Forum: Politik
Camp in Mali: Raketenangriff auf Bundeswehrsoldaten
DPA

Im Süden Malis ist ein Militärcamp mit Raketen, Handfeuerwaffen und Sprengstoff attackiert worden. Auf der Anlage sind auch deutsche Soldaten stationiert. Nächste Woche wird Außenminister Maas die Anlage besuchen.

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lilioceris 24.02.2019, 19:34
1. Ist das

überraschend ?
"CNN's report, published earlier this month, revealed that Saudi Arabia and the United Arab Emirates had transferred US-made weapons to al Qaeda-linked fighters, hardline Salafi militias, and other groups on the ground.
The weapons have also made their way into the hands of Iranian-backed rebels, exposing some of America's sensitive military technology to Tehran and potentially endangering the lives of US troops in other war zones."
Schon lustig, wie Waffen wandern können.
Raus aus Mali.
Schluss mit den Auslandseinsätzen der Bundeswehr.

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moerre 24.02.2019, 19:35
2. "Angriff auf Bundeswehrsoldaten"?

Im Text selbst steht dagegen lediglich "Auf der Anlage sind auch deutsche Soldaten stationiert."

Also was denn nun? Sind diese angegriffen wurden - oder waren sie lediglich auch in dem Camp? Nein, das ist nicht dasselbe, erstens überhaupt, und zweitens sind solche Camps ziemlich groß. Wer konkret angegriffen wurde, und wer zufällig in der Nähe war, sind verschiedene Dinge, und wenn tatsächlich die Deutschen direkt angegriffen wurden, wäre das etwas ganz anderes. Aber so klingt die Überschrift für deutsches Publikum natürlich viel dramatischer.

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Dr. Kilad 24.02.2019, 19:45
3. Das Problem ist,

dass die Bundeswehr letztlich nur ein Unrechtregime stützt, um gegen Fluchtbewegungen eine Todeszone zu schaffen. August letzten Jahres berichtete die UN auch von Massentötungen von Zivilisten durch staatliche Sicherheitskräfte. Zu richtigen Beurteilung fehlt hier viel an Information.

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ole#frosch 24.02.2019, 20:07
4. Streitkräfteeinsatz ganz oder gar nicht

Entweder mam entsendet so viele truopen, dass man das Land einnimmt und dann neu aufbaut oder man lässt es bleiben.
Die derzeitigen Einsätze ohne Polizeibefugnis sind doch nicht zielführend.

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capote 24.02.2019, 20:17
5. So ist das halt.....

...wenn man Angriffskriege führt, nichts anderes sind die sogenannten Auslandseinsätze der Bundeswehr, allenfalls mit blauem Helm im Auftrage der UNO kann man davon ausnehmen.
Die Angegriffenen wehren sich halt und das zu Recht, Deutschland hat in Mali nichts, aber auch gar nichts verloren.

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capote 24.02.2019, 21:59
6.

Zitat von capote
...wenn man Angriffskriege führt, nichts anderes sind die sogenannten Auslandseinsätze der Bundeswehr, allenfalls mit blauem Helm im Auftrage der UNO kann man davon ausnehmen. Die Angegriffenen wehren sich halt und das zu Recht, Deutschland hat in Mali nichts, aber auch gar nichts verloren.
Schon erstaunlich, dass das veröffentlicht wurde !

Was die Deutsch-Französische Freundschaft wert ist, sehen wir, wenn Präsident Macron Deutschland ans Bein pisst mit seinen Bedenken zu Nord-Stream 2.
Es gibt keine Freundschaften in der Politk, es gibt nur Interessen und wir sollten subsummiren, was wir für Frankreichs Interessen machen und was Frankreich für deutsche Interessen macht und uns, wenn die Bilanz negativ für Deutschland ausfällt, aus französischen Projektinteressen (Krieg in Mali) langsam aber sicher zurückziehen, bis die Bilanz wieder stimmt.

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lilioceris 25.02.2019, 14:09
7. Mali

(Wikipedia über Mali): "Obwohl der Goldreichtum Malis bereits im Altertum legendär war, ist der dortige Bergbau ein relativ junger Wirtschaftszweig. Die ersten Explorationen wurden in den 1980er Jahren durchgeführt, in den 1990er Jahren begann die stürmische Entwicklung der Goldgewinnung. Heute ist Mali der drittgrößte Goldproduzent Afrikas nach Südafrika und Ghana. Jährlich werden bis zu 50 Tonnen Gold gewonnen (10 % davon von zahlreichen nicht-industriellen Goldschürfern); die Reserven werden auf 800 Tonnen geschätzt. Neben Gold lagern weitere Rohstoffe im Boden, dazu gehören geschätzte 20 Millionen Tonnen Phosphate, 40 Millionen Tonnen Kalk, 53 Millionen Tonnen Steinsalz, 1,2 Milliarden Tonnen Bauxit, 2 Milliarden Tonnen Eisenerz, 10 Millionen Tonnen Mangan, 10 Milliarden Tonnen Ölschiefer, 60 Millionen Tonnen Marmor, 5000 Tonnen Uran und 1,7 Millionen Tonnen Blei und Zink. Aufgrund schlechter Infrastruktur und Energieversorgung sind diese Rohstoffe bislang zwar geologisch erfasst, aber nicht erschlossen."
Nur ein kleiner Ausschnitt, was dort steht . Viel erschütternder ist, wie arm die Masse der Bevölkerung ist. Trotz des Reichtums des Landes kommt nichts unten an. Korruption an allen Ecken und Enden. Und wir unterstützen diese kriminelle Regierung durch unsere Militäreinsätze. Das sind unsere westlichen Werte, so werden sie verteidigt.
Wo ist da die Aufklärung durch unsere Medien ? Wer ist verantwortlich für den Militäreinsatz der Bundeswehr dort ?

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niska 25.02.2019, 14:33
8.

Zitat von capote
Schon erstaunlich, dass das veröffentlicht wurde ! Was die Deutsch-Französische Freundschaft wert ist, sehen wir, wenn Präsident Macron Deutschland ans Bein pisst mit seinen Bedenken zu Nord-Stream 2. Es gibt keine Freundschaften in der Politk, es gibt nur Interessen und wir sollten subsummiren, was wir für Frankreichs Interessen machen und was Frankreich für deutsche Interessen macht und uns, wenn die Bilanz negativ für Deutschland ausfällt, aus französischen Projektinteressen (Krieg in Mali) langsam aber sicher zurückziehen, bis die Bilanz wieder stimmt.
Ja, wirklich erstaunlich, dass das veröffentlicht wurde. Weil da stimmt ja wiedermal gar nichts. MINUSMA in Mali ist eine Blauhelmmission. Al Quaida und die lybischen Extremisten gehören nicht nach Mali. Damit ist das Selbstverteidigungsgeschwurbel ebenfalls Blödsinn.

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g_bec 25.02.2019, 15:36
9. Wobei.

Zitat von niska
Ja, wirklich erstaunlich, dass das veröffentlicht wurde. Weil da stimmt ja wiedermal gar nichts. MINUSMA in Mali ist eine Blauhelmmission. Al Quaida und die lybischen Extremisten gehören nicht nach Mali. Damit ist das Selbstverteidigungsgeschwurbel ebenfalls Blödsinn.
Wobei man natürlich ehrlicherweise sagen muss, dass das angegriffene Camp Gecko zur EU-Training Mission gehört und nicht zur MINUSMA. Das ändert aber nichts daran, dass Sie Recht haben.

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