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Bundeswehrreform: Kaum einer will freiwillig zur Truppe

Es sind alarmierende Zahlen: Nicht einmal ein halbes Prozent der jungen Männer zeigen bislang Interesse*am neuen Freiwilligendienst*der Bundeswehr. Die Probleme schüren Sorgen um die künftige personelle Ausstattung der Truppe - und um die Einsatzbereitschaft im Ausland.

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Barath 21.04.2011, 18:07
1. ...

Zitat von sysop
Es sind alarmierende Zahlen: Nicht einmal ein halbes Prozent der jungen Männer zeigen bislang Interesse*am neuen Freiwilligendienst*der Bundeswehr. Die Probleme schüren Sorgen um die künftige personelle Ausstattung der Truppe - und um die Einsatzbereitschaft im Ausland.
An und für sich hat die Bundeswehr ja auch im Ausland nichts verloren, da sie eine reine Verteidigungsarmee ist (sein sollte).
Und da wir innerhalb Europas dieser Tage keinen Angriff fürchten müssen, ist die BW ja eigentlich auch überflüssig...

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bananamarv 21.04.2011, 18:12
2. Überlegung wert

Ich wurde von der Bundeswehr angeschrieben und sie haben natürlich fleißig Werbung gemacht für den neuen Freiwilligen Wehrdienst und ich muss zugeben, dass ich mit dem Gedanken spiele, hinzugehen. Eine gute Zeit, um nach der Schule Erfahrungen zu sammeln, denn sofort ein Studium anfangen, FSJ und Auslandsaufenthalte reizen mich im Moment nicht.

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moliebste 21.04.2011, 18:14
3. Kanonenfutter

Auslandseinsätze:
Das war und ist doch der ganze Sinn einer Berufs- und Freiwilligenarmee. Mit der guten alten Wehrpflichtigenarmee und ihrer Verpflichtung auf die Landesverteidigung ist ein Kampf um Rohstoffe und Absatzmärkte nicht so einfach zu machen.
Spätestens in der nächsten Wirtschaftskrise steht dann auch genug potentielles Kanonenfutter in Schlange vor dem Kasernentor. Dann kanns losgehen.

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donbernd 21.04.2011, 18:17
4. na klar

Zitat von Pinarello
Eine Berufsarmee ist nun mal das Sammelbecken der Verlierer, Gescheiterten und Möchtegernrambos mit fehlendem Intellekt. Sieht man doch in den USA und Großbritannien seit Jahrzehnten.
Na wie schön, schnell mal alle über einen Kamm geschert und mit einer entsprechenden Plakattierung versehen.

Können sie sich vielleicht vorstellen das das problem eher an den illusorischen Traumgebilden liegt welche die Politik im Bezug auf das Militär hegt und pflegt ?
Deutschland wird am Hindukusch verteidigt ..... das ich nicht lache. Natürlich ist dies auch kein Krieg , sondern nur ein 'humanitärer Hilfseinsatz' bei dem auf einen geschossen wird und Sprengfallen gelegt werden, und es keinesfalls um Pipelinerouten geht. Panzer zur Absicherung brauchen wir nicht denn es ist ja kein Krieg.
Nun soll es mit derselben 'humanitärer Hilfseinsatz' Floskel nach Lybien gehen ......... ohne Worte.

Das keiner mehr mitmachen will bei sinnfreien Kriegen zur Rohstoffsicherung und im Interesse von Grosskonzernen ist ein gutes Zeichen.



Das i

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Querspass 21.04.2011, 18:17
5. Thw

http://www.thw.de/DE/THW/Stellenange...bote_node.html
Bietet einfach die gleichen Sicherheiten in der Versorgung von Zeitsoldaten, beim THW an. Dann klappts auch mit der inneren Sicherheit.

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beobachter1960 21.04.2011, 18:21
6. .

Zitat von bananamarv
Ich wurde von der Bundeswehr angeschrieben und sie haben natürlich fleißig Werbung gemacht für den neuen Freiwilligen Wehrdienst und ich muss zugeben, dass ich mit dem Gedanken spiele, hinzugehen. Eine gute Zeit, um nach der Schule Erfahrungen zu sammeln, denn sofort ein Studium anfangen, FSJ und Auslandsaufenthalte reizen mich im Moment nicht.
Klar, wo kann man sonst lernen das ein Trottel mit höherem Rang immer ein Genie ist, gammeln eine Kunst und schlechter Kantinenfraß Pech ist.

Nein im Ernst, die Erfahrungen die ich bei der Truppe machte waren nicht so lehrreich das sich die 13 Monate Lebenszeitverlust gelohnt hätten (13 Monate wegen besonderer Umstände).

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tächs 21.04.2011, 18:24
7. Einseitig

Zitat von Barath
An und für sich hat die Bundeswehr ja auch im Ausland nichts verloren, da sie eine reine Verteidigungsarmee ist (sein sollte). Und da wir innerhalb Europas dieser Tage keinen Angriff fürchten müssen, ist die BW ja eigentlich auch überflüssig...
Typisch für die Medien, SPIEGEL eingeschlossen, dass man für Meldungen nur Quellen anzapft, die Negatives und Pessimistisches verkünden. Kann man von Generälen und andere Offizieren Anderes erwarten? Ein Teil davon fürchtet um seine Jobs, wenn die Bundeswehr verkleinert wird. Da kann man keine optimistischen Prognosen erwarten. Wenn die Bundeswehr ihr Werbekonzept richtig aufbaut, wird es genug junge Männer und Frauen geben, die dem Ruf folgen, wenn damit eine sichere Existenz für's Leben verbunden ist. Ähnlich wie ein Beamtenstatus mit guter Bezahlung und Familienabsicherung im Gesundheitswesen, später sichere Renten oder Pensionen, werden wie Magnete wirken. Ich garantiere, dass nicht nur Loser und Dummköpfe Interesse haben am Wehrdienst, umso mehr die intellektuellen Anforderungen in einer modernen Armee beträchtlich sind. Die Kosten werden nach Abbau überflüssiger Bürokratie und Standorte (Kasernen) geringer sein als mit der Wehrpflicht und seiner aufgeblähten Bürokratie.

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Ekkehart 21.04.2011, 18:25
8. Wer ist da überrascht?

Die Politiker aller Parteien haben haben aus unterschiedlichsten Gründen dem Reförmchen des Herrn KTG zugejubelt. Ahnungslos wie sie alle sind. Wohin das führen würde konnte man seit 1972 (Abschaffung der Wehrpflicht) in den USA sehen. Die US Streitkräfte bilden immerhin, sonst macht es aber keiner in den USA, geeignete Soldaten technisch aus. Das hat neben Verpflichtungprämien einen gewissen Anreiz für einen Teil der Bevölkerung weil man anschliesssend mir einer entsprechenden MOS=militärische Berufbezeichnung leichter einen Job in der Wirtschaft findet.

Wir werden sehen, was uns der Spass in vieler Hinsicht kosten wird. Da ich kein Politiker bin habe ich natürlich nicht nur meinen Wehrdienst, seinerzeit 18 Monate, abgeleistet und verstehe als Stabsoffizier auch ein wenig von der Materie. Natürlich nicht soviel wie der grüne Obmann des Verteidigungsausschusses.

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großwolke 21.04.2011, 18:26
9. .

Zitat von bananamarv
Ich wurde von der Bundeswehr angeschrieben und sie haben natürlich fleißig Werbung gemacht für den neuen Freiwilligen Wehrdienst und ich muss zugeben, dass ich mit dem Gedanken spiele, hinzugehen. Eine gute Zeit, um nach der Schule Erfahrungen zu sammeln, denn sofort ein Studium anfangen, FSJ und Auslandsaufenthalte reizen mich im Moment nicht.
Nichts für ungut, aber als einer von denen, die (auch recht mickrige) zehn Monate da abgeleistet haben, sage ich mal: auf die Erfahrungen da kann man getrost verzichten, es sei denn, man geht das ganze wirklich als Zeitsoldat mit sinnvoller Ausbildung und Aussicht auf Verwendung im Einsatz an. Aber nur mal ein Jahr testen, wie sich die Uniform von innen anfühlt, ist vertane Zeit, wer Erfahrungen damit machen will, mal richtig Dreck zu fressen, der tut besser daran, als Angelernter auf dem Bau zu schuften. Aber leicht verdientes Geld ist es schätzungsweise.

Aber zum eigentlichen Thema: Habt doch wirklich noch die Geduld zu warten, bis das ganze ab 1.7. etwas lukrativer wird für die Zielgruppe. Ich hab in meiner Zeit da schon den einen oder anderen kennengelernt, für den die Bundeswehr einfach ein Arbeitgeber war, und als solcher wird sie in Zukunft eben ganz marktmäßig um Arbeitskräfte konkurrieren müssen, ohne dass ein riesiger Werbeetat für halbjährliche Schnupperkurse zur Verfügung steht.

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