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Bundeswehrreform: Kaum einer will freiwillig zur Truppe

Es sind alarmierende Zahlen: Nicht einmal ein halbes Prozent der jungen Männer zeigen bislang Interesse*am neuen Freiwilligendienst*der Bundeswehr. Die Probleme schüren Sorgen um die künftige personelle Ausstattung der Truppe - und um die Einsatzbereitschaft im Ausland.

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homeuser 21.04.2011, 18:26
10. Nüchtern betrachtet

Das ganze sollte man einfach mal ganz nüchtern betrachten.

1. Die deutsche Wirtschaft brummt - die Arbeitgeber suchen Mitarbeiter aus allen Bildungsständen, somit sinkt das Interesse an der Bundeswehr die oft ja eher eine "Notlösung" ist schonmal beträchtlich.

2. Die aktuellen Krisen dieser Welt inklusive der Afghanistan-Debatte, senken sicherlich das Interesse und die Moral zur Bundeswehr zu gehen. Es möchte nunmal niemand in einen Krieg für den die meisten einfach in der Form keinen Sinn sehen.

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Jonny_C 21.04.2011, 18:27
11. Aussetzung der Wehrpflicht....

....ohne neue Grundlagen zu schaffen und zu testen war völliger Blödsinn, ein typischer Guttenberg.
Es fehlen Soldaten.
Es fehlen Zivildienstleistende.
Was macht man mit den ganzen Kreiswehrersatzämtern und den Mitarbeitern dort ?
Welche Bundeswehrstandorte werden geschlossen ?
Das hätte man VOR der Aussetzung der Wehrpflicht klären und organisieren müssen.
Schon an dieser einen Sache kann man sehen wie planlos die Bundesregierung agiert.
Man hätte mich dreikantig rausgeschmissen wenn ich jemals ein Projekt, und das ist es ja, so amateurhaft begonnen hätte.

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Lobesamen 21.04.2011, 18:31
12. Überfluss

Zitat von Barath
An und für sich hat die Bundeswehr ja auch im Ausland nichts verloren, da sie eine reine Verteidigungsarmee ist (sein sollte). Und da wir innerhalb Europas dieser Tage keinen Angriff fürchten müssen, ist die BW ja eigentlich auch überflüssig...
Ach Ja, wozu brauchen wir zu allem Überfluss auch noch so eine Schiess- und Ballertruppe. Wenn's mal irgendwo brennt - das kann ja durchaus auch mal in unserer Nähe sein- lassen wir einfach die anderen die Drecksarbeit machen und sich blutige Nasen holen.
Es reicht ja, wenn wir denen dann erzählen, was sie alles besser machen müssen.

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elli1965 21.04.2011, 18:31
13. Wehrsold

Quelle www.bundeswehr.de: 1.-3. Monat 777,30€; 4.-6. Monat .-800,40€; 7.-12. Monat 1003,50€; 13.-18. Monat 1086,50€; 19.-23. Monat 1146,30€.
Das Ganze sozialversicherungs- und steuerfrei.
Vergleichbare Gehälter gibt es auch in der Zeitarbeit, die Unterbringung auf einer 4-6 Mann Stube ist allerdings nicht so der Bringer. Also falls es mit der Eigenwerbung nicht klappt, Adecco und Co. können der BW vielleicht ein Angebot machen. Ich sehe deren Stellenanzeigen förmlich schon vor mir, Brrr.

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Der Terraner 21.04.2011, 18:35
14. Unnötige Panikmache

Es ist überhaupt nicht einzusehen, warum man die gleichen Leute, die sich aus der Wehrpflicht heraus verpflichtet hatten, nicht auch mit normalen Mitteln für die Bundeswehr gewinnen können sollte. Allerdings wären diese Leute ganz schön dumm, wenn sie sich jetzt schon verpflichten würden, wenn sie im Juli für den gleichen Dienst doch erheblich mehr bekommen. Also erst mal in Ruhe abwarten, wie es im Juli aussieht. Ansonsten gilt ab sofort das gleiche wie überall. Gute Leute kosten gutes Geld und das ist auch richtig so.

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Nimbus-4 21.04.2011, 18:35
15. Stellenbeschreibung !

Das ist doch ein Grund zum Tanzen. Nicht mal die Springerkampagne des Lügenbarons konnte also eine annähernd ausreichende Zahl Dummköpfe überzeugen sich, im Namen der Bündnistreue und des nebulösen Ansehens Deutschlands in der Welt, verheizen zu lassen.
Kaum ein junger Mensch sieht es also als erstrebenswert an sich zu einem Werkzeug des tötens, zu einer Zielscheibe des Hasses oder einer Nummer im weltweiten Beteiligungszahlengeschacher instrumentalisieren zu lassen.
Den wenigen, welche ernsthaft darüber nachdenken diesen Weg einzuschlagen sei gesagt. Ihr erntet keinen Ruhm ! Ihr werdet nicht zu Helden ! Ihr erlebt keine Abenteurer ! Ihr erfahrt keine Anerkennung ! Ihr findet quälende Langweile abwechselnd mit kurzen Momenten des Schreckens und der Todesangst. Er werdet echtes, unfassbar menschenverachtendes Elend erleben. Ihr werdet eigenhändig, vorsetzlich und bewusst Menschen verwunden oder töten oder werdet Augenzeugen sein, wenn eure Kumpels dies tun. Ihr werdet mit bestialisch verwundeten Zivilisten, Kameraden, Freunden konfrontiert werden und schlimmstenfalls trifft eine solche Verwundung euch selbst. Verwundungen eurer Seele gibt es noch gratis hinzu ! Die Berichte von Betroffenen lassen befürchten, dass die Bundeswehr euch mit diesen Verwundungen alleine dahinvegetieren lassen wird.
Das ganze gibt es zu einem lächerlichen Hungerlohn, der in keinem halbwegs vernünftigen Verhältnis zu den Opfern steht, die ihr zu geben bereit seid. Ihr könntet getötet werden !!!
Augen auf, bei der Berufswahl !

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testthewest 21.04.2011, 18:36
16. Titel

Zitat von moliebste
Auslandseinsätze: Das war und ist doch der ganze Sinn einer Berufs- und Freiwilligenarmee. Mit der guten alten Wehrpflichtigenarmee und ihrer Verpflichtung auf die Landesverteidigung ist ein Kampf um Rohstoffe und Absatzmärkte nicht so einfach zu machen. Spätestens in der nächsten Wirtschaftskrise steht dann auch genug potentielles Kanonenfutter in Schlange vor dem Kasernentor. Dann kanns losgehen.
Wenn wir es nun noch schaffen, statt den Jungen die 60+ Generation zu verheizen, wäre das die optimale Lösung für unser Renten und Gesundheitsystem!
Eventuell liesse sich die Rente an einen Wehrdienst knüpfen. Also entweder 3 Jahre Dienst in Libyen, Ölquellen befreien, oder Rente erst ab 85.

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wolfi55 21.04.2011, 18:39
17. Attraktive Bezahlung und Behandlung

Bislang ist die Bundeswehr nicht dadurch aufgefallen, dass die Leute besonders umworben würden. Die BW konkurriert einfach um die Köpfe des Landes. Wer die will, der muss einfach attraktiv sein. Die Aussicht in irgendeinem verlassenen Land für die wirtschaftlichen Interessen des Landes geopfert zu werden wird verdammt schlecht honoriert.

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testthewest 21.04.2011, 18:41
18.

Zitat von Jonny_C
....ohne neue Grundlagen zu schaffen und zu testen war völliger Blödsinn, ein typischer Guttenberg. Es fehlen Soldaten. Es fehlen Zivildienstleistende. Was macht man mit den ganzen Kreiswehrersatzämtern und den Mitarbeitern dort ? Welche Bundeswehrstandorte werden geschlossen ? Das hätte man VOR der Aussetzung der Wehrpflicht klären und organisieren müssen. Schon an dieser einen Sache kann man sehen wie planlos die Bundesregierung agiert. Man hätte mich dreikantig rausgeschmissen wenn ich jemals ein Projekt, und das ist es ja, so amateurhaft begonnen hätte.
Nein, manchmal muss man erstmal Tatsachen schaffen - der Rest gibt sich von alleine.

Wie es falsch ist, sieht man am Rot-Grünen Atomausstieg, der ohne Fukushima nie passiert wäre, weil man eben keine Tatsachen schafft (so wie nun ausgerechnet Merkel...)

Zuletzt muss man feststellen, dass wir eigentlich nicht wirklich Soldaten brauchen. Wir sind nicht von Staaten umgeben, die uns den Krieg erklären wollen, und wir haben ansonsten nix auf dem Globus verloren mit unseren Soldaten.

Kein deutsches Blut für Afghanistan, Irak, Libyen oder den nächsten Krisenherd opfern.
Wir sollten lieber wieder Richtung Pazifismus gehen.

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joe49 21.04.2011, 18:42
19. haette, koennte, sollte.............

Die Wehrpflicht ist ja nicht abgeschafft, sie ist ausgesetzt. Eine Freiwilligen Armee kann man nur aufbauen, wenn Anreize da sind etwas fuer die Zeit danach oder grundsaetzlich fuer das Leben aufzubauen. Schulabschluesse, Berufsausbildung, Universitaetsstudium usw. wenn das nicht hilft, dann kommt dieWehrpflicht so wie so wieder.

Ich denke es koennte genuegend Bewerber geben, wenn sie nicht davon ausgehen muessen, dass es was manche hier formulieren ein Gammelverein ist, in dem man ausser Saufen nichts lernt. Eine moderne Armee koennte durchaus dazu geeignet sein auch Facharbeiter und Spezialisten auszubilden, die von der Wirtschaft gebraucht werden und wenn die Ausbildung gut ist, werden sich manche Firmen um die Leute reissen.

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