Forum: Politik
Camerons Wahlsieg: Bad News für Europa
AFP

David Cameron wird weiter Großbritannien regieren. Doch trotz des überraschend klaren Wahlsiegs geht er geschwächt in die neue Legislaturperiode. Für Europa ist das fatal, das Referendum über den Brexit wird nun kommen.

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voiceecho 08.05.2015, 13:24
260. Wir brauchen auch eine Abstimmung!

Ich finde es nicht schlecht, dass GB über den Verbleib in der EU abstimmt!
Wir benötigen auch so eine Abstimmung, denn wir wurden nie gefragt, ob wir die EU wollen, wir wurden nie gefragt, ob wir den Euro wollen, wir wurden nie gefragt, ob die EU dermaßen vergrößert werden sollte! Es gehört aber zur demokratischen Kultur, dass man das Volk übrig wichtige Entscheidungen abstimmen lässt!

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GoaSkin 08.05.2015, 13:24
261. Bad News für Steuersünder

Großbritannien ist einerseits in der EU, andererseits gibt es zahlreiche britische Kolonien in Form von Steuerparadiesen, die nicht Teil der EU sind sowie besondere politische Abkommen mit den Commonwealth-Mitgliedsstaaten und den USA.

Mit anderen Worten: GB ist die Drehscheibe für Alle, die an Fiskus und Zoll vorbei Waren und Geld verschieben möchten. Das hätte mit dem Brexit ein Ende. Bad News.

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Pless1 08.05.2015, 13:25
262. Sehe ich anders

Dass das Referendum kommt ist gut für Europa. Es bedarf einer Entscheidung und ich glaube, dass diese am Ende Pro Europa ausfallen wird. Ein zweites Referendum zur Schottlandfrage wird es in keinem Fall geben, das weiß auch die SNP. Das Thema ist durch und insofern wird die SNP im Zweifel Cameron unterstützen um Europa nicht zu gefährden. Denn die Schotten sind proeuropäisch. Die Engländer haben die Schotten angefleht im UK zu bleiben. Jetzt aus rein englischer Sicht aus der EU zu rennen wäre durchaus auch ein Wortbruch.

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mhwse 08.05.2015, 13:28
263. Irland, Schottland, Walis drin

die Nervensägen (wobei ich persönlich nichts gegen habe zumal die zum Teil die Vorfahren meiner Kinder daher kommen ..) raus - was ist daran schlecht? Ob man der Schweiz bankentechnisch nacheifern kann ist wohl mehr als fraglich ..

Wäre das Gleiche wenn jetzt Bayern austreten würde .. nur wir haben die besseren Fussballer, Autos (ok .. ja fast.. wobei die Motoren kommen ja von hier), Bier, Berge ..

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Christian Weiss 08.05.2015, 13:31
264.

Zitat von happy2010
Auch wenn Sie mit Ihrem Fazit recht haben muss doch ein neutraler Mensch erkennen, dass die Steuerdiebstähle der Schweiz und auch GB, Luxemburgs und Co einen Löwenanteil an der EU Misere haben. Ohne den tagtäglichen Milliardenklau gäbe es keine Eurokrise, zumindet wäre eine Krise ein ABklatsch der jetzigen Krise Und damit mal ausnahmsweise nichts gegen die Schweiz gesagt wird. Nehmen wir Luxemburg: Alleine die Deals mit den 10 größten Konzernen brachten die EU um geschätze 30 MRD Steuereinnahmen und bescherten Luxemburg UNTER EINER MILLIARDE Gewinn. Dass dann Luxemburg hingeht und auch nur einen Muks gegen Staaten sagt die ein zu großes Defizit ausweisen erinnert an den Räuber, der den Bestohlenen beschimpft nicht besser aufgepasst zu haben
Wie immer Ihre völlig verzerrte Wahrnehmung.

Sie schnallen in Ihrer offensichtlichen Erkenntnisresistenz immer noch nicht, dass es

1. die Aufgabe eines Staates ist, so wenig Steuern wie möglich einzufordern, weil das Geld schlichtweg nicht ihm gehört. Die bösen "Steueroasen" gehen nun mal sparsamer mit den Ressourcen um. Der Diebstahl besteht nicht im wenig Einnehmen von Steuern, sondern im zu viel Einnehmen. Der Hochsteuerstaat bestiehlt seine Einwohner und Unternehmen und wird darum nach Möglichkeit von denselben gemieden.

2. Ist es nicht die Schuld der angeblichen "Steueroasen", wenn andere Staaten zu blöd sind, um Quellensteuern auf Wertschöpfung im Inland zu erheben. In der bösen, bösen Schweiz werden auch Steuern bei Unternehmen auf die Geschäftstätigkeit im Inland erhoben, die ihren Sitz im Ausland haben.

Der von Ihnen immer wieder faktenwidrig und in verleumderischer Weise geäusserte "Steuerklau" (Ein irrwitziges Wort, weil der Staat kein prinzipielles Grundrecht auf Besitzanteil am Einkommen von Unternehmen und Privatpersonen hat.), findet also in Tat und Wahrheit nicht statt.

Die finanzielle Schieflage, in der sich die Staaten befinden, ist strukturell ganz einfach und banal dadurch begründet, dass diese Staaten mehr Geld ausgeben, als sie einnehmen. Das tun Staaten mit rein repräsentativer Demokratie eigentlich grundsätzlich, weil die regierenden Parteien soziale Wohltaten an die Wähler verteilen. Steigen die Einnahmen an, wachsen die Ausgaben mindestens ebenso sehr. Das staatliche Geldmonopol führt zudem dazu, dass der Staat auch noch die Zinsen manipulieren kann und seine Schulden durch Geldentwertung auf die Allgemeinheit abwälzen kann.

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JoyLuck 08.05.2015, 13:36
265. Glückwunsch GB

Wenigstens erhalten die Bürger eines Landes die Möglichkeit über eine EU Mitgliedschaft selber zu entscheiden.

Nichts ist unerwünschter in den Augen der Brüssel zentrierten vermeintlichen Eliten als Bürgerselbstbestimmung. Wir haben keine richtige Demokratie also können wir von dieser Chance nur in den Zeitungen anderer Länder lesen.

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oliver twist aka maga 08.05.2015, 13:37
266. Stimmt

Zitat von Celestine
Und Sie wissen also schon, dass die Briten genau so nonchalant das Brechen eines wichtigen Wahlverspechens hinnehmen würden wie die angepassten Deutschen? Hier ist das ja Normalitätund salonfähig, oder der Kandidat sagt gar nichts, sondern zeigt dem Volk lediglich ein hübsches Handsymbol. Warum sollte UK pleite gehen? Die sind nicht in der Euro-Zone und ihr Rating liegt bei AAA, so wie bei Deutschland. In der Eurozone haben nur noch Deutschland und das winzige Luxemburg ein AAA Rating, während in der Nicht-Eurozone nicht nur UK, sondern auch Schweden und Dänemark das beste Rating haben. Es sieht eher so aus, als ob der Euro und die Bankenrettungspolitik Länder in die Pleite treiben. Italiens Rating liegt nur noch ein paar Stufen über Schrott, nämlich bei BBB-, ähnlich wie bei armen Schwellenländern, Spaniens bei BBB. Das ist besorgniserregend, zumal die Eurozone eine gemeinsame Haftung übernehmen muss.
Wir haben uns ja an vieles gewöhnt, an Politiker, die nicht an ihren Wahlkampfversprechen gemessen werden wollen, an Kanzlerinnen und Minister, die einen "Bürgerdialog" führen, der außer einem Wohlfühlfaktor zu nichts führt, an Bundespräsidenten, die im Ausland vor plebiszitären Elementen warnen und sich damit in die innere Verfasstheit dieser Staaten, in diesem Fall der Schweiz, einmischen.

Cameron kann es sich nicht leisten und wird es sich nicht leisten, von diesem Versprechen zurückzutreten, auch wenn er es vielleicht insgeheim bedauern mag. Ein "Brexit" wäre auch nicht der Untergang des Abendlandes, nicht einmal der der EU (bitte zu trennen von Europa) oder des Vereinigten Königreichs. Man wird sich zusammensetzen und Lösungen finden wie sie für Norwegen und die Schweiz bereits existieren. Funktionierenden Staaten hat die EU nicht viel zu bieten, nur Habenichtsen und maroden Staaten.

Was wird von den Eurokraten und Berliner Politikern zu hören sein: "Europa ist Frieden." Für sie gilt, was Napoleon über die Bourbonen sagte: Sie haben nichts gelernt und nichts vergessen."

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Sachsen 08.05.2015, 13:38
267. Was fuer ein merkwuerdiger Kommentar

In Deutschland und dem Rest Europas traeumt die Politikerkaste nur davon so einen Sieg zu erringen wie ihn die Konservativen trotz aller Unkenrufe gerade eingefahren haben. Damit stehen sie in Europa allein auf weiter Flur! Positiver Konservativismus, das braucht Europa. Und die Bruesseler Eurokraten zittern mit Recht.

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Lauternjunge 08.05.2015, 13:38
268. wenn.....

das uk aus der eu austritt wird es zerfallen. dank der erfolgreichen deindustrialisierung und ohne das schottische öl ist england bei der nächsten größeren globalen Börsen und bankenkrise zudem insolvent.

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neurobi 08.05.2015, 13:44
269.

Zitat von schmidthomas
wirtschaftliche Misere, das ich nicht lache. Schauen Sie sich bitte mal die britischen Ratings an, nehmen die aktuelle Wirtschaftsdaten zur Kenntnis, lesen Sie ersatzweise die Kommentare der hier schreibenden Foristen oder machen sich einmal mit den Fakten vertraut, anstatt sich hier vor der versammelten SpOn-Gemeinde der Lächerlichkeit preiszugeben. Wenigstens benutzen Sie nicht Ihren Klarnamen, Glück gehabt.
Die Briten leben fremdfinanziert, ihre Schulden-Quote steigt unaufhörlich, ihre Leistungsbilanz seit vielen Jahren negativ.
Kappen sie selbst den Zugang zu ihren Geldgebern auf dem Festland durch einen Austritt aus der EU, werden sie schnell merken was sie davon haben.

Aber noch ist es noch nicht soweit. Die reiche Finanzindustrie in London wird alles unternehmen um das Land in der EU zu halten.

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