Forum: Politik
Camerons Wahlsieg: Bad News für Europa
AFP

David Cameron wird weiter Großbritannien regieren. Doch trotz des überraschend klaren Wahlsiegs geht er geschwächt in die neue Legislaturperiode. Für Europa ist das fatal, das Referendum über den Brexit wird nun kommen.

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naklar? 08.05.2015, 10:36
80. Interessant. UK glaubt doch wirklich den Austritt aus Europa gewählt zu haben.

... Mal sehen wie sich Cameron da wieder rauswindet. Merkel als goldenes Beispiel genommen. Wahrscheinlich folgt jetzt die volle nationale Rechtsabgabe der UK an Europa.

Gratulation an Cameron. Es bleibt dabei: Wer die größten Versprechungen macht siegt (aber nur wenn es die 1% zulassen).

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mebschmw 08.05.2015, 10:38
81. und tschüß !

Das wäre doch die perfekte Situation: UK führt das Referendum schon 2016 durch, UK tritt aus der EU aus, Schottland führt erneut ein Referendung durch, spaltet sich von UK ab und tritt der EU bei. Wales und Nordirland vielleicht auch.

Das schwächt das von Finanzmonstern regierte London derart, dass deren neoliberale Politik, deren ständige Sonderwünsche und deren Finanzkapitalismus nicht weiter Europa belasten kann. Entweder werden sie kleinlauter oder man ignoriert sie einfach.

Ehrlich gesagt würde ich die Engländer lieber aus der EU rausfliegen sehen, als die Griechen. Letzeren würde ich kein weiteres Geld geben (wobei ja unsere Banken 80% unseres Geldes bekamen und nicht die Griechen), aber ich würde mir eine soziale Unterstützung für die Menschen in Griechenland wünschen und dass sie Teil der EU bleiben. Lieber Carepakete als ständige Bankenrettungen durch die Hintertür! Eine geordnete Staatspleite ist unausweichlich!

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kritischer-spiegelleser 08.05.2015, 10:41
82. Bad News?

Nun ja, vielleicht werden die Eurokraten noch wach. Die ihre EU-Ziele total verfehlt haben und trotzdem meinen, uns regieren zu können. Ohne Legitimation! Eine leichtere EU beschränkt auf Kernaufgaben wäre sinnvoll. Mit so wichtigen Aufgaben wie die Harmonisierung unserer Duschköpfe, Staubsauger, Gurkenkrümmungen usw. Aber bitte nichts komplexeres!

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naklar? 08.05.2015, 10:41
83. Wie die Abstimmung ausgeht? Na da werden doch die USA und Europa noch ...

Zitat von JPnyc
Abstimmung zur EU, und von Anfang an keinen Euro. Der SPON traut sich ja nicht einmal eine informelle Umfrage seiner Leser über den €uro zuzulassen - geschweige denn die Politiker, die schon längst bei der Industrie am Tropf hängen. Demokratie sieht anders aus, wir leben schon lange in einer Plutokratie. Ich will zwar nicht, dass die Alternativen in D die nächste Wahl gewinnen, aber wählen werde ich sie doch denn sonst wachen die Etablierten nicht mehr auf.
... ein gewaltiges Wort mitreden. Übrigens glauben auch in UK die wenigsten jungen Menschen an eine freie Presse in Ihrem Land. Vor allem der tolle Arbeitsmarkt in den UK steht unserem in nichts nach. Daily Workers sind die neuen beliebten Formen dort.

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rudig 08.05.2015, 10:41
84. naja,

es gibt hier einige die meinen GB sollte die EU verlassen
weil es sich angeblich unsolidarisch verhält.
Dabei ist D. das Land, was sich am meisten unsolidarisch
verhält. Ich denke da z.B. an die immer höheren
Exportüberschüsse, die ja in D. so gefeiert werden.
Jeder Euro der mehr exportiert als importiert wird
macht D. reicher aber seine Nachbarn ärmer.
Bin gespannt wie lange das noch gut geht.

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Maleficent 08.05.2015, 10:42
85.

GB ist echt zu beneiden. Wenigstens darf man da (wohl) abstimmen über den Verbleib in der EU. Würde mich für die Briten freuen, wenn die es schaffen, der ungerechten EU zu entkommen. Wie bei einem Vogel, der in die Freiheit fliegt, anstatt im "goldenen" Käfig dahinzuvegetieren.

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FeiHung 08.05.2015, 10:42
86.

Zitat von winnetou16
verteufeln, haben immer noch nicht verstanden was Demokratie ist. Dazu gehören auch die meisten deutschen Politiker, die sich immer wieder davor scheuen, das Volk zu befragen was es wirklich will. So wird gegen das Volk regiert, nicht für das Volk.
Ehrlich gesagt sind Sie es, der nicht versteht, was Demokratie ist. Sie benutzen nämlich den Überbegriff "Demokratie" für nur eine einzige Form der Demokratie: der direkten Demokratie. Es gibt aber noch andere Formen der Demokratie, die sich ebenfalls mit Recht unter dem Überbegriff "Demokratie" sammeln dürfen. Dazu gehört die repräsentative Demokratie, die wir in den meisten europäischen Ländern und auch in den USA haben. Und da ist es eben so, dass die Bevölkerung für eine begrenzte Zeit Repräsentanten des Volkes (aka Politiker) die Macht überschreiben. Diese Form hat gegenüber der direkten Demokratie übrigens auch viele Vorteile. So ist das Volk beispielsweise ausgesprochen sprunghaft und ändert ausgelöst durch aktuelle Entwicklungen mitunter innerhalb weniger Monate oder sogar Wochen die Meinung. Wollen Sie dann jedes Mal die Gesetzgebung vollkommen ändern? Dann besteht eine gute Chance, dass ein Land im Chaos versinkt. Oder zumindest in absolutem Stillstand verharrt. Natürlich gibt es auch Nachteile, das will ich nicht bestreiten, aber so einfach, wie Sie es hier darzustellen versuchen, ist das auch nicht mit der Demokratie.

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BerndScheitterlein 08.05.2015, 10:43
87. Warum denn Bad News?

Cameron ist doch für den Verbleib in der EU. (So etwa auch die große Mehrheit der Schotten) Es wird mit dem Referendum endlich mal Klarheit geschaffen und den Populisten das Wasser abgegraben. Und wenn die Mehrheit für den Austritt stimmt, ist das auch nicht tragisch für die EU. dann eher für das UK.

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airsurfer 08.05.2015, 10:44
88. Abstimmung auch bei uns!!!

Warum verkauft uns "spon" diese Nachricht als bad news?
Es gibt ein Selbstbestimmungsrecht der Völker und ich bin sicher, dass das zu erwartende Ergebnis über die Mitgliedschaft in der EU bei uns ganz ähnlich ausgehen würde.

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prefec2 08.05.2015, 10:46
89. Good News

Nun kann Cameron vom rechten Flügel gepusht unannehmbare Forderungen an die Änderung des Maastricht-Vertrages fordern. Da wird keiner zustimmen können und dann wird er sein Referendum abhalten. Das Ergebnis wird klar sein. Das UK tritt aus. Dies wäre ein positiver Schritt und würde die Austeritätsanhänger in der EU schwächen. Dazu werden die Schotten dann noch einmal abstimmten können und sich von England abspalten. Im Grunde wird das den Engländern auch gut tun, weil sie sich dann unabhängig über ihre Rolle in der Welt und die Situation in ihrem Land auseinandersetzen können. Vielleicht wird sich dann auch Wales verabschieden. Die Schotten werden dann in die EU eintreten. Das sollte recht fix gehen. In 30 Jahren werden die Engländer dann merken, dass die EU doch keine so schlechte Idee gewesen wäre und dann wieder eintreten wollen. Bis dahin hat die EU es entweder geschafft eine soziale Gemeinschaft zu werden oder aber sie wird nicht mehr existieren. Insgesamt also eine positive Entwicklung auch wenn sie die Status Quo über den Haufen wirft. Das ist aber gut und nicht schlecht wie viele Kommentatoren und Politikwissenschaftler glauben. Ein Deadlock scheint nach außen zwar ruhig zu sein, aber wenn es dann bricht fliegt einem der Laden um die Ohren. Dynamische System sind deshalb besser wenn auch schwerer vorherzusagen.

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