeitaffäre und das Verhalten hierzu erst recht nicht. Diese sog. Bundeswehrreform ist eine Herkulesaufgabe, die man nicht eben so hopphopp erledigen kann und Guttenberg konnte lediglich die ersten Dinge angehen, bevor er sich in den Orkus katapultierte. Ob kompetent oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen. Die menschlich und sachlich aufs Grausamste zutiefst enttäuschte Öffentlichkeit (wie auch seine Partei"freunde")haben nun jede Gelegenheit, ihn, wegen auch wirklich Allem, zur Sau zu machen, jedes Wort, den Haarschnitt, sein Aussehen und jedwedes öffentliche Auftreten zu verdammen, ihn nieder zu machen und ans Kreuz zu nageln. Blender, Populist, Betrüger, all diese Benennungen sind für mich Zeichen des maßlosen Nachtretens, ganz dem Zeitgeist entsprechend. Es reicht offenbar nicht, dass er nun da ist, wo er aufgrund seiner Verfehlungen hingehört: im Abseits. Dass wenigstens sein Staatssekretär versucht, einige Dinge zurecht zu rücken, finde ich schon anständig.
das stammtischniveau hier nähert sich langsam aber sicher dem absoluten nullpunkt

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marny 20.05.2011, 14:18
24. Ihre eigene Trägkeit

rechtfertigt lange nicht das Nachtretetn gegen KTzG, Herr de Maiziere. Als Farblosminister profilieren Sie sich nicht durch das Aufspringen auf einen KT-Gegenzug ! Was können Sie denn vorweisen an Amtserfolgen. Sie ließen sich zu jedem Kongress die Reden schreiben - und wußten oft gar nicht, worum es in der Sache ging.
Hier ist Fremdschämen angesagt - viel Lebenszeit bleibt "TdM" nicht mehr, um etwas Konstruktives abzuliefern. Aber durch vorsichtiges Bespucken Ihres Vorgängers werden SIE nicht sinnreicher !

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Ekkehart 20.05.2011, 14:46
25. Der arme Herr Staatssekretär a.D.

Irgendwie tun sie mir alle leid. Der arme Herr O. jetzt mit Besoldungsgruppe B 11 in den Ruhestand. Sind sicher knapp 10.000 EUR Ruhestandsbezüge.Jetzt muß er Dosenfutter essen.

Das ist das Schöne an diesem Staat, es ist nie einer Schuld aus der politischen, respektive beamteten Führung. Jetzt gibt es einen goldenen Handschlag statt eines Tritts in den Hintern. Die Minister sind doch mangels Sachverstandes ohnehin austauschbar. Heute Gesundheit, morgen Wirtschaft, übermorgen Aussenamt?

Etliche der Reformen und (Heeres)-Strukturreförmchen auch von H. Schmidt habe ich ja nun selbst direkt erlebt. Da konnte man immer nur fragen: Where is the beef?

Da könnte man aber auch singen: Wir wollen unsern alten Georg Leber wiederhaben.

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smilesuomi 20.05.2011, 14:51
26. Tja...

Zitat von fleischwurstfachvorleger
...oder auf einem anderen Planeten? CDU = Schwesterpartei von CSU. Nix Opposition! Gleiches Lager! Deswegen neutral?! Otremba ist natürlich Experte und Experten irren sich nie. Wissen wir spätestens seit der Finanzkrise und Fukushima.
...ich lebe in Deutschland und schaue mir neben dem Spiegel auch manchmal die Tagesschau an. Gabriel, Trittin und Ernst glaube ich sind Oppositionspolitiker. Sie können mich da gerne korrigieren. Ich hatte allgemein und möglichst unparteiisch versucht darüber zu beklagen, dass es in der Politik kaum noch um Sachargumente geht, sondern einfach nur darum politische Gegner (und wie schon in meinem ersten Beitrag sind das auch manchmal "Parteifreunde"). Und Otremba ist glaube ich sogar CDU und nicht CSU...

Ich hatte auch nicht gesagt, dass Herr Otremba Recht hat. Oder???

Michael

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smilesuomi 20.05.2011, 14:59
27. Parteifreunde 2.0

Zitat von Nimbus-4
Dass Sie die Opposition dafür angreifen, ihre Pflicht in einem Parlamentarischen System zu tun, und die Regierung auf Fehler und Unzulänglichkeiten in deren Gesetzesinitiativen hinzuweisen, kann ich, allerdings nur wegen ihrer Forderung nach akzeptablen Gegenentwürfen, im Prinzip nachvollziehen. Kritik aus den eigenen Reihen jedoch ist für mich ein Beleg für tatsächlich vorhandene Mängel.
1. Sehe ich die Oppisition als Kontrolle der Regierung. Nirgends steht, dass die alles schlecht finden müssen. Und, dass da kein Satz ohne den Nebensatz "aber" lauten darf, steht auch nicht im Grundgesetz ;-D...Manchmal...und gerade wenn man die FDP betrachtet...scheint mir, dass viele (gerade Hinterbänkler, die eh nie Minister werden) eh lieber Opposition spielen. Muß man sein Hirn gar nicht anstrengen. Einfach nur "bäääh" sagen und wenns mal gar nicht zu verleugnen als "gut" gilt, sagt man "haben wir immer schon gefordert, nur war unser Vorschlag besser, da früher/hübscher Blümchen drauf/bürgerfreundlicher blablabla"
(alles wie gesagt für jede Partei anwendbar.

2. das mit der eigenen Partei finde ich genau andersherum...wie sagt man doch so schön Feind-Erzfeind-Parteifreund.

Gruß Michael

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wibo2 20.05.2011, 15:46
28. Es wird Zeit, dass Frau Schavan als Bildungsministerin abgelöst wird

Zitat von jasyd
................Dürfte wohl einmalig sein, dass ein Minister seinen Vorgänger von derselben Regierung so niedermacht. ................Wenn die Aufgabe zu schwierig für ihn ist, dann hätte er den Posten nicht übernehmen sollen. ................Sicherlich wird der Bahr dasselbe über seinen Vorgänger Rösler sagen, denn der hat ja nun wirklich einen Scherbenhaufen hinterlassen. Oder.
Am meisten Schaden richtet m.E. Frau Prof. apl. Dr. Schavan an.
Sowohl die Rechtschreibreform als auch die Bachelor/Master
Reformen sind eine wahre Kulturschande.
de Maziere hätte im Bildungsbereich viel Arbeit, die
Fehlleistungen auszubügeln.

Die Bundeswehrreformen umzusetzen, das scheint zu
schwierig für ihn zu sein. Seine Äusserungen deuten jedenfalls darauf hin.

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Nimbus-4 20.05.2011, 16:26
29. konstruktive Opposition ?

Zitat von smilesuomi
1. Sehe ich die Oppisition als Kontrolle der Regierung. Nirgends steht, dass die alles schlecht finden müssen. Und, dass da kein Satz ohne den Nebensatz "aber" lauten darf, steht auch nicht im.....
Zum einen gebe ich Ihnen vollkommen Recht. Wenn eine parlamentarische Opposition hin und wieder über ihren Schatten spränge und trotz aller Parteitaktik, auch mal Entwürfen der jeweiligen Regierung zustimmen würde, dann täte das dem Gesamtbild der Parteien sicherlich gut, oder ?
In allen deutschen Parlamenten spielt sich regelmäßig ein Schauspiel ab, bei dem sich beinahe alle Parlamentarier, aller Richtungen plötzlich in Liebe zugetan scheinen. Ich spreche natürlich von der jährlichen Diätenerhöhung.
zu polemisch ?
OK - Im Landtag von NRW regiert zur Zeit eine Koalition die, zur Durchsetzung ihrer Projekte auf die Mitwirkung der Opposition angewiesen ist. Als Westfale stellt sich das mir bisher so dar. Die Oppositionsparteien, die von sich behaupten die Hüter der Demokratie schlechthin zu sein ( CDU & FDP ) üben schmollende Totalverweigerung, während die eben von diesen, als verfassungsfeindlich geschmähten Linken, die Regierung stützen. Im Ergebnis fühlte ich mich lange nicht so gut regiert in Westfalen wie zur Zeit, aber das nur am Rande.

Um auf unseren Fall zurückzukommen, bleibe ich bei meiner Behauptung, dass das Gesamtcharakterbild des Guttenberg, welches er nicht zuletzt durch seine eigene Begründung für die geleistete Kopierarbeit, endgültig verfestigte, dass dieses Bild die Vermutung nahe legt, es handele sich bei dem vorgefundenen Reformentwurf um eine einzige Schlamperei.
Nicht zuletzt möchte ich noch anmerken, dass, solange ich mich für Politik interessiere, es noch keine Bundesregierung gab, die es so sehr verdient hatte, dass wirklich alle ihre Ansätze rundweg abgelehnt werden. Die gegenwärtig im Amt befindliche Bundesregierung ist ein einziges Desaster aus Leitlinienlosigkeit, Opportunismus und panischer Angst vor möglichem Machtverlust. Etwas anderes, als Fundamentalopposition bleibt einem rational denkenden Menschen, da doch gar nicht übrig.

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