Forum: Politik
Cannabis-Legalisierung: Die Regierung muss endlich dealen
REUTERS

Die Vorstöße zur regionalen Freigabe von Cannabis sind richtig - doch sie greifen zu kurz. Denn auch die bundesweite Legalisierung wäre sinnvoll. Es ist besser, die Realität zu regeln, als alte Ängste zu pflegen.

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Balschoiw 24.07.2015, 15:09
300. @Celestine

"Doch Kiffen ist unter Jugendlichen sehr verbreitet, und wenn es zu Problemen kommt, dann ist diese Gruppe am meisten gefährdet. Ich sehe nicht, dass sich daran etwas ändert, denn das ist und bleibt verboten, wird aber kaum kontrolliert. "
Dazu sollten sie sich mal die Statistiken aus den Niederlanden ansehen. Dort ist der Konsum unter Jugendlichen seit der Legalisierung rückläufig und unter dem Wert von Deutschland. Und jetzt?
"Auch sehe ich nicht, dass der illegale Handel durch die Legalisierung eliminiert wird. Denn er bietet regelmäßigen Konsumenten eine Menge Vorteile, die eine Legalisierung nicht bieten kann. Denn der Vertrieb ist derzeit perfekt organisiert ... "
Mit Verlaub, das ist Quatsch. Ich kenne so einige Konsumenten (Ü30-Ü60) die neimals etwas auf der Straße kaufen würden. Das ist schlicht zu gefährlich und die Qualität/Menge immer eher zweifelhaft. Es gibt hier in D keinen "perfekt organisierten" Vertrieb wie von Ihnen behauptet. Das Risiko sitzt einem dabei immer im Nacken.
Die Leute die ich kenne fahren in die grenznahen Shops in den NL da dort die Qualität gleichbleibend gut ist und man nicht Angst haben muß über´s Ohr oder über den Schädel gehauen zu bekommen.
Klar, 15 Minuten Angst im Auto, die muß man haben wenn man die Grenze passiert. Das war´s dann aber auch mit Risiko...im Gegensatz zu Ihrem "perfekt organsiertem Vertrieb" in D.

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sirraucheinviel 24.07.2015, 15:10
301.

Zitat von thlogical
Sehr geehrter Herr Kuzmany, leider kann ich ihren Erörterungen nicht folgen....... in diesem Geschäft zählte immer schon der Profit und nicht der Mensch. Stellen Sie sich mal die Frage was ein Vater oder eine Mutter noch machen soll um ihre Kinder vom Drogenkonsum abzuhalten. Ich als Vater von zwei heranwachsenen Kindern habe jetzt schon Mühe ihnen richtig zu erklären was falsch und was richtig ist und was für Konsequenzen das ganze hat. Eine legalisierungskampane hilft dann besonders gut. "Sohn bitte kiffe nicht .... Warum Papa ist doch legal" Toll!!! Auch die Vorstellung zugedröhnte menschen im Straßenverkehr zu haben weckt Ängste. "Ups ich hab ihr kind überfahren weil ich unter Drogen stand ... Mein Gott gibt mildernde Umstände." ....... Drogen wozu ich übrigens auch Alkohol und Tabak zähle haben nichts in einer Gesellschaft verloren. Sie führen zu Risiken und die Märkt müssen statt gefördert ausgetrocknet werden. Das geht über Kontrollen, Aufklärung und harte Strafen die öffentlichkeitswirksam und schnell vollstreckt werden. Es muss so weh tun das es sich nicht mehr lohnt. Drogen zerstören die Gesellschaft und vorallem Menschen. Sie machen abhängig und zerstören Leben und auch Ressourcen für die Zukunft. Es ist nicht richtig was sie hier schreiben. Von meiner Seite wird es dazu immer ein eindeutiges nein geben. Gruß
1. Sie haben schon lange zugedröhnte Menschen im Verkehr, eine Legalisierung ändert daran gar nichts. Tut mal nicht so, als wollten die Verbotsgegner eine Freigabe vom bekifften Fahren. Das ist einfach nur eine lächerliches Scheinargument gegen eine Freigabe. Kontrolliert wird sowieso, legal oder illegal. Oder glauben Sie, daß wenn Alkohol endlich verboten wird, keiner mehr besoffen fährt ? Lachhaft.
2. Drogen nimmt keiner weil es "hipp" ist. Das sehen bloss Menschen, die sich ausserhalb der Gesellschaft sehen so. Drogen (Alkohol, Cannabis, Zucker, Nikotin, Koffein) werden schon jeher benutzt, also wird ein historisch betrachtet kurzes Verbot nur ein paar Generationen das Leben schwerer machen, weil sie halt in Ihrer Zeit als Kriminelle behandelt werden.
3. Wenn Sie als Vater von zwei Kindern (habe auch zwei) Probleme haben ihren Kindern zu erklären "was Richtig und was Falsch ist und was für Konsequenzen es hat" sollten sie dies vielleicht die Mutter machen lassen. Hoffentlich hat die einen intakten moralischen Kompass und ist nicht auf ein Standardnachschlagewerk (Gesetzbuch, Bibel, whatever ...) angewiesen.
4. Drogen zerstört nicht die Gesellschaft, Drogen zerstören Leben von labilen Menschen. Und da hilft ein Verbot : NULL. Da hilft nur Aufklärung und Eltern die Ihren Kindern erklären können WARUM man z.B. beim Kiffen aufpassen sollte oder es gar lassen. Das kann man aber nur wenn man Ahnung hat wovon man redet. Eltern die blind verbieten werden von Kindern schnell entlarvt als Blinde die von der Farbe reden ....
5. Wenn Ihr Kind alles tut, was legal ist, wird es leider eh kein guter Mensch. Ein intakter Ethos ist imo viel wichtiger als irgendeine dämliche Gesetzeshörigkeit. Und das lernt man nur durch die Eltern.

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d.enkmalwieder 24.07.2015, 15:11
302. Ohoh....

Zitat von sirraucheinviel
Lasst doch ein Referendum machen. Dann wissen wir was das deutsche Volk will. Ich wette es kommen ähnliche Zahlen zugunsten eines legalen Zugangs dabei heraus, wie wenn man ein Referendum zum Alkoholverbot machen würde.
da habe ich so meine Zweifel!!
Wenn sie zwei Füchse und eine Gans über das Nachtessen abstimmen lassen....

Will sagen- bei allen die sich informieren mag eine fundierte Meinung da sein- sogar überwiegend positiv.
Aber das Problem ist die desinformierte Masse denen jahrzehntelang falsche "Informationen" in die Köpfe geblasen wurde. Das legt sich nicht so schnell.

Warum ich das weis? Ich war früher auch so einer....
Wusste nichts- und habe geglaubt das es wirklich gefährlich ist- sonst wärs ja nicht verboten.

Es gibt Dinge die DÜRFEN nicht nach der Mehrheit entschieden werden- den die ist manipulierbar.

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sirraucheinviel 24.07.2015, 15:13
303.

Zitat von ecbert
Wer Drogen wie Cannabis nutzt muss auch für die Folgen selbst einstehen. Also keine Krankenversicherung mehr für diesen Blödsinn ! Auch sämtliche Therapien, bezahlt aus öffentlichen Kassen darf es dann nicht mehr geben. So kann man auch gerne bei anderen Drogen wie Alkohol und Zigaretten verfahren. Wer Drogen einnimmt muss wissen, dass die Folgen nur von ihm allein zu tragen sind und er am Ende ohne Hilfe dasteht. Wer also Drogen legalisieren will wird sich mit einer großen Anzahl von heruntergekommenen Menschen in unserem Stadtbild abfinden müssen.
Also auch keine Krankenversicherung für Skifahren und Folgen von Übergewicht ? Was für eine ekelhaft misanthropische Weltsicht .....

PS: Übrigens ein guter Witz .... das mit dem Stadtbild und den heruntergekommenden Menschen durchs Kiffen. Ich glaube Sie reden vom Alkohol. Finde übrigens nicht, daß man ihn deshalb verbieten sollte. Macht das Problem nicht besser ....

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Celestine 24.07.2015, 15:13
304.

Zitat von Fränkfürt
Zu aller erst das Lieblings Angstargument der Politik – Psychosen: Die Zahl der Menschen mit (aktiven) Psychosen beläuft sich durchschnittlich weltweit pro Land auf etwa 1% der Bevölkerung. Dieser Wert hat sich in den letzten 50+ Jahren nicht verändert. Der Cannabiskonsum ist seit den 60er/70er Jahren weltweit gestiegen. Wenn Cannabis Psychosen auslösen würde müssten diese Werte korrelieren – tuen sie aber nicht.
Substanz induzierte Psychosen werden in der von Ihnen genannten Zahl 1% nicht mit berechnet, denn die Zahl, die Sie da zitieren, betrifft das Auftreten einer endogenen Schizophrenie, welche in jedem Land weltweit ungefähr gleicht ist.

Es ist in den psychiatrischen Kreisen allgemein bekannt, dass manche regelmäßigen Kiffer psychotische Züge entwickeln können, welche sich aber psychiatrisch relativ leicht behandeln lassen. Ob dies zu einer chronischen Psychose führt bzw. ob die Betroffenen von vornherein eine "Vulnerabilität" besitzen, ist in den Fachkreisen nach wie vor umstritten.

Ich selbst kannte Kiffer, die unter psychotischen Schüben litten. Ein Student ging jedes Mal routinemäßig zum Arzt, der ihm Medikamente verschrieb, danach war er symptomfrei. Bei manchen hören diese Symptome erst auch, wenn sie aufhören zu konsumieren.

Dies ist in den Kifferkreisen hinlänglich bekannt, und selbst der Hanf-Verein streitet dies nicht mehr ab. Sie verwechseln dies mit der endogenen Schizophrenie, doch eine Substanz induzierte Psychose bzw. die sog. Doppeldiagnose Psychose-Sucht wird unter ganz anderen anderen Kategorien der WHO Klassifikations-Systems ICD geführt und wird NICHT in dem 1% für Schizophrenie mit berechnet, weil dies eine andere psychische Störung ist und daher auch unter einer separaten Klassifikation geführt wird.

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mocodelpavo 24.07.2015, 15:15
305. Ursache des Amoklaufs???

Zitat von wallabi
letzte Amoklauf in Ansbach stand unter Cannabis-Einfluss .... nur so nebenbei! Zum legalen Alkohol kommt jetzt auch noch der Einstieg in die Drogenszene! Na Prima!
Sie liefern damit auch ein Argument für eine Legalisierung, denn der Amoklauf fand in Bayern statt, dem Land welche die mit Abstand restriktivste Verbotspolitik gegen Cannabis verfolgt.
Wer weiß, was der Typ sich noch so reingezogen hat. Die Dealer welche auch das harte Zeug verticken, musste er wegen der Cannabis-Kriminalisierung ja schon kennengelernt haben. Vielleicht waren auch die Streckmittel das Problem. Der Schwarzmarkt unterliegt schließlich keiner Qualitätskontrolle.

Das Problem hier ist die fehlende Kausalität und statistische Signifikanz. Ob Cannabis die Ursache oder nur ein weiteres Merkmal einer zugrunde liegenden psychischen Störung war? Ich kann mir da kein Urteil erlauben.
Aber nur so nebenbei: Der Amokläufer von Ansbach hatte auch Socken an. Müsste man ja jetzt auch Socken verbieten? Und er hat aus dem Auto geschossen, Logische Folge: Autos verbieten!

Wer Amokläufe verhindern will, muss endlich Waffenbesitz kriminalisieren. Der Täter war nämlich nicht nur bekifft, sondern vor allem Sportschütze und besaß die Waffen legal!!!

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sirraucheinviel 24.07.2015, 15:18
306. Selten soviel Bullshit in einem Posting gelesen. Punkt.

Zitat von suplesse
Punkt! Hinweise und gute Ratschläge nutzen bei Jugendlichen nicht viel. Strafandrohung Hier-und Da schon. Ein Brief von der Staatsanwaltschaft hat Wirkung gezeigt. Die Angst vor Gericht zu stehen, dämmt zumindestet den exzessiven Konsum ein. Alkohol und Canabis sind völlig unterschiedliche Drogen und überschneiden sich bei den Konsumenten selten. Dabei ist das eine so schlimm, wie das andere. Alles was erlaubt ist, wird von Jugendlichen als selbstverständlich angesehen. Da hat man überhaupt keine Chance mehr als Erziehungverpflichteter. Die jenigen, die hier so sehr für die Freigabe sind, würde ich wünschen, mal ein heranwachsendes Kind daran zu erinnern, dass es neben zugekifft auf der Parkbank zu hocken noch ein paar Lebensaufgaben gibt, um die eigene Existenz aufzubauen und das Canabis dem sehr entgegen steht. Außerdem ist das gesundheitliche Risiko in der Pubertät sehr groß. Weil Canabis so wunderbar ankommt, ist es auch oft der Einstieg in die gesamte Palette der Drogen. Risikobewußtsein in dieser Alterklasse in der Regel so gerade gegen Null.
1. Strafandrohung hilft ? Nö. Vollkommen Realitätsverweigerung Ihrerseits bezüglich der Erfahrungen die andere Länder mit der Freigabe gemacht hat und über 10 Millionen Menschen die in Deutschland Kiffen.
2. Seinem Kind nicht beibringen zu können, daß es im Leben aktiv zu sein hat und sein eigenes erzieherisches Versagen auf eine Droge zu schieben ist so erbärmlich, daß mir als Vater von zweien keine Worte dafür einfallen.
3. Kinder sollten keine Drogen nehmen ? Im Ernst ? Wäre natürlich vermutlich kein Freigabebefürworter drauf gekommen. Danke dafür !
4. Einstiegsdroge ... noch so ein hirnverbrannter Schwachsinn. Wahscheinlich haben alle vor dem Kiffen schon mal Alkohol getrunken oder geraucht ! Wahrscheinlich sind das die Einstiegsdrogen. Ne, im Ernst. Absoluter Humbug und durch absolut keine Logik zu halten ..... beschäftigen Sie sich mal mit Evidenzgraden.

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sirraucheinviel 24.07.2015, 15:20
307.

Zitat von bluesbrother54
Der Autor meint also, dass sich jeder, der will, sowieso über geltendes Recht hinwegsetzt, wäre eine Legalisierung sinnvoll. Ja bitte, dann auch keine Verkehrsverstöße wegen überhöhter Geschwindigkeit mehr ahnden, fährt doch jeder sowieso schneller als erlaubt. Zigarttenwerbung bitte wieder erlauben, wer qualmem will der qualmt auch so. Schnaps bitte ab 12 Jahren freigeben, wer sich zudröhnen will, kommt auch als Kind an Fussel. Ach, mir fallen noch soviel andere Dinge ein, die zwar verboten sind, gesellschaftlich jedoch akzeptiert oder zumindest toleriert werden.
Tja, und haben offenbar kein Problem damit, daß Cannabis völlig anders behandelt wird als Vergleichbares. Spricht nicht gerade für ein ausgeglichenes Rechtsempfinden.

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werner230 24.07.2015, 15:22
308. Dhp

Wenn die Politik es verschläft, wird es
nicht mehr lange dauern, bis sich eine
Partei gründet - Deutsche Hanf Partei DHP oder so ähnlich -, die dann locker die 5 % Hürde meistern wird und die weltfremden ALT ( ! ) Parteien
CDU und SPD werden sich wundern.
Ich würde diese Partei wählen.

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sirraucheinviel 24.07.2015, 15:23
309.

Zitat von Max Super-Powers
Herr Kuzmany, wen Sie so scharf darauf sind, sich einen reinzupfeifen, fahren Sie einfach rüber nach Holland, ist ja nicht allzu weit von Hamburg. Aber bitte hören Sie auf, als Steigbügelhalter für eine weitere Droge zu fungieren, die bei Daueranwendung ähnlich schlimme Auswirkungen wie jahrelanger Alkoholmissbrauch hat. Es gibt in Deutschland genügend legale Drogen. Wir brauchen nicht noch ejne weitere.
Ähnliche Wirkung bei Dauergebrauch ? Äh, Leberzirrhose ? Krebs ? Bei Ihnen hakts wohl .... genau solche Leute wie Sie sind der Grund, warum so viele Kinder kiffen. Verbieten mit hanebüchenen Begründungen dem Kind das Kiffen, das bemerkt natürlich sofort, daß der Vater null Ahnung von gar nichts hat und ignoriert sein Hinweise. Und am Ende war es die böse Droge dabei waren die Eltern bloss zu faul sich schlau zu machen. Erbärmlich ....

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