Forum: Politik
Cameron beim Brexit-Gipfel: EU-Partner zeigen Härte
DPA

Die EU-Regierungschefs bemühen sich in Brüssel um eine klare Botschaft an Großbritannien: Wer den Club verlässt, verliert Privilegien.

Seite 25 von 34
Renée Bürgler 28.06.2016, 20:51
240.

Zitat von pumucel
GB ohne die Währung Euro , geht schon mal garnicht.! Dann möchten viele Deutsch e auch wieder ihre D - mark usw.
Oh Mann...

Das sind also die "Argumente" der EU und Euro-Befürworter. Echt beeindruckend.

Zur Währung übrigens folgendes:

Das Pfund ist ja jetzt runtergegangen. Ich möchte nur daran erinnern, dass die EURO-Anhänger IMMER damit argumentieren, dass der EURO für Deutschland einen großen Vorteil hätte, weil er im Gegensatz zur D-Mark schwach ist und dadurch dem deutschen Export nütze.

Nehmen wir mal an, das dies so stimmen würde.... Jetzt passt auf, ich zeige Euch mal an diesem Beispiel die ganze innere Unlogik der EU- und Euro-Berfürworter:

Das Pfund ist nun schwach. Und was sagen die selben Leute, die ansonsten behaupten, dass der schwache Euro ein großer Vorteil für unsere Exportwirtschaft wäre?

Die gleichen Leute sagen jetzt, das schwache Pfund wäre SCHLECHT für Großbritannien. ??? In dem Fall gilt es wohl nicht, dass die eigene schwache Währung dem eigenen Export und dem eigenen Tourismus nützt... Wahnsinn...

Herr, schmeiß einfach mal bitte ganz, ganz, aber wirklich gaaaanz viel Hirn vom Himmel - Für die armen geistig minder bemittelten EU- und Euro-Anhänger. Die haben es bitter nötig.

Beitrag melden
die-metapha 28.06.2016, 20:54
241.

Zitat von Aberlour A ' Bunadh
Wenn ich einem Club beitrete um bestimmte Vorteile zu genießen, ich mich aber dann entscheide wieder auszutreten, kann ich ja schlechterdings nicht erwarten, weiterhin in den Genuss der Vorteile der Clubmitgliedschaft zu kommen.
Der Versuch, das jetzt auf das Durschnittsniveau eines "besorgten Bürgers" herunterzubrechen wird - leider - nichts nützen.
Aber es ist zumindest eine freundliche Geste, ihm die "reale Welt" etwas verständlicher und näher bringen zu wollen.

Beitrag melden
JKStiller 28.06.2016, 20:54
242. @hf-mg Militärpolitik

Haben Sie überhaupt eine Ahnung, worum es beim Thema Militär geht? Was Brüssel plant? Wie das in der englischen Bevölkerung ankommt, und nicht nur der älteren? Zu Ihrer Information: Es geht eben darum, dass die Souveränität der britischen Armee langfristig aufgegeben werden soll. Sie schwafeln von Vergangenheit. Und zum Thema "Steuern und EU": Am Geldbeutel macht sich immer fest, wer wirklich an die Familie oder nur an sich selbst denkt. Weitere Kennzahlen bei einheitlichen Mindestlohn oder Subventionen zeigen ganz klar, dass die Familie völlig zerstritten ist. Dann von mehr Kompetenzen für die EU zu fantasieren, ist ein politischer Rohrkrepierer. Es geht jetzt dank Brexit ans Eingemachte, und das ist gut so.

Beitrag melden
Hermes75 28.06.2016, 20:54
243.

Zitat von schwaebischehausfrau
Sie merken offenbar gar nicht, dass Sie sich widersprechen, wenn sie einerseits GB große Nachteile durch wegfallende Exporte in die EU vorhersagen - um gleich danach das Aussenhandelsdefizit der Briten zu erwähnen. Fakt ist, dass andere EU-Länder wesentlich mehr nach GB exportieren als GB in die EU exportiert. Deshalb sind am Freitag die Kurse deutscher und französischer Unternehmen auch weitaus stärker eingebrochen als die Börsenkurse in London. Und weder Deutschland noch Frankreich oder Italien wollen auf diesen großen, lukrativen Export-Markt verzichten. Und was die "EU als Kompromiss" angeht: Ja, die EU ist ein Laden, indem Jahrzehnte vergehen bevor eine Entscheidung getroffen wird, für die die USA z.B. nicht mal 6 Monate brauchen (siehe z.B. Sanktionierung von Schweizer Banken, die US-Bürger bei der Steuerhinterziehung geholfen haben). In der EU ist es für viele Staaten ein lukratives Geschäftsmodell, Entscheidungen so lange mit ihrem Veto zu blockieren, bis sie wieder ein paar Milliarden "EU-Hilfen" erpresst haben. Das was Sie "Kompromisse" nennen ist primär Stillstand, Trägheit und mangelnde Agilität. Und einer der Gründe dafür, dass die meisten EU-Staaten seit Jahrzehnten an Wettbewerbsfähigkeit verlieren besonders gegen agile, aufstrebende Staaten aus Südost-Asien.
Dass der Austritt von GB aus dem Binnenmarkt für beide Seiten Nachteile hat, habe ich gar nicht in Frage gestellt. Es ging nur um die relativen Auswirkungen. GB erportiert im Verhältnis weit mehr in die EU als die EU-Länder nach GB.
Der Schaden der auf der EU-Seite entsteht verteilt sich auf eine viel größere Wirtschaft. Das BIP von noch GB liegt bei ca. 2 Bio. Euro, das der EU-27 bei ca. 14 Bio. Euro. Deshalb muss man die Effekte eben im Verhältnis sehen.
Ich könnte es auch so ausdrücken: Der britische Rollce Royce versucht mit einem 40 Tonner "Chicken" zu spielen.
Und was das britische Handelsbilanzdefizit angeht: Das wird durch einen Streit mit der EU sicher nicht besser. Ok, vielleicht sinkt das Pfund ja noch so weit, dass die Wettbewerbsfähigkeit steigt, aber insgesamt sehe ich da jetzt nicht so viel Potenzial in der britsichen Wirtschaft.

Dass die EU in ihren Entscheidungen langsam ist, würde ich auch nicht leugnen. Das ist eben das Problem wenn man vieles einstimmig entschließen muss und dann noch Bremser an Bord hat.
Nur mögen viele Mäuse zwar agiler sein, aber am Ende würde ich doch auf den Elefanten wetten.
Die EU ist weltweit ein bedeutender Faktor - die Einzelstaaten sind es nicht mehr. Die Zeiten des gloreichen Empire sind lange vorbei.

Mir ist ein Bund, gleichberechtigter, demokratischer Staaten jedenfalls lieber als die "Jeder-für-sich-selbst!" Mentalität der Nationalisten.

Beitrag melden
Proggy 28.06.2016, 20:55
244.

Zitat von Braveheart Jr.
die Briten in der EU zu halten: Sobald London den §50 Antrag einreicht, hält Edinburgh ein zweites Referendum ab, sagt sich von (nicht-mehr-ganz-so-)Großbritannien los, und beantragt Mitgliedschaft in der EU. Wohl wissend, daß das Nordsee-Öl bald alle ist und dann ein Rettungsboot her muß! England hat Schottland einmal aus der Patsche geholfen, 1707 mit dem "Act of Union" ... aber damals war es den Engländern wichtig, den Franzosen einen potentiellen Verbündeten wegzunehmen (siehe: Auld Alliance); Das ist heute - aller Politfolklore zum Trotz - nicht mehr der Fall. Die Frage ist natürlich, was uns letztlich teurer zu stehen kommt: Britische Extrawürste oder schottische Alimente?
Blanker Unsinn - ein Referendum muss vom britischen Parlament beschlossen bzw. genehmigt werden (genau so, wie beim ersten Referendum).
Machen Sie sich über die Rechtslage im UK kundig - Schottland ist an dieses Recht gebunden - da nützt keine Braveheart-Romantik.
KEIN Referendum im UK hat bindenden Charakter - das Ergebnis muss immer und zwingend vom britischen Parlament bestätigt und beschlossen werden.

Beitrag melden
westerwäller 28.06.2016, 20:58
245. Sie haben´s wohl nicht kapiert ...

Zitat von Urschweizer
Auf gmx.ch lese ich doch gerade : "Die Parlamente der europäischen Staaten sollen nach dem Willen der EU-Kommission nicht an der Entscheidung über das ausgehandelte Freihandelsabkommen mit Kanada (Ceta) beteiligt werden. Dies teilte EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker beim Brüsseler Gipfel den 28 Staats- und Regierungschefs mit, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag erfuhr." Mein Gott!! Wie beneide ich Euch "Europäer" darum, solche FÜHRER zu haben!!!!!!!!!!!
Dabei hat es SPON doch schon 50-mal in der letzten Woche erklärt:

Bei so wichtigen Entscheidungen sollten die Bürger und die nationalen Parlamente kein Mitspracherecht haben, weil beide zu blöde sind!

Beitrag melden
thschmidt 28.06.2016, 20:58
246.

Zitat von spmc-12355639674612
sehr wohl eine stärkere politische Union nach europäischem Zuschnitt mit folgenden Zutaten: 1. Hauptentscheider muss das von den Europäern gewählte europäische Parlament sein, 2. Bessere Abstimmung der Steuergesetzgebung, damit einige Länder ihre Steueroasen-Süppchen nicht zu Lasten der anderen kochen können, 3. Eine gemeinsame Verteidigungspolitik unter Einbeziehung der Nato, 4. Eine gemeinsame Außenpolitik, 5. Eine starke Zusammenarbeit in Fragen der inneren Sicherheit und dem Katastrophenschutz. 6. Eine starke Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung. 7. Ein starkes Solidaritätsprinzip im Fall von Krisen, z.B. gemeinsame Lösung der Flüchtlingskrise und von Wirtschaftskrisen damit sich niemand mehr einzelne Länder herauspicken und versuchen kann, sie "abzuschießen", wie es im Fall von Griechenland passiert ist. Einzelne Länder mögen zwar stark sein, aber wenn die EU gemeinsam handelt, ist sie stärker.
Welche Ihrer "Zutaten" gibt es denn bereits?
Wie einig sind sich den die EU-Staaten im Pkt.
1 bis 7 ? In vielen, vielen Pkt. sind sich die EU-Ländern noch uneins, ja gar weit von einander entfernt?
1. ist man weit weit weg der Realität
2. lediglich die Oasen ausgehoben, aber keine gerechte Verteilung(z.b. MwSt Auszahlung dort wo sie anfallen/enstehen)
3. Entscheidet in Wirklichkeit nicht Brüssel sondern Washington
4. Einig wg Sanktion gg. Rus. und Ukraine?
7. Soli, wer zahlt für GR und Flüchtlinge?
Lediglich Ihr Pkt 5 und 6 gibt es enger Zusammenarbeit

GB kann vielen der Streiterein jetzt aus dem Weg gehen. Wer sagt das es keine engeren Wirtschaftsbeziehungen (z.B. Zoll) auch unter Freunden geben kann, sondern nur in einer Mannschaft?

Beitrag melden
Hermes75 28.06.2016, 21:00
247.

Zitat von hansderdampfer
Und was ist wenn der von ihnen beschriebene Abgrund nur einen Meter Tief ist? Orakeln kann jeder nur die Realität sieht meißtens anders aus
Kann sein, kann aber auch nicht sein. Ich würde es jedenfalls nicht durch einen Sprung ausloten, wenn ich es nicht weiß. Das hat etwas mit dem Trieb zur Selbsterhaltung zu tun.

Beitrag melden
SachDebattierer 28.06.2016, 21:01
248.

Zitat von Grorm
Welche Zeitungen lesen Sie denn, dass das so etwas Besonderes für Sie ist?
Es ist nicht deshalb unwichtig, weil es nicht in der deutschen Qualitätspresse steht ;-) ... das hätten die nur gern so.

Hier der Link zur völlig unwichtigen NZZ:

http://www.nzz.ch/schweiz/aktuelle-themen/nach-26-jahren-schweiz-zieht-eu-beitrittsgesuch-zurueck-ld.89101

Beitrag melden
Hermes75 28.06.2016, 21:03
249.

Zitat von rudi_ralala
Vielleicht weil GB die fünftstärkste Wirtschaftsnation der Welt ist?
Dann ziehen Sie mal die City of London, Schottland und ein paar Jahre Rezession ab ;-)

Beitrag melden
Seite 25 von 34
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!