Forum: Politik
Cameron beim Brexit-Gipfel: EU-Partner zeigen Härte
DPA

Die EU-Regierungschefs bemühen sich in Brüssel um eine klare Botschaft an Großbritannien: Wer den Club verlässt, verliert Privilegien.

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slaritbartfass 28.06.2016, 21:04
250.

Die Briten verlieren z.B. das Privileg von Frau Merkels Einreisepolitik mittragen zu dürfen :-)

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j.vantast 28.06.2016, 21:05
251. Es gibt also keine informellen Gespräche?

Und wie war das gleich noch mit dem vertraulichen Gespräch zwischen Juncker und Farage heute?

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Justitia 28.06.2016, 21:05
252.

Zitat von schwaebischehausfrau
Sie merken offenbar gar nicht, dass Sie sich widersprechen, wenn sie einerseits GB große Nachteile durch wegfallende Exporte in die EU vorhersagen - um gleich danach das Aussenhandelsdefizit der Briten zu erwähnen. Fakt ist, dass andere EU-Länder wesentlich mehr nach GB exportieren als GB in die EU exportiert. Deshalb sind am Freitag die Kurse deutscher und französischer Unternehmen auch weitaus stärker eingebrochen als die Börsenkurse in London. Und weder Deutschland noch Frankreich oder Italien wollen auf diesen großen, lukrativen Export-Markt verzichten.
Worin soll der Wiederspruch liegen? Es ist vielmehr absolut logisch, dass eine Reduzierung von Exporten das ohnehin katastrophale Handelsbilanzdefizit von GB weiter vergrössern könnte.

Ich hatte es Ihnen schonmal geschrieben, in die Kursverluste waren die unterschiedlichen Währungsverluste von Pfund und Euro eingerechnet. Ihre Rechnung stimmt deshalb nicht.

Ausserdem geht es nicht um den Verzicht von Exportmärkten, wer hat bloss mit diesem Unsinn angefangen? Es geht um die Einführung von Zöllen, die höchstens zu einer Reduzierung des Warenverkehrs aber ganz bestimmt nicht zum Wegfall führen kann.

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hansderdampfer 28.06.2016, 21:07
253. Sind

Zitat von a_friend
zergehen lassen: Die Briten wollen aus der EU raus - und niemand, wirklich NIEMAND hat einen Plan, wie das funktionieren soll! Wenn es nicht um Millionen von Menschen ginge, deren Zukunftsaussichten immer düsterer werden, ja, dann wüßte man nicht, über wen man mehr lachen sollte: Über einen PM Cameron, der aus rein parteiinternen Gründen ohne Not das Referendum vom Zaun gebrochen hat und jetzt kneift? Über Boris Johnson, dessen Lügenmärchen so offensichtlich waren und trotzdem von so vielen geglaubt wurden? Über den Schatzkanzler (also Finanzminister) Gordon Osborne, der jetzt offen zugibt, niemals einen Plan für den Brexit vorbereitet zu haben? Über die Labour-Party, die sich gerade selbst zerlegt wie ein schlecht zusammen gebautes IKEA-Regal? Oder über deren Führer, der trotz Mißtrauensvotum gegen ihn an seinem Sessel klebt? Oder doch über den stramm-rechten Nigel Farage, der mitten in der Krise nichts besseres zu tun hat, als das EU-Parlament zu beleidigen? Oder doch über das britische Volk, wo die Alten offenbar zu leichtgläubig und die Jungen zu faul zum wählen waren? Kurz: Die englische Politik ist gerade ein Irrenhaus - und die Medikamente sind alle. Also, was tun? sprach Zeus: Die Götter sind besoffen, der Olymp ist vollgek*tzt... Das VK hat jetzt noch 4 Möglichkeiten: a) Das Referendum ignorieren - politisches Todesurteil für die nächste Regierung. b) Zögern, verschieben, Zeit schinden: Im Moment unumgänglich, die Unsicherheit schadet aber der Wirtschaft. Das S&P Rating ist bereits 2 Stufen runter, Siemens hat einen Investitionsstop angekündigt und J.P. Morgan will 4.000 Jobs verlagern. c) Brexit und rein in den EWR. Kostet mindestens so viel wie jetzt (wahrscheinlich sogar mehr), Freizügigkeit bleibt, alle EU-Regularien bleiben und Verlust des Mitspracherechts. Wirtschaftlich die nächstbeste Alternative zur EU, aber alle Versprechen des Brexit gebrochen. d) Brexit und zurück zu WTO-Standards. Immigrations"problem" gelöst, Wirtschaft im Eimer, GBP im freien Fall, ausgewachsene Rezession. Und für alle, die meinen, wir können uns das nicht leisten und werden daher einknicken, hier was zum rechnen: Die EU-Länder exportieren 5-10% ihres Exportvolumens in das VK. Bricht das um 20 oder 30% ein, dann tut das sicherlich weh. Das VK exportiert aber 50-60% in den Binnenmarkt. Hier wäre ein solcher Einbruch tödlich...
Sind sind nicht ein wenig anmassend?
den Menschen die ihr Recht demokratisch genommen und gegeben haben nur weil die Taugenichtse keinen Bock hatten das gleiche zu tun zu verunglipfen?
Heute aber jammern oder was?
Zum Brexit selbst hat GB jedes Recht zu tun und zu lassen was es möchte, es ist EU Recht worüber ihr und die EU beschwert.

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SachDebattierer 28.06.2016, 21:07
254.

Zitat von KingTut
Sorry, das ist kein Argument, denn das was die Damaligen mit Augenmaß geschaffen haben, wirkt bis heute nach. Dass es vieles an der EU zu kritisieren gibt, räume ich gerne ein, aber deswegen ist diese Gemeinschaft mitnichten schlecht oder gar überflüssig. Ich hoffe inständig, dass bezüglich der kontroversen Diskussionen über die EU nicht der Spruch anwendbar ist: wenn es dem Esel zu gut geht, geht er auf's Eis. Das wäre fatal.
Richtig, es wirkt bis heute nach, die EU hat viel Gutes geleistet und ich weiß das auch privat zu schätzen.

Wissenschaftlich sinnvolle Großprojekte, Erasmus Programme, Strukturfonds, gemeinsames Auftreten in ausgewählten außenwirtschaftlichen Anliegen ... sind in vielen Fällen sinnvoll.

Die Liste des Entbehrlichen und Schädlichen beginnt aber anzuwachsen.

Für mich gehört dazu:
° der Euro
° TIPP
° die geostrategisch bedingte schnelle Osterweiterung
° ... einschließlich Assoziierungsabkommen
° die konzertierte Bankenrettung incl. EZB Wahnsinn

° ... und schlussendlich die widersinnige Migrationspolitik, die weder den wirklich Armen hilft, noch von der europäischen Zivilgesellschaft auf Dauer akzeptiert werden wird.

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thschmidt 28.06.2016, 21:08
255.

Zitat von a_friend
zergehen lassen: Die Briten wollen aus der EU raus - und niemand, wirklich NIEMAND hat einen Plan, wie das funktionieren soll! Wenn es nicht um Millionen von Menschen ginge, deren Zukunftsaussichten immer düsterer werden, ja, dann wüßte man nicht, über wen man mehr lachen sollte: Über einen PM Cameron, der aus rein parteiinternen Gründen ohne Not das Referendum vom Zaun gebrochen hat und jetzt kneift? Über Boris Johnson, dessen Lügenmärchen so offensichtlich waren und trotzdem von so vielen geglaubt wurden? Über den Schatzkanzler (also Finanzminister) Gordon Osborne, der jetzt offen zugibt, niemals einen Plan für den Brexit vorbereitet zu haben? Über die Labour-Party, die sich gerade selbst zerlegt wie ein schlecht zusammen gebautes IKEA-Regal? Oder über deren Führer, der trotz Mißtrauensvotum gegen ihn an seinem Sessel klebt? Oder doch über den stramm-rechten Nigel Farage, der mitten in der Krise nichts besseres zu tun hat, als das EU-Parlament zu beleidigen? Oder doch über das britische Volk, wo die Alten offenbar zu leichtgläubig und die Jungen zu faul zum wählen waren? Kurz: Die englische Politik ist gerade ein Irrenhaus - und die Medikamente sind alle. Also, was tun? sprach Zeus: Die Götter sind besoffen, der Olymp ist vollgek*tzt... Das VK hat jetzt noch 4 Möglichkeiten: a) Das Referendum ignorieren - politisches Todesurteil für die nächste Regierung. b) Zögern, verschieben, Zeit schinden: Im Moment unumgänglich, die Unsicherheit schadet aber der Wirtschaft. Das S&P Rating ist bereits 2 Stufen runter, Siemens hat einen Investitionsstop angekündigt und J.P. Morgan will 4.000 Jobs verlagern. c) Brexit und rein in den EWR. Kostet mindestens so viel wie jetzt (wahrscheinlich sogar mehr), Freizügigkeit bleibt, alle EU-Regularien bleiben und Verlust des Mitspracherechts. Wirtschaftlich die nächstbeste Alternative zur EU, aber alle Versprechen des Brexit gebrochen. d) Brexit und zurück zu WTO-Standards. Immigrations"problem" gelöst, Wirtschaft im Eimer, GBP im freien Fall, ausgewachsene Rezession. Und für alle, die meinen, wir können uns das nicht leisten und werden daher einknicken, hier was zum rechnen: Die EU-Länder exportieren 5-10% ihres Exportvolumens in das VK. Bricht das um 20 oder 30% ein, dann tut das sicherlich weh. Das VK exportiert aber 50-60% in den Binnenmarkt. Hier wäre ein solcher Einbruch tödlich...
Klar weiter solche schwarzen Zukunftsreden für GB.

Wie blühend ist den die Zukunft des EU-Landes Griechenland?

Börsenchaos und S&P-Rating bereits vor dem Antrag der GB-Regierung ist keine Panikmache, gesteuert durch die Ami`s.

Freihandel kann es auch unter Freunden geben, nicht nur Mitgliedern der EU.

Aber GB hat kein Chaos in den Abstimmung und (Un)einigkeiten Brüssels und der noch 27 Staaten mehr.
Kann auch so mit Russland handeln und den Ami`s selbst Auflagen geben.

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SachDebattierer 28.06.2016, 21:09
256.

Zitat von Urschweizer
WILLKOMMEN IN DER WIRKLICHKEIT!!!!! Auf gmx.ch lese ich doch gerade : "Die Parlamente der europäischen Staaten sollen nach dem Willen der EU-Kommission nicht an der Entscheidung über das ausgehandelte Freihandelsabkommen mit Kanada (Ceta) beteiligt werden. Dies teilte EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker beim Brüsseler Gipfel den 28 Staats- und Regierungschefs mit, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag erfuhr." Mein Gott!! Wie beneide ich Euch "Europäer" darum, solche FÜHRER zu haben!!!!!!!!!!!
Interessant, die Bundesregierung wollte dies durchsetzen ... JETZT bin ich neugierig.

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yossariania 28.06.2016, 21:11
257. Obama

Zitat von marcaurel1957
Nonsense...Obama hat ja den Briten gesagt, dass sie sich keien Schwachheiten einbilden sollen... Ganz sicher wird UK nichts anderes bekommen, als die anderen Nicht EU Staaten, die am Binnenmarkt teilnehmen
kann ja viel sagen. Aber er kann schon jetzt nichts mehr bestimmen, ausser vielleicht den Speiseplan in der Kantine des Weissen Hauses.
Die Richtlinien der amerikanischen Politik werden schon jetzt von Clinton und Tump festgezurrt. Und es sieht so aus, das Trump, auch wenn er nicht Präsident wird, Frau Clinton in bestimmten Politikbereichen vor sich hertreibt und sie auf seine Linie zwingt (TTIP).

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yossariania 28.06.2016, 21:13
258. Offensichtlich

Zitat von marcaurel1957
Freihandel hatten wir zur Zeiten der EWG oder EG...heute will man mehr, die politische Integration! Wußten Sie da nicht?
ist es ja wohl so, dass das zumindest die Briten nicht wollen. Und mich beschleicht der Verdacht, dass es da noch andere geben könnte ...

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yossariania 28.06.2016, 21:14
259. Und?

Zitat von karlheinz-hesse
wenn nach 2 Jahren kein Ergebnis vorliegt, beginnt ein ungeregelter Austritt und es ist Vorbei.
Auch damit hat Schulz als Parlamentpsräsident nichts zu tun. Fällt nicht in seine Kompetenz. Verhandeln werden, wenn überhaupt, Rat und Briten.

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