Forum: Politik
Bundeswehrreform: Kaum einer will freiwillig zur Truppe

Es sind alarmierende Zahlen: Nicht einmal ein halbes Prozent der jungen Männer zeigen bislang Interesse*am neuen Freiwilligendienst*der Bundeswehr. Die Probleme schüren Sorgen um die künftige personelle Ausstattung der Truppe - und um die Einsatzbereitschaft im Ausland.

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Freifrau von Hase 22.04.2011, 09:01
230. Lobby

Zitat von dgbmdss
Wie wäre ea mit der Einführung eines sozialen Jahres für alle Jugendlichen. Auch Anreize wie Erlaß von Studiengebühren, Stipendien und Anrechnung auf Nummerus Clausus könnten helfen.
Die Idee ist genauso gut, wie sie alt ist. ABER: Die Frauenlobby in diesem Land wird schon zu verhindern wissen, dass ihre Schäfchen in irgendeiner Form zu irgendetwas verpflichtet werden. Außerdem haben die ja auch gar keine Zeit für Pflichtdienste: Die müssen sich auf die Führungspositionen vorbereiten, in die sie via Quote gehievt werden sollen.....

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Junijetzth 22.04.2011, 09:05
231. Die gute Nachricht

Zitat von sysop
Es sind alarmierende Zahlen: Nicht einmal ein halbes Prozent der jungen Männer zeigen bislang Interesse*am neuen Freiwilligendienst*der Bundeswehr. Die Probleme schüren Sorgen um die künftige personelle Ausstattung der Truppe - und um die Einsatzbereitschaft im Ausland.
Alamierend? Nein! Hoffentlich wird die Bundeswehr auf diese Weise durch die Klugheit junger Menschen abgeschafft!

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Glasperlenspiel 22.04.2011, 09:09
232. Das alles zeigt wahrscheinlich, ...

... dass auch junge Männer und Frauen, die Schwierigkeiten haben, ihren Platz im Leben zu finden, in Deutschland immer nach andere Möglichkeiten haben, als sich in sinnlosen Auslandeinsätzen verheizen zu lassen.

Und das ist doch eigentlich ein gutes Zeichen für die Möglichkeiten dieses Landes.

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faustjucken_tk 22.04.2011, 09:24
233. Gott Sei Dank

Das zeigt doch nur, dass in Deutschland lediglich 0,4% Idioten herumlaufen.
Ist doch eine schöne Zahl.
Aber zur Beruhigung, die Wehrpflicht ist ja nur ausgesetzt.

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zoon politicon 22.04.2011, 09:29
234. Motivation in Freiwilligenarmee

Luxemburg hat seit 1969 eine reine Freiwilligenarmee mit einer Stammbesatzung von Berufssoldaten. Es sieht so aus, dass für eine ganze Reihe von unteren Laufbahnen bei staatlichen Stellen (Polizei, Zoll, Justiz eine Mindestdienstzeit von 3 Jahren in den Streitkräften Voraussetzung ist und weitere Stellen im öffentlichen Dienst vorrangig mit "Gedienten" besetzt werden.
Außerdem können EU-Ausländer sofern sie die Kriterien der allegemeinen Tauglichkeit und eine minimale Aufenthaltsdauer von 5 Jahren aufweisen, ebenfalls in den luxemburgischen Streitkräften dienen. Natürlich sind diese Streitkräfte schwerlich mit denen größerer Länder vergleichbar aber die Idee der Loslösung der Streitkräfte vom Nationalen ist angelegt. Eine eigenständig nationale Rolle von Streitkräften ist so nicht mehr möglich und die Motivation des Personals ist vorwiegend professionell/materialistisch und nur sehr wenig patriotisch/nationalistisch.

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geroi.truda 22.04.2011, 09:30
235. *

Warum werben die nicht einfach Ausländer aus aller Herren Länder an? Verpflichtung auf 15 Jahre, nach 13 Jahren Übergang in die Berufsförderung (zivile Berufausbildung) und nach deren erfolgreichem Abschluss ein deutscher Pass...

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derlabbecker 22.04.2011, 09:34
236. Stimmt...

Zitat von mitwisser
Das ist die Sicht der Profiteure, der privat Versicherten, der Dienstränge mit Chauffeur, Dienstfahrzeug und Schuh-Putz-Jungen, die z.B. viele Wehrpflichtige als Ordonanzen nutzen konnten, um Bälle zu geben.
... als ich in den 80ern als W15er beim Bund in Lüneburg war hatte jeder Kompaniechef einen Fahrer (!) und es gab alle paar Monate irgendwas in irgendeinem Traditionsverein zu feiern. Das fand ausnahmslos am Wochenende statt (Zwangsteilnahme!!!) und die Truppe war stets bereit einen Trupp Soldaten im grossen Diener abzustellen, sei es als schmückende Beigabe, als Ordonanz oder um die Herrschaften durch die Gegend zu fahren (Fahrbefehl mit Besonderheit Mitfahrt von Zivilisten erlaubt). Der Traditionsverein bestand dann meist aus Herren 80+. Einmal baute sich einer der Herren vor mir aus, musterte mich von oben bis unten, und fragte 'na mein Jung, bringen sie dir bei der Wehrmacht auch was Ordentliches bei?'....
Ach so, nach Luhmühlen zur Military-Woche mussten wir auch immer, als Parkplatzwächter und Einweiser, und die Fernmelder bauten ein System aus Feldtelefonen auf damit die Ergebnisse der Hindernisse durchgegeben werden konnten. Noch während meiner BW Zeit wurde eingeführt, dass es bei WE-Einsätzen neben dem Freizeitausgleich auch ein Zuschlag von 2 DM für den Tag zu zahlen ist..... seit dem Tag gab es keine Unterstützung des Traditionsvereins mehr und auch in Luhmühlen musste man auf die Soldaten verzichten.

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whitemouse 22.04.2011, 09:40
237. Entscheidung

Zitat von Rubberduck3107
Welcher letzte Verteidigungsminister war den fachlich wirklich qualifiziert? Guttenberg hatte einen guten Start (...da unten ist Krieg...), letztendlich aber uebermotiviert oder man kann sagen, dass er nur populistische Schnellschuesse absolvierte. Somit wird die Bundeswehr nur zwei Moeglichkeiten haben. Sie muss das Gehaltsniveau deutlich anheben oder (siehe spanische Armee) das IQ niveau deutlich senken. Das war jetzt keine Boeswilligkeit mit dem IQ. Die Spanier haben das wirklich gemacht. Leider wird die Tendenz wohl eher auf das zweite schwenken, ist naemlich billiger.
Es muss endlich einmal die politische Frage diskutiert werden, WOFÜR die Bw eigentlich da sein soll. In der alten BRD war das geklärt, die Bw diente zur Verteidigung (Abschreckung) und half bei Naturkatastrofen. Seit Fischer & Co. führt die Bw leider Krieg in fremden Landen. Nach meinem Verständnis ist keiner dieser Auslandseinsätze verfassungsgemäß, aber das Bundesverfassungsgericht lässt auf diesem Felde ja fast alles durch, ist halt auf der gleichen politischen Linie und kein echtes Gericht.

Jedenfalls stellt sich die politische Frage, obn die Bw für die Verteidung da sein soll oder eine Art Fremdenlegion für USA/NATO sein soll.

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frankdrebiin 22.04.2011, 09:45
238. dann bleibt nur die schliessung

wenn keiner mehr lust hat, bleibt wohl nur die schliessung.
wir müssen doch eh sparen ;)
und es gibt ja auch so schrecklich wenige, die mit uns krieg spielen wollen, wenn wir nicht wo anders damit anfangen ^^

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hubertl 22.04.2011, 09:52
239. Und die Frauen!!!?

Zitat von
Nicht einmal ein halbes Prozent der jungen zeigen bislang Interesse*am neuen Freiwilligendienst*der Bundeswehr.
Aber Frauen dürfen doch auch!
Bitte schreiben Sie ebenfalls etwas übr das Freiwilligenaufkommen dort, sind sicher viel mehr.

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