Forum: Politik
Cameron und die "Guardian"-Affäre: Im Land der schwarzen Helikopter
AFP

Die Schikanen gegen die NSA-Enthüller beim "Guardian" sind der Beweis, dass die britische Regierung im Kampf gegen den Terror jedes Maß verloren hat. Widerstand ist nicht zu erwarten - die Zeitung steht weitgehend allein.

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ajf00 20.08.2013, 18:59
140.

Zitat von radioactiveman80
...dass das Gesetz auf dem sich die britischen Dienste im vorliegenden Fall berufen haben, "rechtsstaatlich äusserst fragwürdig" sei. Ist es nicht - weil es innerhalb der in Grossbritannien existierenden rechtsstaatlichen Prinzipien erlassen wurde und völlig legal durchs Unterhaus gekommen ist.
Mit "rechtsstaatlich fragwuerdig" habe ich nicht "demokratisch nicht legitimiert" gemeint. Die beiden Konzepte kann ich durchaus ausseinanderhalten. Es ist rechtsstaatlich aeusserst fragwuerdig, weil es sich eben nicht an rechtsstaatliche Mindeststandards haelt, dabei ist ganz egal, wer das beschlossen hat. Ist ja scheinbar so, das seine rechtmaessigkeit auch noch nicht hoechstrichterlich festgestellt ist, d.h. ob es eben nicht nur "Rechtsstaatlich fragwuerdig" (das ist es auf jeden Fall) sondern gar "rechtswidrig" ist, wird der Europaeische Menschenrechtsgerichtshof erst noch feststellen muessen.

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c++ 20.08.2013, 19:03
141.

Zutiefst verstörend, was da an Meldungen aus GB und den USA kommt. Demokratie und Bürgerrechte nur noch als Fassade einer postdemokratischen Ordnung. Hätte ich vor wenigen Jahren noch für völlig unmöglich gehalten.

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Montanabear 20.08.2013, 19:05
142. Festplatten

Zitat von Hilfskraft
Zeitungsverlage werden gezwungen, Festplatten zu vernichten. Ist auf jeden Fall schon mal ein Anfang. Und unsere ÖR unterhalten uns mit Pinguinen. Zur Zeit mit Ägypten bis zum Übergeben.
Die Vernichtung der Festplatten war nur Makulatur. Die Informationen, die diese beinhalteten, sind sicherlich noch auf vielen anderen Datenträgern vorhanden.
Ägypten allerdings und der Ausgang dieser Tragödie kann die Zukunft des Westens mitbestimmen und kann gar nicht zu häufig gezeigt werden.

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dimmuborgir 20.08.2013, 19:08
143. Die Sache ist wird noch gespenstischer...

Zitat von artusdanielhoerfeld
"Es ist erstaunlich, wie viele Briten der Arbeit ihres Geheimdiensts blind und kritiklos vertrauen." Dies ist ja nicht nur ein Phänomen in GB, sondern auch bei uns: Die Gleichgültigkeit gegenüber der eigenen Entprivatisierung. Das Individuum wird zur öffentlichen Angelegenheit, indem seine Daten jederzeit erforschbar, auswertbar und katalogisierbar sind. Dann entscheidet ein Analyseprogramm, ob man kreditwürdig ist, als Angestellter, Arzt, Richter zu einem zukünftigen Sicherheits- oder Profitrisiko wird und besser gleich entlassen, pensioniert oder eingesperrt wird. Die entsprechende Nachricht ist dann "maschinenerstellt" und deshalb ohne Unterschrift gültig. Und was tut der durchschnittliche Bürger eingedenk der heraufziehenden Hölle? Er bettelt geradezu um seine Unfreiheit! Wir leben in der Zeit der "retrograden Aufklärung": "Ich will nichts mehr wissen, nichts mehr entscheiden, nichts mehr verantworten! Ich will einen Herrn, der mir sagt, was richtig und was falsch ist, was ich denken, sagen und tun soll!" Wenn es ganz still ist und man aufmerksam lauscht, dann hört man den alten Dämon "Diktatur" um die Häuser schleichen und an die Türen klopfen und es wird ihm bereitwillig aufgetan...
......wenn man die Vorgänge um die Spionageaffäre mit anderen, weit weniger beachteten Vorgängen verquickt betrachtet.
Folgender Film ist kein Film der von irgendwelchen Verschwörungstheoretikern gemacht wurden, sondern von öffentlich-rechtlichen Sender 3-Sat:
Bargeldlos - Der große Coup der ganz großen Kriminalität - YouTube
Wenn man die Zusammenhänge erkennt, dann offenbart sich das ganze Ausmaß dessen was hinter dem NSA Skandal steckt, WAS da eigentlich vorbereitet wird.
Das hat etwas von 1984, mehr aber noch von Aldous Huxley Dystopie
"Schöne neue Welt".

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ivo2012 20.08.2013, 19:09
144. Als ob...

... in Großbritannien keiner "1984" gelesen oder in diversen Kriegen gegen faschistoide Überwachungsregime mit genau solchen Apparaten gekämpft hätte... Die britische Mehrheit muss mittlerweile dumm sein wie ihre Schafe... vielleicht "nur" ein Symptom ihrer ewigen Isolation auf den Inseln und der Kombination aus staatstragender Nostalgie (Wo ist nur unser Empire hin?) und idiotischer Freude über jeden Monarchistenpups. -.-

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Retent 20.08.2013, 19:10
145.

Zitat von heinrich-von-braun
Natürlich bin auch ich sehr wohl für absolute Pressefreiheit, nur wo der Verrat von Staatsgeheimnissen anfängt hörts doch auf - oder???!!
Ihren Beitrag können Sie nicht so stehen lassen - sie sollten Ihre Meinung mit der Aufzählung der angeblich verratenen Staatsgeheimnisse vervollständigen. Das wir Bürger seit den Terrorgesetzen genau überwacht werden ist doch kein Geheimnis. Dass sich eine Elite weltweit die Staaten zueigen machen, um den Rest der Bevölkerung zu überwachen ist auch bekannt, also Herr Braun, welche Staatsgeheimnisse wurden denn verraten???.

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investigatus 20.08.2013, 19:12
146. @radioactiveman80

Zur Kompetenz eines Sicherheitsdienstes gehört es, zwischen Mitbürgern, die einfach vor sich so hinleben, und potentiellen Terroristen unterscheiden zu können. Ein Sicherheitsdienst, der mit dieser Aufgabe nicht klarkommt und sich deshalb veranlasst sieht, die Gesamtheit der Bevölkerung unter Überwachung zu stellen, disqualifiziert sich selbst und hat somit auch kein Vertrauen verdient.
Auch in London und Madrid finden sich Leute, die sich ernsthaft mit diesem Thema beschäftigen. Die sollten durchaus ernst genommer werdent.

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dimmuborgir 20.08.2013, 19:13
147. 1984

War Orwell ein Visionär oder ist er ein Prophet?
Man betrachte sich einmal die Weltkarte:

http://upload.wikimedia.org/wikipedi..._Weltkarte.png

Man beachte wo England zu finden ist und auch wo die umkämpften Gebiete liegen.
Angesichts eines Skandals solchen Ausmaßes wie er durch Snowden endgültig ans Tageslicht kam (ahnen konnte es eh jeder...), könnte man meinen das sich hier tatsächlich so ein Szenario anbahnt.
Es liegt an uns Bürgern das zu verhindern.

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Montanabear 20.08.2013, 19:14
148. Zu oberflächlich

Zitat von rad666
Wenn man in die Betrachtung noch die ungezählten zivilen Opfer der vergangenen (Irak) und aktuellen (Afghanistan) Konflikte einbezieht kommt man irgendwann zur Schlußfolgerung, warum ein solcher Haß auf die westliche Welt entsteht. Eventuell wäre es geschickter, dort anzusetzen und den Haß gar nicht erst entstehen zu lassen? Vom Kosten / Nutzenverhältnis einer solch umfangreichen Überwachung, dem potentiellen Mißbrauch von vertraulichen Informationen, den Manipulationsmöglichkeiten und den Opfern ganz profaner Umstände (Verkehr, Krankenhaushygiene, Streß,...) fange ich gar nicht erst an zu reden.
Al Qaida und deren Gedankengut gab es vor 9/11. Das wird oft übersehen. Der Irak und Afghanistan spielen da nur eine periphäre Rolle. Das Ziel ist es, wie es auch der Iran durch Ahmadinejad einmal erklärte, die Welt für das Wiederkommen des Propheten vorzubereiten, was bedeutet, dass die ganze Welt islamisch werden muss. Hinzu kommt eine Faszination mit Blut und Gewalt, die z.T. auch anerzogen wird. Es ist ein komplexes Gebiet und die Frage, wer da den ersten Schritt getan habe, wurde schon in dicken Büchern behandelt. Auf keinen Fall sollten wir jedoch die Mitglieder der Al Qaida als missverstandene Opfer verniedlichen.

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Third eye 20.08.2013, 19:14
149. Ausschluss von allen Foren

für die Propagandisten die den Begriff Verschwörungstheorie nutzen um andere mundtot zu machen. USA und Commonwealth für Cyberwar - das ist Krieg - gegen die Bevölkerung anderer Länder. Seitdem die Archive offen sind wissen wir wer Hitler an die Macht gebracht hat. Als antifaschistischer Deutscher werde ich diesen geschichtlichen Fakt jedem dieser hochnäsigen Geschichtsklitterem unter die Nase reiben. Am besten mit der Nase in die eigene Scheissr drücken. Unanständig, undemokratisch, faschistoid mit monarchistischen Zügen.

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