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Burkini-Streit in Frankreich: Politische Reizwäsche
REUTERS

Frankreich streitet über das Burkini-Verbot an Stränden - und auch die Spitzenpolitik stürzt sich im Vorwahlkampf auf das Thema. Präsidentschaftskandidat Nicolas Sarkozy nannte den Badeanzug eine "militante Provokation".

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zeichenkette 25.08.2016, 14:19
10.

Frauen dazu zwingen sich auszuziehen als Verteidigung der Freiheit zu verkaufen, ist in der Tat absurd. Man kann sich ja mal fragen, was der IS zu Frauen sagen würde, die in einem Burkini in Gegenwart mit fremden Männern baden gehen. Vermutlich gäbe es Peitschenhiebe dafür, in Frankreich gibt es eine Geldstrafe. Man wünscht da wirklich mehr Pragmatismus und weniger Aufregung, und dieser Burkini ist eine erfrischend pragmatische Lösung für muslimische Frauen. Dieses Verbot ist einfach unklug.

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Nania 25.08.2016, 14:20
11.

Die ganze Debatte ist völlig absurd, trifft die falschen Personen, zementiert Gräben und ist nur einer einzigen Gruppe zuträglich: den Rassisten, den Islamophoben und den Populisten.

Früher hat man gemessen, ob ein Kleidungsstück am Strand lang genug war (selbstverständlich ging es auch dabei um Frauen), heute dürfen Frauen am Strand keine den Körper bedecktende Badebkleidung mehr tragen.
Was möchte man damit eigentlich erreichen? Frauen zwingen, sich auszuziehen, weil manche den Burkini, ein BADEBEKLEIDUNGSSTÜCK als Provokation ansehen? Früher war der Bikini Provokation, dann der String. Heute ist es okay, wenig anzuhaben, wenn eine Muslimin aus religiösen Gründen aber eine mit ihrem Glauben vereinbare Bekleidung trägt, ist das Provokation?
Was ist überhaupt der Gedanken dahinter? Das ist doch das Problem: um Gleichberechtigung geht es nicht, um Sicherheit geht es nicht, nein, es geht nur darum, populistische Ängte zu besänftigen und eine Gruppe, die ohnehin schon stigmatisiert ist, weiter zu stigmatisieren.

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Taunus 25.08.2016, 14:20
12.

Ob Burkini oder Burka.Wer das anzieht, zeigt das er nichts mit Europa und unserer Lebensweise, zu tun haben will.

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Nania 25.08.2016, 14:22
13.

Zitat von Horst-Güntherchen
Wie doch - hüben wie drüben - viele (vor allem linke) Parteien die hart erkämpften Freiheiten für Frauen im Zuge einer falsch verstandenen Toleranz über Bord werfen... Es hat schon etwas bizzares, wie man auf der einen Seite mit aller Vehemenz das Binnen-I verteidigt, um auf der anderen Seite die unterdrückende Vollverschleierung zu legitimieren. Aber wie sagte schon Adenauer: Was intessiert mich mein Geschwätz von gestern!
Ein Burkini ist - anders als der Name suggeriert - KEINE Vollverschleierung! Es ist eine Badebekleidung wie jede andere auch, mit dem einzigen Unterschied, dass halt alles bedeckt ist außer Hände, Füße und das Gesicht. Also ähnlich einem hochmodernen Schwimmanzug oder einem Taucheranzug.
Außerdem löst man mit einem Verbot nicht die von Ihnen angesprochenen Probleme, sondern verschärft sie nur. Und: Man trifft damit auch Frauen, die sich ganz bewusst für das Kopftuch entscheiden, die ihren Glauben ihrer Interpretation nach leben wollen und die FREIHEIT, die ihnen der moderne Rechtsstaat bietet, nutzen möchten.
Wenn Sie jetzt hingehen und diesen Frauen ein Kleidungsstück verbieten, dann schränken sie DIESE FREIHEIT massivst ein und verstoßen damit gegen Ihr eigenes Gebot.

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kuac 25.08.2016, 14:23
14.

Zitat von Wicked
Wenn ich mir so manche Damen und Herren am Strand ansehe dann wünschte ich mir eine Brukini-Pflicht!
Was haben Sie für Probleme mit manchen Damen und Herren am Strand?

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brain1965 25.08.2016, 14:23
15. Absurd

Der Staat sollte nicht darüber entscheiden, welche Kleidung Menschen tragen dürfen! Freiheit der Frau bedeutet eben auch, zu tolerieren wenn sie sich für etwas entscheidet, das nicht gefällt. Wo kommen wir sonst hin? Frauen werden kollektiv für unmündig erklärt, als ob es NUR so sein kann, dass sie Burkini oder Schleier wegen drohender Ehemänner oder Väter tragen. Es kann dahinter eine freie, persönliche Entscheidung stehen und die gilt es zu respektieren. Alle weiteren Diskurse über problematische Aspekte von Religion und Rollenmodellen gilt es zu führen, aber nicht auf diese Weise und auf diesem Wege.

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schillers_locke 25.08.2016, 14:23
16.

Wer sich verschleiert oder fünf Mal am Tag betet, der ist zu religiös. Und wenn die Reformation des Islams nicht von innen kommt, dann muss sie eben von außen kommen. Wäre schöner, wenn anders aber man kann ja nicht ewig warten.

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Nania 25.08.2016, 14:25
17.

Zitat von micromiller
nicht möchte, dass die Optik der Strände durch die Verkleidungsmanie fremder Menschen verändert wird, dann muss das in einem demokrsrischen Staat so durchgesetzt werden.
Nein, weil ein demokratischer Staat in nahezu allen Fällen auch ein Rechtsstaat ist und damit auch die Rechte von Minderheiten berücksichtigen MUSS. Sonst können Gesellschaften im Übrigen auch nur mit Unterdrückung funktionieren.
Stellen Sie sich vor, dass Sie ein Gartenzwergfan sind. Jetzt entscheidet die Mehrheit der Gesellschaft, dass sie Gartenzwerge im Vorgarten nicht leiden kann. Sie wären dann gezwungen, Ihren Gartenzwerg wegzuräumen, weil die Mehrheit das nicht will. Und weil die Mehrheit nicht möchte, dass man Dächer mit roten Dachziegeln deckt, wird das auch verboten. Nicht immer ist der Mehrheitsgedanken in liberalen, rechtsstaatlichen Demokratien die Entscheidungs- und Rechtssprechungsgrundlage - und das ist auch gut so.

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balouchen 25.08.2016, 14:25
18. Sarkozy hat Recht

Ich sehe es so, sie Sarkozy. Und aus meinen tagtäglichen Gesprächen mit Kunden weiss ich, dass ganz viele Deutsche das ganz genauso sehen. Der Burkini gehört nicht zu unserer Kultur und ich MÖCHTE mit hier sowas nicht ansehen müssen. Wie die Burka ist er eine Erniedrigung der Frau und steht wie kaum etwas anderes für die Knechtschaft der Frau. Ausserdem stellt er ein Symbol des Islam dar, dass ich mir nicht aufdrängen lassen möchte

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Nania 25.08.2016, 14:25
19.

Die ganze Debatte ist völlig absurd, trifft die falschen Personen, zementiert Gräben und ist nur einer einzigen Gruppe zuträglich: den Rassisten, den Islamophoben und den Populisten.

Früher hat man gemessen, ob ein Kleidungsstück am Strand lang genug war (selbstverständlich ging es auch dabei um Frauen), heute dürfen Frauen am Strand keine den Körper bedecktende Badebkleidung mehr tragen.
Was möchte man damit eigentlich erreichen? Frauen zwingen, sich auszuziehen, weil manche den Burkini, ein BADEBEKLEIDUNGSSTÜCK als Provokation ansehen? Früher war der Bikini Provokation, dann der String. Heute ist es okay, wenig anzuhaben, wenn eine Muslimin aus religiösen Gründen aber eine mit ihrem Glauben vereinbare Bekleidung trägt, ist das Provokation?
Was ist überhaupt der Gedanken dahinter? Das ist doch das Problem: um Gleichberechtigung geht es nicht, um Sicherheit geht es nicht, nein, es geht nur darum, populistische Ängte zu besänftigen und eine Gruppe, die ohnehin schon stigmatisiert ist, weiter zu stigmatisieren.

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