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Cameron beim Brexit-Gipfel: EU-Partner zeigen Härte
DPA

Die EU-Regierungschefs bemühen sich in Brüssel um eine klare Botschaft an Großbritannien: Wer den Club verlässt, verliert Privilegien.

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Herkules67 28.06.2016, 20:01
190. Abschreckung

Also wirklich, den Brexit jetzt so zu deuten, dass die Nachteile bei der EU liegen werden und nicht bei den Briten ist ja echt amüsant. Diese Meinung konnte man ja durchaus bis zur Abstimmung vertreten, aber ab jetzt kann jede Aussage für den Brexit an echten Fakten gemessen werden. Schon jetzt, obwohl noch garnicht fest steht, ob GB austritt, sind horrende britische Vermögenswerte verbrannt, die gesamte Regierung und Opposition handlungsunfähig, die Wirtschaft in Alarmbereitschaft, die Bürger zutiefst verunsichert und gegen einander aufgebracht, der Fremdenhaß tritt zutage, welcher Realitätsfremde will denn hier noch einen von Demokratie und Eigenständigkeit erzählen? Jedes kleinere Land wäre bereits pulverisiert. Bei GB muss man abwarten, aber ein Ende des UK ist im Bereich des Möglichen, zurzeit wahrscheinlicher als der Bestand. Ein Verbleib GBs in der EU wahrscheinlicher als der Brexit. Wer jetzt noch den EU-Austritt verlangt, ist ein politischer Hasardeur oder realitätsfremder Wirrkopf.

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Hermes75 28.06.2016, 20:01
191.

Zitat von Renée Bürgler
Den EU-Kritikern und -Gegnern, auch gerade den Brexit-Befürwortern, wurde und wird von den EU-Ideologen "Populismus" vorgeworfen. Es ist genau umgekehrt: Die EU-Ideologen operieren mit Angst. Sie machen den Leuten Angst: Angst vor wirtschaftlichem Niedergang und, das ist wirklich einfach nur diabolisch: Angst vor Krieg. Sie sagten in der Auseinandersetzung in Großbritannien, dass es Krieg geben würde, wenn das UK aus der EU austreten würde. KRIEG!!! Die EU-Ideologen sind gewissenlose, populistische Kriegshetzer. Nicht die Patrioten gefährden den Frieden. Die EU-Fanatiker gefährden den Frieden in Europa.
Ihre Beiträge zeigen ein extrem verdrehtes Weltbild.

Wenn ich sie warnen würde, dass es für Ihre Gesundheit extrem negative Auswirkungen hätte über die Klippe vor ihnen zu springen, dann würden Sie mir wahrscheinlich auch vorwerfen ihnen "Angst" machen zu wollen und es dann aus Trotz erst recht machen...

Tatsache ist, dass man den britischen Wählern versucht hat zu vermitteln welche negativen wirtschaftlichen Auswirkungen eine Entscheidung für dne Brexit hätte und man kann nun wirklich nicht sagen, dass die Warnungen nicht eingetreten wären.
Das Britische Pfund hat seit Donnerstag erheblich an Wert verloren, die Kreditwürdigkeit wurde herabgestuft, die Schotten drohen mit Austritt und die EU ist so schnell dabei den Briten ihren Austrittswunsch zu erfüllen, dass die Angst vor der eigenen Courage bekommen.

Auf der anderen Seite stellt sich gerade heraus, dass die Versprechungen die die "Patrioten" Johnson und Farage so vollmundig verkündet haben, leider nur Luftnummern waren. Sie haben das Schicksal ihres Landes mutwillig aufs Spiel gesetzt und drücken sich jetzt vor der Verantwortung.

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attis 28.06.2016, 20:02
192. Farage ist witzig,

zuerst schneidet er den Freundeskreis durch und dann haut er raus, man sei beste Freunde. Selten einen derart verachtenswerten Menschen erlebt.
Mal abgesehen davon: England ist ohne Europa nichts wert. In den Irakkrieg - eine archetypische Katastrophe - mitgezogen und da bereits Europa gespalten, dann bei Obamas Roten Linie - archetypisch wertvoll - den Schwanz eingezogen. Jetzt noch den Brexit mit einer geringen Mehrheit - archetypisch wieder eine Katastrophe. England ohne die EU ist ein Staat, der sich Schuld, Feigheit und Trennung zugezogen hat. Das heißt: Sich in Schattenenergien katapultiert, die lediglich durch die EU abgefedert sind. Ohne die EU entfällt diese Abfederung.

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hansderdampfer 28.06.2016, 20:02
193. Aber

Zitat von KingTut
Warum bezeichnen Sie Leute, die die EU schätzen, unter anderem weil sie uns in Europa 70 Jahre lang Frieden und Wohlstand gebracht hat, als EU-Fanatiker? Im Übrigen, es geht nicht darum die Briten so schnell wie möglich draußen zu haben. Aber nach dem Votum gebietet es die Fairness, dass es jetzt keine Hängepartie über Monate hinweg gibt. Das ist auch für die Wirtschaft nicht gut, denn die bedingt Vertrauen. Und wenn Sie das immer noch nicht überzeugt, dann vielleicht dieses: Im Zuge des Brexit-Votums is die Fremdenfeindlichkeit in GB rasant angestiegen. The Guardian schreibt heute "Evidence is emerging of an increase in racist incidents in the wake of the Brexit vote." Auch diese Situation bedingt klare Verhältnisse und schnelle Entscheidungen. Jedes Zuwarten stärkt die tertii gaudentes (lachende Dritte).
Aber dann war doch das Problem schon vorher da oder nicht?
Immer diese einfachen Lösungen von euch Populisten und Stammtischpolitikern.

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KingTut 28.06.2016, 20:03
194. Danke ...

Zitat von Hermes75
EU-Fanatiker - das ist ein Oxymoron. Die EU ist die Inkarnation des Kompromisses - deshalb wird sie ja von politischen Extremisten so gehasst. (...)
... für Ihre mit eindrucksvollen (unbestechlichen) Zahlen belegte Replik, mit der sie die Dinge in die richtigen Proportionen setzen. Ich bin sicher, der eine oder andere Diskussionsteilnehmer wird nachdenklich.

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SachDebattierer 28.06.2016, 20:04
195.

Zitat von KingTut
Warum bezeichnen Sie Leute, die die EU schätzen, unter anderem weil sie uns in Europa 70 Jahre lang Frieden und Wohlstand gebracht hat, als EU-Fanatiker? ...
Weil das nicht die gleichen Leute waren, die Europa 70 Jahre den Frieden gebracht haben.

Die Leute damals hatten Augenmaß, die heutigen EU Fanatiker, wie Schulz, Juncker, VErhofstad, ... sind "maßlos".

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Hermes75 28.06.2016, 20:04
196.

Zitat von Mister Stone
Die USA werden die Bedingungen festlegen, sonst niemand.
Warum glauben Sie, dass die USA sich überhaupt für diese Insel in der Nordsee interessieren?

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spmc-12355639674612 28.06.2016, 20:04
197. Ich wünsche mir

Zitat von Renée Bürgler
Wer ist "man"? Also ich will es nicht. Und viele andere auch nicht. Freihandel selbstverständlich. Aber politische Union? Nein danke! Das eine geht sehr gut ohne das andere.
sehr wohl eine stärkere politische Union nach europäischem Zuschnitt mit folgenden Zutaten:
1. Hauptentscheider muss das von den Europäern gewählte europäische Parlament sein,
2. Bessere Abstimmung der Steuergesetzgebung, damit einige Länder ihre Steueroasen-Süppchen nicht zu Lasten der anderen kochen können,
3. Eine gemeinsame Verteidigungspolitik unter Einbeziehung der Nato,
4. Eine gemeinsame Außenpolitik,
5. Eine starke Zusammenarbeit in Fragen der inneren Sicherheit und dem Katastrophenschutz.
6. Eine starke Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung.
7. Ein starkes Solidaritätsprinzip im Fall von Krisen, z.B. gemeinsame Lösung der Flüchtlingskrise und von Wirtschaftskrisen damit sich niemand mehr einzelne Länder herauspicken und versuchen kann, sie "abzuschießen", wie es im Fall von Griechenland passiert ist.
Einzelne Länder mögen zwar stark sein, aber wenn die EU gemeinsam handelt, ist sie stärker.

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Justitia 28.06.2016, 20:04
198.

Zitat von Hermes75
Und dann noch die spannende Frage warum GB eigentlich ein Außenhandelsdefizit von 165 Mrd. USD (2015) hat? Vermutlich wegen der eigenen starken Wirtschaft die so viele international gefragte Güter produziert?
Das ist ein ganz entscheidender Punkt, der hier bisher überhaupt nicht berücksichtigt wurde, der aber die übereiligen Ankündigungen der Brexit-Führer erklärt, GB würde angeblich weiterhin unbeschränkten Zugang zum EU-Markt behalten. GB hat von allen Mitgliedsstaaten das mit Abstand grösste Handelsbilanzdefizit, das sich durch Beschränkungen des Marktzugangs in Gefahr steht, sich nochmals zu vergrössern.
e.statista.com/statistik/daten/studie/252105/umfrage/handelsbilanz-der-eu-laender/

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pumucel 28.06.2016, 20:07
199. Euro ( ? )

GB ohne die Währung Euro , geht schon mal garnicht.! Dann möchten viele Deutsch e auch wieder ihre D - mark usw.

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